Ausgabe 
5.11.1874
 
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Staatskirche gebildet hatte, traten auch sämmtliche schottische. Missionare in diese neue Kirche ein. Die freie Kircke hatte in Folge dessen zur Er haltung der schottischen Mission die höchsten Opfer

zu bringen, die sie aber in keinem Augenblick

weranlaßt haben, ihre heimischen Interessen zu ver- machlässigen, sondern weit eher erweckt haben, auf einem Gebiet christlicher Wohlthätigkit irgendwie zurück zu bleiben.

Landwirthschaftliches.

Der richtige Zeitpunkt der Getreideernte.

Dierüber sind die Ansichten der Laudwirthe und auch die lenigen der Autoritäten auf landw. Gebiete sehr verschieden.

Ziemlich übereinstimmend hat man beinahe allgemein die efahrung gemacht, daß, wenn das Getreide zur Mehl

Zewinnung benutzt werden soll, bei frühem Schneiden mehr und besseres d. b. seineres Mebl erzielt wird, das sich Auch leichter verbacken läßt. Freilich darf dieses Schneiden

Zuch nicht zu früb erfolgen. Das Korn muß eine solche Fesligkeit erlangt haben, daß es im Innern nicht mehr enilchig ist, sich aber doch noch eiwas mit dem Finger drücken läßt. Man bezeichnet diesen Zustand auch mit dem NamenGelbreise, weil das ganze Getreidcseld, in

Folge des Veischwindens oder vielmehr der Umsetzung des

Blaligrüns eine gelbe Farbe angenommen hat. dpätem Schneiden findet auch sehr häufig ein Verlust noch

mund daber reifsten Samenkörner ausfallen.

Korn auf dem Halme bart werden lasse.

Bei zu

dadurch falt, daß gerade die am vollkommensten en wickelten Bezüglich des zu Saatgut bestimmien Getreides sind die Ansichten noch nicht so einig. Wäbrend viele Landwirthe auch hier den Zustand der Gelbreife als den zum Schneiden geeigneisten ansehen, wollen Andere dagegen wieder, daß man das Bei vielsach wierüber ausgeführten Keimungsversuchen hat sich ein Anterschied zwischen vollreif und nicht vollreif gewordenem Samen allerdings ergeben. Getteideköener, in dem Sladium der Milch-, Gelb- und Vollreife geerntet, wurden

lowohl auf leichtern, sebr reichen, humosen Gartenboden

als auch auf armen Sandboden gesäet. Der Einfluß der Reise trat bei dem mageren Sandboden am schärssten hervor. Je reifer die Samen waren, um so größer war Auch die Anzayl der gekeimten Körner, um so keäftiger die Entwickelung der Pflanzen und um so höher schließ lich der Ertrag. Auf dem reichen, gutgedüngten Garten boden dagegen war ein Unterschied nur in der ersten Vegetationsperiode wahrzunehmen; später wurde er voll⸗ Rändig verwischtl. Es scheint demnach, daß gute Düngung die Fähigkeit hat, etwaige Ungleichhein des Saatgutes auszugleichen und daß man das Saaigetreide um so voll kommnet ausreifen lassen soll, je weniger günstige Be⸗ dingungen in Bezug auf Nährstoffreichthum ꝛc. man ihm zu bieten vermag. Vielsach begegnet man noch der An

1 ssicht, als ob durch das Vollreifwerdenlassen auf dem Halme

4 sselden gebt hervor,

das Korn glasig werde. Diese Ansicht wurde besonders Durch die Untersuchungen Nowack's widerlegt. Aus den daß die Bedingungen zum Glasig werden schon weit früher vorbanden sein müssen und vorzugsweise in dem Vorhandensein größerer Mengen leicht aufnehmbarer Stickstoffnahrung uns in besondern klima nischen und Bodenverhältnissen, sofern sie die Bildung won Eiweiß begünstigen, bestehen, da der Unterschied tzwischen den glasigen und mehligen Körnern darin besleht, daß bei erstern die Zwischenräume zwischen den einzelnen Stärkemehlkörnchen mit Proteknstoffen, vei letztern aber

mit Luft gefüllt find. Es ist deßbalh auch leicht beareif⸗ lich, daß der absolute Protekugehalt der glasigen Körner ein bedeutend höherer ist, als derjenige der mehligen. Da man diesen Zufand des Getreidekorns erst nach dem Aus, trocknen desselben erkennen kann, so mag dies zur oben erwähnten Ansicht Veranlassung gegeben haben.

