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Spanien. Santander.
dem Herannahen der Carlisten vor einigen Wochen
Barrikaden und mit Geschützen ausgerüstete Schanzen Die eiligst ge— bildete Garnison bestebt jetzt aus 2000 Soldaten
schützen die Zugänge der Stadt.
und 3000 Freiwilligen. Italien. Mailand. richtet ihre am 22. aus Fälschung beruhe. Sie sagt jetzt, „Apostolicae sedis“ könne nicht
lesen worden.
Türkei. Konstantinopel. Wie
Besetzung der Gesandtschaftsposten von Wien
Berlin, Petersburg und Teheran stattfinden. Berliner Ge
Aristarchi⸗Bey ersetzt werden, die
sandtschast zu einer Botschaft erhoben und durch
Essard⸗Pascha besetzt werden. Amerika. New Nor!, 2. Febr. Di öffentliche Schuld hat um 1,845,000 Dollars ab
genommen.
Asien. Penang. des Sultans von Atchin erklärt auf das teste, gierung und Grundlage für die jetzigen Beschwerden Holland bildet, Seitens Aichins gar nicht verhandelt un abgeschlossen worden sei. selden eine Täuschung der holländischen Regierun stattgesunden haben.
Unsere Stadt ist nun in besserem Vertheidigungszustand als bei „posirestante G...., bei G... senden.
„Perseveranza“ be- und 23. Januar ausgesprochene Ansicht, daß die Publication der„Köln. Ztg.“ die Bulle in Deutschland mit Rücksicht auf die Wahlen gemacht sein, denn vor einigen Monaten sei diese Bulle in Rom ge
ver lautet, sollen demnächst Veränderungen in der
Ca- bulv- Pascha soll von Wien abberufen und durch
Im Tresor befinden sich 85,359,000 Dollars Gold und 4,781,000 Dollars Paplergeld. Der frühere Minister Bestimm⸗ daß der Vertrag mit der holländischen Re- Atchin vom Jahre 1857, der die
Es müsse bezüglich des-
in Köln nahe bei der Poststation. Herr Briefträger sind Sie so gut, gehen bei den Litbographen an der Post. Da
Er möchte sie auf Sie lassen sich dann von Herrn Lithographen 3 Sgr. geben für Ihre Mübe. Lithograph kann dann die 3 Sgr. auf die Karten rechnen. Herr Brlefträger, ich hoffe, daß Sie meine Bitte befolgen thun.(Name des Absenders)“, Die Bitte wurde erfüllt. Der Briefträger machte den Lithograph ausfindig und dieser schickte die bestellten Verlobungskarten an ihre Adresse.
Köln. Die Affen der heißen Zone dauern in unserem Klima nun einmal nicht aus. Dieses hat sich in unserem zooblogischen Garten wieder in vier Fällen eclatant gezeigt, indem der Orang-Utang, die beiden Schimpansen und der Mandrill wenige Monate nach ihrer Ankunft schon starben, drei davon in der letzten Woche.
Zürich, 31. Jan. Soeben hat das Begräbniß des Generals Gablenz, seinem Wunsche gemäß, schlicht und einsach, stattgefunden. Um 4 Uhr hatten sich vor dem schwarz verhängten Trauerhause zu Neumünster an 600 Theilnehmer eingefunden und, der Sitte gemäß, ihre Karten in die aufgestellte Urne geworfen. Bald darauf wurde der mit Blumen, Lorbeer- und Palmenzweigen schön geschmückte Sarg gehoben. Unmittelbar dem Sarge „folgten der Bruder des Generals, der öͤsterreichische Ge⸗ sandie in Bern, Baron Otltenfels, Consul Schoiodler, die beiden im Testamente genannten Freunde, Oberst Müller und Herr von Marschall, Major Nuescheller von Bregenz e und mehrere österreichische Offitiere in Civil. Daran schloß - sich die versammelte Menge der Theilnehmer und be— gleitete den Zug nach der nahen Neumünster⸗-Kirche, in welcher der Prediger des Kirchspiels, Pastor Hiestand, mit bewegter Stimme dem Dahingeschtedenen eine herrliche Leichenrede hielt. Der Sarg war mittlerweile in die Erde gesenkt worden, und die Freunde des Generals traten an das Grab und warfen Erdschollen hinein. Zum Schlusse der Beerdigung waren über tausend Menschen zugegen.
