Damstag den 14. Februar.
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5 De— „Ober
hessischer Anzeiger,
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Anfang nehmen.— Nach der Absicht der Re- sollen die neuen Verwaltungsgesetze bereits Juli in Kraft treten, und die erforder-
den. de Deutsches Reich.
8 Darmstadt. Das Großberzogliche Regie r- gierung
Ade 0 U. sblatt Nr. 7 enthält: am 1. 6 N die f
ert ie. Uebersicht der im Jahre 1873 durch die Großber⸗ lichen Vorarbeiten, soweit sie noch nicht in Angriff 1 iche Gendarmerie geschedenen Arrestationen und Denun-⸗(genommen sind, deshalb die größtmögliche Be⸗ onen. Im Laufe des Jabres 1873 sind durch die schleunigung erfabren.
herzogliche Gendarmerie 3357 Arrestattonen vollzogen— Die hessischen Reichstags Abgeordneten
deren. Darunter befinden sich u. a. Des Moros Be- 4 wdigte 3, der Brandslistung 21, des Straßenraubs 8, Dernburg, Schröder, Bamberger, Heyl, Martin, rüger 56; wegen Diebstabls sind vorgenommen worden Oncken, von Rabenau und Welcker haben ihre
2 Artestationen, Tödtung 21, Verwundung 43, Bettelns Freude über das Zustandekommen der Verwaltungs-
5 zwecklosen Umberziehens 387. Denunciationen sonden] gesetze und des Schulgesetzts in folgendem Tele- der gramm an den Minister-Prästdenten Hofmann
Smpelabgaben 377, der Abgaben von Hunden 152, Ausdruck verliehen:„Die Unterzeichneten drücken
— 5 n gegen die Vorschriften über] Ew. Excellerz ihre große Freude aus über die
un ewicht wegen Störung der öffentlichen ju 2 f ti
due 2880, wegen Betteln, Collectiren, Mlle, küngsen N ee* außten
der streicherti und Gaukelei 332, wegen Uebetretung der] Kammer und beglückwünschen dazu Regierung,
n Vorschriften 2118, der seuerpolizeilichen Stände und Land.“
Wehe ee Be chriften 1119, der gewerbspolizeilichen Vorschriften Berlin, 10. Febr. Reichsta Der Präsi⸗ See n Concubinats 119, Mißbandlung von Thieren 344, ee 5 0 8 W 1 a 5 9.8 8 8 f
n e ele h Auschweifungen im Trinken 4291, Störung der Sonn⸗ en zeigt an, aß etgel, nruhe-Bomst, Herz,
e el een ee Spbeier und des Goltesdlensies 997, unterlassener Vor⸗ Minnigerode, Lieber, Wölfel, Dernburg und Putt
Dung gegen Beschädigung bösartiger Thiere 1361, unter- kamer(Fraustadt) zu Schriftführern gewählt sind.
aufe enn 24 gegen die Gefahr der Explosionen] Der deutsch-brasilische Postvertrag, welchen General- e— 1 9— 8
I. Bekanntmachung Großherzogl. Oberconsisiotiums, Posimeister Stephan empfichlt, wird in erster und
b Ergebnisse der Verwaltung des allgemeinen evangel. zweiter Lesung nach unerbeblicher Debatte genehmigt.
krensonds vom Jabre 1872 ber. Die Summe der] Es folgt die erste Lesung des Gesetzentwurfs über
Enn nel N 1* 0 die Gewährung der nachträglichen Vergütungen
* n 50 1 N 4 kr. und f 5 e ist a sowi
— Sasa r besieht: a. in liquidirten Ausständen 5710 fl. lar die Kriegsleistungen der, Gemeinden, sowie
4 g des Auslieferungsvertrags mit der Schweiz, die
4 kr., b. in baatem Vorrath 5334 fl. 11 kr. AI. uebesicht der für das Jahr 1874 genebmigten zur zweiten Berathung im Plenum gestellt werden. — 11. Febr. Die Commission des Herren-
agen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in israel. Religionsgemeinden des Kreises Groß-Gerau.“ l a.
