gezogen; vier castilianische Bataillone sind nach
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130. Fast alle englischen Unterthanen hetten. Bilbao am 24. April verlassen. Nach dem Einzug der Regierungstruppen verbrannten die Freiwilligen eine große Anzahl Gebäude, deren Bewohner als den Carlisten günstig bekannt waren. Die Car- listen haben sich sämmtlich nach Durango zurück. gezogen. Die Regierungstruppen brachen sofort zu idret Verfolgung auf. ö
— Avs Durango(südöstlich von Bilbao) wird vom 4. d. gemeldet: Die carlistischen Streit: kräfte, welche vor Bilbao standen, haben sich ge⸗ theilt. Einige navarresische Bataillone stehen hier bei Don Carlos. Die biscapischen Bataillone unter Valdespina baben sich nach Biscapa zurück
Areta, vier andere nach Quardjuela marschirt. Die Cavpalerie ging nach Orduna, die Artillerie in das Thal von Arcatio.
Spanien. Madrid. Nachrichten aus dem Norden zufolge haben sich viele Carlisten in von Regierungsttuppen besetzten Orten den Behörden gesteüt und Amnestirung erbeten.
— Die amtliche„Gaceta“ meldet: Ein Car- listentrupp unter den beiden Cucala(Vater und Sohn) ist in der Provinz Valencia geschlagen worden. Serrans wurde auf der Reise von Santander bierher auf allen Stationen enthusiastsch begrüßt.
— Serrano ist am 6. d., Mittags 1 Ubr, hier angekommen und mit großem Enthusiasmus empfangen worden.
Barcelona. Anläßlich der Entsetzung Bil- baob's berischt hierselbst große Freude. Das Er' eigniß wurde durch ein Tedeum, eine Illumination und die Auestattung von einer Anzahl armer Mädchen gefeiert.
Santander. Die Republikaner sind in Zornoza(jüdöstlich von Bilbao) eingerückt; die selben marschiren gegen Durango.
Portugal. Lissabon. Aus Brasilien wirt gemeldet, daß anläßlich des durch den Bischof Vital von Olinda gegen die geistlichen Brüderschaften von Pernambuco ausgesprochenen Interdictes sowie Angesichts des Auftretens des Bischofs von Para die liberale Partei lebbaft für die Herstellung einer brasilianischen National. kirche agitirt.
Griechenland. Athen. Da auch Deli⸗ georgis die Neubildung des Cabinets abgelehnt hat, will Bulgaris einstweilen verbleiben. Man spricht von einer Vertagung der Kammer.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Wir vernehmen, daß der neue Selser⸗ Brunnen an der Station Groß-Karben in deu nächsten Tagen etösfnet wird. Die vollständigen Einrichtungen dieses neuen Brunnens verdienen insoweit besondere Be⸗ achtung als daselbst auch doppelkohlensaures Wasser in ganzen und halben Flaschen zur Füllung gelangt und versandt wird, eine Einrichtung, welche in unserer Gegend bisher nicht bestand. Nach der beendeten Analyse des Geh. Hof⸗ raths Dr. Fresenius ist der neue Selser-Brunnen an Kohlensäure wesentlich reicher, als das Niederselterser Wasser.
Darmstadi. Dem Vernehmen nach ist von dem Großb. Ministerium in Anttag gebracht, neben der Staats— fleuet auf Hunde auch eine Gemeindesteuer auf solche ein⸗ zuführen; auch soll, wie anderwärts bereits bestehend, destimmi werden, daß jeder Hund eine blecherne Steuer⸗ marke in Zukunft tragen muß.
Darmstadt. Hauptmann Pirscher vom Großherzogl. 1. Infanlerie⸗Regiment Nr. 115 ist zur Dieposition gestellt, Lieutenant Soldan entlassen worden.
Mainz. Der Social-Demokrat und Reichstags⸗Ab⸗ geordnete Most, welcher vergangene Woche verhafiet wurde, wird unter Bedeckung nach Berlin verbracht werden. Um nicht auf die gewöhnliche, wenig behagliche Weise trans⸗ perlirt zu werden, will Most für sich und seine Begleitung die Reisekosten selbst tragen. Ueber den Grund der Ver—
miigetheilt worden, daß er sich während seines Aufenthaltes
anwaltschaft von Berlin aus erfolgte, ist dem Inhaftirten
in Berlin gegen den§. 180 des Strafgesetzbuches ver⸗ gangen habe.