Wien. Die N. Fr. Pr. schreibt:„Nach der Theorie s des Hrn. Falb stehen für die nächsten Monate zahlreiche d und bedeutende Erdbeben bevor; namentlich dürften sich die Tage um den 13. März durch heftige Paroxismen bemerkbar machen. Außerdem wären noch die Tage um g den 4. und 18. Februar, den 3. 13. und 31. März, sowie den 13. April bedenklich. Die Thätigkeit des Vesuvs tritt in der Regel einen Monat später ein.“
babe ich 50 Verlobungskaxten bestellt.
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Aus Stadt und Land.
Bad⸗Nauheim, 2. Febr. Der Gesangverein Con⸗ cordia dahier bereitete auch diesen Winter wie seit Jahren seinen Miigliedern durch seine Abendunterhalt— ungen, bestehend in Gesangsvorträgen, theatralischen Vorstel⸗ lungen, Darstellungen lebender Bilder ꝛc. sehr reichen Genuß. Besonders gut trug der Verein gestern Abend eine Anzahl schöner Lieder vor; die lebenden Bilder zu„des Sängers Fluch“ waren sehr geschickt arrangirt und ein komisches Quartett, eine Faschings⸗Posse, sirengte nicht wenig die Lachmuskeln der Anwesenden an. Das zahlreiche Publi⸗ kum, von den herrlichen Vorträgen animirt, amüsirie sich noch bis spät in die Nacht hinein bei dem darauffolgenden Tanzvergnügen.
Offenbach. Ein Bieberer Milchhändler ist, um seinen Collegen Concurrenz zu bieten, auf einen eigen⸗ twümlichen Einfall gekommen. Derselbe liefert nämlich, wie man uns mittheilt, in seiner Milch gleichzeitig„Back⸗ fische, eine Nachricht, die im Augenblick unwahrscheinlich klingt, aber wahr ist, wie folgender Jall bestätigt: Eine Frau in der Steinheimer Straße erhielt dieser Tage von ihrem Milchmann....., wie gewöhnlich ihre Milch, die sie zum Abkochen aus Feuer setzte. Als diese anfing, warm zu werden, zappelte etwas im Topf herum. Die Eigen thümerin schütiete die Milch in ein anderes Gefäß und was fand sie hierbei in der gekauften Milch? ein recht hübsches Backfischchen, das aber seither schwerlich im Kubeuter, sondern in einem Bache der Umgegend sein fröhliches Dasein verlebte.— Der Mann bietet doch zu viel!
Mainz. Von hier theilt man folgende son erbare Abresse eines dort eingegangenen Soldatenbriefes mit: „An minen Sähn, den Kanonen⸗Saldaten Jahn, Spietz⸗ Vörder⸗ Rieter, achter de Tuter. He riet ub'n Fuchs in Mainz. Absennder sin Vabter in Lenzen. Saldaten-Bref.“
Allerlei.
Frankfurt. Dieser Tage wird in der Strafkammer ein Stück Butterbrod als Beweiostück figuriren. Die Diebe, welche in der Speltz'schen Villa einbrachen, schmier ten sich Brod mit Butter, letztere, da sie nichts kostete, natürlich recht dick. In einem dieser zurückgelassenen Butterbrode fanden sich sämmtliche Zähne und Zahnlücken des Diebes ausgedrückt; der betreffende Criminal⸗Beamte nahm das selbe an sich, ein Zahnarzt fertigte ein Modell davon, und siehe da; dasselde paßt ganz genau zu bem Gebisse des einen gefangenen Gauners. 4
Frankfurt, 2. Febr. Ein bei dem 5. rheinischen Dragoner-Regiment in Bockenheim stehender Sachsenhäuser wurde des Lebens überdrüssig; er legte sich, als der Main⸗ Weser⸗Bahnzug herankam, auf die Schienen und ließ sich überfahren.
