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f utzen kräftigen Worten eine Ansprache, worin er auf „e Bedeutung des Tages hinwies.
Hiefauf begab sich ir Festzug, welcher immer größer wurde ins Gotteshaus. der oden erwähnte Geistliche hielt über die Worte: Samuelis 12, 24. 25. eine sehr schwunghafte zu Herzen dende Festrede, welche von allen Auwesenden höchst be— siedigt aufgenommen wurde. Nach dem Schlusse des Lottesdienstes wurden an die Schüler Kugelhopfen ver⸗ heilt. Abends vereinigte eine Gesellschaft fürs Vaterland geisterter Männer sich in der Gartenwirthschaft des teren Ph. Schneider bei einem dellenten Schoppen Dortel— tiler Aepfelwein. Der gesellige Abend wird jedem der nwesenden noch lange in Ekinnerung sein. Hoffen wir, Uß in Zukunft die Nachbargemeinden diesen denkwürdigen
September von 1870 ebenso feierlich begehen mögen.
Offenbach. Die vierte Herbstausstellung des Ver—
ens für„Feld⸗ und Gartenbau“ dahier wird am Sonntag
im 20. d., Vormittags 11 Uhr, eröffnet und am Dienstag m 22. d., Abends 9 Uhr, geschlossen. Die Ausstellung
indet in den Räumen der deusschkatholischen Kirche statt.
Je für die Ausstellung bestimmlen Gegenstände beliebe tan bis zum Samstag den 19. d. Abends, abgeichnittene
Lumen und Boungquets spätestens bis Sonntag Morgen
4 9 Übr einzuschicken. Gegenstände von untergeordnetem
erthe werden zur Ausstellung nicht zugelassen. Gegen—
nde, die von den Ausstellern nicht bis zum 23. d.
dends abgeholt sind, werden zu Gunsten des Vereins
t Verloosung gebracht.
Offenbach. In dem benachtbarten Bieber wurde Frau beim Füttern eines Faselochsen von diesem adezu mit den Hörnern durchbohrt, so daß dieselbe todt
es dem Ssalle getragen wurde.
Darmstladt. Im Jahr 1868 wurden nach
ilitär⸗Rechenschaftsablage bei der hiesigen Militärver—
iltung für Brodbedarf und Fourage-Rationen im Ganzen
727,303 fl. verausgabt, 220,043 fl. mehr als anfänglich
ranschlagt war.
Darmstadt. Der vor etwas länger als Jahresfrist
n Raunheim flüchtig gewordene Pfarr- Vicar Basset, lcher bekanntlich den Kirchenkasten in Nieder-Modau um
Tusende von Gulden bestohlen hatte, soll zur Zeit ein er beliebter Prediger in Philadelphia in Amerika sein. n den Antecedentien des Belteffenden scheint man dort krhl keine Ahnung zu haben.
Darmstadt. In dem benachbarten Roßdorf ist aus laß des Sedantags ein Unglücksfall zu beklagen, indem wem jungen Mann, Namens Ewald, der sein Terzerol i zur Mündung vollgepropft hatte, das Schießeisen zer—
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der
Allerlei.
