Samstag den 21. februar.
berhessischer Anzeiger.
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2 5 Die Petitzeile Artisblatt für! Arete Iriebber Erscheint seven
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* Sutefrm Tüble 0 Nr. 4 des Reichsgesetzblattes von
Amtlicher Theil.
treffend: Die Aue führung des Reichsmünzgesezes vom 9. Juli 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an den Kreiskasse- Rechner, die Kirchen-Rechner, Gemeinde-Einnehmer und Rechner oͤffentlicher Stiftungen.
In Folge Weisung Großherzoglichen Ministeriums des Junern vom 9. laufenden Monats zu Nr. M. d. J. 1540 machen wir Sie auf das 1874 enthaltene Verbot ber Annahme und Ausgabe der österreichtschen und ungarischen Ein- und Zweigulden⸗ sacke, sowie der niederländischen Ein- und Zweteinhalbguldenstücke zu Ihrem Bemessen noch besonders aufmerksam und eröffnen J
Friedberg am 18. Februar 1874.
onen zu gleichmäßigen
„ ee demessen, daß nach einem weiteren Beschlusse des Bundesraths die niederländischen H al bguldenstücke und die österreichischen und ungarischen Biertel- Nutich Diebl saldenstücke von der Annahme bei den Staals- und sonstigen öffentlichen Kassen ebenfalls auszuschließen sind. Trapp. 5 Dien 0 5* N 9 N* fthlung Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 1 Konrad Jung IV. don Münzenberg wurde zum Polizeidtener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. * arben Johannes Kliem von Ilbenstadt wurde zum Feld sschützen für diese Gemeinde ernannt und in Pflichten genommen. eectnerbt Rant Bitbttt 5 Deutsches Reich. nommen. Teutsch: Sie haben die Debatte ge- der Abg. Sonnemann blos eine Minute lan n Tielemant N l 0 0 9 — Darmstadt, 19. Febr. Prinz Alexander schlossen; Wir verlassen uns auf Gott und die ssteben blieb. Er schlen völlig überrascht zu sein, ettbettek
sawit die Majort v. Küchler und v. Rotemann id gestern Abend von St. Petersburg wieder dar eingetrossen. 19. Febr. snnien ist gestern Nachmittag hier eingetroffen d im Palate des Prinzen Ludwig abgestiegen. kteute Bermittag 9 Uhr wurde der Prinz von k. K. H. dem Groß berzog empfangen.
Berlin, 18. Febr. Der Reichstag nabm Ferst in dritter Lesung das Kriegeleistungegesetz nd den Antrag von Schulze-Delitzsch, betreffend * Gewährung von Diäten an die Reichstags— kogtordneten an, worauf zur Berathung dees An—
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ber die Einverleibung in das deutsche Reich, i hbergegangen wurde. Zu diesem Antrag liegt i neuer von Teutsch und Genossen eingebrachter
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Much der französischen Sprache erlaubt. Der Hästdent weist die Unzulässigkeit des legteten An- 96 aus der Geschaftsordnung nach. Teutsch ualiest hierauf zur Motivirung des Hauptantrags
ane e e fue Rede, worin es heißt, daß Deutschland bei ——. 0 die Rechtegrenzen einer gebildeten ation verletzt habe, was Lärm und Rufe des
Amid, willens veranlaßt. Der Präsident ruft Teutsch r 1 Ordnung. Teutsch fährt fort: Ich verlese —— ee Uebersegung und will Niemand beletdigen, am nigsten Sie. Redner versucht nachzuwelsen, daß
ds. Annexion eine widerrechtliche sei, Napolton III. 1 1 be nie ohne Volks obstimmung annecttren wollen, 1 80 Adern wenigstens versucht, den Schein zu retten.
n nhaltendes Gelächter.) Wir sind hierher ge—
it, um unsere Anhänglichtelt an das franzö— he Vaterland zu bekunden. Wir können Sie
der an uns begangenen Gewallthat als Brüder Acht anerkennen. Deutschland behing mit der Muexlon den größten polltischen Fehler. Was gt Ihre nächste Zukunft? Neue Krlege und 26 Opfer, Lassen Sie unsert Zukunft uns selbst Feimmen, nehmen Sie unseren Antrog an!
schof Maß erklärt: Bezüglich der Frage, ob „Frankfurter Vertrag mich und meine Glaubens- ossen berühren könnte, habe ich einfach zu er— ren; Die Elsaß Lothringer meiner Consesslon
1 5 keineswegs gemeint, den Frankfucter, zwischen
* großen Nationen abgeschlossenen Vertrag in
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Prinz Arthur von Groß bri-
9 degs von Teutsch und Genossen, betreffend die kerufung der Elsaß Lothringer zur Abstimmung
iatrag vor, besagend: Denjenigen elsaß loth- urglschen Abgeordneten, die der deutschen Sprache acht mächtig sind, ist in dieser Sitzung der Ge-
prozeß⸗Ordnung.
hogt zu stellen.(Lebhaster Beifall.) Oicrauf d Schluß der Debatte beantragt und ange
Entscheidung Europas. Bei der Abstimmung wird
der Antrag verworfen Dafür stimmen nur die Polen, Soclal- Demokraten, Krpger, Sonnemann und Ewald. Die Elsaß-Lothringer enthielten sich der Abstimmung. Der Reichstag erledigte schließlich die erste Lesung des Impfgesetzes und beschloß die zweite Lesung im Plenum.