Verloosungen.

Meininger 7 fl.⸗Loose. Am 2. November ge⸗ zogene Serien: Nr. 634 721 1509 1584 2653 3376 3584 4782 5178 5551 5656 5685 6139 6866 6930 7384 7560 8205 9466 9800.

Bra unschweigische 20 Thlr.⸗Loose. Braun- schweig, 2. Nov. Gezogene Serlen: 14 149 291 628 765 967 1001 1040 1217 1281 1473 1534 1579 1585 897 2117 2279 2324 2491 2517 2690 2787 3251 3286 3441 3629 4279 4437 4718 4779 5003 5619 5681 5840 5943 6034 6117 6153 6387 6453 6704 6758 6830 6919 6947 7082 7176 7177 7242 7274 7311 7398 7461 7544 7571 7694 7717 7737 7969 8440 8529 8855 9053 9573 9614 9720 9783 9853.

Oldenburger 40 Thlr. ⸗Loose. Oldenburg, 2. November. Nr. 4691 10,000 Thlr., Nr. 52714 1000 Thlr., Nr. 25904, 34063 und 53805 je 250 Thlr.; Nr. 164 19390 27426 94269 und 113895 je 100 Thlr.; Nr. 15603 19859 42473 44569 62179 62779 79542 106087 110478 und 111806 je 60 Thlr.; Nr. 22 1445 3475 4757 6804 6918 10553 12077 14451 16083 16448 18903 19860 20324 20350 24384 26233 27945 28925

Erbsen 14 bis

Hafer 108 11 fl., Koblsamen 16 ½ fl., Rübst 38 fl.

17 fl., Wicken 11 fl., Linsen 1419 fl., Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo.

Frankfurt, 2. Nov. Der heutige Viebmarkt war gut befahren, doch ließ die Qualität des Viehes manches zu wünschen übrig. Angetrieben waren: 400 Ochsen, 280 Kübe, 300 Kälber une 600 Hämmel. Die Preise flellten sich: Ochsen 1. Qual. 40 fl., 2. Qual. 3536 fl., Kühe 1. Qual. 34 fl., 2. Qual. 30 fl., Kälber 32. Hämmel 32 fl. per Ctr. Schweine im Durchschnitt das Pfund 21 kr.

Mainz, 3. Nov. Productenmarkt. Waizen per Nov. 11 fl. 35 kr., per März 19 M. 10., per Mai 19 M. 10. Korn per Nov. 9 fl. 55 kr., per März 15 M. 50., per Mai 15 M. 40. Hafer per Nov. 10 fl. 45 kr., per März 18 M. 45., per Mai 18 M. 40. Rüböl per Nov. fl. ke., per Mai 31 M. 25. Raps per April 29 M. 10.

D. Frankfurt a. M., 3. Nov. Die Haltung des beutigen Börsenverkehrs war, obwohl nicht matt, so doch dei Weitem weniger zuversichtlich als in den letzten Tagen; die sich nach jeder irgend beträchtlichen Steigerung der Course einstellende Realisationslust, sowie die wenig sym⸗ patyische Haltung Berlins, dürften als die Motiv⸗ zu be⸗ zeichnen sein, welche der Zurückgaltung zu Grunde liegen. Von den internationalen Speculalionspapieren behaupteten Credilactien die erste Stelle im Verkehr, dieselben bewegten sich zwischen 24645½46/4646¼ 46 ½. Staats⸗ bahnactien 322½ 22½ 23 22. Lombarden 144½

29325 33672 36657 37143 39724 39846 40787 41163 41957 43125 43465 43989 50037 52468 52596 53281 53997 57698 59526 59943 61677 63182 64003 66836 67112 65259 69243 69979 74620 75329 77984 78625 86773 102071 102409 102621 103601 104070 104081 104091 104362 10769 1068 14 111201111310 113535 114364 117943 118122 118424 und 119506 je 40 Thlr.

