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1874.
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sosen in Frage stand. dem Centrum unterstützt,
* Interpellation, welche beschlossen wird.
fur Windtborst gegen das Verfabren des Land-
Donnerstag den 21. Mai.
. 60.
berhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg. *
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Sicherem Veruchmen nach wird ie zweite Kammer kurz nach dem Pfingstfest zu- mmentreten. Abgesehen von dem Nachtrags- udget und der Vorlage wegen Wiederaufbau des doftheaters sind eine ganze Reibe von Gegen- anden für die Verhandlung reif. Ueber viele egen die Ausschußberichte bereits vor, über andere perden die Berichte noch vor dem Fest zum Druck 711 Hiernach wird die diesmalige Session
ohl kaum eine ganz kurze werden und jedenfalls ürsten die Hauptaufgaben des dermaligen Land- ugs, soweit sie jetzt vorliegen, wesentlich erle— igt werden.
— Die Anforderung der Regierung für Auf. au eines neuen Gymnasialgebäudes zu Gießen i kit 175,000 fl. hat die Empfehlung des Finanz— lusschusses noch nicht gesunden, weil nach seiner Tnsicht ein solches dem Bedürfniß entsprechendes Hebäude mit geringerem Kostenaufwand erbaut terden kann.
Berlin, 19. Mat. Abgeordnetenbaus. Inter- sellation Respondeck über die eigenmächtige Besitz— zahme der Probstei Parchanie durch den Landrath tach dem Ableben des seitherigen Inhabers der fründe. Der Cultusminister weist nach, daß freng nach Maßgabe der Maigesetze und der dazu
Fblassenen Ausführungsverordnung verfahren worden
i. Er hebt hervor, daß ein fiscalisches Patronat lad nicht ein Patronat des Erzbisthums von Windthorst beantragt, die Besprechung der Rachdem
tuhs das Wort genommen, folgt die Interpel—
Ktion Mallinckrodt wegen Inhaftnahme des Pfarrers
Veyn in Niederberg, welche der Cultusminister dahin beantwortet, daß die Frage der Kirchengüter ben Staat mindestens ebenso wie die Kirche be— hre. Personen, die der Staat nicht als Beamte
sich von Anfang an— in ihrer Praxis wenigstens — nicht in den schroffen Gegensatz zu den Mai— gesetzen gestellt haben, wie die Erzbischöfe von Posen und Köln.
Posen, 19. Mai. Das Kreisgericht verur- bischof Janiszewsky, beide in contumaciam wegen gesetzwidriger Ernennung von 22 Posener Semi- naristen zu Vicaren, Ersteren zu 2000 Thaler, Janiszewsky zu 2200 Thaler, eventuell 1¼ Jahr Gefängniß.
Köln. In die amtliche Liste zur Einzeichnung in die für Köln zu errichtende staatlich anerkannte altkatholische Pfarrei Köln haben sich 800 Familien und selbstständige Personen eingezeichnet, thatsäch⸗ lich besteht die Gemeinde bereits aus 1000 bis 1100 Familien und selbstständigen Personen. Nach der staatlichen Anerkennung wird die Kölner Pfarrei ihren bis dahin zurückgezogenen Antrag bei der Stadt um Ueberlassung der Minoritenkirche wieder einreichen.
München, 17. Mai. Der Botschafter bei der französischen Regierung, Fürst Hohenlohe,
theilte den Erzbischof Fedochowski und den Weih-
von Rußland werde die Bande der Freundschaft beider Länder sester knüpfen. Der Zar erwiederte mit einem Dank für den herzlichen Empfang und erklärte, er sei überzeugt, die liebevolle Aufnahme, welche seine Tochter in England gefunden babe, werde die freundschaftlichen Beziehungen Rußlands und Englands befestigen.
Spanien. Bilbao, 18. Mai. Die Nord- armee unter General Concha nähert sich dem Ebro. Die nächsten Hauptquartiere werden Miranda und Medina de Pomar sein. Nach Miranda wurden Reserven und Kriegsmaterial per Bahn voraus— geschickt. Die Carlisten haben bei Somorrostro für die Armee ausgehobene Pferde weggenommen.
