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noch der leibhaftige Chor der Bürger und Bauern, um die Handlung berum flehen. Bel Mozart ißt es „det Insitumental⸗Musik) ein abstrakter Tbeatet⸗Chot worden, der je nach dem Gbarakter des Stücks bald von
0 1 A igen, bald von Pfeisen, bald vom ganzen Orcheslet
nnd gestellt wird. Bei Beeidoven verschwindet ger ganze
3 1„ un. Stand. Ce it der Mensch, der mit sich allein redet,
-* erg wi sich allein denkt, dem aber dei seinem Reden und *
„knen die Einwürse entgegentreten, die im das Ge- nissen macht, d. b. das Bewußtsein von einem Urtpeil, 4 Dlaußen, von Andern, über uns gesprochen wird.
1 3 du thoven fübrt deshalb im eigentlichen Sinn dramatisicte
N an 1 Sie packen uns so mächtig, nicht des
* et, been Dialogs wegen, sondern weil wir bier die Nalur
„ e, een kreuften copirt sehen. Der Mensch denkt nur für sich
e in und macht sich seine Einwürfe. Die geheimsten
ae Alten seines Herzens öffnet et nur dem eigenen inneten eee, riegel des Gewissens.— 2.
* N Wm Es mogen diese Andeutungen genügen. Man wird
2 weite det hieraus schon erkennen, wie mannichsach ein solches
en mee e erk gefaltet it, wie viel Hestaltungektast zu seiner
Eschaffung. wie viel schöpferische Ppantasie zu seiner Dar- füung, wie viel innerliche Hingebung zu seinem Ver⸗ imdniß gehört. Viele 2 des musikalischen, des pfyco⸗ laischen Studiums gebören zu einer Darstellung solcher erke, viele Jabre aufmerksamet Beobachtung, sorgsältigen kecchens, das sind die geriugsten Anforderungen an einen schst sonst geistig vorgeschrittenen Hörer. Waren diese ar da, kann jeder Höter sagen, daß er diese Kunst des ustehenlernens mitdrachte?
Die Concerigeberin, der die größere Hälfte der gunstleistung an jenem Abend zufiel, bat, wie jeder Ein⸗
— A. ben sutige erkennt, vortreffliche Studien gemacht. Hier in m ante, dr iedberg degann sie dieselben dei einer begeisternden „ dee e een Fprerin. Auf dem Stuttgarter Conservatorium(Musik⸗ 4 r* stule) errang sie sich dann die Darstellungofähigkeit, die wir
— g Dindetuagel
. Es wärt Thorheit vier vollendete wo erst wenige Jahre des
e ihr bewunderten. Luisterschaft zu verlangen,
„Wo bist du, mein geliebtes Land,
Gesucht, geahnt, und nie gekannt?“
Die Künstlerin batte sich gauz in das Leben und Denken des Componisien vertieft; sie hatte seinen Schmerz, sein Sehnen verstanden und mit beredten Tönen uns wieder gegeben.
Fil. Mathilde Kolb von Frankfurt, gleichfalls eine Schülerin des Stuttgarter Conservatoriums, sang die Arie und die Lieder. Die Arie von Lotti, einfach, schmuck⸗ los, nach Art der älteren Italiener, vermochte das an prunkdollece Musik gewöhnte Ohr der Hörer nicht zu reizen. Bei dem italtenischen Text konnte sie auch ihrem Inhalte nach nicht verstanden werden. Der Hörer be⸗ wunderte blos das schöne Organ und die edle Vortrags- weise der Künstlerin. Eindringlicher wirkte sie schon durch die Lieder von Heine und Schumann, die feine, duftige Monoscheinscene in der„Lotos-Blume“ und das ties⸗ melancholische„Ich grolle nicht“. Am energischsten aber packte sie die Herzen der Hörer durch den Dialog in dem „Waldesgespräch“ von Eichendorff und Schumann. Der kühne Ritter, der sich unterfing, das Zauber-Reich der schönen Loreley zu stürmen, der leichten Sieges wähnte, die Stolze zu bezwingen; die spröde Hexe, die den Trunkenen schelmisch abweist, wieder lockt, dann mit straffen Fesseln bannt— mil kecken Strichen waren sie dahin gezeichnet. Wie„den Schiffer im kleinen Schifflein“ so ergriff uns die„ge⸗ wallige Melodei“.
