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geben wir zu bedenken, daß mancher Bürgermeister honoris causa der guten alten Zeit unsere Stadt mebr Geld gekostet hat, wie dies bei einem gut bezahlten thatkräftigen, intelligenten und sachkun⸗ digen Mann mit Pensionsanspruch, der seine ganze Zeit und Kraft der Stadt und deren Wohl ge⸗ opfert hätte, der Fall gewesen wäre.
Darmstadt. Das Großberzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 42 enthält:
1. Allerböchste Verordnung, die Organisalion der obersten Staatsbehörden betreffend. 8
11. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
III. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
IV. Bekanntmachung, betreffend die Preisvertheilung des philolo gischen Seminars der Landes⸗Universttät Gießen,
V. Ordensverleihungen.
VI. Eribeilung von Erfindungspatenien. 4
VII. Dienstnachrichten. S. K. H., der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 20. Juni die von dem Fürsten zu Isenburg-Birstein auf Lehrerstellen an der Bürgerschule zu Offenbach präsentirten Schullehrer an der 1. evang. Schule zu Langen, Friedrich August, Schullehrer an der 2. evang. Schule zu Dreieichenhain, Johann Philipp Brenner, Schullehrer an der 1. evang. Schule zu Geinsheim, Carl Adam Marbach, früheren Schullehrer zu Rödelbeim im Königr. Preußen, Gustav Carl Weber und Schullehrer an der 2. kathol. Schule zu Mainflingen, Adam Heß, für diese Stellen zu bestätigen; am 1. Aug. den Reservisten Carl August Seipp von Darmstadt zum Hossaalwärter zu ernennen; am 11. Aug. dem evang. Pfarrer Georg Sctiba zu Bornheim die evang. Pfarrstelle zu Biebelnheim, im Dekanate Alzey, zu übertragen; am 14. Aug. dem Schullebrer Heinrich Eopenschied zu Lieder— bach die evang. Schulstelle zu Heppenheim im Loch und dem Schulamts Aspiranten Anton Illert aus Brauns— hardt die 2. evang. Schulstelle zu Mettenheim, am 15. Aug. dem Schullehrer an der 2. evang. Schulstelle zu Dalheim, Jacob Hechler, die 2. evang. Schulstelle zu Klein Karben, dem Schullehrer an der 1. evang. Schulstelle zu Hamm, Philipp Geil, die 1. evang. Schulstelle zu Gimbsheim und am 17. Aug. dem Schulamts⸗ Aspiranten Johann Philipp Schmidt aus Frohnbausen, im Königr. Preußen, die 2. evang. Schulstelle zu Brandau zu übertragen; am 18. Aug. den Polizer-Commissariats⸗Aspiranten Jacob Eckes aus Bingen zum Polizeicommissär 3. Classe bei der Polizeiverwallung zu Mainz, den Kreisbaugufseher-Aspi— ranten Carl Löffler aus Laubach zum Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamt Bensheim zu ernennen.
VIII. Charakterertheilungen.
IX. Versetzungen in den Ruhestand.
X. Concurrenzeröffnung. Erledigt sind: die 2. kathol. Knabenschulstelle zu Bürstadt, im Kr. Bensheim, mit einem jährl. Gehalte vou 550 fl.; die 1. katbol. Schulstelle zu Mosbach, im Kr. Dieburg, mit einem jährl. Gehalte von 450 fl.; dem Pfarrer und Gemeinderath zu Mosbach steht das Präsentationsrecht für diese Stelle zu.
XI. Sterbefälle. Gesiorben sind; am 10. Aug. der Stadischullehrer Leonhard Adam Schäfer zu Worms; am 11. Aug. der Sleiger auf der Grube Ludwigshoffnung bei Melbach, Peter Boß von Bauernheim.
Darmstadt. Am 22. August wurde dem Kreisrathe des Kreises Friedberg, Regierungsrath Adolph Trapp, und dem vortragenden Rathe in dem Ministerium des Innern, Regierungsrath Dr. Bernhard Jaup, der Character als„Ve— heimer Regierungsrath“ verlieben.
— Nach dem„Militär- Wochenblatt“ wurde Mohr, Vice⸗Feldwebel vom 1. Bat. Darmstadt 1
1. Groͤßh. Landw.⸗Regiments Nr. 115 und Link, Vice-Wachtmeister vom 2. Bat. Erbach i. O. 3. Großb. Landw.⸗Regts. Nr. 117, zu Sec.“ Lieutenants der Reserve des Großh. Feld-Artillerie⸗ Regiments Nr. 25 ernannt.
— Gutem Vernehmen nach hat sich die Reichsregierung bereit erklärt, der hessischen Re⸗ gierung zur demnächstigen Einführung der Mark- Rechnung mit dem etwa fehlenden Münzmaterial auszubelsen. Die Einführung der Markrechnung vom 1. Januar 1875 könne sonach als gesichert gelten.
