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bald stellten sich wassersüchtige Anschwellungen ein,
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in Berlin bestellten Trauerkleider. Jetzt erst war eingetroffen, was man schon 10 Jahre früher in Wien erwartet und worauf hin man die ganze österreichische Armee auf die Beine gebracht datte, um dem Thronfolger Friedrichs sofort wieder Schlesien abzufordern und ihn, wie es hieß, zu zerquetschen. Der König täuschte sich selbst keineswegs über seine Lage und willigte in den Vorschlag seines ordinirenden Arztes, den Dr. Zimmermann aus Hannover kommen zu lassen. Zimmermann verweilte 17 Tage bei seinem hohen Patienten; es gelang ihm, mebr Einfluß auf den- selben zu gewinnen, als jemals einem Arzte ge— lungen war. Es ist hochinteressant, die Unter— baltungen des geistreichen Arztes mit seinem genia— len Patienten kennen zu lernen; es ist berzerhebend und rührend, auch in den Stunden schmerzvollen Leides die gewaltige Geisteskraft des Monarchen ungetrübt und ungebrochen, seinen Sinn immer auf das Wohl seines Vaterlandes gerichtet zu sehen; es muß aber unendlich schmerzlich für den gefühlvollen Arzt gewesen sein, wenn seine Inten tionen, deren Ausführung, wenn auch leider nicht Heilung, doch wenigstens Linderung bringen konnte, in den unüberwindlichen Gewohnheiten und Ca— pricen des erlauchten Kranken unbesiegbare Hinder— nisse fanden.
Ein kleines Pröbchen, wie der König die ihm verordnete Diät übte, gibt folgende Beschreibung eines Augenzeugen, „Der König hatte wie immer sehr viel Suppe zu sich genommen, und diese bestand, wie gewöhnlich, in der stärksten und aus den beißesten Sachen
des Generals von Görtz.“
ausgepreßten Bouillon. Zu der Portion Suppe nahm der König einen großen Eßlöffel voll ge⸗ stoßene Mußkatenblüthen und Ingwer. Dann kam ein gutes Stück boeuf à la Russienne, das mit einem halben Quartier Branntwein abgekocht war. Hierauf eine große Menge Polenta, halb aus türkischem Weizen, balb aus Parmesankäse, mit Knoblauchsast gebacken und mit einer Brühe aus den heißesten Gewürzen übergossen. Der König war mit seinem Appetit sehr zufrieden und lobte den Dr. Zimmermann, der ihn„durch sein Mittel(Löwenzahn) dazu verholfen.“ Schließlich kam noch eine Aalpastete, so heiß und würzhaft, daß es schien, sie sei in der Hölle gebacken.“ (Schluß folgt.)
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Landwirthschaftliches.
g Die Stadt Frankfurt ist um eine neue eingeführte Industrie, näm' ich die Bereftung der sogenannten„Spar— butter“, reicher. Die Bereitung derselben kennen zu lernen, hat allgemeines Interesse. Heute wollen wir nur bemerken, daß zu derselben das ausgesuchteste Nieren⸗ Fett mit Milch verwendet wird, und daß das Produet im Wohlgeschmack der besten Butter gleichkommt. Diese Butter, welche zum Kochen, Braten und Backen bereits in vielen dortigen Haushaltungen und Hotels verwendet wird, empfiehlt und bewährt sich durch ihren geringen Wasser⸗Gehalt und größeren Fett Bestand, wodurch man
bei Benutzung derselben nur etwa 2 gegen frische Butter zu verwenden braucht; ganz abgesehen von dem Vor—
theile, daß fich dieselbe an einem kühlen trockenen Orte Monate lang aufbewahren läßt, ohne an ihrem guten Geschmacke zu verlieren, während die frische Butter schon nach kurzer Zeit einen milchsauren Geschmack entwickelt und ranzig wird. Die Unternebmer haben in Betracht der Ersparniß, welche sie dem consumirenden Publikum bieten, ein mehrjähriges Patent in allen deutschen Staaten erhalten.