Allerlei.
Frankfurt. Der Frankfurter Zweigverein der Kaiser Wilhelm Stiftung für deuische Invaliden ließ in dem ab⸗ gelaufenen Geschäftsjahre 16 Wiuwen, 22 Invaliden und 7 Familien⸗Angehörtgen Gefallener regelmäßige Unter⸗— stützungen, 2 Winwen und 12 Invaliden einmalige Unter- stützung zu Theil werden. Die Ausgaben betrugen 4998 fl., die Einnahmen 5478 fl. Das Vermögen bestehl in 41,534 fl.; der Vermögenszustand hat sich demnach gegen das Vorjabr um 1851 fl. gemindert.
Frankfurt. Am 13. d. M. wird, wie bereits mit⸗ getheilt, Vormiitags von 10—1 Uhr im Bankeisaale des Saalbaues die zweite Generalversammlung des Vereins der Lehrer an den höheren Schulen der Provinz Hessen⸗ Nassau und des Fürstenthums Waldeck abgehalten werden. Frankfurt bietet alles auf, den voraussichtlich zahlteich kommenden Gästen eine freundliche, ehrenvolle Aufnahme zu bereiten.
Frankfurt. Wieder sind neun junge Frankfurter unter die Anklage gestellt, sich durch Auswanderung dem Dienste im stehenden Heete und in der Flotte entzogen zu haben.
Frankfurt. Fräulein Betina v. Roihschild, die älteste Tochler des Baron Alphons in Paris, hat dieser Tage ihr Palent als Lehrerin ausgehändigt bekommen, nachd m die fünfzebnjäbrige junge Dame einige Tage zuvor im Hotel de Ville ihr Lehrerin-Examen mit Glanz be— standen hatte. Die junge Dame ist, das beweist schon die Jugend, mit der sie ihr Examen machen konnte, überaus lerneifrig und fleißig gewesen.
Frankfurt. Die Vertbeilung der Wasservögel auf die einzelnen Wasser-Partien im zoologischen Garten hat gestern staugefunden, wodurch das lanoschaftliche Bild wesentlich erhöbt wurde. Eine große Thiersendung aus Afrika wird nächster Tage erwartet. Ebenso trifft der große Bär aus dem Lppo'schen Garten in Straßburg ein, dessen Lieblings-Getränk bayerisches Bier ist, indem er sich sebr dankdar zeigt, wenn es iom in vollem Maße gereicht, vezw. in den Rachen eingegossen wird.
Speyer. Am 4. d. schwebte unser Dom in großer Gefahr. Beim Kerzenanzünden am Sonntag Abend war
ein noch glimmendes Sneichbölzchen in ein mit Sägmehl gefülltes Spuckkäsichen auf dem Orgelchor gefallen, haue gezündet, das Feuer batte die Nacht bindulch sortgeglüht, wurde jedoch am Morgen durch das Geknatler des brennen— den Holzes noch rechtzeitig entdeckt.
Dortmund. Am 30. d. M. wird zu Bochum das parlamentarische Jubiläum des früheren Rumpsparlaments⸗ Präsidenten und setzigen Abgeordneten Löwe gefeiert werden. Dr. Löwe ist bekanntlich Abgeordneter für den Reichstag (Wablbezu Bochum Witten) und einer der drei Abge⸗ oroneten für das Abgeorönetenhaus(Wahlbezuk Dortmund— Bochum⸗Witien). Von bier aus wird die Betteiligung eine so bedeutende sein, daß man bereits einen Extrazug in Aussicht genommen har. Für das Ehrengeschenk find dem Comite ausehnliche Mittel zugeflossen.