Die beiden mitwirkenden Herren waren die Helser in diesem künstlerischen Wettstreit. Ihre Verdienste sind den Kunst⸗ freunden von Friedberg zu wobl bekannt, als daß es noch eines Zeugnisses darüder bedürfte. Herr Fritsch als sachkundiger Fachmann, hätte sich noch mehr Dircktion bei dem Trio und der Sonate erlauben dürfen. Das Ganze würde an Enischiedenbeit, an Energie gewonnen haben; es hätte drastischer auf den Zubörer gewirkt.„Ein Mann muß cute Herzen leiten!“ spricht Sarastro. Das Wort, für das Leben gesprochen, gilt auch für die Kunst.
„Das der Deutschen Tranbatlantischen Dampfschiff⸗ fahrts⸗Gesellschaft(Adler ⸗Linse) in Hamburg gehörende Dampfschiff„Schiller“, Capt. Thoma, trat am 5. Febr. seine erste Relse mit Passagieren und voller Ladung von Hamburg diteet, ohne Zwischenhäfen anzulaufen, nach New⸗ Bork an.“
Verloosungen. Nassauische 25 fl. Loose. Bei der fortgesetzten Ziebung fiel auf Nr. 96870 der Hauptacwinn mit 15000 fl. Gerner fielen auf Nr. 85149 3000 fl., auf Nr. 98742 und 7271 400 fl., auf No. 1302 79823 88452 20234 9492 17732 77 je 60 fl. Nr. 72376 56362 62847
79901 90076 3621 60981 35705 52750 72896 54839 38514 85791 92263 42313 63873 18011 17910 68912 je 50 fl.
Augsburger 7 fl. ⸗Loose. Seriemiebung am
2. Februar. Gezogene Serien: 68 422 535 674 779 1050 1070 1227 1281 1330 1418 1505 141 2018 2041. Die Prämienziebung findet am 2. März d. J. slatt.
Bitte an Menschensteunde.
Ein hiesiger fleißiger braver Arbtiter wird schon seit fast drei Monaten durch eine schwere Krankheit an's Bett gefesselt und dessen Frau er- wartet täglich ihre Niederkunft. Die Noth ist eingekehrt und die aus öffentlichen Mitteln ge⸗ botene Unterstützung unzureichend. Es ergeht daher an alle fühlende Herzen die Bitte um ein Scherf⸗ lein für diese noch vielleicht längere Zeit brodlose Familie.
