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genannten„Hechtsheimer Höhe“ sestgesetzt, ebenso die Sturm-Colonne. Dieser Umstand, wie über- baupt die Wiederholung dieser Uebungen gerade auf jener Seite des äußeren Festungs-Gürtels ist darum von besonderem Interesse, weil jener Theil der Festung noch als der schwächste zu be⸗ trachten ist, und jene Höhe vor Hechtsheim in Feindes⸗Händen eine entscheidende Posttion wäre. Es soll deshalb auf diesem Punkt auch eines der bedeutendsten und größten neuen Außen- Forts errichtet werden, und die Resultate dieser Uebungen scheinen als Vorstudien zur rationellen Anlage der selben, bezw. auch zu den dann in der jetzigen äußeren Linie vorzunehmenden Rectificationen zu dienen.
— In den nächsten Tagen werden die Wasser⸗ bau⸗Techniker der verschiedenen Rhein-Ufer-Staaten einberufen werden, um eine Untersuchung des Rhein⸗Stromes von Basel bis in das Meer vor- zunehmen. Zu dem Ende ist das kleine zwischen Mainz und Biebrich fahrende Dampfboot„Lessing“ gemiethet worden. Die Schifffahrts⸗Interessenten werden diese Gelegenheit benutzen, der Strom— Befahrungs⸗Commission diejenigen Wünsche vor⸗ zutragen, welche sie in Bezug auf die Verbesserung des Fahrwassers und der Häfen, sowie auf die Vermehrung der Sicherheits-Häfen legen, und dürfen wohl erwarten, daß ihren Anliegen ge— bührende Beachtung zu Theil werde, denn die Strom⸗ Befahrung findet bauptsächlich im Interesse der Schifffahrt statt.
Berlin. Für den preußischen Staat ist, wie die„K. Z.“ hört, die Anordnung getroffen, daß fortan alljährlich der 2. September zum Andenken an die glorreichen Erfolge des Krieges 1870/71 und die Wiederherstellung des deutschen Reiches in den Schulen als Festtag begangen werde.
— Der„Reichs-⸗Anzeiger“ schreibt: Die Dele— girten der Eisenbahnen haben ihre Verhandlungen mit dem Reichs ⸗Eisenbahn-Amte in der Eisenbahn— Taris⸗ Frage beendigt. Dieselben haben sich mit der Einführung des modificirten Wagen-Raum— Systems im ganzen Reiche einverstanden erklärt und die Bildung von elf Tarif-Classen, sowie die Einführung des neuen Systems bis zum 1. Juli 1875 proponirt.
— Die„Germania“ ist autorisirt, die Zeit— ungs⸗Nachricht zu bestätigen, wonach eine Erklär— ung der preußischen Bischöfe an die preußische Regierung durch den Breslauer Fürstbischof er— folgt sei, dahin lautend, daß die Kirche einseitigen Staats⸗Gesetzen und Verordnungen über lirchliche Dinge sich durchaus nicht unterwerfen, sondern nur der Papst unter Wahrung jenes kirchlichen Principes den Regierungen Befugnisse betreffs der kirchlichen Verhältnisse zugestehen könne. Die Ant— wort des Staatsministeriums sei eine einfache Empfangs⸗Bestätigung gewesen.
Der„N. fr. Pr.“ meldet man: Der hiesige spanische Gesandte soll mit der bedeutend— sten hiesigen Militär⸗Effectenfabrit einen Lieferungs- contract auf vollständige Ausrüstung für 125,000 Mann spanischer Truppen, vorbehaltlich der Ge— 5 der Madrider Regierung, abgeschlossen
aben.
Kiel. Die zum Kreuzen an der spanischen Küste bestimmten zwei Kanonenboote erster Klasse, Nautilus und Albatros, werden dem Vernehmen nach am Donnerstag von Kiel abgehen. Den Nautilus wird der Corvetten-Capitän Zembsch, den Albatros der Corvetten-Capitän v. Nostitz führen. Ersterer hat zugleich das Obercommando über beide Schiffe.
Ehrenbreitstein, 3. Aug. Der steckbrief— lich verfolgie und in allen Regierungs Bezirken der Rhein ⸗Provinz gesuchte Pfarrer Wehn von Niederberg kam vorgestern nach seiner Pfarrei, hielt dort gestern Morgen Hochamt mit Predigt, Nachmittags Vesper und heute Morgen Trauer- Gottesdienst für den verstorbenen Abgeordneten v. Mallinckrodt. Heute Mittag wurde er ver— haftet und unter starker Begleitung nach dem hiesigen Gewahrsam gebracht, wo er den Zug nach Neuwied abwarten mußte, um im dortigen Gefängnisse eine vierwöchige Strafe wegen Zu— widerhandlung gegen die Mai⸗Gesetze zu verbüßen.
Sowobl vor dem Gewahrsam als an der Eisen— bahn hatte sich eine große Menschenmenge ange⸗ sammelt, doch wurde die Ordnung nicht gestört.
