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leidige Kriegsschiff„Orénoque“ von Civita Vecchia zu entfernen. n f 5.
— Der„Moniteur“ theilt mit, daß an die Militär- Behörden der an die spanische Grenze stoßenden Districte der Befehl ergangen sei, eine verdoppelte Wachsamkeit eintreten zu lassen.
— Auf eine frübere Angabe zurückkommend, schreibt das„Sidcle“:„Der junge Bonaparte, welchen man mit dem Namen„fruit see de Wool- wich“ bezeichnet, verdient meör denn je diese Bezeichnung. Man hat das Ergebniß der Prüfung der Schule bekannt gemacht. Von 38 Candi— daten, welche Prüfungen bestanden, erhielten 5 Preise oder wurden Artillerie- oder Genie-Unter⸗ lieutenants. Man wagte nicht, den 38. zu er- nennen; es war der exkaiserliche Prinz. Den Preis für die sranzösische Sprache erhielt ein eng lischer Cadet Namens Leverson.“— Die Depeschen, welche der mit der Untersuchung betreffs der Flucht Rocheforts und Genossen betraute Admiral Ribour nach Paris gesandt hat, sollen für den Gouverneur von Neu-Caledonien sehr ungünstig lauten.
— 5. Aug. Die Nationalversammlung ge- nebmigte obne Discussion die mit der Bank ab- geschlossine Convention, und verwarf mit 339 gegen 303 Stimmen den Antrag, ein Zuschlags-Zehntel zu den drei directen Steuern zu erheben. Schließ · lich wurde das Budget von 1875 mit allen gegen eine Stimme angenommen. Der Präsident erklärte darauf die Sitzung bis 30. November vertagt.
— Der Kriegsminister hat an die Befehls- haber der Armeecorps ein Rundschreiben gerichtet, das den militärischen Verwaltungsräthen verbietet, direct mit ehemaligen Militärs, die preußische Unterthanen geworden sind, zu correspondiren.
— Die Polizei-Agenten haben Befehl er— halten, die Vertheilung einer legitimistischen Bro— schüre, welche unter dem Titel:„Heinrich V., König von Frankreich“ soeben im Druck erschienen ist, zu verhindern.
Dänemark. Kopenhagen. Der König traf am 25. Juli in Thorshavn auf den Faroer⸗ Inseln eis und ward daselbst enthusiastisch empfangen; am 27. erfolgte die Weiterreise nach Island.
Großbritannien. London. Auf eine Interpellation Powyer's erwiedert der Unterstaats⸗ secretär des Auswärtigen, Bourke: die Regierung habe keinen Grund, anzunehmen, daß eine bewaff— nete Intervention Seitens einer europäischen Macht in Spanien stattfinden werde; er bezweifle, daß eine solche Intervention eine andere Macht zur Einmischung veranlassen werde.
— Der„Imparciel“ constatirt, daß die französischen Grenzbebörden nach wie vor Nichts thun, um die carlistischen Zufuhren über die Pyrenäen zu stören. Die Madrider Blätter führen ferner Beschwerde über den Maire von Behobie, einer französischen Grenzstadt. Derselbe ließ bewaffnete carlistische Soldaten ungehindert in den Straßen umherziehen und Hochrufe auf Car- los VII. ausbringen.
Spanien. Madrid. Man versichert, daß die einflußreichsten Minister bezüglich der Einbe— rufung der Cortes sich dabin ausgesprochen hätten, daß dieselben erst nach der vollständigen Unter— drückung des Cgrlisten-Aufstandes erfolgen sollte.
Italien. Rom. 27 Führer der republi⸗ kanischen Partei und der„Internationalen“, welche bei Rimini zu politischen Zwecken zusammenge⸗ kommen waren, sind verhaftet worden.
Rußland. Petersburg. Der„Ruff. Inval.“ meldet: Der seitherige Generalgouverneur von Wilna, Potapow, ist zum Chef der Gen⸗ darmerie, Albedinsko zum Generalgouverneur von Wilna ernannt. Der seitherige Chef der Gen— darmerie, Lewaschow, ist auf Ansuchen seines Postens enthoben.
— Wie der„Mosk. Zig.“ vom Amur be— richtet wird, sind zwischen Rußland und China ernste Streitigkeiten entstanden, deren Ausgleichung der Diplomatie nicht gelingen will. Die chinesische Regierung weigert sich, den von Rußland vorge— schlagenen Handelsvertrag zu unterzeichnen, und hat den Befehl erlassen, dem russischen Handel in Cbina alle möglichen Hindernisse in den Weg zu legen.