Für Meiningen
gingen weiter ein: Von Taubstummenlehrer Rühl 1 fl. 45 kr.; Pfarrer Breibenstein in Södel I fl. 45 kr. E. Heß in Burggräfenrode 1 fl. 45 kr. J. C. A. in N; 35 kr.; Markus Kaufmann, Metzger in Bisses 1 fl.; Sonder, Fabrikant 1 fl. 45 kr.; v. Helmolt, Frau 2 fl.; Baur, Pfarrer 1 fl. 30 kr.; Durch Herrn H. Schudt ge⸗ sammelt von einer über die Wiederwahl des Herrn Bürger⸗ meisters Wagner in Bruchenbrücken fröhlichen Gesellschaft 28 fl. 30 kr. Die Exped. des Oberh. Anzeigers.
Geld ⸗ Cours.
Frankfurt am 7. Oktober 1874.
Fei„fl. 9 402 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 49—51 Due„ 5 37-39 Ducaten al mareo„ 5 39—41 20-⸗Frankenstücke.„ 9 29½—30½ Englische Sovereigns„5 11 56—58 Russische Imperiales.„ 9 48—50 Dollars in Gold.„ 226 ½ 27 ½
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Archt kölnisches Wasser
von Johann Maria Farina.
„Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.
Johann Maria Farina in Cöln.
— Die Gewinnliste der Mainzer Industrie⸗ Ausstellung liegt auf unserem Comptoir zur Einsicht offen. Die Exped. des Oberh. Anzeigers.
Main⸗Weser-Bahn.
2981 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Her⸗ sellung einer offenen Kohlenbühne, sowie eines Holz⸗ schuppens auf Station Gießen in öffentlicher Submission, dergeben werden. Die Offerten sind portofrei und ver⸗ segelt mit der Aufschrift„Submission auf Erbauung ener Kohlenbühne und eines Holzschuppens auf Station Hießen“ bis zum Submissionstermin, am 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs— Inspektion zu Frankfurt a. M. einzureichen, woselbst zuch die Bedingungen, Zeichnungen und Kostenanschläge ingesehen und die Offerten-Formulare in Empfang enommen werden konnen. Frankfurt a. M. den 2. Oktober 1874. 8 Königliche Betriebs-Inspektion. Hey l.
** 7„A* Versteigerungs-Anzeige. 501 Dienstag den 13. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung der Th. Lotz Wittwe abier nachfolgende Gegenstände erbtheilungshalber geistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert gerden:
1 Roßgang, 5 2 dunkelbraune ostfriesländische Stuten, 5 Jahre alt, fehlerfrei, zugfest ein- und zweispännig gefahren, 1 Victoriawagen, ö 1 Schlitten, ö mehrere Oeconomiewagen, und Wagengeschirre, 5 5 F aegerätgenben und sonstiges verschiedenes Hausgeräthe, sowie eine Anzahl Pfauen, Hühner und Tauben. 1 Gi den 6. tober 5 5 ö 1452 Großherzogliches Ortsgericht Gleßen. Lüdeking. ö
Chaisengeschirre
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Schafpferch-Versteigerung. Montag den 12. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause 10 bis 15 Schaf⸗ pferche an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 8. Oktober 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. e
Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 3032 Montag den 19. Oktober l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse des verstorbenen Martin Klein dahier gehs enden Immobilien auf freiwilligen Antrag erbabtheilungsha ber
öffentlich meistbietend versteigert werden:
Gemarkung rief bar
Bekanntmachung. 3025 Montag den 12. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, sollen die in Folge der Güterzusammenlegung in der Gemarkung Nieder- Wöllstadt nöthig gewordenen Erd⸗ arbeiten, im Kostenbetrage von etwa 300 Gulden, in öffentlicher Versteigerung, unter den bei der Versteiger⸗ ung bekannt zu machenden Bedingungen, an den Wenigst⸗ nehmenden zur Ausführung übergeben werden. Die Zusammenkunft ist an dem Friedberger Höhlchen. Nieder⸗Wöllstadt den 8. Oktober 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Wöllstadt. f, Beigeordneter. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig:
