Samstag den 4. April.
f a M41.
Oberhessischer Anzeiger.
l 1. 8 . Die Vetitzeil f 1 5 ersckeirt jeden 1. en Areisblatt für den Rreis Friedberg. Dienstag, 8 8 der f——— age 5 4 A begann ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“; m derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonne— nur f 1 11 1 5 ril ment beträgt bei den a rem vierteljährlich 0 0 A Zs kr., mit Bestellgeld 47 kr. r.
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. April l. 3 ent perzinslich
ketreffend: Den Abverdienst der Feldstrafen.
„ Ermus.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an
Nur Wenige haben unserer Verfügung vom
Amtlicher Theil.
die Großherzo,
28, entsprochen, weshalb wir an die sofortige Vorlage erinnern.
Friedberg am 1. April 1874. lichen Bürgermeistereien.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 31. März. Heute hat das Bezirke⸗ Strafgericht seine erste öffentliche Sitzung in neuen Justizgebäude abgehalten, wobei sich doch ergeben hat, daß die für die Zeugen und w das Publikum bestimmten Räume äußerst app bemessen sind und jedenfalls bei Vechand— ingen von größerer Bedeutung nicht ausreichen. Die ersten Assisen- Verhandlungen im neuen Ge—
Fude beginnen am 13. d. M. Berlin, 1. April. Fürst Bismarck empfing t seinem beutigen Geburtstage äußerst zablreiche Jlückwünsche, auch solche aus den entferntesten Teilen des Reichs, darunter ein Glückwunsch— Telegramam des Königs von Bapern. Der Fürst inpfing den Reichstagsprastdenten v. Forckenbeck Mr dessen Abreise nach Breslau zu einer Conferenz. Köln, 31. Marz. Ueber die Verhaftung des Ezbischofs von Koln erfahrt man folgende Ein— MAbeiten: Heute Morgen gegen 7 Uhr begab sich Ar königliche Polizeipräsident Deveas per Wagen die Wobnung des Erzbischofs Paulus Melchers, im denselben auf Grund der gegen ihn vom hesigen Zuchtpolizeigerichte ausgesprochenen sub— Narischen Gefängnißstrase zu verhaften. Der J zbischof erklärte wer r Gewal 3010 Ne, er werde nu der Gewalt keichen, und sah sich in Folge dessen der Polezei 50% Näsicent genöthigt, den Polizeicommissar Klose zu 0 e guiriren. Letzterer hat dann den Erzbischof am ben, Arm ergriffen und ihn in den vor der Thüre benden Wagen geführt, der sosort nach dem e krresthause am Klingelpütz abfuhr. um Erzbischef drei Zimmer zur Verfügung gestellt. uf der Gereonstraße befand sich eine große
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zindtrnag
—ieaschenmenge, jedoch sind mit Ausnahme von
meren Schimpfereien über die Polizeibeamten ne Ruhestörungen vorgekommen. Inu erzbischöf⸗ chen Palais waren seor viele Geistliche versammelt. ein Fulda, 31. März. Der katbolische Pfarrer Achhorn zu Schmalnau wurde heute durch Er· lininiß der hiesigen Kreisgerichtskammet wegen Pajestätsbeleidigung zu drei Monaten Gefängniß ururtheilt.
Straßburg, 1. . alüchtl gelehnt. Die„Straßb. Zig.“ knüpft an diese .„Iutheilung den Wunsch, daß die durch die Depu⸗ ion der Gemeinderäthe bei dem Oberpräsidenten Angeleiteten Unterhandlungen mit der Regierung in einem der Bevölkerung willkommenen Ergebniß
ren möchten. Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 31. März. Dae Abgeordnetenhaus genehmigte das Budget bum dem Finanzgesetz pre 1874 in zweiter und
April. Julius Klein hat
Dort sind
Annahme des Bürgermeister: Amts definitiv
2. März, Kreisblatt Nr. e dritter Lesung und vertagte sich hierauf bis zum 14. April. Frankreich. Versailles. Der biesige
Gemeinderotd wurde aufgelöst, weil er sich ge— weigert, 27,000 Frs. für geistliche Wohlthätigkeits— Anstalten zu bewilligen.
Großbritannien. London. Der Ueber- schuß der englischen Staatseinnahmen des Rech- nungs jahres 1873/74 beträgt 1,025,638 Pfd. Sterl. Die„Times“ schlägt den im Rechnungs- jabt 1874/75 zu erwartenden Ueberschuß 3½ Millionen an.
Türkei. Konstantinopel. Einem Tele- gramm der„Neuen Fr. Presse“ von bier zufolge dal der serbische Agent Kristie dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten Raschid Pascha officiell einen für Mitte April festgesetzten Huldigungs— Besuch des Fürsten von Serbien in Konstantinopel angezeigt.
Griechenland. Athen.
auf
Der König hatte
e 1 1 Deligeorgis mit der Neubildung des Cabinets be⸗
auftragt. Da dieser jedoch wegen unzureichender Unterstutzunz in der Kammer nicht im Staa
war, den Antrag des Königs auszuführen, so ist neuerdings der bisherige Ministerpräsid ent Bulgaris Neubildung des Cabinets berufen worden.
