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Oberhessischer Anzeiger.
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1874.
Dienstag den 12. Mai.
2 56.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
streisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Jobannes Saltenberger IV., Heinrich Wissig II., Konrad Altbenn III. und Heinrich Vogt, sämmtlich von Maibach, wurden als Mitglieder des Wiesenvorstandes zu Maibach ernannt und in Pflichten genommen.
Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 24 enthält: 1. Bekanntmachung Großberzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Uebergangsabgabe von Bier belreffend. II. Bekanntmachung Großberzoglichen Ober- Consi⸗ doriums, die Ergebnisse der Verwallung der allgemeinen geistlichen Wiwenkasse vom Jabte 1872 beiteffend. Hier⸗ nach beträgt die Einnahme 155,999 fl. 7½ kr., die Aus- gabe 135,646 fl. 1½ kr., verglichen bleibt Rest 20,353 fl. 5 kr. und dieser besteht: 1. in liquidirten Ausständen 187 fl. 17½ kr., 2) in baarem Vortathe 20,165 fl. 8 kr. Nach der Rechnung von 1871 und der Be— kanmmachung vom 27. Mai 1873 beitug das vetzinelich ingelegte Kapitalvermögen Ende 1871 1.214,729 fl. 46 kr. Während 1872 wurden hiervon zurückempfangen 53,050 fl. ½ kr., ncu ausgeliehen 70,100 fl., somit mehr ausge ehen 17,040 fl. 55½ kr. Daher Ende 1872 Kapital⸗
mermögen 1,231,770 fl. 41 ½ kr.
IV. Bekanntmachung Großh. Brandversicherungs-Com⸗ nisston, die Aufbringung des Bedürfnisses der Großh. andes Brand versicherungs⸗Anstalt für 1873 vetreffend. Das Bedürfniß der Großb. Brandversicherungekasse aus zen Jahre 1873 berechnet sich auf 471,497 fl. 20 ke.; arunter befinden sich: an Brandentschädigung und Ab— chätzungskosten aus 1873 in der Provinz Starkenburg
1510 fl. 7 kr.; die evang. Pfarrstelle zu Biebelnheim mit einem jährl. Gehalt von 1101 fl. 16 kr.; die evang. Pfarrstelle zu Queckborn mit einem Gehalt von 889 fl. 4 kr. jährl.; die evang. Schulstelle zu Sichenhausen mit einem jährl. Gehalt von 400 fl.; die evang. Schulstelle
zu Massenheim mit einem jährl. Gehalt von 400 fl.
Kirchengemeinde- Vertretungen und evangelischen Kirchen vorstände betreffend.
und Zehnkreuzerstücke betreffend. Post⸗Angelegenheiten, die Herstellung einer Personenpostver
heim betreffend.
IV. Concutenzeröffnungen. Pfarrstelle zu Ober⸗Eschbach mit einem jährl. Gehalt von 1456 fl. 53 kr.; die evang. Pfarrstelle zu Bechtheim mit einem jährl. Gehalt von 1461 fl. 4 kr.; die evang. Schulstelle zu Lehnheim mit einem jährl. Gehalt von 400 fl. Berlin. Sybel schildert im Abgeordneten- haus das Treiben den ultramontanen Fanatiker
in Bonn und im Saarbrücker Kreise zur Be-
— Das Gr. Regierungsblatt Nr. 25 enthält: I. Allethöchste Verordnung, die Wahlen der evangelischen II. Allethöchste Verordnung, den Umlauf der Zwanzig⸗ III. Bekanntmachung Großberzoglicher Commission für bindung zwischen Seligenstadt und dem Bahnhofe zu Slein⸗
Erledigt sind: die evang.