Flur. Nr. Klftr. Aul g 2. 551. 16,8. Hofraithe in der Stadt, ö 1 l a 1 eitu* 2 i 8 n dem Malnzerthor, für die Wahl von Mitgliedern des Kreistags 1 10 161 an cr durch Bevollmächtigte der Gemeindevorstände. 4. 21. 116. desgl. daselbst,. 8 3 8 4. 8. 45. desgl. doselbst, C 0 4. 9. 40. desgl. daselbst E Eine zwei pannige Aalesche 4. 209. 50. Grabgarten in der Kehl, 3022 · ist wegen Mangel an Platz billig zu verkaufen. 4. 199,5 45. desgl. daselbst, Stelzengasse Nr. 1 in Frankfurt a. M. 4. 199. 42. desgl. daselbst. 8 8 nd 4— 0 er⸗ Gemarkung Oc fa dt. Im Nähen und Sticken w 3 . Hauptstraße Nr. 81 Bad-Nauheim 3014 10. 99. 38. Grabgarten im Ried,. f Deum. 10. 113. 42. desgl. daselbst, K 0 22 10. 115. 38. desgl. daselbst, Eine Parthie Mist 26. 1 25 Acker daselbst, 3013 hat zu verkaufen J. Nupp, Usagasse. 26. 37. 12. desgl. daselbst, 5— 26. 12. 39. desgl. daselbst, hh ĩ ²˙¹.ꝛꝛ ²˙ A 10. 114. 35. Grabgarten daselbst.
Friedberg am 9. Oktober 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar.
Jumobiliar-Persteigerung.
33 Mittwoch den 14. Oetober d. J., Vormittags Uhr, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen trag die Hofraithe und Scheuer nebst Güterstücken des Bäckermeisters Carl Stelz nochmals öffentlich an
der Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 8. Oktober 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. g
Foucar. Geklanntmachung. ö Zahlungen an den Hofapotheker Wilhelm
Surmfels in Friedberg, gegen welchen dir Einleitung i Concurs verfahrens beantragt worden ist, können tig nur an den bestellten Massecurator, den Provlsor ae Ifland, welchem die Verwaltung der Hof— ch theke übertragen worden, geleistet werten. Friedberg den 8. Oktober 1874. Großherzogliches Landgerscht Friedberg. Bramm, Allwohn, Lanbrlchter-Vicar. Landgerichts-Assessor.
ee 3020 Karl Stelz in Friedberg hat am 14. August 1874 mit seinen bekannten Gläubigern sich arrangirt. Unbekannte Gläubiger desselben, welchen die Einsicht des Arrangements gestattet wird, werden aufgefordert, Einwendungen dagegen binnen 4 Wochen so gewiß dahier vorzubringen, als sonst das Arrangement bestätigt und vollstreckt werden wird. Friedberg den 2. Oktober 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Allwohn, Landrichtervicar. Landgerichts-Assessor.
Faselochs- Versteigerung 3030 Mittwoch den 14. Oktober, Vormittags 10 Uhr- soll auf dem Bürgermeistereibüreau zu Melbach ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs meistbietend versteligert werden.
Melbach den 8. Oktober 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterel Melbach. i
Die Annoncen⸗Expedition von Haasenstein& Vogler,
domieilert in Frankfurt a. M., Hamburg, Pasel, Perlin, ern, Premen, Oreslau, Chemuitz, Jresden, Erfurt, Fribourg, St. Gallen, Genf, Halle, Hannover, Köln, Lausanne, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Aaszen; ttz, Klünchen, Ueuschatel, ürnberg, Pest, Prag, Straßburg, Stuttgart,
Wien, Hürich,
deren ausschliestlicher Geschaͤftsbetrieb in der Vermittelung von Annoncen und Reclamen besteht, empfiehlt sich zur prompten und billigsten
Ausführung von Aufträgen. Original-Preise. Keine Nebenkosten.
Fuulards,
Hashen, Beigeordneter.
190 seidene Umknoͤpftücher, schwarze seidene Halstücher and Halsbinden bet M. Friedrich neben der Post.
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