Ausgabe 
24.2.1874
 
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1874.

Dienstag den 24. Februar.

M24.

Dr. 1 0 Been e 9 9 m er 4 U er 1 el Er. Voorich Diel 1 7 Die Petitzeil a e 5 1 Erschelnt z U n dect. Kreisblatt für den Artis Friedberg. eee Amtlicher Theil. enen de detreffend: Das Kreitersatgeschäft für 1874. Friedberg am 20. Februar 1874. N Der Civil-Vorfitzende der Großherzoglichen Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Friedberg nan N an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großberzoglichen Polizeicommissär in Wickstadt. gnahen, J Nur sehr wenige baben bis jetzt die Stammrollen vorgelegt,(vergl. Ausschreiben vom 30. Dezember vorigen Jahres in Nr. 3 des Kreis- 0 batte von 1874), weshalb ich an die sofortige Einsendung erinnere. ANN 92 etba Petri DN 2 vunessend: Abgabe von Tyterschutgebote für die Schullocale. Friedberg am 22. Februar 1874. Wücinge, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Ortsschulvorstände. n, E. Der Vorstand des Thierschutz Vereins beabsichtigt an diejenigen Lehrer, welche ein gewisses Interesse an dem Thierschutze, bethätigen als 1 Fämien die Schrift: Die einheimischen Säugethiere und Vögel nach ihrem Nutzen und Schaden . in der Land- und Volkswirthschaft von Adolph und Karl Müller. 0 Gul 1 Leipzig. Verlag von Ernst Keil 51 e J vertheilen, Sie wollen uns daber längstens bis zum 10. März laufenden Jahres diejenigen Lehrer, welchen hiernach eine Prämie zuerkannt 8 5 g 9 tegen brden kann, namhaft machen. Trapp. 6 9 Deutsches Reich. Besteuerung beseitige, die Maßregeln gegen Ueber-] gangenen Meldung ist der Professor der patho⸗ I en H.-V. Friedberg. An den Vorstand des schreitungen auf ein geringes Maß beschränke und logischen Anatomie an der hiesigen Universität und 4 kondelsvereins sind in der letzten Zeit Wünsche, den von der früheren Reichstags-Commission auf-] bekannter Mitarbeiter derGartenlaube, Dr. Carl 1 Lufragen, Vorschläge, theils mündlich, theils schrift- gestellten Grundsätzen sich anschließe. Die Ein- Ernst Bock, 6⁵ Jahre alt, gestern nach langer * 1 10 s gelangt, welche als eine Folge des von ihm führung des Gesetzes für Elsaß⸗Lothringen würde] Krankheit in Wiesbaden gestorben. 1 wöffentlichten Aufrufs zu betrachten sind. So erhebliche Gesetzes-Aenderungen vorausgesetzt haben, München. Die Ernennung des Ministerial⸗

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J. J. Balz Pein. Es kann dessen Sache nicht sein, Gas- beutigen Abendsitzung das Civilehe-Gesetz in der

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aneulich derartige Zeichen von Theilnahme an nd für sich find, so liesern doch die meisten bis zt zur Kenntniß des Vorstandes gelangten Vor- läge keinpraktisches Material für den Handels- 8 zu setzen, wo sie nöthig sind; den Durchbruch

n Straßen zu ermöglichen; die Einrichtungen den Zimmern der Stadtschule zu verbessern; Benützung von öffentlichen Straßen, zu Lager itzen von Fässern, Wagen ꝛc. zu verhindern; asser nach Friedberg zu leiten 1c. Derartige Inge gehören vor den Stadtvorstand, dem ja ch die Polizei unterstellt ist. Daß sie wünschens⸗ rh, ja selbst nöthig sind, wird nicht in Abrede tellt; es ist aber klar, daß ihre Erfüllung nicht der Macht des Handelsvercins liegt. Zunächst dessen Kasse weniger reichhaltig als sein Pro- amm; der Charakter seines Wirkens für ge⸗ Finnützige Zwecke wird von den Mitteln, die dem rstande zur Verfügung stehen, abhängen. Der sang seiner Thätigkeit wird ihm auch dadurch eichtert werden, daß ihm unser Publikum mehr 0 ohlwollen und Unterstützung alsgroße Lewartungen entgegenbringt. Den Spruch: Jem Viel gegeben ist, von dem wird Viel ge.

dert werden, auf den jungen Handelsverein Auwenden, wäre sehr verfrüht und ungerecht;

h Uebrigen hofft er einen solchen Zufluß von

Mitteln zu erleben, daß ihm fraglicher Spruch

is Devise recht sein wird.

Berlin, 20. Febr. Der Reichstag setzte nächst die erste Berathung der Novelle zur Ge⸗ urbtordnung fort. Lasker sprach in langer Rede ien das Gesetz, ebenso Müller(Pleß) und Duncker unter Zurückweisung der gestern von social⸗ Mnokratischer Seite aufgestellten Behauptungen ligen die Bestrafung des Contractbruchs. Hierauf rde die Debatte geschlossen und die Vorlage % eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen.