Frankfuri, 4. Sept. Gestern Abend fand auf der
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zr ßen Bockendeimer⸗Gasse vor einem Hause, in welchem e böchst lärmend zuging, ein Menschen-Auflauf statt. Drfelbe würde durch drei Personen verursacht: von einer
zazu, einem Soldaten mit blankem Säbel und dem Ebe⸗
munn der Ersteren. Letzterer hatte schon längst eine Iimeigung seiner Frau zu dem Soldaten bemerkt und A rraschte gestern Abend beide in einem Augenblick, wo ü am allerwenigsten darauf vorbereitet waren. Die Frau it dem Soldaten ermunternd zu:„Wilhelm schlag den
Kerl todt!“, worauf dieser blank zos und zum Schlag ausholte, der aber mit einem kräftigen Prügel parirt wurde. Nun gab es ein Durcheinander, bis ein Schutz— mann des Wegs kam und die Idenlität des Kriegers, dem das Betreten des betreffenden Hauses schon längst durch seinen Compagnie-Chef untersagt worden, seststellle. Die Frau wurde auf das Revier in der Hochstraße abgeführt, Köln, 3. Sept. Die Sedanfeier hat hier unter zahl⸗ reicher Betheiligung aller Classen der Einwohner den glänzendsten Verlauf genommen. Die Straßen waren mit Fahnen und Kränzen geschmäckt. Die Feier wurde durch einen Festakt auf dem Gürzenich eingeleitet, wo vom Kölner Männergesangverein patriotische Lieder vorgetragen und darauf vom Director Oskar Jäger die Festrede ge— halten wurde. Daran schloß sich eine Festfahrt auf dem Rbein, an dessen Ufern eine zahlreiche Zuschauermenge ver— sammelt war. Die Vorüberfahrenden wurden von der— selben inn den lebhaftesten Acclamationen begrüßt. Laupheim(Oberschwaben), 2. Sept. Der„Frankf. Pr.“ schreibt man von hier: Wenn wir zum Berichte über die hiesige Sedanfeier Raum in diesen Spalten bean— spruchen, so könnte das erscheinen, als wollten wir„Eulen nach Athen tragen“; und doch ist die Thatsache werth in
Markt in die betreffenden Häuser sich ihr Geld zu holen und es heißt dann, der Marktpreis ist der und der; man wundert sich über den hohen Preis und die Käufer sind lediglich selbst daran schuld. Also selbst auf den Markt gehen und dor! kaufen!
Grünberg, 5. September. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 11 fl.
56 kr.; Korn(90 Kilo) 9 fl. 22 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 19 kr.; Hafer(60 Kilo) 5 fl. 41 kt.; Molter
(90 Kilo) 9 fl.— k.; Erbsen(110 Kilo) 10 fl.— kt.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Klo) 13 fl. 20 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 5. September. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut und auch in Qualität besser als das vorige Mal besahren. Heu kostete per Cir. 2 fl.— kr. bis 2 fl. 40 kr., Stroh per Centner 1 fl. 24 kr. bis 1 fl. 36 kr. Butter 1. Qual. 44—45 kr., 2. Qual. 40 bio 42 kr. Eier das Hundert 3 fl.— kr. Karloffeln per 200 Zollpfo. 2 fl. 30-36 kr. Mainz, 5. Sepibr. Productenmarkt. Waizen pet Nov. 11 fl. 50 kr., per März 11 fl. 54 kt., pet Mui 11 fl. 54 kr. Korn per Nov. 9 fl. 20 kr, per März 9 fl. 25 kr.,
der Tagesgeschichte registrikrt zu werden. Wir wohnen in einem specifisch katholischen Bezirke, er zählt 25,000 Ein— wohner, davon 21,200 Katholische, 3/00 Evangelische und 800 Juden. Die„Lauph. Zeitung“ warnte in Sigl'scher Manier vor der Abhaltung einer Sedanfeier in hiesiger Stadt. Als Antwor! darauf beschlossen die hiesigen bürger⸗ lichen Collegien einstimmig die Sedanfeier kirchlich und bürgerlich zu begehen. Das Programm wickelte sich unter zahlreichster Betheiligung ab. Die deutsche Flagge wehte vom Thurme der katholischen Stadtpfarrkirche; an dem Festzuge zum Hochamte in derselben nahmen alle drei Confessionen Antheil. Gegen 600 Schüler verschiedenen Vekenninisses zogen in den Hof des städtischen Schulbauses,
Sept. 16 fl. 20 kr.
per Mai 9 fl. 25 kr. Hafer per Nov. 9 7¾ fl., per Närz 10 fl. 20 kr., per Mai— fl.— kr. Nüböl per Ocl. 17 fl. 20 kr., per Mai 18 fl. 25 kr. Raps per
Marburg, 5. Sept. Der heutige Wochenmarkt war mittelmäßig besucht. Butter kosteie das Pfund 11—12 Sgr., Eier 8—9 Stück 4 Sar. Tauben das Paar 4½—5 Sat.,
junge Hahne per Stück 6—6½ Sgr., Hühner per Stück
8-10 Sgr., Hasen per Stück 23—25 Sgr.