Paderborn, 4. August. Bischof Conrad Martin ist heute Morgen 8 Uhr verhaftet und zur Verbüßung der gegen ihn erkannten achtzehn⸗ wöchentlichen Gefängnißstrafe in das hiesige In- quisitoriat eingeliefert worden. Die Ruhe blieb ungestört.
Kassel, 4 Aug. Eine gestern Abend abge— haltene social- demokratische Versammlung wurde, ass schon mehrere Redner gesprochen, polizeilich geschlossen.
Ausland.
Frankreich. Paris. Die Interpellation über die Umtriebe an der spanischen Grenze unter— bleibt auf Wunsch des Herzogs Decazes, der jede Debatte über auswärtige Politik gemieden haben will, da daraus nur Unangenehmes für den fran⸗ zösischen Nationalstolz entstehen könnte. Man hofft, daß die Regierung fortan mit Strenge gegen die Unterstützung der Carlisten auftreten wird. Das wenigstens habe das Vorgehen der deutschen Re— gierung bewirkt. Auch soll die Anerkennung der spanischen Republik durch die Großmächte in Aus- sicht stehen.
— Dem„Temps“ zufolge hätte die deutsche Regierung der französischen Regierung die Ver sicherung zukommen lassen, daß ihre Intervention in die spanischen Angelegenheiten für Frankreich nichts Unfreundliches habe.— Demselben Blatte zufolge herrsche zwischen den Cabinetten von Lon— don und Berlin vollständiges Einvernehmen be— züglich der spanischen Intervention und hätten die deutschen Schiffe keine Reclamation Seitens Eng- lands zu gewärtigen, wenn sse englische Schiffe aufbrächten, welche Kriegs-Contrebande führen.
— Nicht geringes Aussehen macht dahier die Nachricht des„Pensiere“ von Nizza, wonach dort— selbst ein eigener Zug mit Munition für die Forts von Nizza und Villafranca eingetroffen ist. Aus demselben Blatte ist zu ersehen, daß schon vor einiger Zeit in Antibes dieselben Vorkehrungen getroffen und auf den gegen die Straße von Italien gerichteten Wällen einige Kanonen auf— gefahren worden sind. Auch die Batterien der beiden lerinischen Inseln sollen armirt und mit der nöthigen Munition versehen worden sein.
Belgien. Brüssel. Unter den Mit- gliedern der internationalen Conferenz herrschen zwei verschiedene Strömungen. Eine Gruppe, worunter namentlich Rußland, wünscht Berathung und Annahme des russischen Entwurfs, wenigstens im Großen und Ganzen und dem Geiste nach. Die andere Gruppe, darunter die Westmächte und die kleineren Staaten, will den Entwurf der internationalen Gesellschaft zur Verbesserung des Looses der Kriegsgefangenen den Verhandlungen zu Grunde legen, wünscht den Abschluß einer Convention nur über die Behandlung der Kriegs- gefangenen und will endlich die Genser Convention einer Reviston unterziehen.
Großbritannien. London. Die von dem Vereine englischer Geistlichen am 31. Juli in Dublin beschlossene Glückwunsch- Adresse an den Fürsten Bismarck anläßlich des Kissinger Attentats betont, daß Fürst Bismarck Deutschland geeinigt und zur protestantischen Großmacht des Continents erhoben habe, wodurch der Haß der römischen Kirche erweckt worden sei. N
— 3. Aug. Unterhaus. Der Präsident des Handels⸗Amtes Adderley erklärte auf eine Inter- pellation Anderson's: die Regierung hat Regle— ments über Benutzung bestimmter Segelstraßen für Seeschiffe in Erwägung gezogen, um die Gefahr vor Zusammenstößen der Schiffe thunlichst zu verringern. Sie werde dieser Frage trotz ihrer unverkennbar großen Schwierigkeit auch ferner ihre volle Aufmerksamkeit schenken.
— 3. Aug. Das englische Mittelmeergeschwader in Malta geht morgen nach Barcelona.
Italien. Rom.„Italie“ glaubt zu wissen, daß die Anerkennung der spanischen Regierung Seitens der Großmächte auf dem Punkte sei, vollzogen zu werden.
