Ausgabe 
19.12.1874
 
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* 14 9 sch I * 9 1 . 1 0 8 1 dal; g Arie Ole Petitzeile 3 5 1 wid mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. l daß dab. 1 2 1 n 0 en 1 i 5 8 3 1 due 1 Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, 5 Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, 105 dünn unde bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch L Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, este in und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einnal in dem

1874.

Samstag den 19. Dezember.

M 150.

scher Anzeiger.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag

Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel;

sodann monatlich in dem pract. Nathgeber interessante und belehrende Notizen für Haus⸗ Das Abonnement beträgt bezogen jedoch vierteljährlich 1

bei der Verlags-Expe

Inseratgebühren werden die

der Anzeiger kann nach auswärts au

einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 11

welcher auch ferner wöchentlich dreimal, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten

Extrablätter, allgemein belehrende und unterbaltende

Verloosungen von Staatspapieren beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte,

und Landwirthschaft.

dition ohne Bringerlohn von 1875 ab halbjährlich 2 Mark, durch die Post Mark 30 Pfg.

Pfg. berechnet, bei Tabellen und Ziffersatz mit 14 Pfg. ch durch Privatboten direct von uns bezogen werden.

baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine

hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht aus⸗ Die Expedition.

abe un da d Bestellungen beliebe man Unterbrechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in schlagen drücklich Abbestellung erfolgt. K dalck, Ni

Mädchen,

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die Schwierigkeiten ausmerksam zu machen, welch

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and Sie angewiesen, Uebersiedelung dorthin beabsichtigenden Personen ledenten und daß dieses

tucsten Zu!

e ihrem dortigen Fortkommen

geschehen, jedesmal actenmäßig zu machen. teueren Mittheilungen hat der Zudrang deutscher junger Leute, sach Frankreich und besonders nach Paris kommen, gung zu suchen, in bedenklicher Weise zugenommen. Bei der fortdauernden Ungeneigtheit der Franzosen, deutsche Arbeiter zu be chäftigen, fallen diese

Betreffend: Den Zudrang mittelloser Deuischer nach Frankreich. Das Großherzogliche Kreisamt

Wir lassen Ihnen nachstehendes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des zur Kenntnißnahme unter der Einladung zugeben,

Innern die nach Frankreich entgegen stehen und Ter a p p.

Personen Ihrer Gemeinden,

Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großher In unserem Ausschreiben vom 30. März 1872 3. und vom 11. December 1872 1 Ni. N. D. g. zeschlageg vir auf die großen Schwierigkeiten aufmerksam gemacht, die sich Deutschen, den die in Frankreich und namentlich in Paris Arbeit suchen, entgegenstellen n bei Ausstellung der Legitimations papiere an die eine

14902 haben

Wir beauftragen Ihrer

dieselben entsprechend zu Nach welche um daselbst Beschäf⸗

Nr. M. d. J. Leute, welche meist ohne Existenzmittel und kaum der

Friedberg den 17. December 1874.

Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

vom 10. December laufenden Jahres zu Nr. 14542 überzusiedeln beabsichtigen sollten, nachdrücklichst auf daß dies geschehen, in Ihren Acten zu notiren.

zoglichen Kreisamter. französischen Sprache

mächtig sind, nach wenigen Tagen vergeblichen Suchens den dortigen Behörden oder den Hülfsvereinen zur Last.

Sie daher, dee Uebersiedelung von Angehörigen

Kreise nach Frankreich fortdauernd Ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, die oben erwähnte Vorschrift genau in befolgen, den Inhalt dieses Ausschreibens durch lichen und die Aufnahme entsprechender Warnung in andere dazu geeignete Localblätter, insbesondere in denjenigen Gegenden, aus denen die deutsche Bevölkerung in Frankreich sich hauptsächlich ergänzt, zu veranlassen.

Abdruck in Ihren Kreisblättern zu veröffent⸗

v. Starck

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Zimmermann.

Deutsches Reich. Darmstadt. Am 17. Nov. wurde der durnlehrer Ferdinand Marx aus Kranichstein, im Jreise Darmstadt, zum Turninspector, mit Wirkung om 1. Januar 1875 an, ernannt, am 30. Nov. dem bang. Pfarrer Otto Eckhardt zu Londorf, im n bDeakanate Grünberg, die evang. Pfarrstelle zu * Jauheim, im Dekanate Groß-Gerau, übertragen ind am 10. d. Mte. der Assistenzarzt bei der firurgischen Klinik zu Gießen, Dr. Ignaz Blum, If sein Nachsuchen von seinem Dienste entlassen. g Berlin, 15. Dez. Reichstag. Fortsetzung. 3 Tie Ueberweisuug der Justizgesetze an eine perma⸗ unte Commisslon wird nach der Vorlage in erster d zweiter Lesung angenommen. Der Antrag Fanlenburger, den Mitgliedern der Commission 1 Diäten statt eines Pauschquantums zu gewähren,

ca,, urde abgelehnt, nachdem auch Delbrück ibn be ·

mu Ampft. An Stelle des ausgeschiedenen Dr. Frieden⸗ el wird auf Antrag Benda's der Abg. Saint, mul Hillatce durch Acclamation zum Mitgliede in Reichsschulden Commission gewählt. Darauf ird das Gesetz betreffs Einführung eines einheit- lchen Großjährigkeits-Termins mit Ausschluß der ln desherrlichen Familien angenommen.