Wien, 2. Nov. Bei der Gewinnziehung der öster⸗ reichischeu 1860er Loose fielen der Hauptgewinn von

300,000 fl. auf Serie 4903 Nr. 165 50,000 fl. auf S. 19667 Nr. 10; 25,009 fl. auf S. 11072 Nr. 15;

je 10,000 fl. auf S. 17186 Nr. 7 und S. 19609 Nr. 2;

je 5000 fl: S. 263 Nr. 7, S. 1071 Nr. 6, S. 3975

Nr. 3, S. 5449 Nr. 18, S. 5915 Nr. 18 S. 840 Nr. 5 und Nr. 18, S. 10024 Nr. 14, S. 10808 Nr. 18, S. 14611 Nr. 1, S. 19044 Nr. 8, S. 19311 Nr. 3, S. 196)9 Nr. 15 und S. 19971 Nr. 2 und Nr. 15; je 1000 fl.: S. 887 Nr. 20, S. 1370 Nr. 11, S. 1594 Nr. 159, S. 1617 Nr. 15, S. 1893 Nr. 2, S 2865 Nr. 17, S. 3737 Nr. 8, S. 4903 Nr. 1, S. 5145 Nr. 10, S. 5270 Nr. 12, S. 5558 Nr. 15, S. 5915 Nr. 20, S. 6018 Nr. 13, S. 8578 Nr. 2. 6 und Nr. 19, S. 8665 Nr. 2, S. 8737 Nr. 3, S. 9875 Nr. 1, S. 10171 Nr. 7, S. 11050 Nr. 7, S. 11072 Nr. 6 und Nr. 16, S. 11098 Nr. 5, S. 12250 Nr. 18, S. 12395 Nr. 16, S. 13733 Nr. 3, S. 15119 Nr. 20, S. 15970 Nr. 1, S. 17230 Nr. 14.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 4. Nov. Waizen 12 fl. 10 k.; Korn 10 fl. 45 kr.; Gerste 10 fl. 50 kr.; Hafer 9 fl. 35 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilz.

Frankfurt, 2. Nov. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 24½ fl., Nr. 2 22½ fl., Nr. 3 18 fl., Nr. 4 17 fl., Nr. 5 14 fl., Roggenmehl/(Berliner Marke) 16½ fl. do. II.(Berliner Marke) 12½ fl. Waizen effectiv hiesiger

12⅜ fl., Korn 10¾11½ fl., Gerste 10% 11 ½ fl.,

bis 143½. Auf dem Eisenbahnmarkse war das Geschäft heule etwas ruhiger, es vollzog sich auf diesem Gediete eine Art von Ausgleichung, indem einzelne rapid gestiegene Werthe etwas abgeben mußten. Böhmen und Norowest je fl. 2, Elisabelh fl. 3 und Franz Joseph fl. 1 niedriger. Galizier behauptet. Von Fonds waren Oesterr. Silber⸗ rene und Ungarische Schatzbons sehr beliebt und höher, Banken faft durchweg niederer; es verloren Brüsseler Bank 1%, Deutsche Effectnbank ½%, Deuische Vereinsbank 2%,, Bankoerein. Oesierr.⸗Deutsche Bank 1% Württemb. Vereinsbank ½% und Bayr. Wechslerbank 30%. Von Looscpapieren, Ungarloose unverändert, 1860er eiwas matter, 185er sest. Von Prioritäten Schweiz«rische Central, Nordost und Berner Jura fest.

Geld⸗Cours.

