— Wie der„Figaro“ aus zuverläassiger Quelle vernimmt, hat Lachaud von Bazaine keinerlei Honorar annehmen wollen; die Exkaiserin Eugenie schickke dem Advokaten ein„Souvenir“. Die Proceßkosten werden von der Exkönigin Isabella destritten werden, welche sich auch bereit erklärt hat, für die Erziehung der Kinder des Verur⸗ theilten zu sorgen.
Versailles, 20. Jan. Die Nationalver⸗ sammlung nahm in ihrer heutigen Sitzung das gesammte Mairesgesetz mit 367 gegen 324 Stimmen an und wurde dahin schlüssig, die Berathung des Gesetzentwurfs über die Municipalordnung in dem auf die Publikation des eben berathenen Maires⸗ gesetzes folgenden Monat vorzunehmen.
Spanien. Madrid. Auch in Alt-⸗Castiliens Hauptstadt, Valladolid, setzten sich 2000 Freiwil⸗ lige, gemischt mit anderen Republikanern, zur Wehr. Der Militär ⸗ Commandant, dem nebst einer Batterie nur 300 Mann zu Gebote standen, vermochte erst am zweitem Tage, als er Ver- stärkung erhielt, gegen sie vorzurücken. Doch räumten die Gegner, wie es scheint, eiligst das Feld, so daß die Affaire einen harmlosen Ver ⸗
lauf hatte. Nuß land. Petersburg, 20. Jan. Gestern
Gelände Verpachtung. 240 Dienstag den 27. Januar, Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die dem vereinigten Armen⸗ fond Friedberg gehoͤrigen, in der Gemarkung Ossenheim gelegenen Ländereien, bestehend in 6 Morgen, 3 Oth. 14 Klafter Ackerland, auf 12 Jahre verpachtet werden. Friedberg den 17. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou ca r.
Versteigerung von Eschbäumen. 24 Die auf der Staatsstraße Nieder⸗Wöllstadt⸗Oanau (Abtheilung 162) bei Nieder⸗Wöllstadt befindlichen 14 Stück Eschbäume, welche sich für Atbeitsholz, vorzüglich für Wagnerarbeiten eignen, sollen Montag den 26. d. Mts., Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle an die Meist⸗ bietenden versteigert werden.
Friedberg den 17. Januar 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß.
Gefundene Gegenstände.
280 1 Metermaaß, 1 seidene Kappe, 1 Pelz, 2 Schlüssel, 1 Taschenmesser, 1 seidenes Tüchelchen, 1 Schürze, 1 koldene Brosche, 1 Stuhl, 1 Sonnenschirm, 2 Porte⸗ monnaies mit einigem Geld.
Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 14 Tagen bei der unterzeichneten Stelle zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben, oder später zu Gunsten der hiefigen Stadtarmen versteigert werden.
Friedberg den 22. Januar 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar.
Offene Faselwärterstelle.
281 Die Stelle eines Wärtes für den städtischen Fasel⸗ stall wird mit dem 22. Februar d. J. vacant und foll von da an anderweit vergeben werden
Lusttragende wollen sich unter Vorlage ihrer Zeug⸗ nisse bis zum 8. Februar d. J. auf dem unterzeichneten Bureau melden.
Friebberg den 22. Januar 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car.
Faselochs⸗Versteigerung. 263 Freitag den 30. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll ein der hiesigen Stadt gehöriger fetter Faselochse im städtischen Faselstalle nochmals öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden.
Friedberg den 21. Januar 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Ss ar.
Mobiliar ⸗Versteigerung. 268 Dienstag den 7. und Mittwoch den 28. l. Mts., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, sollen die zum Nachlasse des verstorbenen Großh. Steuer⸗Commissärs Hisserich gehörigen Mobiliar⸗Gegenstände in dessen Wohnung in der Färbgasse meistbietend versteigert werden, als: Kleider und Weißzeug, Tische, Stuͤhle, Sophas, Kleiderschränke, Betten, Dienst⸗Uniformskleidungsstücke, Uhren und sonstige Haus- und Küchengeräthschaften.