Chemnitz Einem vielbeschäftigten liberalen hie Arzt erzählte ein Bauer aus Alichemnit: 125 4. wan mit 3 Wahlzeitel ins Haus geschickt, einen für Eras und zwei für Most“. Was haben Sie denn damit ange⸗ fangen? fragt der Arzt.„Nun, den für Eras habe ich selbst behalten und die zwei anderen haben meine Knechte abgegeben, für die ist der Most gut genug!“
Köln. Folgende originelle Correspondenzkarte gelangte
schweig, 2. Februar. die Serien 1122, 3405, 3656, 3694, 4278, 4475, 8162, 8525, 9083 gezogen.
staungesundenen Ziebung der nassauischen 25 fl. Loose sielen auf Nr. 89988 2000 fl., Nr. 8427 94322 76757 48428 32854 97432 83302 58204 91780 103131 96473 91051 25446 76479 76594 47604 89154 71440 101551 27978
Verloosungen. Braunschweigische 20 Thlr.⸗Loose. Braun⸗ Bei der 18. Serienziehung wurden
Nassauische 25 fl.⸗Loose. Bei der am 2. Febr.
66782 91712 91020 55050 101865 7168 36958 71116 je 50 fl., Nr. 12372 6030 86391 36945 77259 24802 61831 6951 2906 42583 je 60 fl.
D. Frankfurt a. M., 3. Februar 1874. Nachdem sich in der gefirigen Abendbörse die Tendenz wieder etwas befestigt hatte, trat heute nach Eröffnung des Geschäfts in Folge niedrigerer Berliner Course eine weitere Er⸗ matlung ein. Es hatte sast das Aussehen, als sollte die weichende Richtung bis zum Schluß der Börse dauern, als von Berlin im Laufe des Verkehrs wieder sestere No- tirungen einliefen und die Stimmung sich schließlich etwas günstiger gestaltete. In Berlin scheint sich die Con tremine von Neuem zu regen und den Versuch gemacht zu haben, die heute gemeldete Nachricht von der Verhaftung des Bischofs Ledochoweki zu ihren Manövern auszubeuten, was ihr indeß nur Halbwegs gelungen ist. Das Geschäft vertieth im Ganzen heute eine größere Lebhaftigkeit. Credilactien bewegten sich zwichen 246½½— 45 und 46, Staalsbahnactien gingen von 341¾—340½ ũ und schlossen 340¼, Lombarden verkehrten zwischen 161½—162, Oester⸗ reichische Bahnen blieben meist stationär, Elisabeth sind mater. Von deutschen Bahnen zeigten sich Neue bayr. Ostvahn gesucht, Rhein. Nahebahn besser, Hess. Ludwigs⸗ bahn niedriger. Am Anlagemarkt sind Silberrente etwas matter, Neue 60% Ungarische Schatzanweisungen gefragt. Neueste russische Anleihe in gutem Begehr. Von Priori⸗ läten wurden Staatsbahn-Ergänzungsnetz zu 59½8 bis ½ gehandelt. Am Bankenmarkte herrschie große Stille. Mit Ausnahme von Handelsgesellschaft, welche unter leb⸗ hafter Nachfrage zu dem höheren Course von 115% um⸗ gesetzt wurden, sind Bankpapiere eher weichend. Bankberein verloren 1¾ʃU. Von Looseeffecten Meininger 7 fl.⸗Loose Oldenburger und 1864er höher. Nassauische, Schaumburg⸗ Lippe und Stabt Barletta gesucht. Malter blieben 1860er und Bayr. Loose. Bergwerkspapiere haben sich wieder etwas von ihrem Rückgange erholt. Cour. wurden heute um 30% und Louise Tiefbau um 1½¼% höher gehandelt. Von fremden Wechseln Wien gefragt.
Marktberichte.
Friedberg, 4. Febr. Walzen 16 fl. 40 kr.; Korn 4 f.— kr.; Gerste 12 fl. 40 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo.
Frankfurt, 2. Febr. Waizen effectiv hies. 17¾ fl., Korn 12/ 13% fl., Gerste 12½—14 fl., Hafer 10½ bis ½ fl., Kohlsamen 16½ fl., Erbsen 12— 14 fl., Wicken 10 fl., Linsen 12—17 fl., Rüböl 39 fl. Alle Preise
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Bemerkungen über Wechsel, Wechsel⸗ briefe, kaufmännische Anweisungen. (Schluß.)