e. Uebersicht der für dae Jabr 1874 genebmigten bhauses zur Berathung des Civilehegesetzes hat
3 agen zur Bestreitung der Bedürfnisse der teraclilischen gestern ibre Arbeiten beendet.— Die Aus debnung 1 en 1 n a der Einführung des Reichspreßgesetzes auf Elsaß-
. Concurrenz⸗ Eröffnung. Erledigt ist: die Stelle n g lug
u Lehrers an der zu errichtenden Fortbildungsklasse der Lothringen ist dem Vernehmen nach vorläufig nicht
in Aussicht genommen.
ischen höheren Töchterschule zu Darmstadt für Ertheil⸗ 40 8 5
des Unterrichts in der Matbematik und den Natur⸗— Die Fractionsversammlungen des Reichs-
nschasien, sowie im Französischen und Englischen. Die tages haben ihren Seniorenconvent ernannt, der
e soll mit einem akademisch gebildeten und geprüften aus folgenden Mitgliedern besteht: Dr Lasker
er besetzt werden und ist dieselde mit einem Einkommen Miquel Klotz(Berlin) ai 0—— 3 1 N 5 7
600 fl. für provisorisch Angestellte und einem Gehalt* N 1000 fl. ansteigend bis auf 1400 fl. nebst 100 bezw. v. Kardorff und A. Reichensperger.
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—— fl. Wohnungs vergütung bei definitiver Anstellung— Die Giltigkeit der Wahlen in Elsaß— 8 unden. Lothringen wird dem Vernehmen hiesiger Blätter — Darmstadt. Am 7. d. wurden der Calcu- nach in verschiedenen Fällen angefochten werden. e n 1. Classe bei der Hauptstaatskasse, Cbristian Viele Stimmzettel waren nicht nur mit dem Ramen „ eand zum Buchhalter und der Calculator des Druckers, sondeen auch mit einer von Außen acht,. Glasse bei der Hauptstaatskasse, Carl Malzi, sehr kenntlichen Abbildung einer Schwalbe ver- —— Calculator 1. Classe bei dieser Bebörde, so- sehen, dem Ausdruck der Sebnsucht nach der Hei— nn der Finanzaspirant Adolph Kalbfleisch aus math Frankreich. Diesen Kindereien wird im e umstadt zum Calculator 2. Classe bei der Reichstag der§. 10 des Wablgesetzes gegenüber⸗ 4 Hirpistaats kasse ernannt. gestellt werden, welcher also lautet:„Das Wabl⸗ 4 Darmstadt. Das Großberzogthum soll eine recht wird in Person durch verdeckte, in eine „ e Medicinal„Ordnung erhalten. Zu diesem Wahlurne niederzulegende Stimmzettel obne Unter e grecke soll eine Versammlung, aus Aerzten, Thier- schrift ausgeübt. Der Stimmzettel muß von weißem „ inen und Apothekern bestehend, zusammentreten, Papier und darf mit keinem dußeren Kennzeichen 4 8.— dude die Berathung derselben in Angriff zu berseben sein.“
uhmen hat, und zwar so, daß jede dieser 4— 12. Februar.
f lll.-Gattungen, ohne Einmischung der anderen, vertrauliche Besprechungen zwischen den Reichstags⸗
I die sie betreffenden Bestimmungen zu ent- Abgeordneten Professor v. Schulte und Dr. Petri „„es den hat. Die Versammlung soll in Darmstadtssund einer Anzahl freisinniger Katho
emmentreten;
Uiten, wie Diejenigen des Landtags und der stattgefunden.
Vertreter, die Apotheker und Thierärzte je
—* n. Die Wahlen sind bereits ausgeschrieben dem Bestehen . 0 werden demnächst vor sich gehen. Diese wiederkehrt, 5 e egregel ist ein erfreuliches Zeichen, wie man Sitzung mit großer Majorität angenommen werden. eee Principien der Selbstverwaltung bei uns tung zu verschassen sucht. überbaupt etwas zu gewinnen ist, das baben ja *— Die Auszahlung der Besoldungs-Erbhöhung die letzten Wahlen deutlich gezeigt. Betreffs der
Eisenbahn- Freikarten war in den meisten Frae—
„richtiger ausgedrückt, Theuerungs-Zulage tionen anfänglich die Frage erhoben worden, ob
1873 sollte nech im Lause dieser Woche(oren
Resolutionen nach
für Gestern Abend haben hier
ihre Mitglieder beziehen dieselben Gründung einer altkatholischen Gemeinde bierselbst
Einstweilen ist ein provisorisches node. Die Aerzte jeder Provinz wählen je Vorbereitungscomite von fünf Personen niedergesetzt. — Der Diäten-Antrag Schulze's, der seit] Leipzig im Reichstage abgelehnt dat, nunmedr den des Reichstages in jeder Session Meblhandler Bracke in Braunschweig als ihren wirt zweifelsohne in der morgigen Reichstags Candidaten aufgestellt.