Gaben werden entgegengenommen bei der Redaction des Oberhessischen Anzeigers,
„Tudiums, des Suchens nach dem Rechten, verflossen sind. r Herrn Gebrüder Loeb, eren Ann das Urtbeil der Kunstverständigen den Vortrag von Marktberichte Herrn Jean Huber. * e bee Vethovens Appasstonsts als nech nicht vollendet gelten 3 g g Herrn Stadtrath Pfeffer n 5 ielleicht eher ein Vorwurf des allzu Grünberg, 7. Februar. Die Preise auf unserem a E le been beg ble Acfen wollte, so wäre es v cht eh des allz N 4 1 i Fanen Wagens. Docb auch dies wäre zu rechtfertigen.“ beugen Fruchtmarkte betragen: Wazen(100 Kilo) 16 fl. Herrn Bierbrauer Stein häuser. * a r junge Künstler sirebt nach dem Höchsten; kann er's 51 kt.; Korn(90 Kilo) 13 fl.— ki; Gersie(80 Kilo) e t bezwingen, so ehrt ihn die Freude an dem Besten. 9, fl. 55 kr. Hafer(60 Kilo) 5 fl. 45 ke.; Molter 8 2 e e Maarie Senate war die Künftleri schen buf(0 Kile 42 f.— tr. Grsen(110 Kue) 12 ke. E 0 I 48 I 40 i— bamischerem Gebiet. Hier sprachen die Gestalten schon 14 l. 9* 7 2 14. 100 55* 505 Kilo) f „„n bendiger, anschaulicher. Wenn auch nicht in ber oben] 14 fl. 10 t. Kartoffeln(10 lo 8 0 5 1 .—— dptochenen Weise die Gestaltien in Gegen ätzen beraus⸗ Mainz, 7. Februar. Zu notiten ist: Waizen fest, von Johann Maria Farina. e er.— mien, so erkannte man doch, daß eine Abnung von dem per März 1627/8 fl., per Mal 16¼ fl; Korn rudig, ver Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ W 1 den geistig erregter Personen da war. Deutlicher noch Febr. 12 fl. 35 k., per März 12 fl. 15 kt., per Mai 12 fl. hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich 2 1 n t die musikalische Sprache in Schube te großer Pban- 12 kt.; Hafer sest, der Micz 10 fl. 27 kr. per Mat J 8 fl. ver Dutzend, 4 fl. per halbes Dußzend und 5 3 ie. Det Mittelsatz enthält die Rede des die unbe⸗ 105ù fl.; Rüböl per Mai 19 fl. 15 kr., per Oct. 20 fl. 45 kr. ver Glas gehorsamst. a 8 eb den unte(ideale) Oeimath suchenden„Wanderers“. 12 kr. Johann Maria Farina in Cöln. 2 E neemt 12 Holz⸗Versteigerung. Jc babe eins größere Parthie. „„„ l l Donnerstag den 12. d. M., von Morgens 9 Uhr d b 1 b X& N —— bah 10 2 werden in hieslgem Stadtwalde, Distrikt Sumpf, er e le te ten anze von e 2 eumann, 7„ take f U ti te: 1 1 ——— eee welche durch Auslegen im Schaufenster und durch Vorlegen beim Verkauf mehr oder weniger ram rr.* 23 1„ Prüuͤgelholz, ponirt sind, übernommen und offerire die besseren derselben zur Hälfte, die schlechteren zu einem ee en i 1 3 Nr Drittel des Ladenpreises, so daß ein Tanz auf 6— 12 kr. zu stehen kommt. 1 2* Stück 9 9988 9- 12 Meter Lange Ich kann dieselben jedoch nur auf seste Carl Binde 1 2 2 i und 22—45 Centimeter Durchmesser und C B r 4— 3 Stück Buchen⸗-Stämme von 2— 6 Meter Länge ar in ernage 8 vir 1 und 23—26 Centimeter Durchmesser* 5—* 22 —* bentlich meistbietend versteigert und der Anfang mit dem Holz- Verstei gerung. Holz 7 Versteigerung 22 Tennholz gemacht. 0 435 Montag den 16. und Dienstag den 17. Februar 1874, 9* 1* r Bad ⸗ Nauheim am 7. Februar 1874. jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, sollen in dem Dienstag den 17. Februar 1874, 1 42 Großherzogliche Bürgermelsterel Bad⸗Nauheim. Nieder⸗Weiseler Gemeindewald, Distrikt Buchwald, nach⸗ Vormittags 10 Uhr, nne 1 Schutt. verzeichnete Holzsortimente verstelgert werden: den in d herrlich Stein's Gart 1 E 5 1 werden in dem Frei extlich v. ein'schen Garten zu 1 2— 1 17 25 Derbe! N 6 5 Raummeter ee 1 IN n— 1 e 9.