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daal zum Oberhaupte der altkatholischen Kirche Hollands. Derselbe ist geboren zu Egmond in Nord- Holland am 26. Oct. 1829, zum Priester geweibt am 7. März 1857. Seit 1860 wirkte er als Pastor zu Helder, welche Pfarrei zum Bistbum Haarlem gehört. Ein Bruder des Er- wählten, Gerhard Diependaal, ist Pfarrer zu Amsterdam. Somit ist die bischöfliche Trias in Holland wieder hergestellt.
Großbritannien. London, 17. Febr. Die Königin, welche von Windsor zurückgekehrt ist, empfing Nachmittags Gladstone, der ihr das Entlassungs-Gesuch des Ministeriums überceichte. Gladstone wurde darauf von der Königin zur Tafel gezogen.
. Die Königin hat die Demission des Cabinets Gladstone angenommen und Dis- raeli auf beute nach Windsor derufen. Die Er- nennung mehrerer hervorragenden Liberalen zu Pairs stebt, wie die Blätter melden, bevor.
— 19. Febr. Die offizielle Liste des Mini steriums Disraeli wird nicht vor morgen ver- öffentlicht werden, aber der Eintritt von Lord Derby, Marquis of Salisbury, Herzog v. Rich- mond, Lord Cairns, Gathorne, Hardy, Ward, Hunt, Sir Staffort und Lord Northcote gilt als gewiß. Lord George Hamilton ist zum Unter- staatssecretär im Ministerium des Innern designirt. „Daily Telegraph“ zufolge, würde Gladstone aus Gesundheitsrücksichten die Leitung der liberalen Partei aufgeben und sich nur an den erheblichsten Debatten betheiligen.— Der König der Atschantis hat die ibm auferlegte Kriegskosten-Entschädigung von 200,000 Pfund Stecling angenommen.
Spanien. Madrid, 18. Februar. „Independance belge“ wird aus St. Jean de Luz vom gestrigen Tage gemeldet: Moriones und Primo Rivero haben Castro und die Höhen vor Somorrostro(Küstenpunkte zwischen Santona und Bilbao) mit 16,000 Mann besetzt. Die Carlisten stehen ihnen mit 20 Bataillonen gegenüber. Die Eröffnung der Feindseligkeiten steht bevor.
— Einem der Londoner„Times“ von hier zugegangenen Telegramm zufolge haben am 15. d. die Carlisten mit der Beschießung Berga's be⸗ gonnen. Berga ist eine kleine befestigte Stadt im nördlichen Catalonien.
Italien. Rom. Von bier schreibt man der„Gazetta d'Italia“. Der Papst hat dieser Tage einen sulminanten Brief an den Cardinal Hohenlohe dictirt, worin er ihm erklärt, daß es ein wahrer Scandal ist, daß er sich fern von Rom hält und noch dazu in Deutschlaud lebt, wo die katholische Kirche vom Fürsten Bismarck auf die grausamste Weise verfolgt wird. Wenn der Cardinal nach dieser neuen Aufforderung nicht auf seinem Posten in der römischen Curie zurück- kehrt, so soll er suspendirt, und wenn er auch dann noch auf seiner Weigerung, nach Rom zu⸗ rückzukehren, besteht, durch päpstliches Breve des Purpurs entkleidet werden.
Türkei. Konstantinopel. Beunruhigende Nachrichten kommen aus Konstantinopel.