Verloosung. (Augsburger 7 fl.⸗Loosc.) Augsburg, 1. Sept.
[Geige Seren 28 3 737 35 1302 17 ma Hepp 910 Stadischultheiß Hepperle be⸗ 2 1948 1993.. 7. 2 geisterte Ansprachen hielten. 47 5 2 r 9 2 350 Serie 130 Calais. Von hier unternahm am 30. August der EN 8 10 8—5 5 5 8 3 Lufischiffer Durnof mit seiner Frau eine Ballonkeise bei Nr. 80, Serie 1730 Nr. 49 Serie 737 Nr 7. 1035 starkem Südwestwind, um nach England zu fahren. Wie Jr, 19. Ser 651 Nr 21 e 284 Nr. 93 Sec 651 zu befürchten stand, ist derselbe weder auf der englischen Nr. 92 à 100 5 1. Küße, noch auf der dänischen oder der norwegischen ange-!. kommen, so daß sein Untergang gewiß erscheint. Leider
ist der Verunglückte nur falschem Schamgefühl zum Opfer Geld⸗Cours. gefallen. Derselbe batte schon den Ermahnungen der Frankfurt am 5. September 1874. Behörden und vieler Zuschauer, die Auffahrt zu unterlassen,—————
nachgegeben, und hatte den bereits gefüllten Ballon entleert. Pistolen.„ fl. 9 40—42 Fang und ihm drei Finger der rechten Hand wegriß. In seinem Hotel angelangt, wurde derselbe jedoch von Holländische fl. 10- Stücke„ 9 48—50 E der Brand auszubrechen drobte, mußte dem Unglück unvernünftigen Menschen so lange mit Spottreden ver- Ducaten.. 5 ben der Vorderarm amputirt werden. folgt, biß er heimlich den Ballon wieder füllen ließ, und Ducaten al mared„„ Haarhausen, 3. Seplember. Heute Nachmittag mit seiner Frau, die ihn freiwillig begleitete, die Auffahrt 20-⸗Frankenstücke 4 5 g„ 9 30—31 ischen 2 und 3 Uhr sind dahier zwei Scheunen mit unternahm. Englische Sovereigns a„ 11 56—58 en ganzen Inhalt abgebrannt. Russische Imperiales. a* 9 50—52 Handel und Verkehr. Dollars in Gold.„ 2%
Friedberg. Warum müssen wir hier die Butter so theuer bezablen, oft theurer als in Frankfurt? Diese Frage hört man oft. Die Antwort ist die, daß unsere Hausfrauen selbst hieran die Schuld tragen. Würden Lieselben selbst auf den Markt gehen, so würde sich der Preis nach Angebot und Bedarf jedesmal reguliren. So aber gehen die„Butterweiber“ in die Häuser und ver— kaufen ibre Ware vorher. Wenn dann auf dem Markie Nachfrage nach Butter ist, so ist nur wenig Waare da und die Folge, daß dieselbe, weil dann mehr begehrt, in die Höhe geht. Die Verkäuferinnen gehen dann nach dem
Aechl Hölnisches Wasser
von Johann Maria Farina.
Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.
Johann Maria Farina in Cöln.
Lieferung von Lagerstroh.
302 Der unterm 31. August e. hier abgehaltenen Srohversteigerung ist die Genehmigung nicht ertheilt hüirden und werden deßhalb 3 Mittwoch den 9. d. Mts., a Aurmittags 10 Uhr, eirea 35 Fuder Roggenstroh wieder— ot dahier zur Lieferung versteigert. Bemerkt wird, ß auch mit der Maschine gedroschenes Stroh zur An— me zugelassen wird.
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Beyring& Böing“ 1 bestandene Handelsgesellschaft ist durch gegenseitige Uebereinkunft aufgelöst und der deßfallsige Eintrag
ist
Grundbuch gelöscht und den neuen Erwerbern Urkunde
D e. st ie ige e ing 2627 Donnerstag den 24. September d. Ii 2632 sollen im Landgerichtsloeal ungefähr 7 bis 8 Centner zur Vernichtung bestimmte Akten zum Einstampfen meist— bietend versteigert werden. Vilbel am 4. September 1874.