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— Ein Gerücht besagt, Rußland habe mit Kaschgar ein geheimes Bündniß geschlossen, zum Schutze Kaschgars gegen China und zur Sicherung neuer Handelsstraßen für Rußland; doch sei Land⸗ Erwerb dabei nicht beabsichtigt.
— Vor Kurzem hat man hier viel davon ge⸗ sprochen, daß sich Kaiser Alexander bei Gelegen- heit seiner jüngsten Reise mit seinem Sohne, dem Großfürsten Alexis, ausgesöhnt habe, der seiner Zeit zur Strafe für eine gegen Willen und Wissen des Kaisers eingegangene Ehe mit einem simplen Hof- Fräulein verurtheilt war, jahrelang auf der Fregatte„Swietlana“ Kreuz- und Quer- Fahrten durch fremde Meere zu machen. Das Gerücht scheint sich nicht zu bestätigen, denn der genannte Großfürst stieg eben dieser Tage wieder an Bord der in Kronstadt bereitstebenden Fregatte, die für neue Fahrten bestimmt worden ist. Der Zar sei, heißt es, überhaupt von seiner Ausland- Reise etwas ernst gestimmt zurückgekehrt; man will an ihm Trübsinn bemerkt haben.
— Der„Reichs Anzeiger“ publicirt die Er— nennung Schuwaloff's zum Botschafter am Lon— doner Hose, sowie die Abberufung Brunow's von dort. An Beide hat der Kaiser ein huldvolles Handschreiben gerichtet.
Aus Stadt und Land.
Gießen. In der Nacht vom 4. auf den 5. d. M. sand in der Neustadt eine Schlägerei zwischen Studirenden statt, wobei die Köpfe bedeutend herhielten; es beiheiligte sich dabei ohne Veranlassung auch ein Soldat.— Ueber die Entsteyung des Streites kann man eiwas Bestimmtes nicht erfahren. Wäre nicht die Polizei eingeschritten, dann hätte die Schlägerei sicherlich einen viel schlimmeren Aus— gang genommen.
Groß⸗Buseck. Bei den heftigen Gewiltern, die in voriger Woche hier waren, schlug der Blitz auch in einen Kornhausen auf dem Feld; derselbe ging sofort in Flammen auf. Vorher war aber eine Frau, um Schutz gegen den strömenden Regen zu finden, unter den Kornhaufen geeilt. Leute die es gesehen, eilten hin, rissen die brennenden Garben auseinander und siehe: die Frau war wohl betäubt, ist aber beute wieder ganz gesund.
Offenbach. Wegen Beleidigung des Schriftführers der hiesigen Alikatholiken wurde dieser Tage der Redacteur des„Starkenburger Boten“ zu 25 Thlr. event. 12 Tagen Gefängniß verurtheilt.
Darmstadt, 6. August. Gestern Abend wurde einem Bahnhofarbeiter der Hess. Ludwigsbahn beim Abladen von Floßholz durch Herabstürzen desselben die Brust einge— drückt; derselbe sand so einen schnellen Tod. Der Ver⸗ unglückte hinterläßt eine Winwe und mehrere kleine Kinder.
Bessungen, 3. August. Heute Nacht trieb in einer hiesigen Wirihschaft die Eisersucht wunderbarliche Blüthen. Ein Gefteiter vom Train und ein Artillerist konnten beim Tanz über den Besitz eines Mädchens nicht einig werden und es kam nach hestigen Zänkereien dahin, daß der Artillerist seinem Nebenbuhler ein Ohr abbiß.
Mainz, 4. Aug. Ein Rangirer, L. Schell von Bubenheim, wurde heute Morgen im Bahnhof an beiden Beinen schwer verletzt. Wie man hört, ist dem Unglück— lichen, der etst 25 Jahre alt ist, bereits der eine Fuß amputirt worden.
Allerlei.