Franksurt am 3. November 1874. Pistolen fl. 9 4042 Holländische fl. 10⸗Stücke. 8 Ducaten. 8 5 3638 Ducaten al mareo. 5 20-Frankenstücke 9 29½30½ Englische Sovereigns 11 56358 Russische Imperiales. 9 47-49 Dollars in Gold.3235 11ͥͥ ͥů'C.

Acht kölnisches Wasser

von Johann Maria Farina.

Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.

Johann Matia Farina in Cöln.

Mobiliar ⸗Versteigerung.

3273 Freitag den 6. November d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die Mobiliar-Gegenstände der Heinrich Jacob Hahns Eheleute von Weckesheim, als: 1 voll⸗ sständiger Pflug, 1 Egge, 1 einspänniges Pferdegeschirr, 1 runder Tisch, 6 Stühle, 1 Kommode, 1 Kleiderschrank, 1 Sopha, 2 vollständige Betten, verschiedene Manns⸗ mund Frauenklelder, verschledenes Weißzeug, mehrere Stücke flächsenes Tuch, verschledenes Zinn und Porzellan, 1 Taschen⸗ und Wanduhr und sonstige Hausgeräth⸗ schaften, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Weckesheim den 30. October 1874. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Weckes heim. Hilger.

3197 Eine feine Lebens-Versicherungs⸗Gesell⸗

sschaft sucht 5 Agenten

zunter sehr günstigen Bedingungen. Franco Offerten sub Z. 63076 richte manan die Annoncen⸗Expeditlon von Haasenstein 8 Vogler in Fraukfurt a. M.

Eine vollständige Wohnung

23259 nebst Laden, beste Lage auf der Kaiserstraße, ist tpis zum 1. Februar 1875 zu vermiethen. Wo? sagt

die Exped. d. Anz.

Lehrlings⸗Gesuch.

3271 Fur eine Papier- und Schreibmaterialien-Hand lung en gros& en detail wird ein Lehrling unter günstigen Bevingungen gesucht. Franeo-Offerten werden unter 8.2 franco Offenbach a. M. erbeten.

Nachdem meine jetzt aus 5000 Bänden best

ehende

Leihbibliothel

sich nunmehr wieder hier in Friedberg befindet, lade ich zum Abonnement für das Wintersemester ein. Die Bibliothek ist bis auf die neuesten Werke in deutscher, französischer und englischer Sprache

ergänzt und werde ich bei weiteren Anschaffungen den

Wünschen der geehrten Leser gerne Rechnung tragen, Carl Bindernagel.

Bekanntmachung. 3288 Freitag den 6 l. M., Mittags 1 Uhr, werden 14 Stück alte Kirchenfenster bel der Kirche zu Nieder Rosbach öffentlich meistbletend versteigert.

Nieder⸗Rosbach am 2. November 1874.

Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder Rosbach.

Groh.

Arbeits ⸗Versteigerung. 3293 Montag den 9. November, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dem Gemeindehause zu Griedel nachfolgende Arbeiten einer offentlichen Versteigerung ausgesetzt werden:

1) Brechen von Steinen in den Griedeler

Steinbrüchen, lt. Kostenüberschlag 90 Mark. 2) Anfahren derselben 1 3) Aufsetzen derselben 18

360 340

Zerschlagen derselben 5) Neinhalten der Vieinalwege u. s. w.

Gambach am 2. November 1874. Schneider,

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Kalender pro 1875.

Daheimkalender 54 kr. Familienkalender 18 Nieritz Volkskalender 36 Spinnstube 48

Illustrirter Hess. Volkskalender

mit Stahlstichprämie 24 Einsiedler-Kalender 122 Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9 Lahrer Hinkende Bote 10 Hessischer Hausfreund 88 Gustav⸗Adolf-Kalender 8 Landkalender 233 * durchschossen 6

Friedberg. Carl Bindernagel.

zu sehr billigen Preisen bel

Beziriks-Bauaufseher.

Corseten

K. Friedrich.