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studirt und vorgetragen wurden und mlt rauschendem Beifall begleitet waren. Als die gelungendsten Auf führungen im Gebiete der Komik müssen unsireitig das Thierquarteit und„Nach der Maskerade? bezeichnet werden und haben dieselben allseitig den besten Eindruck auf das Publikum gemacht. Als Glanzpunkte des Abends aber müssen die Gesangesvortröge der Frl. Zech old gelten, welche von Frau Schreßer in Weise begleitet wurden. Wir freuen uns, sagen zu können daß Frl. Bechtold gute Jortschrüte in ihrem Studium macht und zu den beuen Hoffnungen berechtigt, und daß sie auch in der äußeren Vortragsweise das unschöne Hin— und Herwiegen des Kopfes sich schon sehr abgewöhnt hat. In dem Haydn'schen Trio, vereinigten sich die besten musikalischen Kräfte und gebührt jedem der Auffübrenden das größte Lob. So hätten wir noch den Solovortrag des Herin Bieler zu erwähnen, der den übrigen Leistungen keineswegs nachsteht und das Ganze in würdiger Weise
abschloß. Roube n. Der am 16. d. M. in den Räume 3 Kurhauses dahier abgehaltene Fastnachtsball
war ein so überaus glänzender und besuchter, daß derselbe den gleichen Unternehmungen größerer Städte würdig zur Seite gestellt werden kann. Der mit lebenden Pflinzen und Fastnach'sschildereien so elegant als reich decoririe Restaurationssaal gewährte mit seinem bunten Masken— schwarm einen zauberhaften Anblick,— über 200 Maeken durchflutheten unausgesetzt in der fröblichsten Summung die Festräume. Man sah in den Costümen fast alle Nationaliiäten, selost der entferntesten Länder auf das eleganteste vertreten, auch an urkomischen Masken und Situationen war kein Mangel, selost die Thierwelt war in det Figur eines Raben mit beweglichen Flügeln in ge— lungendster Weise dargestellt. Die frohe Stimmung der Festiheilnehmer herrschte bis zum letzten Momente vor und wurde durch keine Disharmonie gestört.
Gießen, 19. Febr. Ein im Provinzial ⸗Atresthaus sizender Gesangener— Johann Hartmetz von Daubringen — hat sich geslern Deutag erhängt. Er hatte hier ur in der Umgegend 17 Diebstäble begangen und erhie gestern die Anklageschrift, die ihm eiwas zu„graulich“ vorgekommen sein mag.
Gießen. Hier sind seit Kurzem einige vagabun— dirende Gauner aufgegrissen worden, die salsche Legitima— tionen besaßen, versehen mit dem der Großherzoglichen Bürger meisteren zu Lißberg gestohlenen Siegel. Es hat sich nun ergeben, daß der Siegeldieb sich zu Frankfurt in einer Herberge niedergelassen, wo er den Stromern falsche, theils als Bettelbriese nützliche Schriften, das Stick für einen Gulden geferugt halte. Der Paßfabrikant ist jetzt auch gegriffen.
Alsfeld. In der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. verschwand plotzlich ein in Windhausen wohnender junger verheiratheter, in den besten Bermögensverbhälinissen leben der und reich begüterter Oeconom; nach langem Suchen von Seiten seiner Angehörigen fanden sie denselden Tagesanbruch in einem im Ort befindlichen Brunnen dt.
Mainz. Seit dem 7. d. Mis. ist ein gewisser Bern⸗ hard Simons von Rotierdam, welcher hier Hotel „Stadt Coblenz“ logirte und Tags zuvor zranksurt Beribpapiere in bedeutendem Betrage umger m chselt batte, mit Hinterlassung seiner Effecten spurlos verschwunden. Demjenigen, welcher über den jetzigen Aufenthalt des Sim Auskunft geben kann, wird eine Belohnung von 100 gteichsmaik, event. dem Auffinder von dessen Leiche eine Belohnung von 50 Mark zugesichert.
Allerlei.
Frankfurt. Die Gartenbau-⸗Gesellschoft stellt auch dieses Jahr wieder eine Partie Edelreise, vorzugsweise Aepfel und Birnen in Sorten, welche sich besonder- als empfehlenswerth für biesige Gegend eignen, zur unent⸗ gelilichen Verfügung der Interessenten; ferner werden
auch solche Sorten abgegeben, die bei Gelegenheit der Wiener Weltausstellung von dem pomologischen Congresse zum allgemeinen Anbau empfohlen wurden
5 ö Frank surt. Das Leiden aus die Gemüther
Ein Exreigniß, welches schon im Vor⸗ lebhaft beschäftigt batte, vollzog sich in
des Sultans soll einen Grad erreicht haben, der vergangener Nacht in aller Sülle: wir meinen die Ueber⸗ ihm das Regieren bald unmöglich machen wird. führung des Elephansen Miß Beisy“ aus dem alien in
Ein solcher Fall ist wohl nicht vorgesehen, zumal
iꝛtzt Europa um so mehr zu einer Intervention berechtigt sein dürste, als es einige Milliarden Schuldtitel der Türkei besitzt.
