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1874.
Dienstag den 4. August.
M91.
berhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Für die Monate August und September tann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.
—
Amtlicher Theil.
Betreffend: Beurlaubungen von Militär während der Erndtezeit.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Mit Rücksicht auf den wä Innern veranlaßt gesehen,
dem Commando der Großherzoglichen 25. Division den Wuns
der betreffenden Gemeindebehörden Beurlaubungen für die Erndtezeit eintreten zu lassen.
Nach uns zugekommener suchen bis zum Beginn des Regiments-Exercirens
stattgegeben worden.
Betreffend: Die Schulversäumnisse vom 2. Quartal 1874.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände des Kreises.
Friedberg am 3. August 1874.
hrend der Erndtezeit besonders fühlbaren Mangel an Arbeitskräften bat sich Großherzogliches Ministerium des ch auszudrücken die Truppenführer zu ermächtigen, auf Antrag,
Entschließung Großberzoglichen Ministeriums des Innern vom 29. d. M. zur Nr. M. d. J. 8201 ist diesem An⸗ Sie wollen vorkommenden Falles biernach verfahren.
Trapp.
Friedberg am 31. Juli 1874.
Diejenigen von Ihnen, welche mit Einsendung der rubricirten Verzeichnisse noch im Rückstande sind, werden an baldige Erledigung erinnert.
—
Ter a p p.
Deutsches Reich. Berlin. 31. Juli. Eine gestern Abend hier
einen Berliner Verein der Centrumspartei behufs festerer politischer Vereinigung der Katholiken nach erfolgter Schließung der Katholiken-Vereine. Das Statut wurde einstimmig und en bloc angenommen, auch von dem mitanwesenden social-demokratischen Führer Hasselmann.
— Dem„Staatsanzeiger“ zufolge hat das Dber⸗Tribunal die Beschlüsse des Kreisgerichts und des Appellations⸗ Gerichts in Paderborn in Betreff der für den Bischof von Paderborn Sei— ens Dritter gezahlten Geldstrafen aufgehoben and entschitden, daß Geldstrafen nur durch Zah⸗ ung Seitens der Bestrasten selber getiigt wer— ven.— Die Rathskammer des hiesigen Stadt- zerichts hat die vorläufige Schließung der hiesigen atholischen Vereine genehmigt.
— Der Kaiser hat als Beitrag zu den Kosten ür Reorganisation der Provinzial Gewerb⸗Schule iu Saarbrücken aus dem Dispositions-Fonds die Summe von 10,000 Thlr. angewiesen und zwar in Anerkennung der Haltung und Leistungen Saarbrückens und St. Johanns in den Kriegs-
Jahren 1870/71“.
— 1. August. In der heutigen Verhandlung
egen die Reichstags Abgeordneten Hasselmann,
Hasenclever und Reimer wegen Vergehens gegen L 16 des Vereins- Gesetzes, begangen durch die beitung von Versammlungen des vorläufig ge⸗ smlossenen allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins, wurde Hasencltver zu einmonatlichem Gefängniß terurtheilt, während die übrigen Angeklagten beide ßieigesprochen wurden.
Kiel. Die„Kieler Zeitung“ ersährt aus guter Quelle, daß vorläufig nur die Kanonen-⸗ Toote„Nautilus“ und„Albatros“ zum Kreuzen an der spanischen Nordküste bestimmt sind.
Hannover. Der ausgewiesene Seminar Jriester Sievers war, unmittelbar nachdem ihn der geltitende Gendarm in Northeim abgesetzt hatte, auf seine usurpirte Parrstelle Seulingen zurückge- schrt, hielt den Sonntags Gottesdienst ab, sagte denn aber seiner Gemeinde Lebewohl und fügte Inzu, er werde nicht wiederkommen, weil der Beschof(von Hildesheim) es so wolle. Inzwischen hatte die Polizei bereits nach dem jungen Priester sucht und traf ihn in Göttigen, wo er vom
stattgehabte Katholiken-⸗Versammlung constltuirte
Polizei-Commissär dem Kronanwalt zugeführt und dann in Haft genommen wurde. 0 Regensburg. Im„Goldenen Kreuz“ zu Regensburg, wo Kaiser Wilhelm schon mehrfach übernachtet, ist Quartier für denselben auf den 7. und 8. August bestellt. Es ist nur deswegen bemerkenswerth, als daraus hervorgeht, daß ein wiederholtes Zusammentreffen mit dem König Ludwig auf der Rückreise von Gastein aufgegeben sein muß. Carlsruhe. In Folge Anordnung des Bezirks⸗Amtes in Stockach wurden am 26. d. ein Buchbinder-Geselle, Namens Hügle, von Orsingen wegen einer Aeußerung über das Attentat auf den Reichskanzler rerhaftet. Derselbe hatte gesagt: „Es sei nur zu bedauern, daß Bismarck nicht recht getroffen worden sei; wenn er(Hügle) in seine Nähe kommen würde, so würde er ihn todt— schießen.“ S Nach dem neuesten Gesetzblatt tritt die vom letzten Landtag beschlossene Städte-Ordnung mit dem 1. Januar 1875 in Kraft.