15) Domieilirte Wechsel sind nicht am Orte der Ausstellung oder des Bezogenen(des Schuld- ners), sondern an einem anderen Orte zu zahlen. So kann ein in Fauerbach und auf einen Fauerbacher ausgestellter„Wechsel“ in Frankfurt domicilirt sein, daß die Wechsel⸗ summe in letzterer Stadt zu entrichten.
16) Prolongation, Gestattung don Zahlungefrist kann durch den Remittenten, welcher zuletzt den Wechsel unterschrieben und somit das Geld zu empfangen hat, geschehen. Der Wechsel erhält alsdann den Vormerk:„Pro- longirt bis ꝛc.“
17) Protest ist die amtliche Bescheinigung, daß
der Wechsel dem Bezogenen rechtzeitig(am
Verfalltage, längstens 2 Tage, die Respects ·
tage, später) präsentirt worden und daß
weder Annahme noch Zahlung zu erlangen gewesen. In Folge des Protestes geht der
Regreßz des Wechselinhabers auf den Vor-
mann und eventuell weiter zurück bis auf
den Aussteller. Ist der Wechsel acceptirt, so kann der Inhaber sofort den Bezogenen belangen. Sich nur dem Acceptanten gegen⸗ über sicher zu stellen, bedarf es keines Pro⸗ testes am Verfalltage, denn der Acceptant bleibt 3 Jahre lang, vom Tage der Accep⸗ tation an, verpflichtet. In diesem Falle sind die Vormänner ihrer Pflicht ledig.
Wechsel bei Sicht können alsbald präsentirt
und protestirt werden bis 2 Jahre nach
der Ausstellung. Alsdann verjährt der
Sichtwechsel.
Wechselreiterei, ein Wechselmigbrauch, ist
nur da möglich, wo ein Wechsel nicht aus
einem Geschaft hervorgegangen ist. Als⸗ dann sind Trassaten oder Acceptanzen dieses aus Gefälligkeit und erhalten die Deckung später von dem, welcher sich durch den
Wechsel Geld verschaffte.
heißen Kellerwechsel, weil sie oft auch
als Depotwechsel in Gewölben(Kellern) aufbewahrt werden. Die Bürgen, Trassaten oder Acteptanten, sind„Strohmänner“, salsche
Acceptanten 1c. und werden auch Pferde ge⸗
nannt, sie sind sich in dieser Weise gegen⸗
seitig gefällig, daß einer auf dem andern
„reitet“. Man sieht, das Wechselwesen hal
auch seinen Humor, aber derselbe ist eben
so frivol, wie der Galgenhumor.
18)
c. Wohlgemeinter Rath. Niemand stelle einen Blanco- Wechsel aus. Es ist hier nur von dem kleinen Geschäfts⸗ manne die Rede. Große Geschäftshäuser können zu Blanco-Wechseln genöthigt werden, aber sie sichern sich alsdann durch sofortige Avise gegen Betrug und Mißbrauch.
2) Wer einen Wechsel ausstellt, der fülle ihn
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auch ganz aus oder lese wenigstens jedes Wort, namentlich aber Gilde
darin stehende betrag und Zahlungstermin.
3) Jeder Wechselaussteller bedinge sich von vorn Zahlungstermin, welche!
herein denjenigen er voraussichtlich einhalten kann. Das Pro⸗ longiren kostet Geld und die Beitreibung nach Wechselrecht ist rücksichtslos; denn sie nimmt den Rest des Vermögens hinweg. 4) Niemand vertraue der einschmeichelnden„Gu herzigkeit“ eines wechselfordernden Gläubiger (Remittenten). Der Wechsel kann verkauft werden; alsdann steht der Schuldner einen fremden Manne gegenüber, welcher oft dat Gegentheil thut von dem, was der erst Wechselinhaber„gutherzig“ versprochen. 5) Aus demselben Grunde sollte kein Wechsel⸗
aussteller zugeben, daß mehr als das Doppelt
der üblichen Zinsen der eigentlichen Schuld zugesetzt werde.
begnügt sich der Gläubiger gewöhnlich nich
er fordert noch einen Bürgen und zwe
halbe Sicherheiten sind auch eine ganze.
dieser Tage an das hies. Oberpostamt:„An den Llihographen
verstehen sich auf 100 Kilo.
6) Niemand unterschreibe einen fremden Wechsel
Derartige Wechsel
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Mit dem Weachslausstle Tapi