Sodann kommen Donnerstag den 29. d. M., Mit⸗ tags 2 Uhr, die zu diesem Nachlaß gehörigen Güter⸗ stücke, sowie die Hofraithe des verlebten Landgerichts⸗ Actuars Hisserich in der Färbgasse dahier erbtheilungs⸗ halber auf hiesigem Rathhaus zur Versteigerung. Buß bach den 22. Januar 1874.
Nachmittag trafen der Kronprinz und die Kron · prinzessin des deutschen Reichs hier ein und wurden auf dem Bahnhöfe, wo eine Ehrenwache aus dem Preobraschenki'schen Regimente aufgestellt war, vom Kaiser empfangen.
Amerika. Washington, 20. Jan. Das Finanz-⸗Comite empfiehlt die Beschränkung des um⸗ laufenden Papiergeldes auf 400 Millionen und genebmigt die neue Emmission von Reserve⸗Noten. Newpork, 20. Jan. Aus Chicago werden wieder zwei große Feuersbrunste gemeldet.
Aus Stadt und Land.
Mainz, 20. Jan. Heute Mittag schnitt sich in einem Hause in der Zanggasse ein Cigarrenmacher den Hals ab. Mainz, 20. Jan. In Bretzenheim slürzte gestern Abend ein Mann, der etwas angetrunken war, in den das Dorf durchfließenden, mehrere Fuß lief gelegenen Bach und brach das Genick. Er wurde als Leiche aufgefunden. Mainz,. Im. Heute Morgen fuhr in der Nähe des Holländer Hofes der von Bingen kommende Personen⸗ zug in einen vor dem Bahnhose haltenden Güterzug. Zum Glücke war bei ersterem Zuge schon stark gebremst, so daß die Reisenden mit dem Schrecken davon kamen, trotzdem aber die Maschine in den letzten Wagen des Güterzuges eindrang; von dem Zugspersonal wurde Niemand verletzt. Ein Bremser, welcher auf dem Güter⸗ zuge saß, sprang noch im letzten Momente von seinem Wagen herab.
„S o s p
für Augenkranke, Krebs-
gegangener Anmeldung, unentgeltlich.
Giessen, Wilhelmstraße.
Ad ministrator:
K. Dornuseiff.
Bekanntmachung. 273 Freitag den 30. d. Mts., 11 Uhr Morgens, soll
die Lieferung nachbezeichneter Materialien im Sub— missionsweg vergeben werden:
3 Boden Ster Floßholzstämme, 3 Boden 10ter Floß⸗
holzstämme, 200 Stück reine breite Dielen, 5 Centner
leichte Reifstäbe, 5 Centner Hufstäbe, 4 Centner Rund⸗ eisen(2— 4 Centimeter stark), 2 Centner Rundeisen
(1 1½ Centimeter stark), 3 Centner starkes Band⸗
eisen, 1 Centner schwaches Bandeisen, 12 Kilogramm
breite Rundköpfe(1000 Stück 8 Kilogramm schwer),
25 Kilogramm kleine NRundkoͤpfe(1000 Stück 4 Kilo⸗
gramm schwer), 25 Kilogramm Thornägel(1000 Stück
7 Kilogramm schwer) und 3 Centner Drahtstiften
nach verschiedenen Mustern.
Die Lieferungsbedingungen sind bei uns einzusehen und nehmen wir Offerten bis zum genannten Termin entgegen.
Bad⸗Nauheim am 21. Januar 1874.
Großherzogliches Salinenamt Nauheim.
Jaselochs- Versteigerung. 269 Donnerstag den 29. Januar d. J., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Rathhause dahier ein der Gemeinde Klein⸗Karben gehoͤrender, zur Nachzucht noch tauglicher Faselochse, Berner Race, ungefähr 1— 2 Jahre alt, an die Meistbietenden öffentlich versteigert werden.
Klein⸗Karben am 21. Januar 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Karben. Schneider.
Arbeits⸗Versteigerung.
274 Montag den 26. d. M., Morgens 9 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Nieder⸗Mörlen be⸗
hufs Herstellung der Spritze 3 8 Wagnerarbeit, veranschlagt zu 75— Schmiedearbeit 225— Spritzenmacherarbeit 60— Lackirerarbeit 30—
an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Bad⸗Nauheim den 22. Januar 1874. Der Bezirks-Bauaufseher Br ü ck el.