Ausland.
Frankreich. Paris. Nach einem hiesigen Telegramm der„K. Z.“ war der deutsche Bot- schafter Fürst Hohenlohe am 27. d. bei dem Herzog v. Decazes. Der Botschafter theilte dem Minister mit, er wisse, daß, falls Frankreich keine ernstlichen Maßregeln gegen die Carlisten ergreife, Deutschland Kriegsschiffe in die nordspanischen Ge— wässer senden werde. Der Fürst fügte hinzu, er mache diese Mittheilung, ohne dazu Befehl erhalten zu haben, und in durchaus nichtamtlicher Weise. Er könne Frankreich natürlich keinen Rath ertheilen: er habe es jedoch für seine Pflicht gehalten, dem Minister des Auswärtigen vertraulich mitzutheilen, daß man in Berlin entschlossen sei, Maßregeln gegen die Carlisten zu ergreifen.
— Es wird versichert, die französische Regler- ung habe das spanische Gouvernement benach- richtigt, daß sie dasselbe anerkennen würde, wenn die nördlichen Provinzen bezüglich dieser Frage ihr Einverständniß zu erkennen gegeben hätten.
— Die Prorogations-Kommission wird den 6. August als Termin für die Vertagung der Nationalversammlung, den 30. November als den
Tag des Wiederzusammentritts in Vorschlag
bringen. 0
— Die„Agence Havas“ meldet: Das Ge⸗ rücht von einer energischen Note der spanischen Regierung ist unbegründet. Der Verkehr zwi⸗ schen der diesseitigen und der spanischen Regietung hatte immer einen freundschaftlichen Charakter. Frankreich hat die Carlisten in keiner Weise be— günstigt, vielmehr alle Maßregeln getroffen, um die Grenze nach Möglichkeit zu bewachen. Um dies vollständig thun zu können, würde es eines Armee-Corps bedürfen. Bezüglich der Anerken- nung der spanischen Regierung ist Frankreich ge⸗ neigt, sich den anderen Mächten anzuschließen.
Versallles, 30. Juli. Die National- versammlung nahm den Antrag auf Vertagung der Sitzungen der Generalräthe an. Morgen wird der Antrag auf Vertagung der National- versammlung discutirt werden. Gambetta und Jules Simon haben sich zum Wort gemeldet.
— 31. Juli. Die Nationalversammlung hat mit großer Majorität den Entwurf, wonach die Ferien vom 6. August bis zum 30. November dauern werden, genehmigt, die Amendements der Linken, welche die Aufhebung des Belagerungs⸗ Zustandes bezweckten, indeß verworfen.
Belgien. Brüssel. Der Kaiser von Rußland hat eigenhändig an den Prasidenten der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika geschrieben, um denselben zu veranlassen, seinen Beschluß be- züglich der Beschickung des kriegsrechtlichen Con- gresses zu ändern; Grant beharrt aber auf feiner Weigerung.
Spanien. Madrid. In der Provinz Asturten hat ein zweistündiges Gefecht statt⸗ gefunden, in welchem der Carlisten-Führer Faes und mehrere Carlisten gefallen sind.
— 1. August. Castelar hat sich in Alicante nach Marseille eingeschifft.
Italien. Rom. Die Sicherheitszustände in Sicilien nebmen die Aufmerksamkeit der Presse in hohem Grade in Auspruch. Fast jeden Tag treffen die peinlichsten Nachrichten ein, und es wird dort offenbar täglich schlimmer. Nun ist auch die Provinz Catania, bisher davon verschont, vom Brigantaggio beimgesucht. In der Provinz Palermo kam neuerlich eine Reihe von Erpressungen vor, und es werden Personen, die gegen die Rauber Zeugniß abgelegt, auf offener Straße nledergestochen. Seit dem Weggange des Generals Mediei hat sich die Lage noch entschieden ver⸗