19. Febr. Reichstagesitzung. Eintrut in die Tagesordnung erklärt der elsaß⸗ lothringische Abgeordnete Pougnet:„Ich vrotestire gegen das Protekell der gestrigen Sitzung, worin gesagt u ist, daß der Straßburger Bischof Raeß im Namen seiner Glaubensgenossen gespeochen habe. Ward dieß gesagt Wir hörten nicht. Ich bin in der Lage, zu erklären, daß ber Bischof im eigenen Namen, nicht im Namen der katholischen Abgeordneten Elsaß Lothringens gesprochen hat.“ Es folgt die erste Berathung zur Novelle der Gewerbe-Ordnung. Bamberger empfieblt die Be- rathung durch eine Commisston, Hasselmann hält das Gesez für ein Ausnahme Gesetz und Krliegs-Erklärung gegen die Arbetterklasse; man wolle die Arbeiter seubalistren, gegen die Strikes helse das Gesetz nichts. Schulze Pelitzsch be⸗ leuchtet das Gesetz und will die Bestrafung des Contractbruchs nach den Vorschristen der Stras—
* Stumm und Miuntgerode sprechen fur das Gesetz. Darauf wird die Debatte auf morgen vertagt, wo auch das Reichs Preßgesetz, zur Berathung sleht. 18. Februar. Der Kaiser wohnte dem gestrigen Subseriptons-Balle im Operahause elnige Zeit von der Zuschauer- Loge aus bei.
— Wie man hört, find in der Commission des Herrenhauses zur Vorberathung des Civilehe⸗ Gesetzes die für das Prineip des Gesetzes ent scheldenden Beschlüsse stets mit einern Maforitat von 11 gegen 3 Stimmen gesaßt worden. Die Minorttät bildeten die Herren Graf zur Lippe, Graf Krassow und v. Kleist-Retzow.
— Dem„Frankf. Journ.“ schreibt man noch über vie interessaute Reichstagssigung vom 18. Nachdem Räß gesprochen, übersah Forckenbeck das Parlament, um einem Dritten das Wort zu geben, aber Niemand hatte sich gemeldet, und so schritt man zur Abstimmung. Wer erhob sich für Teuisch's Antrag? Von den Lothrigern Einer, von den Ellässern Keiner, sonst noch die Soctaltemokraten, die Polen, Kryger(Hadersleben), Gwald(Han- notrer) und Sonnemann(Frankfurt). Vas Paus lachte laut auf; über wen wohl“ Wir lassen es dahingestellt, wollen aber nur noch bemerken, daß
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daß der Antrag Teutsch in solchem Grade Fiasko gemacht batte.
— 19. Febr. Das Herrenhaus setzte die Be⸗ rathung des Civilehe-Gesetzes fert, lehnte einen vom Fürsten Pleß eingebrachten Antrag, betreffend die Gheschließung durch die Richter, ab und nahm
die Paragraphen 6 bis 46 in der denselben von
der Commission gegebenen Fassung an.
Fulda. Die ntueste Beoschüre des Bischoss Kettelet von Mainz:„Die Anschanungen Falk's über die katholische Kirche“ betitelt, wurde in Fulda confsiscirt.
Braunschweilg, 16. Febr. Betreffs der Regentschafts- Frage sollen die Stände, wie der „Magdeb. Zig.“ mitgetheilt wird, in gedeimer Sitzung des Landtages sich dahin ausgesprochen baben, die Sache bis auf Weiteres ruhen zu lassen. Das„Braunschweiger Tageblatt“ meint, es würde sich schwerlich ein deutscher Prinz bereit finden, ohne Zustimmung des Kalsers die Regent⸗ schaft zu übernehmen. Daß das Herzogtbum nicht so ohne Weiteres in Anarchie gerathe, wie man von gewisser Seite befürchte, dafür werden sesner Zeit schon Kalser und Reich auch ohne Regent- schafts-Gesetz zu sorgen wissen.
Ausland.
Schweiz Bern, 18. Februar. Den Pfarrern der französischen Grenzorte ist die Ab- baltung von Gottesdiensten im Jura an Stelle der ausgewlesenen Geistlichen unter Androdung der Verhaftung verboten worden.
18. Februar. Der Bundesrath „Comte Suisse ot international de une im Falle dieses verzichten sollte, die„Soeiéts Unancldre Vaudoise“ vereinigt mit den west- schweizersschen Bahnen, als Käufer zur zweiten Ver steigerung der Ligne d'ltalle zugelassen.
Holland umfterdam, 16. Febr. Nach einem Telegramme des holländischen Consuls in Singapore vom 14. d. M. ist der 9 Jabre alte Nesse des verstorbenen Sultans zum Sultan von Uischin gewablt worden. Die Regternng wird in seinem Namen von einem aus 4 Mitgliedern be— stebenden Regentschasteratbe geführt.
Pie Kirche von Utrecht bat seit einigen Tagen wiederum einen Gizbischof, Am 5. d., neun Monate seltdem die Cridibcese verwalst it, versammelte sich zu Rotterdam, am Sitze des Bischoss von Deventer, dos Utrechter Metrepoltkan- Capitel und erwählte, wie dem„1 cutschen Merkur“
hat das Simplon“
zu euinchmen, den Hochwürb igen Cornelius Piepen⸗


