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indessen, wieder zurückzugeben. Auf beiden Seiten waren die Verluste beträchtlich.
— 11. Nov. Die Regierungstruppen nahmen gestern den Berg San Marko. Im Gebirge in der Richtung auf Oyarzun wurde lebhaftes Feuer gehört. Man bofft, die Regierungstruppen werden deute nach Irun hineingelangen.
— 11. Nov., Abends. Die befestigten Stell- ungen der Carlisten bei Irun sind von den Regier ungstruppen unter Laserna besetzt. Der General
Allerlei.
Frankfurt. Ein gewisser Doctor Hoch hat der hiesigen Stadt 800,000 fl. zur Gründung eines Musik⸗ Conservatoriums testamentarisch vermacht.
Salzwedel, 9. Nov. Der durch den Proceß Kull⸗ mann in der größeren Oeffentlichkeit bekanut gewordene katholische Pfarrer Stöͤhrmann ist gestern in Folge einer Halsentzündung und hinzugetretener Blutvergiftung ge⸗ storben.
Lucknow. Man telegraphirt der Londoner„Times“ vom 9. Nov. von hier: Heute stattgehabte Untersuchungen lassen die Identität des Gwalior⸗Gefangenen mit Nena Sahib als zweifelhaft erscheinen.
wird mit einer Abtheilung in Irun einziehen. — 12. Nov.
blutigen Treffen geschlagen und dadurch gezwungen worden, die Belagerung von Irun aufzugeben und sich in die Berge zurückzuziehen. General Loma hat Oparzun, General Laserna Larcam-
buro besetzt. Italien. Rom, 6. Nov. In Florenz Triumvirn der Inter-
wurde gestern einer der nationale, Francesco Natta aus Alexandrien, ver- haftet. Die Polizei hatte erfahren, daß er der Inhaber der ganzen Correspondenz der Inter- nationale mit Italien war, und sie entdeckte die- selbe auch in dem Quartiere, welches Natta früher in Florenz bewohnt hatte, vermauert. Sie ist ein wahres Arsenal von Briefen und Documenten, die bei den vielen jetzt schwebenden Processen gegen verhaftete Mitglieder der Internationale für die Untersuchungsrichter vom größten Werth sind, weil sie Licht über alle Verzweigungen der Internatio- nale in ganz Italien verbreitet. So steht nächstens eine Proteß Verhandlung in Florenz bevor, in welcher 61 Individuen als Mitglieder der Inter- nationalen auftreten.
10. Nov. Der seitherige englische Ge- schäftsträger bei dem päpstlichen Stuhl, Gerooise, ist von bier abgereist und zunächst nach Lissabon gegangen.
Aus Stadt und Land.
a- Bönstadt. Mit Beginn der Winterschule wurde auch auf besonderen Wunsch des biesigen Gemeinderaths und vieler Eliern unsere neugegründete Fortbildungsschule eröffnet. Es erschienen ganz freudig nicht blos die Knaben, welche in den drei letzten Iibren confitmirt worden sind, sondern es kamen auch noch einige aus früheren Jahren und wünschten aufgenommen zu werden. Gewiß ein Zeichen, wie man allseitig die Nothwendigkeit dieser neuen Anstalt anerkennt.— Obgleich die Zeit seit Eröffnung der Schule noch eine sehr kurze ist, so macht es Einsender doch besonderes Vergnügen jetzt schon berichten zu können, daß die jungen Leute mit rechtem Ernst am Unterricht Theil nehmen und sich durch große Anfländigkeit aus⸗ zeichnen. Möchte unsere Fortbildungsschule unter Beihülfe der Eltern und des Gemeindevorstandes weiter gedeihen zum Nutzen der Jugend und zum Segen der ganzen Gemeinde.
Der„Agence Havas“ wird von hier gemeldet: Die Carlisten sind in einem
Friedberg. Unter der Ueberschrift„Ein Fehler bei den Gemeindewahlen“ ist der §. 13 der neuen Städte? und Landgemeinde Ordnung, welcher die zur Stimmberechtigung noth-
igen Ersordernisse und Voraussetzungen fest⸗
wendi stellt, in einer Weise ausgelegt, die dem klaren Buchstaben des Gesetzes ganz und gar zuwider erscheint.
Es heißt im Gesetz klar und bestimmt, stimm⸗
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 11. Nov. Der heutige Heu⸗ unb Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 2 fl.— kt.
1 fl. 30 kr. Butter 1. Qual. 44 kr., 2. Qual. 42 fr. Eier das Hundert 4 fl. 24 kr., Kartoffeln 2 fl. 36—45 ke. per 200 Zollpfund..