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2 bis 3000 Gulden erer 8
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karische Sscherhelt Venen Hh hope
ee eee nnn. Ein braver Junge
213 kann in die Lehre treten bei
Dan Großherzogliches Ortsgericht Butzbach. Küche l.
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2 Friedberg. A. Winkler,
Allerlei.
Elberfeld, 21. Jan. Hossmann von Fallersleben ist in Corvey gestorben.
Cöln, 18. Jan. Der Hauptgewinn der Kölner Dom⸗ bau-Lotterie im Betrage von 25,000 Thalern ist einen Schrisisetzer⸗Lehrling in der Buchbruckerel von Sam. Lucas
zugesallen.
Berlin. Das Pferdefleisch bürgert sich in allerlei Gestalten immer mehr ein. Im Jabre 1865 wurden 2400 Pferde geschlachtet, im Jahre 1873 nahezu 7000 Pferde.— Seitdem mehrere kesibare Raubthiere des zoologischen Gartens an dem Genuß von schlech tem Pferdefleisch gefallen sind, wird auch die Pferbeschlächtere streng überwacht.
Apolda, 17. Jan. Die hiefige Eisenbahn⸗Gasaustalt ist in die Luft geflogen, wobei ein Mann verletzt wurde.
New⸗Mork. Die siamesischen Zwillinge sind ge⸗ storben. Der Tod des einen der Beiden erfolgte zwei Stunden nach dem Tode des Andern.
Geld Cours. Frankfurt am 22. Januar 1874.
Preußlsche Friedrichsd'or 1. 9 57—58 „ He„ 9 40—42 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 52—54 b. e,„ 5 22—34 Ducaten al ma res„ 5 33—35 20⸗Frankenstücke„ 9 20—24 Englische Sovereigg gs[„ 11 47—49 Russische Imperiales.„ 9 42—44 Dollars in Gold., 224½—25½½
— ä———
0 Die Balserische Stiftung
a und Knochenfraßleidende
Unbemittelte, nach vorher ⸗
wurde den 3. Januar 1874 eröffnet und können von dieser Zeit an Kranke aufgenommen werden.
Arzt: Dr. Winther.
Atbeits-Versteigerung.
275 Mittwoch den 28. d. M., Morgens 10 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterel⸗Büreau zu Ober⸗Wöͤllstadt die Anlieferung hänferner Feuereimer veranschlagt zu 24 fl. Reparatur lederner Feueresmer 6„ Weißbinderarbeit 21 an den Wenigstnehmenden in Aecord gegeben werden. Bad⸗Nauhein den 22. Januar 1874. Der Bezirks- Bauaufseher Beru& el.
Jedem Stotternden
220 empfehle ich den hiesigen Spracharzt Herrn Gerdts, Wallthorstraße 144. Herr Gerdes hat hler viele Stotternde geheilt, die sonst vor Fremden kein Wort herausbringen konnten; dieselben sprechen jetzt sehr gut, ohne im Geringsten zu stottern. Gießen, 15. Januar 1874. Th. Geismar, uhrnacher.
Pferde- Verkauf.
261 Ein 9 Jahre alter brauner Wallach, ostpreußischer Race, mittelgroß, zum Fahren und Reiten sehr gut ge⸗ eignet, ist sofort zu verkaufen beim berittenen
Gendarmen Seibert in Friedrichsdorf.
Deste Flammkohlen
offerire à 50 kr. per Centner.
h. Dan. Kümmich.
282 Die Verloosung der landwirthschaftlichen Geräthe findet im Monat Februar auf hiesigem Rathhause statt und sind noch Loose à 18 kr. zu haben bei
J. Butzbach. Ein braver Junge
kann die Bäckerei erlernen bei R. Sprengel, Bäckermeister, Marktstraße 6, Darmstadt. (Bedingungen günstig.)
Durchsichtige Glycerinseife!
29 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr.
277
103
Heilgehülfe.
Wilh. Fertsch.
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ö dag Jens— Ne bi genannt: eien Nuntn,
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dabier anzumel und die zum dus gaht wen
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