Amerika. Washington. Der seit einigen Tagen unterbrochene Betrieb auf der Eriebahn ist wieder hergestellt. Die Unterbrechung war dadurch verursächt, daß die Arbeiter der Eisenbahn,
zur
welchen im Februar nicht ihre Löhne ausgezahlt
waren, von den Gebäulichkeiten Besitz ergriffen und den Gang der Züge verbinderten, bis dann die Truppen jene räumten und die Wiedetauf— nahme des regelmäßigen Dienstes ermöglichten.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Die Leipz.„Illustrirte Zeitung“ vom 21. Mäcz“) bringt einen in der Welierau“ mit einer recht gelungenen Ansicht des nördlichen Theils der Burg. Wir versehlen nicht, unsere Leser auf Beides ausmeiksam zu machen. Am Schlusse des Arukels beißt es: Der nächste Sommer wird in Friedberg eine Ausstellung Welterauer Industrie Erzeugnisse sehen. Wir wünschen dieser Ausstellung den besten Ersolg und hoffen, daß vor Allem die Arbeitskräfte Friedbergs dadurch einen kräftigen Ankrieb zu waderem Vorwärto— und Auswärtsstreben erhalten.
Friedberg. Am 26. März feierte der Frei⸗ herrliche Löw'sche Renimeister Müller von Florstadt sein 50 jähriges Dienst⸗Jubilaäum im Hotel Trapp dapier. Man gab ihm zu Ehren ein Festmahl, bei welchem ihm von seiner Dienstherrschaft durch den Hosjunker Freiherrn Gustav Löw von und zu Steinsurtb nebst einem ihn ehrenden Auerkennungsschreiben ein pracht— voller silberner Pokal und eine Anweisung zur Anschassung eines Silberschrankes überreicht wurde. Ferner begrüßten
„) Diese Nummer ist spart in der Buchhandlung von C. Bindernagel zu haben.
Artikel über„Burg Friedberg
und beglückwünschten ihn auch die Pächter der unter seiner Verwaltung stehenden Güter in Steinfurth, Wissels⸗ bam und Florstadt und übergaben ibm, wie auch sein⸗ Verwandten und Freunde, wertbvolle Ebrengeschenke. Das Fest nahm in gebobener Sümmung unter Ausbringung verschiedener Toaste einen schönen Verlauf und der Jubilar, der sich völliger Körper- und Geifesfrische erfreut, war sicht ich gerührt von so viel Liebe und mit Dank erfüllt für die ihm erwiesene Ehre.
Nieder-Mörlen, 1. April. Heute Vormittag in dem Wohnbause eines hiesigen Oekonemen Feuer aus, das in ganz kurzer Zeit die ganze Hoftaltbe ein⸗ äschette. Bei der Hestigtigkeit des Feuers durch den starken Wind konnte vom Modilar sast nichts gerettet werden. Der Mann hatte gar nichts versichert. [Mainz. Am Osier- Sonntag wird in der Fruchthalle die Blumen⸗ und Pflanzen⸗Auestellung des„Verbandes Rbeinischer Gartendander eine“ eröffnet werden. Be⸗ schickung und Besuch werden sich nach aller Vorauesicht glänzend gestalten.
Allerlei.
Berlin. Das höchste„Hoch!“ welches am 22. März
in Preußen auf Kaiser Wilhelm ertönte, war obne Zweifel das von vier Touristen auf dem Dach der Schneekoppen [Baude ausgebrachte. Diese Herren, von denen je einer aus Berlin und Schmiedeberg, zwei aus Eichberg waren, hatten unter großer Müyseligkeit von den Greuzdauden aus Über die„schwarze Koppe“ die Schneckoppe destiegen fund fanden den Schnee auf der Rückseite der Baude dis zur Dachrinne angehäuft, so daß sie von bier aus das Dach ersteigen und ihre Huldigung dem Kaiser darbringen konnten. 0 London. Sir Garnet Wolseley, der Sieger über die Aschanlis, wird als Belohnung für seine Dienstie an der Goldküste den Baxonettitel und eine Ehrenpension in der Höhe und Ausdehnung von 1500 Lstr. jäbrlich für den General und seinen nächsten Leideserben nach ihm er⸗ Außerdem erbaͤlt er das Großkreuz des Ordens von St. Michael und St. George, der ausschließlich an Bewohner der Colonien oder an solche verliehen wird, welche den Colonien Dienste geleistet baden. Das Greß⸗ kreuz des Batbordens hatte der General aus Bescheidenheit abgelehnt. Außerdem bekam er übrigens zu dem Ritter kreuz das Commandeurkreuz verleben. Sein Patent als General⸗Major ist ebenfalls bereits ausgesertigt.
brach
balten.
Generalversammlung des Vorschuß⸗ und Ereditvereins zu Friedberg. Nach vorhergegangener vorschristo magen Veroffent⸗
lichung sand am W. März e. im Simon'schen Saale die
zehnte ordentliche Generalversammlung des Vorschuß und
Creditwereins(eingetragene Genossenschaft) bier, Behufs
Rechnungsablage pro 1873, sowie Enigegennahme eines
allgemeinen Rechenschaftsberichts, statt.— Es erschienen
nahezu 100 Mitglieder und eröffnete der Vorsitzende des
Ausschusses, Herr Scriba, die Versammlung, zunächst
bervorhebend, die um- und vorsichtige Fübrung des In⸗
sliturs unter anerkennufgswertber Leitung seiner Vor— standemiiglieder, worauf das Vorstandsmüglied, Her
Ermus, das Wort erhielt, um nach Punkte der feste
gesetzten Tagesordnung üder die Geschäftsergebnisse des
Jahres 1873 Bericht zu erstatten.
Aus der bierauf sehr ausführlich ausgearbeiteten und klar gebaltenen Berichterstattung(die demnächst gedruckt erscheint) wurden die Innessenten überzeugt, daß sich die
Geschäßtsthäugkein des Vereins auch in dem abgelausenen