16. Dec. Reichstag. Harnier berichtet ihr die Verhandlung der Geschäfts- Commissien, lareffend den Lasker'schen Antrag wegen des dolles Majunke. Harnier erörtert die bekannten, der Commission gestellten, aber abgelehnten

5 Auräge. Es treten die Anträge hinzu: 10 von ter auf motivirte Tages Ordnung, 2) von

3) von Windthorst auf Haftentlassuug während der Sessionsdauer, 4) von Banks auf Declaration des Artikels 31 der Verfassung durch Einschiebung des WortesStrasvollstreckung, 5) eine Reso⸗ lution Hoverbeck's, besagend, daß es behufs Auf rechterhaltung der Würde des Reichstags noth wendig sei, durch eine Declaration oder Ver fassungs- Aenderung die Möglichkeit der Verhaftung eines Abgeordneten auszuschlietzen. Sämmtliche gestellten Anträge werden abgelehnt, der Antrag Becker in namentlicher Abstimmung mit 158 gegen 151 Stimmen, und die Resolution Hoverbeck's angenommen. Ueber letztere findet in der nächsten Sitzung eine nochmalige Abstimmung statt.

17. Dec. Vor der Eröffnung der Sitzung coursirte das Gerücht: Fürst Bismarck habe die gestrige Annahme der Resolution Hoverbeck als ein Mißtrauensvotum aufgefaßt. Einzelne Ab- geordnete colportiren sogar das Gerücht, der Fürst habe bereits beschlossen, seine Entlassung zu nehmen. Nach Eröffaung der Sitzung wurde zunächst nochmals über die Resolution Hoverbeck abgestimmt: den Reichskanzler um Declaration des Artikels 31 der Verfassung zu ersuchen, damit kein Reichstags Abgeordneter ohne Zustimmung des Reichstags während der Dauer der Session verhaftet werde. Die Resolution wird angenommen. Dafür stimmen die Fortschrittspartei, das Centrum und die Hälfte der National-Liberalen. Es folgt die Berathung des Antrages Winterer's auf Auf⸗ hebung des Unterrichts Gesetzes für Elsaß⸗ Loth⸗ ringen. Winterer sucht in zweistündiger Rede den Antrag zu rechtfertigen, indem er namentlich

Enncmann auf Haftentlassung Mafunke's, deren ussührung dem Reichskanzler zu übertragen sei,

Ein Antrag

verhältnisse störend eingewirkt und die Gewissens freiheit beschränkt habe. Bundescommissar Herzog findet das Motiv des Winterer'schen Antrages in dem Zorne des Klerus über die Einschränkung seiner Macht. Mit Einführung des Schulzwanges in Elsaß⸗Lothringen habe man dem Reichslande eine Wohlthat erwiesen und scheinet man sich in Elsatz-Lothringen auch mit dem Schulzwange zu versöhnen. Dann dürfe man aber auch die Con⸗ sequenzen des Schulzwanges nicht bekaͤmpfen, daß die Schulen dem Staate unterstellt und dem Ein⸗ flusse des Klerus entzogen werden. Derselbe hebt die bereits erzielten Resultate hervor und erbittet die Unterstützung des Reichstages bei den Bestreb⸗ ungen der Reichs-Regierung und solgenweise die Ablehnung des Antrages. Zinn beantragt ein; fache Tages Orenung über den Antrag Win⸗ terer, die von Treitschke befürwortet, von dem elsässsischen Abgeordneten Gerber bekämpft und darauf mit großer Majorität gegen die Stimmen des Centrums, der Elsaͤsser und Polen angenommen wird. Es folgt der Etat für Elsaß Lothringen. Kryger's auf Verweisung desselben an eine Commisston wird mit allen gegen Kryger's einzige Stiume abgelehnt. Miquel gibt eine ein- gehenve Uebersicht von der Finanzlage der Reichs⸗ lande. Das Haus genehmigt Titel 1 dis 10 des Forst-Etats und vertagt sich sodann bis Uhr Abends. 15. Dez. Prozeß Arnim. Der kurzen Replik des Staats-Anwalts begegnet Munkel mit großer Schärfe, was auch den Staatsanwalt zur

behauptet, daß das Schulgesetz auf die Familien-

Entgegnung veranlaßt. Arnim, vom Präsidenten befragt, was er noch zur Vertheidigung anzu-

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