Santander, 18. Mai. Die Nord-⸗Armee besetzte Miranda. Das Gros der carlistischen Truppen durchziebt das nördliche Alava. Don Carlos hat sein Hauptquartier in Estella. ATtalien. Rom, 16. Mal. Vorgestern bat Pius IX. sein 82. Lebensjahr vollendet und aus eh dieses Festtages eine große Anzahl biesiger Adliger und Bürger, sowie zahlreicher Fremden, darunter die Erbprinzessin Helene von Thurn und
welcher einige Tage bei seiner Familie hier ver- Taxis, dann 18 Cardinäle und eine ganze Schaar weilt hatte, ist gestern Nacht nach Paris abgereist. Bischöfe und Prälaten aller Abstufungen empfangen. Stuttgart. Dem„Schwäb. Merkur“ wird Eine eigentliche Ansprache hielt der Papst nicht. aus Zürich gemeldet, das Schloß Areneaberg Türkei. Konstantinopel, 17. Mai. werde in Stand gesetzt und versichere man sehr Der frühere Botschafter in Wien, Aarisp Bep, bestimmt, Kaiserin Eugenie und der kaiserliche wurde an Stelle des enthobenen Raschid Pascha Prinz würden sich demnächst bleibend daselbst zum Minister des Aeußern ernannt. niederlassen. f Donaufürstenthümer. Bukare ß, 18. Mai. Der Fürst von Serbien, Milan, ist 18 Mai. bestern Nachmittag zu mehrtägigem Besuche hier eingetroffen. Fürst Karl und der Kriegsminister waren ihm bis Giurgewo entgegengereist. Rußland. Petersburg. Der Londoner „Pall Mall Gazette“ telegraphirt man, daß hier
Ausland. Oesterreich-UUngarn. Pest, Die Reichsraths- Delegation erledigte das Ordi— narium des Kriegsbudgeis mit, gegen die Aus- schußanträge, theilweise zu Gunsten der Regierung, namhaft erhöhten Posten, jedoch mit dem Vorbe— 4 g 3 4 halte, bei dem Erna- Ordinarium durch weitere die Verhaftung des Grohfursten Nicolaus, Sohnes
Abstriche die Mehrbewilligungen tbeilweise aus · 5 3 n 2 zugleichen. Der Großfürst sei in Haft und seine Papiere von
der Polizei mit Beschlag belegt worden.
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erkannt habe, stebe nicht das Recht zur Führung Frankreich. Paris, 17. Mai. Thiers n Kirchenbüchern und Kirchensiegeln zu, die wurde gestern Abend, als er in Begleitung des ffentlichen Glauben genießen. Die widerrechtliche Admiral Pothuau und Perier's auf dem Westbahn⸗ Ineignung solcher Kirchenbücher mußte geahndet hose aus Versailles eintraf, von der dort harrenden gerden, ob solche lateinisch oder deulsch geführt Menge mit stürmischen Hochrufen begrüßt. Thiers porden, sei gleichgültig, die Regierung habe daber halte selbstverstaͤndlich gegen die Regierung gestimmt; ihr correct verfahren und habe der Landrath im aber er war es auch, welcher unter den Republikanern Justrage der Regierung gehandelt. Bei der hieran] das Losungswort ausgab, daß keiner von ihnen
knüpften Besprechung äußerten sich Lasker und ein Portefeuille in dem neuen Cabinet annehmen dürfe.
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— Vindtborst sehr entschieden gegen die Maßze el, de nur als ein Act der Willkür sich characteri zufolge sind die gestrigen Versuche Goulard's zur pen lasse und mit Kirchenpolitik nichts zu thun Bildung eines Cabinets gescheitert.— Die republi—
abe. 1 19. dn Nost ist auf Grund des§. 130 des Strafgesetz—
Die Besprechung ist damit geschlossen. Mal. Der Reichstagsabgeordnete
huchts zu 1½ Jahren Gesänguiß verurtheilt worden.