Faselochs
Versteigerung Donnerstag den 10. d. M., Mittags 1 Uhr soll ein der Gemeinde gehöriger Faselochs, zum Schlachten geeignet, auf dem Gemeindehaus gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden. 5 Wölfersheim den 5. September 1874. e Landgericht Vilbel. Großherzogliche Bürgermeisterei Woͤlfersheim— ie
Heyer. % ö
. f Obst⸗ Versteigerung len den 2. September 1874. 1 5 5 0 n 1 D 0 g.
1 ene gandeszuchthaus⸗Bnrcktion. 5 9 77 70 sense ee Donnerstag den 10. l. Mts., Mittags 1 uhr, 1 d. D.: 9 5 en Var 192 8 3 hel 8 elt werden die gemeinheitlichen Aepfel, eirea 20 Malter, und 2 rel. Ar. 481, welches 8 l 928 en 9 55 ost, 10 bis 12 Matter Zwetschen in Abtbeilungen an Ort 1 1 It. Kaufbriefs vom 19. Mai 1853 von Ludwig Müller und Stelle öffentlich meistbietend versteigert.
170 VDeklanntim a ch un g. daselbst erkauft und an Georg Weisensee, welcher 170 Nieder Rosbach am 5. September 1874.
1 a g e Kaufschilling bezahlt hat, weiter verkauft haben, sodann Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Rosbach.
Die seither unter der Firma:„Jaber durch Zwangsverkauf an Löb Strauß 1. zu Fried⸗ 9.
ü„Fabrik feuerfester Steine„Wetterau berg übergegangen und von diesem jetzt veräußert worden f. ö
„sind binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, gegenfalls der noch bestehende, beschränkte Eintrag im
Wohnungsveränderung.
2634
. 5 en Ern n Meine Wohnung befindet sich von heute an im im Handelsregister unter Nr. 54 gelöscht worden, Behufs Eintrags ins Mutationsverzeichniß ertheilt werden früheren Wohnhause des Herrn Z. Grödel naͤchst dem
15 Georg August e zu 717 1 55 lange wird 2 ber 1874 Bahnhof, was ich dem geehrten Publikum hiermit
seit dem 24. August l. J. daselbst für seine a ge Vilbel am 5. September 5 N anzeige.
4 n eine Fabrik feuerfester Steine unter der Großherzogliches Landgericht Vilbel. M. Rothschild,
ma: 1 fest Steine„Wetterau“ Jäger. Mehl- und Fruchthandlung.
„Fabrik feuerfester S 1 7 50.. 5
eng n enden une Eil tüchtiger Branntweinbrenner Bl auen Vitri 1
Ferüber heute der Eintrag im He 8* 2629 kann sofort gegen hohen Lohn dauernde Beschäf; N E 0 9
N 75 erfolgt ist
2 Sep 874. d⸗Nauheim den 1. September 1 5 * Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Ulrich, Schnittspahn,
Lanbrichter. Landgerichts Assessor.
1 2⁴. englische Race, 1½
tigung finden. Näheres bei Gottfr. Mondigler.
2601 Fehrmann's Patent-Pferdeschoner, elastischer Patent-Zug-Apparat für Lastfuhrwerke, bewirkt erleich— terte Zugthätigkeit der Lastpferde um elrea 20%, Schon— ung der Lastpferde und Geschirre um eirea 33%. Zu
2626 Prima-Qualität, empfiehlt hilligst Wilh. Bernbeck.
ündin, Jahr salt, ist preis—
Bei wem? sagt die Expedition 2618
eue Hühuerh Au dig zu verkaufen. . Anzeigers.
11 die Handlung von
72 N Kartoffein beziehen zum Fabrikpreise von 20 Reichsmark per. Paar g N* 2649 kauft Friedberg.
A. Buch in Hungen. A. Stahl Wittwe.


