Ausgabe 
3.11.1874
 
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Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.

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Dienstag den 3. November.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Für den Monat November kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.

Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aufstellung der Voranschläge der Gemeinden für 1875. Friedberg den 31. October 1874.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 4. August dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 92, tragen wir Ihnen wiederholt auf, die Vor-

anschlagsarbeiten so vorzubereiten, daß, sobald die Wablen beendigt und die Vorstände ein gewiesen sind, die Gemeindevoranschläge berathen, abgeschlossen und eingesendet werden können. r

8 5Friedberg am 2. November 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

acharzt Gerdts. Es stehen noch mehrere von Ihnen mit der Einsendung der Acten über die Bürgermeisterwahlen, wo die Gemeinderathswaßlen nicht beanstandet erein. find, zurück, und sehen wir der sofortigen Einsendung, nöthigenfalls mit expressen Boten, entgegen. Da, wo die Bürgermeisterwahlen beßätigt und die 3 Bürgermeister verpflichtet sind, werden Sie die Beigeordnetenwahlen sofort vornehmen lassen und die Acten alsbald einsenden, wenn die Offenlegungs⸗ Wertabtt, Aten ffrist abgelaufen ist. Tra p p. u Saale derDun arrbaltung nit Ta

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Betreffend: Die Herbstmandver. Friedberg am 30. October 1874.

1 Bettins hiermit e. 5 f 5 8 5 3 3. 3 Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizeicommissär in Wickstadt. Oneber 1871. Unter Bezug auf unser Ausschreiben vom 17. dieses Monats erinnern wir an die sosortige Erledigung desselben und bemerken weiter, daß Der Vorstand. Formularpapiere zu Fuhrenliquidationen bei uns vorhanden sind und sehen wir der Angabe des Bedarfs entgegen. Zugleich bemerken wir weiter, 9 daß in diese Liguidation nur die Beträge aufzunehmen sind, welche verordnungsgemäß von der Militärbehörde vergütet werden, da die Abrechnung veißer mit der Kreiskasse erst später erfolgen kann. N a 1. . Lebe Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Weiter sinr als Bürgermeister in Folge der Landgemeindeordnung auf 9 Jahre gewählt und als solche bestätigt und verpflichtet worden: musik 19) für die Bürgermeisterei Ober-Florstadt der seitherige Bürgermeister Dauernheim; 20) für die Bürgermeisterei Staden der seitherige Bürger- ee e der Ute meister Dauch; 21) für die Bürgermeisterei Stammheim der Ortsbürger Konrad Becht; 22) für die Bürgermeisterei Kirch- Göns der seitherige 1 det Bürgermeister Weber; 23) für die Bürgermeisterei Pohl-Göns der seitherige Bürgermeister Schöpf; 24) für die Bürgermeisterei Massenheim der

n seulherige Bürgermeister Müller; 25) für die Bürgermeisterei Gambach der seitherige Bürge rmeister Laux; 26) für die Bürgermeisterei Ober- Weelaus Wirt Eschbach der seitberige Bürgermeister Himmelreich; 27) für die Bürgermeisterei Nieder-Eschbach der seitherige Bürgermeister Faust; 28) für die Buggemeisterei Fauerbach v. d. H. der seitherigige Buͤrgermeister Philipps; 29) für die Bürgermeisterei Hausen mit Oes der seitherige Bürgermeister Farbe Häuser; 30) für die Bürgermeisterei Münster der seitherige Bürgermeister Reineck.

ö Friedberg den 31. October 1874. Nn Kreisamt Friedberg.

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1 Aetf, Bue aan nt machung. Die Martini dieses Jahres schuldigen Gefälle, als Zeitpacht, Briefpach:, Fischereipacht, sowie Beiträge der Gemeinden zu den Forstdienerbesoldungen, müssen binnen eizehn Tagen an den bestimmlen Zahltagen Dienstags und Donnerstage, Morgens von 812 und Mitiags von 2 bis 5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Wir ersuchen die Großh. Bürgermeistereien, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach Ablauf obigen Termins ie Mahnung erfolgt. g i i Friedberg den 2. November 1874 Großherzogliches 8 Friedberg. ume e.