Karlsruhe. Die Witterungs nachrichten aus dem Lande lauten immer noch(trostlos. Weniger gelinen hat das Unterland, mehr der Schwarzwald und das Oberland, hier speciell das Rebgebirge bei Offenburg, der Kaiserstuhl und das Margräflerland. In diesen Gegenden, so darf man wohl sagen, ist der Trauben herbst beinahe vernichtet, ebenso das Obst. Die Bestürzung it allgemein. Das Unterland ist, wie gesagt, mit einem blauen Auge davon gekommen. Aber auf den Höhen des Schwarzwaldes, wo 3-80 Kälte herrichten(Donaueschingen) liegt noch liefer Schnee. Die Fröste, die nach auffallend warmem Weiter auf die reiche Baumblüthe gefallen find, haben überhaupt! in Deulschland bie und da die Hoffnungen auf eine gute Oosterndie getrübt. Die kaurigsten Gesichter sieht man in Ungarn, das ein weiches Getreide- und Weinland ist und vielen Ländern aushelfen muß. Die Saaten waren kräftig entwickelt, die Bäume standen in vollster Blüthe, die Weinreben trieben kräftig, da schlug plötzlich das Wetter um und brachte Schnee, Hagel und Frost.
Berlin. Am 6. d. fand im Abgeordnetenhause eine Vorbesprechung Derjenigen statt, welche sich zur Bildung eines Berliner Local-Comiies für die Errichtung des National⸗Deukmals auf dem Niederwalde gegenüber Bingen bereit eiklärt haben. Die Einladungen sind von dem Ober⸗Präsidenten Grafen zu Eulenburg, dem Oberbürger— meister Hobrecht und dem Siadwerordnelen Vorsteher Kochhann unterzeichnet. Erst nachdem das Comite ge⸗ bildet und der Aufruf genehmigt ist, werden sich Die⸗ jenigen, welche die Idee angeregt haben, an das größere
baftung, die auf telegrapyische Requisi-ion der Staats-
New-⸗York. Zeitungen vom 23. April, welche mit dem Hamdurger Dampfer„Hammonia“ in Plymou tt eingetroffen sind, geben ausführliche Berichte über die
Verwüstungen, welche das Austreten des Mississippi und
seiner Nebenflüsse auf ihrem Lause angerichtet haben. Die Berichte behaupten allen Ernstes, daß eine ähnliche Ueber⸗ schwemmung im Verlaufe dieses Jahrhunderts noch nicht erlebt worden sei; der angerichtete Schaden übersteige den Schaden, welche die beiden großen Feuersbrünste in Chicago und Boston angerichtet batten, um das Zehnfache. Hunderte von Quadraimeilen des fruchibarsten und best bebauten
Landes in Amerika find durch die Fluthen hinweggerissen
worden. New Orleans, Nasbville und viele kleinere Städte stehen unter Wasser. Hunderte von Stücken Vieh sind ertrunken, Häuser und Farmen weggerissen worden und der Schaden ein ungeheurer. In Boston und anderen Slädten werden Sammlungen zur Nothleidenden veranstaltet.
Verloosungen.
Braunschweigische 20-Thaler⸗Loose. Brann⸗
schweig, 1 Mai. Bei der heulgen Serienziehung sind folgende 68 Serien gezogen worden: 25 52 280 445 564 691 805 1034 1151 1253 1432 1648 1776 1826 1931 2225 2267 2835 2979 3080 3252 3461 3542 3738 3802 3982 4228 4459 4468 4607 4754 4783 4797 4812 4843 5039 5359 5399 5564 5609 9759 5786 6021. 6038 6208 6423 6585 6744 6970 7004 7217 8128 8253 8270 8451 8453 8503 8668 8901 5905 9094 9193 9263 9575 9935 9974 9990 9992.
Bayerische Prämien-Anleibe von 1866. München, 1. Mal. Bei der heuligen Prämien-Ziehung enifielen die nachstebenden Gewinnste auf die beigesetzten Obligationsnummern; 70,000 fl. auf Nr. 72078, 21,000 fl. auf Nr. 150,132, 10 500 fl. auf Nr. 109,344, 2800 fl. auf Nr. 95 229, je 1400 fl. auf die Nummern 1956, 65.856, 109,305, 133.495, je 350 fl. auf die Nummern 1971, 1987, 14,463, 14.492, 26,761, 2,798, 30,421, 46,453, 46,458. 46,476, 51 709, 52.334, 65,852, 69,067, 69.078, 74 677, 74.839, 81,387, 96,367, 96,396, 10 4,170, 106 306, 107.297, 110,067, 116,789, 123 360, 123.372, 129.758, 131,268, 138 906, 154,015, 154,028, 154,036, 154,038.— Alle übrigen, von der Serienziehung am 2. März 1874 betroffenen Prämien ⸗ Obligationen werden mit 175 fl. eingelöst. Die Auszahlung der verloosten Beträge ersoigt vom 1. Juni an.