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2 Löbau, 16. Mai. Von hier wird ein neuer „ fall der Befolgung der Maigesetze Seitens der
kttzolischen Geistlichkeit gemeldet. Das„Kreis-
Hatt“ von Lobau tbeilt in seinem amtlichen Theile 8 berpräsidenten lungen zur Bildung des neuen Cabinets sort. Er
nit, daß mit Genehmigung des O um Vicar Januszeweki die provisorische Verwal- ung der katholischen Pfarrstelle in Tilitz über— lagen worden sei. Zwar ist nicht gesagt, von vem der Pfarr- At ministrator dem Oberpräsidenten Näsentitt worten sei, dach kann dieß von keinem Adern als von seinem geistlichen Oberen geschehen en. Das die Nachricht bringende Blalt bemerkt zu: Der Rückzug beginnt langsam, aber sicher — und, wie( scheint, soll er zuerst in den- nigen Dlöcesen bewerkstelligt werden, deren Leiter
worin die allgemeine Ansicht vorhereschte, daß der einzige Modus, an das Volk zu appelliren, in der Auflösung der Nationalversammlung zu finden sei. In den Bureaux der Linken wurde der Entschluß
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nationen fern zu bleiben.
18. Mai. Dem„Jour. des Döébats“
kanische Linke hielt gestern eine Versammlung ab,
neuerdings bestätigt, allen ministeriellen Combi— — 18. Mai. Goulard setzt seine Unterhand—
sucht die Mitwirkung der Conservativen und des linken Centrums, um das Septennat zu organi— siren. Bisher ist noch nichts Positives bekannt.
Grosibritannien. London, 18. Mai. Der Kaiser von Rußland, der Herzog und die Herzogin von Edinburg und die k. Familie nahmen heute an einem glänzenden von den städtischen Behörden in Guild hall gegebenen Dejeuner Theil. Der Lord Mayor überreichte eine Adresse und sprach die Hossnung aus, der Besuch des Kaisers
Amerika. Newpork, 18. Ma. Die Regierung von Guatemala hat dem britischen Vice- Consul Magee eine Entschädigung von 10,000 Pfd. Sterling zugesprochen.
Aus Stadt und Land.
Darmstadt. In einer der bedeutensten diesigen Etablissemenis wurde den Arbeitern die Mittheilung ge— macht, daß wenn nach Pfingsten keine weiteren Bestelungen einliesen, eine erhebliche Reduction des Personals eintteten müßte.
Mainz. Die Verhaftung des Kaufmanns Kranz wegen Verdachts der Braudstiftung ꝛc. im Lagerhaus der Ludwigsbahn macht großes Aufsehen. Derselbe ist ain sehr geachteter Mann, sein Vater ist Stadtrath und böte jenem Niemand ein Vergehen der Art zugetraut. Da die Untersuchung sich erst in den Vorfadien dewegt, so ict derselben im Urtheil nicht vorzugreifen.
Mainz, 15. Mai. Gestern Morgen starb dahier der Senior der hiesigen Geistlichkeit, Herr Pfarrer Merz, zu St. Stepyan. Derselde erreichte ein Alter don 84 Japren, war 58 Jahre lang an der obigen Pfarrei angestellt und genoß allgemeinste Liebe und Verehrung in allen Kreisen der hiesigen Bevölkerung. Dieselbe halte sich glänzend de währt, als der Verstorbene im Jabre 1866 fein fünszig⸗ jaͤbriges Jubiläum feierte. Wie wir hören, batte man sich betreffenden Ortes nach Darmstadt gewandt, um die Er— laubniß zu erhalten, daß der Verblichene in der Stephans kirche beerdigt werde und ist dieselbe heute eingetroffen.
Mainz, 16. Mai. Der„Anzeiger“ berichtet über einen Erdrutsch: Ein Naturspiel der gewaltigsten Art zeigt gegenwärlg ein Theil des Hardenbdergs, westlich von der Conservesabrik, welcher sich seit heute früh auf der Wander— ung befindet, die„Predigerboble“ 8—4 Meter öghlich ge— schoben und den einstöckigen Giebel an dem Schlachthaus aunex der Conservesabrik, sowie eine Bretterwand umgerissen