Berlin. Es scheint sich mehr und mehr zu bestätigen, daß die Vorlegung eines Reichevereins- gesetzes fürs Erste nicht beabsichtigt wird, da die preußische Regierung, wie die Officiösen sagen, mit den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen, deren
Wirksamkeit bei scharfer und consequenter An- wendung man bisher kaum erprobt hatte, gegen die jultramontane und soclal' demokratische Agi—
tation glaubt auskommen zu können. — Wie die Breslauer Zeitungen
mordet worden.
minister Delbrück, wird sich in den ersten Tagen des nächsten Monats nach Varzin begeben, um mit dem Reichskanzler über die Erledigung einiger wichtigen Fragen zu berathen. legenheit wird, wie es heißt, auch die Frage
mittheilen, ist der aus Brieg gebärtigte Consul des deutschen Reiches zu Hakodade(Japan) Ludwig Haber er— Die Kunde ist von der japane— sischen Regiernng durch Telegramm an das aus- wärtige Amt des deutschen Reichs gesendet worden;
— Der Präsident des Reichskanzleramts, Staats
Bei dieser Ge-
wegen Einberufung des Bundesraths und des Reichstags entschieden werden.
— Es ist in letzter Zeit wieder vielfach über den hervorgetretenen drückenden Mangel an Lehrern ge— klagt worden. Diese Klagen sind schon oft erhoben, aber wie schon früher, so auch jetzt sehr übertrieben worden. Angestellte Erhebungen haben gezeigt, daß diese Klagen zumeist in den östlichen Pro- vinzen ihre Berechtigung finden und durch die Besoldungsverhältnisse begründet waren, welche indessen zum Theil schon verbessert worden sind, zum Theil weiteren Verbesserungen entgegen ge— führt werden sollen. Es find die hervorgetretenen Uebelstände augenblicklich Gegenstand sehr ein · gehender Prüfung im Kultusministerium und es wird hoffentlich gelingen, sie bald und gründlich zu beseitigen.
— Der Kaiser und die Kaiserin treten am nächsten Sonntag Vormitlag 10 Uhr die Reise nach Hannover an, um den Manövern des 10. Armeekorps beizuwohnen. 2
— 1. Sept. Der deutsche Gesandte in Rom, v. Keudell, hat sich heute Vormittag auf einige Tage nach Varzin begeben.
— Potsdam, 1. Sept. Heute Vormittag fand die feierliche Einsegnung des ältesten Sohnes des Kronprinzen in der Friedenskirche statt. Zu den Feierlichkeiten waren die Minister Camp hausen, Falk, Achenbach, v. Kamecke und Delbrück anwesend; ferner der Botschafter Fürst Hohenlohe, der Feldmarschall v. Manteuffel, die Ritter des schwarzen Adlerordens, die Generalität, die obersten Hofchargen und Regierungsbeamten, die Berliner und Potsdamer Hofgeistlichkeit und die Vertreter der Stadt. Der Hof saß im Halbrund vor dem Altar, wohin der Kaiser die Kron⸗ prinzessin, der Kronprinz und der Prinz von Wales die Kaiserin führten. Posen, 31. August. Der Vikar Kubeczak wurde vorgestern als Probst in Kions eingeführt. Der Decan Rieniewcki und der Vicar von Kions verweigerten die Herausgabe des Kirchenschlüssels und der Kirchenbücher, weshalb Kirche und Kirchen- bücher Schrank zwangsweise geöffnet wurden. — 31. Aug. Der„Posener Ztg.“ zufolge, finden in Xions Unruhen statt. Gestern bei Be- ginn des Gottesdienstes drang ein Volkshaufe, meist aus Bauern bestehend, in die Kirche, trug Fahnen, Kreuze und Bilder heraus und insultirten den neuen Probst Kubeczak, so daß schließlich Militär von Schrimm requirirt werden mußte. Fulda. Das hiesige bischöfliche Dom⸗Kapitel scheint bezüglich der Sedan-Feier anderer Ansicht zu sein, als der streitbare Prälat v. Ketteler im goldenen Mainz. Wie man uns mittheilt, hat dasselbe vor einigen Tagen ein Schreiben an die Dekanate zur Mittheilung an die betreffenden Pfarrer erlassen, in dem gesagt wird, daß die Geistlichen einer kirchlichen Feier des 2. September keinerlei Schwierigkeiten entgegensetzen sollen.
Köln. Die Geschäftsverbindungen zwischen Frankreich und Deutschland werden mehr und mehr wieder angeknüpft und zwar hin und wieder in großem Maßstabe.— Welche Aufmerksamkeit man zur Zeit von militärischer Seite den Briestauben zuwendet, beweist die Thatsache, daß gegenwärtig ein russischer Offizier am Rhein weilt, von den Brieftauben Stationen Einsicht zu nehmen und zum Ankauf von Tauben für Rußland Auftrag zu ertheilen. Vor einigen Tagen weilte derselbe in Köln, dann im Wupperthal, wo man diese Taubenart mit großer Vorliebe züchtet.