Bukarester 20⸗-Frs.⸗Loose. Gotha, 1. Mai. Bei der beute statigehabten Ziehung fiel der Hauptteeffer von 100 000 Frs. auf Ni. 17 der Serie 1607; 25,000 Frs. fielen auf Nr. 9 der Serie 4476; 5000 Frs. 28 der Serie 2207. Ferner wurden folgende Serien gezogen: 500 1607 1681 2207 2369 3619 3912 4476 4509 4568 4582 5085 5210 7159.
Oldenburgische Eisenbahn-Prämien⸗An⸗ leihe. Ziehung am 1. Mai. Hauptpreise: Nr. 7706 8 35,000 Tolr., Nr. 91954 1000 Thlr., Nr. 16479 100789 106189 à 300 Thlr., Nr. 55992 69985 73534 89210 3 150 Tolr.
Handel und Verkehr. Frankfurt, 6. Mai. Der heutige Heu⸗ und Strobmarkt war gut befahren. 45 kr. bis 2 fl. 30 kr. Stroh per Ceniner 1 fl. 386 kr. bis 1 fl. 54 kr., Butter 1. Qualität 46 kr., 2. Qualität 44 kr., Eiec das Hundert 3 fl.— kr. Frankfurt. 6. Mai. Fruchibericht. Mehl Nr. 1
27 fl., Nr. 2 25 ½ fl., Nr. 3 22½ fl., Nr. 4 18½ bis
19 fl., Nr. 5 16/17 fl., Roggenmebl ¾(Berliner Marke) 19 fl., do II.(Berliner Marke) 13½ fl. Waizen
effecrv hies. 17½ fl., Korn 12—13¾ fl., Gerste 13½ bis 14 fl., Hafer 11½—11¼ fl., Kohlsamen 16½ fl.,
Erbsen 12— 14 fl., Wicken 10 fl., Linsen 12— 17 fl, Rüböl 38 fl. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo. Mainz, 7. Mai. Productenmarkt. Waizen per Mai 16 fl. 30 kr., per Juli 16 fl.— kr., per Nov. 14 fl. 24 tr. Korn per Mai 11 fl. 30 kr., per Juli 11 6 kr., per Nov. 10 fl. 18 kr. Hafer per Mai 11 1 18 kr., per Juli 11 fl. 20 kr. Rüböl per Mai 17 fl. 33 kr., per Oc. 19 fl.— kr.
Geld Cours. Frankfurt am 7. Mai 1874.
Preußische Friedrichsd or
937—39
Pistolen
Holländische fl. 10-Stücke 9 45—47 üer 5 30-32 Ducaten al mare 5 32—34
20-Frankenstücke.
Publikum wenden.
2
Englische Sovereigns 115153 Russische Imperiales 9 40—42 Dollars in Gold... 2 25 26
Holz-Versteigerung.
1488 Montag den 11. Mai d. J. wird im Gemeindewald Ober⸗Rosbach, Distrikt Saukopf, folgendes Holz öffent⸗ lich versteigert:
1) 3425 Wellen Eichen Birken⸗Reiserholz,
2 1025„ Nadel⸗Reiserholz.
Ober⸗Rosbach am 7. Mai 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Rosbach. Blecher.
Ein Wagnergeselle 1469 wird auf dauernde Beschäftigung gesucht von Burggräfenrode⸗ Jacob Becker.
1428 Ein lüchtiger Dekonomie- Verwalter,
sowohl praktisch als theoretisch, sucht auf ein größeres Gut für Mitte oder Ende Juni weitere Stellung. Näheres bei der Exped. d. Anz.
1492 Alle Sorten Schaften in großer Auswahl zu billigen Preisen sind stets vorräthig bei M. Stern, N Lederhandlung, Usagasse.
Zimmerleute
1481 für Hobel- und Bundarbeiten finden dauernde 1
und lohnende Beschäftigung bei
a. Grumbach& Hoffmann, Für Schuhmacher. er Röderweg am ehem. Schießplatz,
Frankfurt a. M.
Eine Bude 1477 in der Park-Allee zu Bad- Nauheim ist zu ver; miethen oder zu verkaufen. Fritz in Vad⸗ Nauheim.
—
Unterssützung der
Heu kostete per Ctr. 1 l.
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Näheres in der Conditorel
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