Donaufürstenthümer. Rustschuck. Der rumänische Kriegsminister Florescu ist amtlich eingeladen worden, mit militärischem Gefolge den preußischen Herbst:. Manövern beizuwohnen.—
Fürst Nikita von Montenegro wird in Bukarest
erwartet. Türkei. Konstantinopel. Wie der „Pester Correspondenz“ von hier gemeldet wird,
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richtete der Khedive an den Sultan ein eigen⸗
händiges Schreiben, in welchem er dessen Ein⸗ ladung zu einem Besuche nach Konstantinopel dankend annimmt; da jedoch seine Aerzte ihm zur
Herstellung seiner Gesundheit die Bäder von Vichy anriethen, so sehe er sich genöthigt, den Besuech beim Sultan bis Ende des nächsten Monats
hinauszuschieben.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. im großen Saale des Gasthauses„Zu den drei Schwertern“ eine Delegirten-Versammlung des Krieger Vereins Hassis stan, welche von etwa 200 Personen besucht war. Ver⸗ treten waren 59 Localvereine aus den drei Provinzen des Großherzogthums. Herr Lehrer Gremm aus Niedes⸗ Roden, dessen Bemühungen es zu danken ist, daß der Verein Hassia, unter dem hohen Prolektorate Sr. Großh. Hoheit, des Prinzen Ludwig, stehend, zu seiner gegen⸗ wärtigen Stälke von über 120 Localvereinen mit circa 89000 Mitgliedern emporgediehen ist, eröffnete die Ver⸗ sammlung mil einer längeren Ansprache, in welcher er die Entstehungsgeschichte der Hassia darlegte. Im Auf⸗ trage des Friedberger Localvereins begrüßte Herr Real⸗ lehrer Dr. Nies, der das zweite Präsidium des Dele⸗ girtentages zu führen hatte, die Theilnehmer und eröffnete alsdann die Discussion über den ersten Punkt der Tages⸗ ordnung, die Organisation der Hassia in engerer Weise als seither. Nach langer Debatte wurde bezüglich dieses Punkies beschlossen, daß einem im Herbste dieses Jabres neu zusammentretenden Delegirtentage von der Commission ein definitives Verbandsstatut vorgelegt werden soll. Als Vorort für die Zeit bis zum nächsten Delegirtentag wurde der Militär- und Veteranen.(Krieger-) Verein Friedberg gewählt, ebenso 12 Vereine aus den Localvereinen ge— wählt, welche je ein Ausschußmitglied zu enisenden haben. Zu Punkt 2 der Tagesordnung, Anschluß an einen größeren Kriegervereins-Verband, wurde, obwohl der An⸗ schluß an den deutschen Kriegerbund von Herrn Lehrer Will aus Rendel in einer mit lebhaftem Beifall auf⸗ genommenen Rede warm empfohlen wurde, auf Antrag von Ortenberg beschlossen, bis zum nächsten Delegirtentage eine abwartende Stellung einzunehmen. Nachdem die übrigen Punkte der Tagesordnung theils erledigt, iheils ausgefallen waren, wurde als Ort des nächsten Delegirten⸗ tags Heppenheim a. d. Bergstraße gewählt und darauf die Versammlung geschlossen. Sowohl bei dem sich an⸗ schließenden Festessen in den„Drei Schwertern“, als auch namentlich bei einer späteren geselligen Zusammenkunft auf dem Windecker'schen Felsenkeller entwickelte sich eine durch Nichts getrübte fröhliche Feststimmung, welche mehr⸗ fach durch Toaste auf den hohen Protektor des Vereins, auf Herrn Lehrer Gremm und das Präsidium den Gefühlen der Versammelten Ausdruck verlieh. Jedem der Theilnehmer wird der für die Entwicklung der Hassia sehr wichtige Tag eine angenehme Erinnerung sein.
Gießen, 3. Aug. Heute Nacht wurde auf dem hie⸗ sigen Bahnhof ein Arbeiter überfahren und demselben in Folge dessen heute früh ein Bein amputirt. Der Be⸗ dauernswerthe wollte sich kommenden Sonntag trauen lassen.
Darmstadt, 3. Aug. Heute Nacht kühlten 9 junge Bürschchen in der Waldstraße ihren Uebermuth an frem⸗ dem Eigenihm. Leider störte die Polizei sie in ihrem Handwerk und brachte Einige, die nicht rasch genug Fersen⸗ geld gaben, in sichezen Gewahrsam.
Mainz. Den unausgesetzten Bemühungen der Castelet Polizei ist es gelungen, die Einbrecher ausfindig zu machen, welche neulich die Kasse der Trajelt⸗Anstalt in Castel aus- geleert haben. Es sind drei Knaben im Alter von 10, 11 und 12 Jahren; sie hatten den Augenblick abgewartet, wo der Cassirer beim Nachtessen war. Zwei der jugend⸗ lichen Strolche sind verhastet, der Dritte, den die Anderen als Gehülfen bezeichnet haben, konnte noch nicht aufge⸗ funden werden.
Alsheim. In der hiesigen Kirche, welche noch aus der Karolinger-⸗Zeit stammt, kamen gelegentlich eines Ne anstrichs Wandgemälde zum Vorschein, welche nach der Ansicht des Herrn Prof. Schäfer in Darmstadt aus del Zeit der letzlen Enwickelung des romanischen Stples, etwa aus dem 13. Jahrhundert, stammen.
Allerlei.
Frankfurt, 4. August. Gestern Vormittag spielte ein etwa 6 Jahre altes Mädchen auf dem Schiller⸗Platze mit Streichhölzchen, als plötzlich dessen Kleider Feuer fingen. Einer Frau, welche das Feuer ausdrücken wollte, lief die Kleine schreiend davon. Ein Mann, der zufällig entgegenkam, faßte das Kind und steckte es in den mit Wasser gefüllten Trog des Adler-Brunnene, wobei, er sich selbst die Hände etwas verletzte. Die Verletzungen des Kindes sollen zum Glück nicht bedeutend sein. ö
Oedenburg. Hier wurde am 30. Juli, Vormittags 10 Uhr, der allgemein geachtete Herr Kugler, Waisen⸗ haus⸗Controlor, in einem öffentlichen Durchhause, in
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