Bremen, 31. August. Der Genossen⸗ schaststag ist heute beendet. Es wurde beschlossen, zum Zwecke der Agitation für das Genossenschafts- wesen der Anwaltschaft aus den Fonds des Ver— bandes einen Credit zu eröffnen und allen Bau-
Genossenschaften den Zutritt zu dem Unterverbande
Lüneburg. Das hiesige Comité für die
höhung der Feier anzuordnen, daß auch die Glocken der katbolischen Kirche während den Mittagsstunden geläutet würden. Der Geistliche hat unverzüglich hierauf erwiedert, daß er dem kundgegebenen Wunsche sehr gern entsprechen und dafür sorgen werde, daß auch die Glocken der
Tages beitrügen. b München. Der„N. fr. Pr.“ zufolge sind einige Tage vor der Abreise des Königs von Schloß Berg aus telegraphische Mittheilungen an den Fürsten Bismarck nach Varzin abgegangen und von dort auf gleichem Wege beantwortet worden. Karlsruhe, 28. August. Die Reise des Bischofs Reinkens durch Baden verlief ohne Stör⸗ ung, nur dem Zelotismus der Ultramontanen in Thiengen(Amts Waldshut) war es vorbehalten, eine andere Erfahrung machen zu lassen. Als der Bischof vorgestern in jenem Städtchen eintraf, wurde das vom Gemeinderath genehmigte Empfangs geläute von den Ultramontanen mit Gewalt ver hindert, und der Pfarrverweser verweigerte dem groß. Beamten die Herausgabe der Kirchenschlüssel,
Ausland.
Oesterteich⸗-Ungarn. Wien. In dem großen Proceß gegen die Führer dil steierischen Arbeitervereine ist die Klage bereits überreicht; dieselbe lautet gegen Tauschinki auf Stiftung eines Geheimbundes und Religionsstörung, gegen 32 andere Arbeiter auf Theilnahme an einem Geheim— bunde. Die Verhandlung findet am 10. Sept, statt, jedoch nicht vor Geschwornen. Frankreich. Paris. Der officiöse„Moni, teur“ meldet:„Der Kriegsminister hat dem General— Commandanten der 22. Diviston befohlen, sich nach Bourg-Madame zu begeben. Die Anwesen⸗ heit dieses Generals an der Grenze ist durch die Nothwendigkeit hervorgerufen, energische Maßregeln gegen die Verletzung der Grenze durch die Puy cerda belagernden Carlisten zu ergreifen.“
— Marschall Mac Mahon wird sich nächstem Samstag nach seinem Schlosse La Foret bei Montargis begeben, um dort die Jagd zu eröffnen und etwa zehn Tage zu verweilen. Dann wird der Merschall die bereits angekündigte Rundreise nach dem Süden(Lyon und Marseille u. s. w.) unternehmen. 7
— 1. Sept. Der Capitän Bigodet, Ordon⸗ nanz⸗ Offizier des Kriegsministeriums, ist heute nach Deutschland abgereist, um an den Herbst— Manövern Theil zu nehmen.*
Großbritannien. London. Wie der „Times“ aus Calcutta von 30. d. telegraphinn wird, hat der Vicekönig von Indien beschlossen, mit 1200 Mann eine Expedition gegen den Stamm der Dufflos zu unternehmen. Die Dufflos, an der Nord- West-Grenze Indiens seßhaft, haben räuberische Einfälle auf indisches Gebiet gemacht und dabei Gefangene mit fortgeschleppt, deren Freigabe sie verweigern.
— 60,000 Arbeiter in den Kohlenbergwerken von Fifen und Clackmannan sind am Schlusse den vorigen Woche aus der Arbeit entlassen worden nachdem sie die Vorschläge der Arbeitgeber mit einer Stimmenmehrheit von 500 abgelehnt hatten,
Spanien. Bilbao, 30. Aug. Die Car listen erlitten angeblich zwischen Ripoll und Ribaß durch Entsatzungstruppen große Verluste. Dal carlistische Belagerungscorps von Puycerda i Abzugs vorbereitungen; man hielt dies aber fil ein Scheinmanöver und befürchtet eine nächtliche Umkehr und einen nochmaligen Sturmversuch. Die Eisenbahnverbindung zwischen Puycerda und Ripoll ist von den Carlisten unterbrochen worden
— 31. Aug. Die Carlisten, welche am 20 ihre Stellungen vor Puycerda scheinbar geräum! hatten, kehrten in der Nacht vom 29. auf den 30
Sedanfeier wandte sich auch an den hiesigen katholischen Geistlichen mit dem Ersuchen, zur Er⸗
katholischen Kirche ihr Möglichstes zur Feier des
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zurück und machten zwei lebhafte Sturmangriff, welche abgeschlagen wurden.
Madrid, 31. Aug. Weitere Nachrichten aus Puyeerda bestätigen, daß die Carlisten nach
nährere Mittheilungen fehlen noch.
der deutschen Bau Genossenschaften zu empfehlen.
dem Abschlagen der beiden letzten Sturmversuche]
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