„ 5. zahlung vor olung des un i 1— Donnerstag den 12 und Freitag den 13. l. Mts., 8* eee am Steigtermine bekannt gemacht werdenden Beding⸗ e esmal des Morgens 9 Uhr anfangend, kommen im 53 1 r a0 ungen öffentlich an den Weifbletenden verstelgert: „en bembacher Gemeindewald nachstehende Holzsortimente 6* 81* 8 1 7 I. 33 Stämme, meist Pappelholz, in der Länge von „ Wen 2 Versteigerung: 3 Ait rügelholz, 3 bis 17 Meter und im Durchmesser ven 25 Sl e 36 reter 8„Scheithol 200 Stück Buchen ⸗Relsholz, dis 100 Centigeter; . Ge uchen · Sch„ 3600 Eichen⸗Relsholz eee 6s„„ Prügelßolz, 7 a* ö a II. eine Parthie theils weiches theils hartes Brenn⸗ ane e 92 Stockbol 10400„ Kiefern- Aspen⸗ und Weiden⸗Reisholz, 8 d N 422 g 1 1 1882 Ste Se enen 38„ Eichen Bauholz von 33,55 Fesimeter; holz in Prügeln und Relsern. 2 „ l 5 g 5 2 a 9 Nadelholz von 2,9 Festmeter; * 1„ 19 Meier ee 11 f Buchen und Birkenholz von 4,22 Festmeter; 8 N a* * nnn„„* holz, 8 Elchen⸗Stangenholz von 0,59 Festmeter; I. E U 0 1 . 5725 Stück„ Reisholzwellen, 1 Schichte Eichen⸗Scheitholz. 0 192 1* 7 2— Zum Anfang am ersten Tag kommt das Bauholz zur 412 Der Unterzeichnete erlaubt sich hiermit gefälligst 1* 7
4 Meter Nadel⸗Prugelholz,
2 4„ Nadel Stockholz. 11 62 Eichen⸗ Stämme von 3— 18 Meter Länge und 20-53 Centimeter Durchmesser; 7% n 20 Nadelholz⸗Stämme von 7— 14 Meter Länge und 271* 17—27 Centimeter Durchmesser; c 4160* ö 5 Stück Eichen⸗ und Nadelholz⸗Stangen. te, Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung ist ** 1 Kesmal am Eisenbahnübergang am Pohl⸗Gönser Weg. l 0. 2 merkt wird, daß das Brennholz den ersten und das n amm und Stangenholz den zweiten Tag zur Ver⸗ „ eecrung kommt 6—„ Oambach dey 5. Februar 1874. „ Großherzogliche Bürgermelsterel Gambach. N 4 2* 1 170 n Iq beabsichtige meinen mit ewigem Klee besäten 1 0* 1 Garten zu verkaufen oder zu vermsetben. e ee* 1 enner, geb. Kahnhardt. 3 5 7. 1
Versteigerung.
Die Zusammenkunft ist am ersten Tag bei der Ein⸗ häuser Mühle, den zweiten Tag an dem Steinbruch Al tenkalk.
Nieder-Weisel den 7. Februar 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder- Welsel. N Ani
Ein Dienstmädchen,
in der Küche nicht unerfahren, sucht auf Petritag eorg Hanau.
Ein junger Mann,
370 der gesonnen ist das Schuhmachergeschäft gründlich zu erlernen, findet freundliche Aufnahme bel
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zur Kenntniß zu bringen, daß er in allen Schul- und Realfächern Privat⸗Unterricht ertheillt. Auf Verlangen
können auch Schüler für das Gymnasium und technische
Naͤheres beim Unterzeichneten. februar 1874.
J. Fuchs, Lebrer.
Futterschueid⸗Maschinen,
bester Construction, auf 3 und 4 Schnittlängen, empfiehlt à fl. 48. und fl. 58 per Stück N 432 Ph. Dan. Kümmich.
Eine Parthie Mierenfett, 437 nur Prima Gualität, das Pfund zu 20 kr. bel Abnahme von mindestens 6 Pfund zu 18 kr. verkauft
Fach vorbereitet werden. Nieder⸗Weilsel den 6.
Wilhelm Lauer, Schuhmacher, in Frledrichs dorf bel Homburg v. d. H.
Emmerich Hanstein.