Kassel, 3. August. Ein Infanterie-Officier, der gestern Abend mit dem letzten Thüringer Schnellzuge von hier abfuhr, begab sich dei Ankunft des Zuges in Gunters— hausen nach dem Wartesalon zweiter Klasse, zog dort den Degen und stach sich mit demselben in die Brust. Die anderen im Zimmer anwesenden Personen sprangen rasch hinzu und hinderten den Unglücklichen, der an Tiessinn leiden soll, sich noch weitere Verletzungen zuzufügen. Heute Mittag mit dem Personenzuge wurde der Verwundete in Begleitung eines Militärarztes wieder bierher gebracht und am Bahnbofe von einem höheren Ofsicier und einem Sanitäts- Unterofficier in Empfang genommen, die ihn per Droschke nach dem Lazareth geleiteten.
Witigenstein. Nach einem ausführlichen Bericht in dem„Wittgensteiner Kreisblatt“ über den Brand in Berle⸗ burg am 21. und 22. Juli ist die Noth und das Clend der schwer Getroffenen sehr groß und soll rasche und nachdrückliche Hülfe hier nothwendig sein. Dem begüterten Menschenfreunde erschließt sich hier ein dankbares Feld, seinen Wohlthätigkeitssinn zu bethätigen.— 110 Gebäude, darunter 17 Wohnhäuser, eine große Masse Mobilien und landwirthschaftliche Geräthe, sowie 68000 Ctr. Heu, Stroh ꝛc. sind ein Raub der Flammen geworden und noch heute soll man rauchende Trümmerhaufen genug erblicken. Das Feuer soll aller Vermuthung nach durch ruchlose Hände entstanden sein und mit eine wahren Wuth sucht man den Brandstifter zu entlarven. Mild⸗ thätige Gaben sind indessen schon in erfreulicher Weise eingegangen aus nächster und weiterer Entfernung, ohne daß indessen dadurch die Noth gestillt wäre.
Berlin. Charlottenburg, die Nachbarstadt der Metro— pole der Intelligenz, erfreut sich eines Hundesteuerregle⸗
ments, das ein wahres Meisterstück von redactioneller
„Persönlich befreit von der Hundesteuer sind nur die bei dem königlichen Hofe accreditirten fremden Botschafter, Gesandten, Geschäftsträger ꝛc.
Crefeld, 29. Juli. Der„Barm. Ztg.“ meldet man von hier: Eine eigenthümliche Erscheinung tritt in den hiesigen Schulen, namentlich in den Mädchenschulen auf, deren Ursprung man noch nicht zu erkennen vermag. Es ist dies das sogenannte„Todtenkopfreiben“ und besteht darin, daß die Mädchen mit dem angehauchten Daumen der rechten Hand auf der Außenseite der zweiten Finger⸗ gelenke der linken Hand so lange reiben, bis die Haut durch ist und eine eiternde Wunde entsteht. Die sich dann bildende Narbe(Stigma) soll die Gestalt eines Todten⸗ kopfes haben— so denki es sich die Phantasie des Kin⸗ des, womit die abergläubischsten Ideen, Geld finden ꝛc., verbunden werden. Daß durch dieses forwährende Reiben Verwundungen von gefährlichen Folgen entsteben, verste ht sich von selbst. Aber auch abgesehen viervon, ist es nöthig, daß gegen dleses abergläubische Treiben, welches zu einer wahren Manie unter der Jugend geworden, energisch eingeschritien werde. Uebrigens ist letzteres von Seiten der Lehrer durch Belehren und Strafe bereits in ausgiebigster Weise geschehen. In ieressant wäre es zu erfahten, woher diese Erscheinung ihren Ursprung hat. Sicher ist derselbe nicht in den Köpfen der Kinder ent⸗ standen.
Bad⸗Nauheim.— Kurhaus.
Wochenprogramm für die Unterhaltungen vom 9.— 15. Aug. e.
Sonntag den 9. August
e e Harmonie⸗Concert von 7 bis Dienstag„ 11. 5 8, 3 bis 4 u. 6 bis 8 Uhr. Mittwoch„ 12.
Donnerstag den 13. August Concert von 78 u. 3-4 Uhr, Abends von 8—11 Uhr Reunion dansante.
Freitag den 14. August Harmonie ⸗Coneert von 7—8 und
3-4 Uhr, Abends 7½—9 Uhr„Großes Coneert“, unter Leitung des Gr. Hof-Kapellmeisters Nes vadba und unter Mitwirkung von Mitgliedern der Darm⸗ städter Hofoper.
Samstag den 15. August Concert von 7—8, 3-4 und 6—8 Uhr.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 5. August. Der heutige Heu⸗ und Strobmarkt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 1 fl. 30 kr. bis 2 fl. 30 kr. Stroh per Centner 1 fl. 12 kr. bis 1 fl. 20 kr., Butter 1. Qual. 44—45 kr., 2. Qual. 42 kr., Eier das Hundert 3 fl. 20 kr.