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Der Gesetzentwurf über die besondere Genehmigung nn gewerblichen Anlagen wird in erster und iter Lesung angenommen. Es folgt die erste i ung des Reichspreßgesetzes. Der sächsische Bundes- cwumissär Held empfiehlt die Vorlage, welche eine re Bewegung ermögliche, während sie gegen eschreitungen Schranken setze, welche die Preß

deßhalb sei von der Ausdehnung des Gesetzes auf Elsaß-Lothringen abzusehen. Das Gesetz geht an eine Commission von 14 Mitgliedern.

20. Febr. Das Herrenhaus nahm in der

Schlußabstimmung mit 89 gegen 51 Stimmen

nach den Beschlüssen der Spezialberathung an.

Desgleichen wurde der Gesetzentwurf über die Berliner Stadtbahn angenommen.

20. Febr. Acht elsaßlothringische Abge- ordnete haben zur Aufnahme in den stenographischen Bericht über die Reichstagssitzung vom 18. d. di Erklärung eingereicht, daß sie bei der Abstimmung über den Antrag Teutsch, betreffend die Volks- Abstimmung in Elsaß Lothringen, sitzen geblieben

sondern um sich der Abstimmung zu enthalten und batte ihnen die Erläuterung ihrer Stellung zur

langten Redner nicht genügend dargestellt gewesen, abgeschnitten sei. Die Social- Demokraten und Polen haben gleichfalls eine ihre Abstimmung motivirende Erklärung eingereicht.

Für den zweiten Entwurf der deutschen Strasprozeß-Ordnung sind die badischen Erfahr ungen nicht ohne Einfluß gewesen; so wurden auf Grund derselben namentlich u. A. Bestimmungen über Wiederaufnahme des Verfahrens aufgenommen. Badischer Spezialbevollmächtigter war Ministerial- rath Bingner.

Breslau. Wie dieSchles. Zeitung mit Bestimmtheit hört, hat der kirchlich freisinnige Canonicus Dr. Künzer das seit einer Reihe von Jahren verwaltete Amt eines Dompredigers am Dom zu Breslau niedergelegt.

Braunsberg. DieBr. Krs.-⸗Bl. melden, daß am 11, d. M. von einigen Bürgern Worm dltts(Kr. Braunsberg) eine Beileids-Adresse an den gefangenen Erzbischof von Posen telegraphisch aufgegeben, Tags darauf aber den Absendern vom dortigen Telegraphen-Amt mit dem Eröffnen zurück⸗ geslellt wurde, daß die Depesche nach Form und Inhalt zur Wiser Beförderung mit dem Tele- graphen cht gecignet sei. Leipzig, 19. Febr.

Nach einer hier einge

rathes Hocheder dahier zum Vicepräsidenten des Reichsoberhandelsgerichts Leipzig ist vom deutschen Kaiser erfolgt.

Straßburg. DasElsässer Journal sagt, daß die vom Bischof Räß im Reichstage abgegebene Erklärung bezüglich des Frankfurter Friedens- Ber⸗ trages in der Bevölkerung Straßburgs eine be⸗ deutende Aufregung dervorgerufen habe. Die Erklärung werde nothwendig eine andere Partei- Classirung berbeifübren. Im Uebrigen will das

Blatt sein Urtheil über den Verlauf der gesammten Debatte zurückhalten, bis der stenograpoische Be- richt eingegangen sei.

21. Februar. DasElsässer Journal

seien, nicht um mit der Majorität zu stimmen, zwar deßhalb, weil durch den Schluß der De⸗

Sache, welche durch die beiden zum Wort ge-

erfährt, daß die Straßburger Wähler eine Pro- testation gegen die Erklärung dee Bischofs Räß unterzeichnen, ein Gleiches wurde aus Wangen heim gemeldet. Die nachträglichen Einzelnheiten über die Mittwochssitzung dätten die Aufregung der Gemüther noch vermehrt. DasElsässer Journal ist sachlich mit Teutsch unzufrieden, aber peinlich berührt von der Haltung eines Theiles der deutschen Presse, protestirt auch gegen den dem Abg. Teutsch vom Reichstage gemachten Empfang. Die bischöfliche Erklärung, gegen die Pougnet allein protestirt, bleibe eine Thatsoche von außer⸗ ordentlicher Tragweite. Lauth und Teutsch sind hier angekommen.

21. Febr. Zwischen den zurückgekehrten Reichstagsabgeordneten und einer Anzahl von deren Parteigenossen findet deute Abend eine Be rathung statt. Dem Vernehmen nach wird dier und an einigen anderen Orten für den Erlaß von Adressen agitirt, durch welche der Erklärung des Bischofs Räß im Reichstag ein Dementi ent- gegengesetzt werden soll.

Ausland.

Frankreich. Partie. DasJournal officiel verössentlicht ein Circular des Ministers des Innern in Betreff der Einladung des Pariser Bonapartisten-Comites zur Groß jäbrigkeits- Feier des Prinzen Rapoleog. Das Circular südrt aus, daß eine solche Manifestation einen politischen Charakter habe und den Glauben erwecken könne, das Recht des Prinzen, Frankreich zu regieren,