Annahme oder Ablebnung?— schließlich aber ist man überall doch dahin übereingekommen, man könne ohne Gewissens-Scrupel Gebrauch von dem Anerbieten machen. Nur Sonnemann hat be— kanntlich seine Karte zurückgesandt.
— Die Gesellschaft für Verbreitung von Volks- bildung hat mit dem 1. Febr. zwei neue Wander- lehrer provisorisch angestellt, den Dr. Waltematt aus Barmen und den Dr. Benfey von bier, so daß augenblicklich in ihrem Auftrage drei ständige Wanderlehrer thätig sind, Dr. Arnold Lindwurm, der bekanntlich bereits seit einem Jahre mit großem Erfolge für die Zwecke der Gesellschaft thätig ist, und nun die beiden oben Genannten.
Kiel, 10. Febr. Nachmittags 3 Uhr. Das Wasser ist sehr rasch wieder gefallen. Sein höchster Stand war 7½ Fuß über der Normalhöhe und demnach nur 3½ Fuß niedriger, als bei der Sturmfluth vom 13. November 1872. Durch die Ueberschwemmung sind die Maschinenräume der „Kieler Zeitung“ unter Wasser gesetzt, so daß das regelmäßige Erscheinen des Blattes gebemmt ist.
— Mittwoch 11. Febr., Mittags. Die gestrige Sturmfluth hat die ganze Ostküste von Schleswig Holstein beimgesucht. Die Strandwälle wurden vielfach von den Wasserflutben überstiegen und größere Landstrecken vom Wasser überschwemmt. Die angerichteten Beschädigungen sind nicht un- erheblich.
Köln. Der Fastenhirtenbrief des Erzbischofs Paulus, der sich auf das religiöse Gebiet be- schränkt und durchaus milde gehalten ist, theilt zum Schlusse mit, daß der Ertrag des Peters- pfennigs in der Erzdibcese Köln im verflossenen Jahre die Summe von 50,000 Tolr. überstiegen bat und an den Ort seiner Bestimmung befördert ist.
Wolfenbüttel. Wie der„Magdeb. Ztg.“ berichtet wird, ist die Stadt Genf geneigt, alle die Kostbarkeiten aus der Erbschaft des Herzogs Karl, welche derselbe rechtswidrig dem braun- schweigischen Museum entnommen hat, zurückzu- geben. Man bofft dann auch den berühmten Onpr nach Braunschweig zurückkehren zu sehen.
Weißenfels. Auf einer am 2. d. M. dier abgehaltenen freien Conferenz von Geistlichen aus den Ephorieen Weißenfels, Lissen und Lützen wurden, nach der„Krz.- Ztg.“, folgende beide lebhafter Discussion mit 38 gegen 3 Stimmen angenommen: 1) Nach der dei der dritten esung im Abgeordnetenhause ange nommenen Formulirung des Gesetzentwurses, be— treffend die obligatorische Civilede und die Füdrung der Civilstands-Register, erachten wir die Ueber- nahme der Pflichten eines Civilstands Beamten unverträglich mit dem Charakter unseres Amtes als evangelische Geistliche. 2) Wir ver- trauen, daß in dieser Lage die vorgesetzten kirch-
lichen Bebörden die Gewissen der evangeltschen liken bebufs Geistlichen schonen und die Uebernahme solchen
Amtes weder befehlen, noch anempfeblen werden. Leipzig. Die socialistische Partei hat, nach- dem Job. Jacoby die Vertretung des Landkreises
Stuttgart, 10. Febr. Heute Nachmittag
Wer bei der Dlätenlosigkeit gewinnt, wenn dabei] bat in Ludwigsburg die Beerdigung David Friedrich
Strauß' unter sehr zablreichem Geleite von Lud- wigsburger, Stu sstgarter und Heilbronner Ein- wohnern stattgefunden. Am Grabe sprachen Pro-
sessor Reusle, der Dirtetor dee Obersindtenratds