Amerika. New- Nork, 17. Jan. Nach- richten aus Havanna zufolge hat bei Narangs im Central⸗ Departement eine fiebenstündige Schlacht stattgefunden, in welcher General Bascomes mit
3000 Spaniern eine 5000 Mann starke Insurgenten⸗
Abtheilung unter Befehl des Marquis de Santa Lucia geschlagen hat. Die Spanier verloren 50 Todte und 180 Verwundete. Die Verluste der Insurgenten sind noch unbekannt.
Aus Stadt und Land. Fliedberg.
Das am verflossenen Sonntag den 16. Febr. von dem Gesangverein Liederk anz, unter Leitung
den neuen zoologischen Garten. Der Transport wurde mitielst eines besonders für biesen Zweck gebauten Wagens, den eine Hamburger Thier Jandlung bereitwilligst leih⸗
störenden Zwischenfall.
Berlin. In der Familie eines Rentiers fin gen die beiden Töchter an zu kränkeln. Nach dem der Arzt unter— sucht, beobachtet und eine kurze Zeit Medicamente ver⸗ ordnet hatte, eiklärte er rund heraus, er sei fest überzeugt, daß der Kopfschmerz der Damen sich stetig steigern und ihnen ihr späleres Leben zur Last machen werde, falls sie sich nicht enischlössen, den Wust von falschen Zöpfen, Haaren und selbst elelerregenden Materialien abzulegen, mit denen sie die längste Zeit ihres jungfräulichen Lebens das Haupt schmückten! Der verständige Doktor fügte noch hinzu, daß die Damen, wenn sie immer wüßten, was sie auf ihrem Kopf herumtrügen, dies bald lassen würden; seiner Meinung nach hälten die seit Jabren überhand⸗ nehmenden Kopfkraukheiten beim weiblichen Geschlecht zumeist ihren Grund in der angeregten Verunzierung des Kopfes.
Altenburg. Am Samstag wurde in den Felsen⸗
eines Dirigentem des Taubstummenlehrets J. Schneidet, keller einer Brauerei durch einen 60 Fuß klesen Schacht im Simon'schen Saal abgehaltene Concert war ein sehr Eis eingebracht und war hernach versäumt worden,
beuchtes, und waren die betreffenden Räume überfüllt.
denselben zu überdecken. Am Sonntag Abend gegen
Das Programm war ein sebr fein gewählies, und wir 10 Uhr suchte ein Päcchen unter der Halle, welche über
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eentauren, daß sämmiliche Chöre mu Meisterschaft ein⸗Udem Felsenkeller steht, ein ruhiges P.ätzchen; diese war
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wahrhaft künstlerischer!
sserer Zeit als eine mächtige Waffe zur* ampfung
Wir haben daher doppelte Ursache,
den eit 8 leih⸗ auch 1¾ Stunde dauert, in einem warmen, lt weise überlassen hatte, dewerkentgt und verlief ohne jeden
lieren, wenn alle gesunden Kräfte unsers Volle
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aber mit Lagerfässern besetzt, nur wo ber Schacht in ber Keller fübrt, ist och Raum für ein verliebtes Paar, un das Unglück will daß Bursche und Mädchen in die Ties flürzen. Der erstere s ist mit einem Beinbruch, die letzten (16 Jahre alt,— auch ein Zeichen der Zeit—) mit einen Loch im Kopf und einigen Quetschungen davongekomme nachdem sie bis zum anderen Morgen auf dem abgeküblt worden waren und beim Schein einiger Zünd, hölzchen um das zersplitterte Bein einen noihdürfilgeg Verband mit einem Säckinche angelegt hatten.
Philadelphia, 17. Febr. Die anatomische Un suchung der Zwellenasleichen der Siamesen hat bier Seite des medicine Lolle ums statigefunden. Dieselbe gab, einem Tine Telegram e à zufolge, daß eine Trennung der beiden Körper zu Lerzeiten nicht absolut den Tol herbeigeführt haben würde. Das die Zwillinge mit ein, ander verknüpfende Bau o bestand aus vier häutigen Beuteln, gebildet durch Ferist ing der Darmhaut. Die Beul lagen derart, t en Zerschneiden des Bandes in de Mitte dieselben separiet haben würde. Mit Gefahr wilt ein soscher Schnitt wohl vertuüpft, aber nicht nothwen digerweise tödilich gewesen sein. Verschiedene Organe be⸗ Unterleibs lagen nahe bei den erwähnten Beuteln, abe nicht innerhalb decselben.