Mainz, 11. Nov. Productenmarkt. Waizen per Nov 11 fl. 40 kr., per März 19 M. 20., per Mai 19 M. 20. Korn per Nov. 10 fl.— kr., per März 15 M. 90., per Mai 15 M. 70. Hafer per Nov. 10 fl. 45 kr., per März 18 M. 60., per Mai 18 M. 50. Rüböl per Nov.— fl. — kr., per Mai 31 M. 70. Naps per April 29 M. 20
Einer in Abgeordneten⸗Kreisen cursirenden Mittheilung zufolge soll beim Bundesrath der Antrag gestellt werden, die neuen 20⸗-Pfennigstücke einzuziehen und, wie vor mehreren Jahren in Sachsen, eine Silbermünze von mindestens doppeltem Umfange zu prägen. Die neuen 20⸗Pfennigstücke werden ihrer Kleinheit wegen als un. practisch und völlig ungeeignet für den Verkehr erachtet.
D. Frankfurt a. M., 12. Nov. In der Tendenz hat heule wieder ein Umschwung fattgefunden, die Haltung hat sich bedeutend besestigt, doch hielt sich das Geschäft in
fähig sind: Frenze N gaben die Wiener Berichte, welche höhere Course mit der
engen Grenzen. Den äußeren Grund für die Besserung
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bis 3 fl.— kr. Stroh per Centner 1 fl.— kr. bis
alle männlichen Einwohner, welche die deutsche Motivirung meldeten, daß die Creditanstalt sich an der
Reichsangehörigkeit besitzen und welche seit Gründung einer Serbischen Bank betheiligen werde. zwei Jahren ihren Unterstützungswohnsitz in Berlin war nicht mait, blieb aber etwas reservirt, und der Gemeinde erworben haben. diese Auffassung blieb auch hier dominirend. Von Specu⸗
— j j d lationswerihen bewegten sich Creditaklien zwischen 243t, Hiernach ist es doch wobl zweifellos, daß alle 43½.—243—43½—43, Staatsbahnaklien hielten sich
5 bi Diejenig 18
ejenigen, welche ihren Unterstützungswohnsitz zur auf dem Niveau von 318, Lombarden 143. Auf den Zeit eines Wahlactes noch nicht„seit zwei Jahren“ erworden haben, nach dem
nicht stimmberechtigt sind. eine andere, insbesondere nannten Artikel gegebene
Hätte die Gesetzgebung
Auslegung gewollt, so
die in dem oben ge⸗
übrigen Gebieten war das Geschäft sehr wenig belebt, die
Wortlaut des Gesetzes Tendenz aber ebenfalls sehr fest, obne daß Coursveränder⸗
ungen von irgend welchem Belang zu constasiren waren. Wir notiren: Oesterr. Nal.⸗Vank 1049, Darmst. Bank 390, Ungar. Schatzbons(73er) 90%, do. 74er 891½, Silberrente 68 ½, Papierrenie 648, Nordwest 148 ½,
hätte genügt, einfach zu sagen: stimmberechtigt Galizier 258 ½.
sind Alle, welche ihren Unterstützungswohnsstz in
der Gemeinde haben; sie bedingt aber ausdrücklich, daß dieselbeu diesen Unterstützungswohnsitz schon „seit zwei Jabren“ erworben baben. Diese Be stimmung schließt indeß bei den diesmaligen ersten Wahlen keineswegs alle Einwohner, die nicht Ortsbürger sind, von der Wahlberechtigung aus. Alle Beamte, Geistliche, Lehrer ꝛc. erwerben sofort mit ihrer Anstellung die Heimathberechtigung in der Gemeinde ihres Anstellungsortes und haben demnach, wenn sie zwei Jahre irgendwo angestellt sind, seit die
wohnsitz und Stimmrecht erworben. Nichtbeamte
Geld ⸗Cours.
Frankfurt am 12 November 1874. Pen fl. 9 40—42 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 49—51 Dachtenß;„ 5 34—36 Ducaten al marco„ 5 37-39 20-Frankenstücke„ 9 30½—31½ Englische Sovereigns„ 11 57-59 Russische Imperiales.„ 9 47—49 Dollars in Gold. 2
sen zwei Jahren ibren Usterstütungs.
e wen de e, Acht kölnisches Wasser
erwerben, zwei Jahre in einer Gemeinde wohnen;
und um die Stimmberechtigung zu erlangen, müssen zwei weitere Jahre vergangen sein, seit deren sie den Unterstützungswohnsitz erworben haben; das ist ganz klar, und auch nur mit wenigen
Ausnahmen anders verstanden worden. ö
von Johann Maria Farina.
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Johann Maria Farina in Cöln.
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