Ausgabe 
24.1.1874
 
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1874.

Samstag den 24. Januar. M11.

Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.

Erscheint jeden

Areisblatt für den Artis Friedberg. Olenkag, Donnersag und Ganeg.

Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 6. Jun Feuersgesahr und die Vergütung der Bran

m die Gr. Bürgermeistereien Dorheim, Dorn

Sandwirthschaft werden auf Mittwoch den 28.

Butzbach ergebenst eingeladen.

haben die höchsten Erträge geliefert und sich Handelswaare empfohlen e

Herr Oeconom Kammer wird Erfahrun iber mittheilen.

Wenn nicht binnen 3 Tagen die geforderte Vorlage einlangt, geht ein Wartbote an Sie ab.

Lan dwirthschaftliches. Die Mitglieder der Section Butzbach und sonstige Freunde der

3 Uhr, zu einer land wirthschaftlichen Besprechung auf das Rathhaus in

Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1) Welche von den in der hiesigen Gegend gebauten Kartoffelsorten

Amtlicher Theil.

i 1853 über die Versicherung der Gebäude gegen

schäden. Friedberg am 22. Jauuar 1874.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

Assenheim, Friedberg, Nieder-Roßbach, Ockstadt und den Gr. Polizei-Commissar zu Wickstadt. Trapp.

2) Hat sich die seitherige Berfahrungsweise bei der Anschaffung von Faseln und Ebern für die Gemeinden bewährt, oder sind Desiderien deßhalb vorzubringen?

Herr Friedrich Wagner zur Gambacher⸗ Mühle wird diese Frage einleitend in Berücksichtigung ziehen. 3) Wahl eines Ersatzmitgliedes der Commission für Besichtigung des

Faselviehts.

4) Herr Dr. Heuser wird schließlich die Güte haben, einen Vortrag über die Arbeiterfrage in ihrer Bedeutung für die Landwirthschaft zu halten.

Se ler.

Januar, Nachmittags

zugleich am meisten als

gen und Ansichten dar- g Butz bach den 22. Jauuar 1874.

ö Deutsches Reich. Friedberg. Von den bis jetzt gewählten Reichstages mitgliedern fallen auf die einzelnen Par- tien: Conservative 15, Freiconservative(deutsche Neichespartei) 26, Liberale Reichspartei(Alt⸗ liberale) 17, Nationalliberale 122, bei keiner Fraction 2, Fortschrittspartei 32, Volkspartei 2, Socialdemokraten 8, Particularisten 4, Centrums- raction 89, Polen 12. Es stehen bis jetzt noch 45 engere Wahlen aus.

Dar ustadt. Die Regierung hat den Ständen inen zwischen Hessen und Preußen abgeschlossenen Staats- Vertrag wegen der Correction dis Rheins zuf der Strecke Nieder- Walluf-Geisenheim vor zelegt. Den größten Theil der entstebenden Kosten übernimmt Preußen. Die hessische Regierung er- zittet die ständische Ermächtigung, 59,000 fl., vrlche bereits früher für diesen Zweck bewilligt, iber nicht verwendet wurden, sowie weitere 35,000 fl. für die genannten Arbeiten veraus- zaben zu dürfen.

Die zweite Kammer ist auf den 29. d. einberufen und wird voraus sichtlich mehrere Tage versammelt bleiben. In der Zwischenzeit erwartet nan eine Gesetz- Vorlage wegen Aufhebung des Gtsetzts über die Beitrags-Pflicht der Gemtinden dur Beschaffung des Geländes für Eisenbahnen. Eine bef iedigende Lösung der Frage wegen der Erhöpung der Beamten-Besoldungen steht in Aus- icht, nachdem zwischen Finanz- Aus schuß und Ministerium eine Reihe von gemeinschaftlichen Sitzungen stattgefunden hat.

Gießen, 20. Jan. Der ordentliche Professor

der classischen Philologie, Dr. Lübbert, hat tinen Ruf nach Kiel erhalten und angenommen. Berlin. DerReichs- Anz. veröffentlicht eine lais. Verordnung vom 20. Januar, welche den deutschen Reichstag für den 5. Februar nach Berlin einberuft.

Gotha. Dr. Petermann hat Berichte des Afrika-Reisenden Rohlss vom 1. d. M. erhalten, wonach dieser mit einer Expedition von 90 Mann und 100 Kameclen in der Oase Farasreh in der lpbischen Wüste, 35 Meilen westlich vom Nil, angekommen ist.