214,913 fl. 19 kr.(darunter von dem Brande zu Gerne“ thörung von Volksmassen und fordert die Mit- eim am— 3 26,791 fl., zu Bensbeim am glieder des Centrums auf, Fanatisirte vor Aus- 8. Sepibr. 94.048 fl. 9 kr.), in der Provinz Rheinhessen schreitungen zu bewahren, widrigenfalls die Ver— 62,080 fl. 27 kr.(datunier von dem Brande zu Mom⸗ schre 1 70 0 6 genf
1 antwortung dafür ihnen zufalle. Derselbe Redner dach, in der Gaftell'schen Wagenfabrik, am 3./4. Januar 1 2 g 2.678 fl. 22 k., zu Worms in der Gatzerlschen Dampf, führt an, in Bonn hätten die Ultramontanen bei ere am 17/18. Juli 22,745 fl. 16 k., zu Mainz in dem letzten Wahlkampfe verbreitet, Fürst Bismarck K
t Actien⸗Brauerei, am 25/26. October 22,896 fl. 55 kr., wolle selbst Papst werden und noch schlimmer wie u Bingen am 14. December 12.697 fl. 21 kr.), in der
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rovinz Ober hessen 58,785 fl. 45½ kr. Sa. 435,979 fl. 2 ke. Behufe Deckung dieses Bedürfnisses sollen, nach zetfügung Groß. Ministeriums des Innern— neben nimnahme von 6521 fl. aus dem Reservefonds— auf je 00 fl. Versicherungekapital, nach dem Stande der Ver— cherungstapialien am Schlusse des Jahres 1873 nämlich
in der Provinz Starkenburg mu 153,577,610 fl. Rheinhessen 17,135,480„ 5 Oberhessen zusammen mit 398,551,070 fl. leben Kreuzer Beitrag ausgeschlagen und in Einem Ziele, den zeyn ersten Tagen des Monats August laufenden ahres, erhoben werden.
V. Bekanntmachung Großberzoglichen Kreisamts Mainz. ie Umlagen für die Stadt Mainz pro 1874 betreffend.
VI. Ordensverleihungen.
VII. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen tunes fremden Ordens.
VIII. Namens veränderung. Seine Königliche Hoheit %t Großherzog baben allergnädigst geruht: am 31. März
er Margarethe und Louise Rothermel von Ober⸗Ofleiden
u gestatten, daß dieselben künftig statt des bisherigen den
Jamtiliennamen Arnold führen.
IX. Diensinachtichten. Seine Königliche Hoheit der Hroßberzog haben allergnädigst gerubht: am 15. April em Schulamteaspiranten Philipp Orth aus Pfaffen ⸗ echwabenheim die katholische Schulstelle zu Groß⸗Umstadt
id am 17. April dem Schulamteaspiranten Conrad
tmuth aus Schönberg die 2. evang. Schulstelle zu bibnlein zu übertragen; am 18. April den Riltmeister
D., Grafen Ferdinand zu Isenburg⸗Philippseich, zum Aumcister A la suite det Cavaletie zu ernennen; und n 24. April den Bahnmeister der Bahnmeisterel Langen ur Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, August Dittmar, zum Sccre— Ir bei dem Bettiebs⸗Inspector dieser Eisenbahn und den Keisbauaufseher⸗Aspiranten Theodor Petri aus Dacmstads um Bahnmeister der Bahnmeisterei Langen zu ernennen. X. Gersetzung in den Ruhestand.
XI. Abschiebsertbellung. Seine Königliche Hoheit der Moßberzog haben allergnädigst geruht: am 24. April n Niumeister à la sufte ber Cavalerie, Freiherrn von Sbaurolb, den Abschied als Osficier à la sufte, auf sein Achsuchen, zu ertheilen.
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Bismarck seien die Liberalen Bonns, sie wollten, daß der Papst nach Deutschland geschleppt, ihm der Bauch aufgeschlitzt und die Eingeweide heraus gerissen würden; am 15. Mai sollten die katho— lischen Kirchen zugeschlossen und die Katholiken eingesperrt werden. Im Kreise Saarbrücken werde prophezeiht, Ansangs Juni stehe ein Krieg bevor, die Franzosen kämen zur Rettung der heiligen Kirche. — Die längst beschlossenen Erweiterungs— bauten unscrer östlichen Festungen, besonders Posens, werden in diesem Jahre mit großer Energie in Angriff genommen werden. Sodann sollen die Besestigungswerke bei Thorn und Königs- berg nach den neuesten Erfahrungen umgestaltet werden.
— Die Trennung der obersten Verwaltung der Staatsbahnen und die Oberaussicht über die Privatbahnen im preußischen Handels-Ministerium ist nunmehr vollständig erfolgt und die erstere dem Ministerialdirektor Weishaupt, die letztere dem Geh. Ober-Regierungsrath Mapbach über— tragen worden.