Frankfurt, 5. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 26 fl., Nr. 2 24½ fl., Nr. 3 21½ fl., Nr. 4 17½ bis 18 fl., Nr. 5 15/—16 fl., Roggenmehl/(Berliner Marke) 18½ fl., do II.(Berliner Marke) 12¾ fl. Waizen effecuv hies. 15½ fl., Korn 11 fl., Gere 13½ fl., Hafer 12½— ½ fl., Kohlsamen 16¼— ½ fl., Erbsen 11— 13 fl., Wicken 10½ fl., Linsen 12— 14 fl., Rüböl 37 fl. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo.
Mainz, 6. August. Productenmarkt. Waizen per August— fl.— kt., per Nov. 12 fl. 45 kr. Korn per August 11 fl.— kr., per Nov. 9 fl. 40 kr. Hafer per August— fl.— kr., per Nov. 10 fl. 27 kr. Rüböl per Ocl. 18 fl.— kr., per Mai 18 fl. 50 kr. Raps per Sept. 16 fl. 30 kr.. 5
Beerfelden. Zum Capitel der Fleischpreise wird mitgetheilt, daß hier das Kalbfleisch prima Qualität das Pjnnd zu 12 kt., Rindfleisch zu 12 kr. und Ochsenfleisch zu 14 und 16 ke. verkauft wird. 8
Oesterreichische 5 Kreuzer ⸗Stücke. Dem Publi⸗ kum sieht eine neue Münz Calamität bevor; die Annahme der sogenannten alten österreichischen Sechser(mit der Be⸗ zeichnung 5) wird, da deren Einlösung und Umtausch gegen Reichs⸗Scheidemünze nicht stalifinden wird, im Plivatverkebr vielfach verweigert.
Um das Publikum vor größeren Verlusten zu be⸗ wahren, sei darauf aufmerksam gemacht, daß außer den verfallenen Goldmünzen der deutschen Bundesstaaten, sowie den Kronenthalern und den Münzen des Con⸗ veutionsfußes auch nach verzeichnete ausländische Münzen außer Cous gesetzt sind: Velgische 2½⸗, 2, und 1⸗Franes⸗ stücke, 50 und 20 Cent. mit dem Bilde Leopolds 13 französ. 2⸗ und 1⸗Franesstücke vor 1866, ½ Fr., 20 Cent., vor 1864 geprägte; italienische 2, 1 und 1½Lire⸗ stücke, vor 1863 geprägte; schweizerische 2, 15 und ½Franesstücke von 1851 und 1852.
D. Frankfurt a. M., 6. August. Der Grundton der Tendenz zeigte sich fortwährend als ein sehr fester, wenn auch die Haussebewegung seit gestern keine Fork⸗ schritte machte. Unsere vorsichtige Liebhaberei scheint eher pausiren, als einem noch in den Verhältnissen nicht, ganz gerechtfertigten, rapiden Vorwärtsgehen ihre weltere Unterstützung leihen zu wollen. Die Course des Speeu? lationsmarktes unterlagen heute bei nicht sehr belebtem OGeschäft mehrfachen Schwankungen, die auf zeitweiligen Tendenzverkäufen beruhen dürften. Lombarden, für welche von Paris aus eine Hausse„ signalisirt“ wird, stellien sich um 2 fl. höher als gestern, indem ste zu 1 3 einsetzend, sich bis 144 hoben und 143 ½ schlossen. Creditaetien und Staatsbahnactien lagen eher matter. Erstere varüürten zwischen 255½—56½ und 255; letztere gingen von 343½ auf 342 herab. Oesterr. Bahnen wurden fast durchgehends zu behaupteten Coursen ge handelt, mit Ausnahme von Galiziern, welche 3½¼ fl.
Arbeit zu sein scheint. Wörtlich(§ 10) heißt es darin: einbüßten. Die letzte Woche zeigte ein Minus in den
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Vechsel ses. —
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2 1000 Si 2 un 42 8 0 200 Sd 200 Sie 8 500 Stüc
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Auswahl unter Tausenden
Luma, ll. In
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zu verkaufen Rockenk
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gesucht, dat schäfte con ranco: Of Annonken⸗ Frankf 251 dr 5 ra Schloßstraß 2g gelege