Posen. Unter den Polen ist eine allgemeine Spaltung eingerissen. Die Liberalen machen den Ultramontanen den Vorwurf, daß sie mit der volnischen Gesellschaft tabula raea gemacht. Die Bildung eines liberalen Polen-Clubs zum Kampfe

die Beiträge zum Religionssonds, aus welchem bevor. die Bedürfnisse des katholischen Cultus bestritten München, 22. Jan. Die Reichs rathskammer werden sollen. Ein vierter Gesetzentdurf betrifft stimmte heute der Modification zu dem Gesetze die Anerkennung der noch nicht anerkannten über Entlastung der Schwurgerichte bei. Somit Religionsgesellschaften, die erfolgen soll, wenn die 10 hierüber ein Gesammibeschluß erzielt. Der An- betr. Religionslehre und der Gottesdienst nichts trag Völck, beim Bundesrathe auf Erhaltung der gesetzwidriges und sitlich anstößiges enthalten. Schwurgerichte hinzuwirken, wurde wegen Mangel Pest, 20. Jan. Im Einundzwanziger-Aus⸗ der Competenz mit 28 gegen 10 Stimmen ab- schusse legte das Ministerium die Budget- Entwürse Hiernach würde

gegen die Anmaßungen der Geistlichkeit steht 1

gelehnt. Für den Antrag sprach nur Fürst für 1875, 1876 und 1877 vor. Hohenlohe. für 1875 das Deficit 21 Millionen, für 1876 Karlsruhe. In der Budget-Commission 14½ Millionen und für das Jahr 1877 12½

wurde der Beschluß in Betreff der Streichung Millionen betragen. Durch Ersparungen und eine dee erzbischöflichen Tisch-Titels dabin modificirt, Steuer⸗Reform wird eine jährliche Mehreinnahme daß die Commission beantragt, die betreffende von 12½ Millionen präliminirt. Summe für 1874 zu bewilligen, für 1875 jedoch! Schweiz. Bern, 20. Jan. Der National- zu verweigern, unter Ermächtigang der Regierung, rath bat bei der Fortberathung der Bundesrevision dieselbe wieder zahlen zu lassen, sobald der erz der ständeräthlichen Redaction des vom Unterrichts bischöfliche Stuhl bis dahin wieder besetzt ist. wesen handelnden Artikels 25 der Bundesverfassung 21. Jan. Die Abgeordnetenkammer hat in allen Hauptpunkten beigestimmt. nach zweitägigen Verhandlungen das ergänzende 21. Jan. Heute langte die Nachricht Kirchen-Gesecz, betreffend die Nothwendigkeit der hierselbst ein, daß eine Anzahl renitenter Pfarrer Staatsprüfung zur Uebernahme eines kirchlichen nach Bekanntmachung des Abstimmungs-Resultats Amts und Ausübung kirchlicher Functionen, die von Pruntrut abgereist sei. Der große Rath Schließung der Convicte für Knaben und Stu- von Goumoens hat demissionirt; man erwartet dirende, den Vollzug sichernde Strafbestimmungen, ein Gleiches von seinen dem Kirchengesetz feind⸗ die Sicherung des Wahlrechts gegen kirchliche lichen Genossen. Der päpstliche Nuntius hat im Beeinflussungen, die Entziehung des geistlichen Namen seiner Regierung mittelst Note vom 17. Jan. umtes nach zweimaliger Bestrafung durch Ent- gegen die Aufbebung der Nuntiatur protestirt. schließung des Staatsministeriums und dreier In Folge neuer Unruhen im Jura, die Richter, mit allen Stimmen gegen die zehn der am Abstimmungstage und seitber in Saulcp, Ultramontanen angenommen. Coursaivre und Cernoux stattgefunden, wo in allen drei Gemeinden Bürger mißhandelt wurden, dat Ausland. der Regierungsrath drei weitere Schützen-Com⸗ Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 21. Jan. pagnien in den Jura geschickt. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses Basel. DenBaseler Nachrichten zufolge wurden die bereits telegraphisch signalisirten con- sind fast saͤmmtliche abgesetzte Geistlichen des fessionellen Gesetzentwürfe vorgelegt. Der erste bernischen Amts-Bezirks Pruntrut ine benachbarte Gesetzentwurf belreffs der Besetzung der Kirchen- Frankreich geflüchtet, aus Furcht, in dem pro- ämter spricht formell die Aufhebung des Concor- testantischen Theil des Cantons internirt zu werden. dats aus, und verpflichtet die Bischöse zur Anzeige Frankreich. Paris. DerMonitent der geschehenen Besetzung von Kirchenämtern, vie bestätigt, daß die Einsetzung eines Kriegsgerichts eventuell inhibirt werden kann, sowie zur Mit- gegen den Oberst Stoffel vordereitet wird. Stoffel theilung ihrer Erlasse an die Staatsbehörde. Ein ist angeklagt, in der Zeit vom 22. zum 27. Aug. zweiter Gesetzentwurf betreffs des Rechtsverhält- 1870 für Mac- Mahon bestimmte Depeschen ver⸗ nisses der Klostergenossenschaften fordert für die Er- nichtet, verbrannt oder zerrissen zu baben. Der richtung und Ansiedelung kirchlicher Corporatlonen, Art. 255 des Militär-Strafgesetzbuchs bedroht für die Erweiterung des Grundbesitzes, sowie für diese Handlung wit lebenswieriger Festung oder, Stistungen und Legate an dieselben die staatliche wenn mildernde Umstände zugelassen werden, mit Genehmigung. Ein dritter Gesetzentwurf regelt

Gefängniß von 25 Jahren und mit Absetzung.

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