— Wie allgemein verlautet, ist das Reichs— Preßgesetz vom Kasser vollzogen worden. Hoffent— lich wird die Presse nun erst recht sich als die beste Wächterin über unser öffentliches Leben be— währen, und mit um so frischeren Kräften an die Lösung ihrer Aufgabe herantreten, die keine andere ist und sein darf, als die Menschen zur Gesinnungs— tüchtigkeit und Ueberzeugungstreue immer mehr und mehr zu erziehen.
— Der Bundesrath beschloß auf Antrag des Verfassungs-Ausschusses, seinen früheren Stand— punkt festzuhalten und die Gewährung von Diäten an die Mitglieder des Reichstags abzulehnen.
— Von amtlichen Keeisen wird versichert, daß
Correspondenz der„Times“ vom 5. d., betreffend Eröffnungen des Fürsten Bismarck an den König Victor Emanuel, beruht, eine dreiste Erfindung ist, mit dem Zwecke, die Friedensliebe Deutsch⸗ lands zu verdächtigen.
Limburg. In der Strafkammersitzung vom 6. d. wurde der Bischof Dr. Peter Jos. Blum von hier wegen gesetzwidriger Besetzung geistlicher Aemter in zwei Fällen zu 400 Thlr. Geldftrafe, event. 4 Monaten Gefängniß verurtheilt.
Fulda. Es soll die Absicht bestehen, das Internat im katholischen Lehrerseminar zu Fulda aufzuheben. Bestätigt sich dies, so könnte es nur zur Genugthuung gereichen, daß eine Einrichtung, welche mehr als eine andere geeignet ist, die Schulamtscandidaten gleich den Zöglingen der Knaben-Convicte zu willenlosen Werkzeugen zu machen, endlich antiquirt wird.
— Bei der Entlassung des Caplans Weber aus der Haft fanden tumultuarische Demonstra⸗ tionen statt. Ein Bürger wurde verhaftet. Weber wurde in sestlichem Aufzuge begeleitet.
Wiesbaden. Der Kaiser ist am 9. d. um 10 Uhr 40 Min. hier eingetroffen und am Bahn⸗ hof von den Behörden empfangen worden. Bei seiner Fahrt durch die Stadt wurde derselbe enthusiastisch gegrüßt.
Weilburg. Unsere sieben Mitglieder des Stadtraths haben am 5. d. ihre Demission beim hiesigen Amte nachgesucht. Die Beweggründe lassen sich auf Differenzen mit der Regierung wegen der Besoldungs-Verhältnisse eines katho⸗ lischen Lehrers und auf Wegebauten zurückführen.
Stuttgart. Die Trauung des Herzogs Eugen von Württemberg und der Hroßfürstin Vera hat am 8. d. Mittags im k. Schlosse in Anwesenbeit des Kaisers von Rußland und der anderen hohen Festgäste stattgefunden.
Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Das Abgeordnetenhaus erledigte die Landwehrgesetz—
Vorlage in zweiter und dritter Lesung, lehnte jedoch nach lebhafter Discussion, entsprechend dem Minoritäts. Antrage, die Errichtung von Landwehr— Cavalerie-Cadres ab. Der Minister des Innern sprach sodann die Vertagung der Session aus. — Einem wichtigen Landesgesetze wurde die kaiserliche Sanction ertheilt. Es ist das vom steirischen Landtage beschlossene Gesetz, betreffend die Aufhebung des Schulgeldes an sämmtlichen Volkeschulen und die Erhöhung der Lehrergehalte. Schweiz. Bern. Aus der Schweiz sind in diesen Tagen die Einladungsschreiben versandt worden, durch weiche an die Schützen des deutschen Reichs der Ruf ergeht, sich an der Doppelfeier des schweizerischen Schützenfestes(19.— 27. Jult d. J.) zu betheiligen. Frankreich. Paris.„Moniteur universel“ und andere französische Journale äußern sich be— züglich der neulichen Bemerkung der„Nordp. Allg. Ztg.“ dahin, daß die franzoͤsische Regierung in der Augelgenheit des früheren Botschafters Grafen Arnim keine Partei ergriffen habe. Sie
XII. Concurtenzeröffnungen. Erlebigt sind; die exang. Harrstelle zu Wöllftein mit einem jährl. Gehalt von
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der ganze Thatbestand, auf welchem die Pariser
selber hätten sich darauf beschränkt, dem Grafen