Aoch tinmal unser 1 Asbildungsverein,
In de, nächsten Zeit wird der zweite Vor trag des Henn Julius Schul)? von Mainz ar Veranlassung bildungevereins statlfinden. Die beiden öffentlich Vorträge, sowoh!l der erste des Herrn Sch als auch derjenige des Herrn Dr. Lindwurg waren schlecht besuch! Wäre hierin ein ab— soluter weis für den Maßstab der Theil ahme oder Theilnahmlosigkeit, welche unser Publi⸗ Im derartigen Veranstaltungen entgegenbringt, zu erblicken, so müßten wir gestehen, daß Friedberg für die Thätigkeit des Volksbildungsvereins kein günstiger Boden ist. Wir sind jedoch der Ansich, daß der Besuch beider Vorträge unter der Ungunf verschiedener Umstände gelitten hat, wollen abe damit keineswegs Viele, die gesehlt haben, ent⸗ schuldigen. Jeder, der sich darüber klar ist, daß der Besitz von Wissen, die Aneignung eines mög lichst bohen Grades von Bildung zu den Schätzen gehört, welche, mehr wie Geld und Gut den Menschen alücklich machen ihn zu selbstständign geistiger Thätigkeit ansporaen und gerade in um
social⸗demagogischer hohler Glauben sartkel dienen, muß, halten ihn nicht gan, dringende Gründe ab, da am Platze sein, wo ihm»ine Gelegenhell geboten ist, aus einem Vortrage Neues zu hören, zu lernen, eine geistige Anregung zu empfangen oder Urtheile, Ansichten von Dingen, worüber er selbst schon unterrichtet ist, von anderer Seite auf⸗
zunehmen. Wir in Friedrerg haben derartige Gelegenheiten, bei welchen Jedermann freier Eintritt genießt, äußerst selten.
nicht zu fehlen, wenn es beißt, Herr Dr. Lindwurm ode Herr Schulze oder irgend ein Anderer hält auf Veranlassung des Vorstandes des Volksbildungs⸗ Vereins einen öffentlichen Vortrag. es be n, wenn an solchen Abenden gerade dit Leute
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Stühlen und Bänken versehenen Locale anzuhören Glauben sie, daß zu einem guten Bürger, ant Arbeiten und sittsames Leben gehören? Wir haben ein bessere Meinung von unserm Handwerkerstaude⸗ Allein er muß durch die That beweisen, daß sich von dem geistigen Schlendrian, der sein 1 höchsten Genuß in der Kneipe bei der Bierba Unterhaltung findet, frei gemacht hat, daß er ß die ernsten Aufgaben unserer Zeit, welche einmal eine Zeit des geistigen Kampfes ist, Ver- ständuiß und Theilnahme besitzt, daß für ihn daß Wort„Bildung macht frei“ keln leer Schall ist. Für die Gehülfen unserer Meisten, die Gesellen, überhaupt alle erwachsenen Arbei sollen die öffentlichen Vorträge nicht minder von Nutzen sein. Die gesellschaftlichen Gegensah unserer Zeit werden von ihrer Schroffheit ver“
Zorstands des hiesigen Volke
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Was kann
unge wie alte) fehlen, welche ihr Beruf dem sie den Tag über obliegen, zu einen geistigen Erfrischung
selten oder gar nicht komme
läßt? Wir meinen unsere Handwerker, die Geduld, einen Vortrag, der ein,
1 Une im Et N gufzullätten 1 noch tb Lücken in 1 auszufüllen 1 begeht 0 abhalen,! bt uns f ewtiltt 1 mann, 2 Versammlu det Herrn
bei dem niche 3 hen Sch Bildungs erhalten u. gewiß gern
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1 Ziehung de 4 keffer von Fran Frankfurt a scheine. 14 1404 566 65 r. 1450 l. *—— . In 8 u Friede
Evangelisch deicruage, Aund, Jer
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keine Schulden machen, Steuer zahlen“