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11 Deutsches Reich. pflichtung der Banken zur gegenseitigen Annahme er empfindet dabei einen Druck auf dem Ge 1 ehre.; je, der Noten als Zahlungsmittel bezeichnet. lenk. Zur Zeit steht es noch nicht fest, ob Für .. N N eee Regier Durch Allerhöchste Decrete vom 28. Wa emen sich noch nach seiner ande Ile lch* latt Nr. 52 enthä 5 ieriums ber Finanzen wurden ernannt: der Geheime Hofgerichtsrath bei sitzung begibt. Der Fürst soll in einem sehr ü- 12 rr zmerelen betreffend. dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen, Dr. Friedrich freundlichen Schreiben den Grafen Adolph Arnim⸗ Elise eng ee ennen. Etledigt ift: die evang. Zimmermann, zum Director des Hofgerichts der] Boitzenburg in Metz aufgefordert haben, dem NI Echulstelle zu Mümling⸗Grumbach mit einem jährl. Ge. Provinz Starkenburg, und der Stadtgerichts- Staatsdienste nicht ganz zu entsagen, sondern sich

lle von 450 fl.; dem Fürsten zu Löwenstein⸗Wertheim⸗ osenberg 2 5. zu Erbach⸗Schönberg steht 9 Präsentationsrecht für diese Stelle zu; die durch einen lologen zu besetzende 1. evang. Schulstelle zu Bad⸗ uheim mit einem jährlichen Gehalte von 1000 fl.; die

1 ung, Schulstelle zu Gleimenhain mit einem jährlichen

771 Flitdbe 1 900 100 f. die erste evang. Schulstelle zu Flom⸗

1 fl ien mit einem jährl. Gehalte von 500 fl.; die 3. kath.

gend 4 Shulstelle zu Seligenstabt mit einem jährlichen Gehalte * e e f 650 fl.

tal Darsftabt, 29. Oct. Der hiesige Handels-

29 hein beschloß gestern eine Eingabe an das Reichs-

nene ftir leram, sowie an den Reichstag, worin er sich

2190 die Gründung einer Reiche bank ausspricht; 10 erklärte die Umwandlung der preußischen Bank 6 iechel ein solches Institut, sowie das Fortbestehen der 60 handenen Zettelbanken unter zu vereinbarenden ermatlo-Bestinmungen für wünschenswerth. Als ( unabweisbare Nothwendigkeit wurde die Ver

Assessor bei dem Stadtgericht Darmstadt, Christian Weyland, zum Hofgerichtsrath bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen.

30. Oct. Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer trat heute zur Berathung über die Kirchengesetze und bezw. zur Feststellung der einschlägigen Berichte zusammen. Man er wartet die Einberufung des Plenums etwa zum 10. nächsten Monats.

Berlin, 28. Oct. Fürst Bismarck ist gestern Abend hier eingetroffen. Wie dieN.-Ztg. erfährt, kehrt der Reichskanzler völlig gekräftigt zu den Geschäften zurück. Die Wunde, welche er bei dem Kissinger Attentate davongetragen, ist völlig ver narbt, neben der Narbe am rechten Handgelenk ist indessen ein rother Fleck zurückgeblieben, noch immer fällt dem Fürsten das Schreiben schwer,

nur zeitweilig aus demselben zurückzuziehen.

Die kürzlich vomDaily Telegraph ge brachte Nachricht: Deutschland beabsichtige, anzu- fragen, ob Belgien seine Neutralität aufrechterhalten könne? bestätigen hiesige Diplomatenkreise, indem sie darauf hinweisen, daß kein offizielles Dementi erfolgt sei, und daß Deutschland vollkommen be rechtigt sei, diese bereits früher von anderen Mächten angeregte Frage zu stellen. Solche An srage bedeute durchaus keine Provokation von Seiten Deutschlands.

30. Oct. Die Morgen-⸗Nummer derLon doner Times bespricht die gestrige Thronrede des deutschen Kaisers. Der Artikel sagt: das Gestirn Deutschlands sei sichtlich im Steigen begriffen. Nachdem der auswärtige Feind besiegt, die inneren Gegner überwältigt, die Macht des Klerus ge⸗

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