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diplomatische Correspondenz über die Wegnahme des„Virginius“. Darunter ist eine Depesche Lord Derby's an den englischen Vertreter Bayard in Madrid, welche erklärt, England habe bisher mit Rüchsicht auf die schwierige Lage der spanischen Regierung von einer definitiven Erklärung derselben abgesehen, erwarte die Erwiderung jetzt aber ohne Aufschub.
Spanien. Madrid. Die„Gaccta“ ver- öffentlicht ein Circular der Regierung, worin die Behörden aufgefordert werden, den Eintritt aller 19jährigen der Reserve angehörenden jungen Leute in den Militärdienst ins Werk zu setzen. Santander. Von der spanischen Grenze wird gemeldet, daß Don Alphons und Donna Blanca(die Gemahlin des Don Carlos) am Ebro zu dem Carlistenchef Segarra gestoßen sind. Italien. Rom, 28. Mai. Der Gesund- beitszustand des Papstes ist gut.— Carkinal Falcinelli hat einen Schlaganfall erlitten, sein Zustand ist hoffnungslos.
e 29. Mai. Cardinal Falcinelli ist heute Morgens gestorben. f Amerika. New⸗Nork. Nachrichten aus
Montevideo zufolge sind zwischen der Republik Uruguay und der argentinischen Republik die diplomatischen Beziebungen abgebrochen worden.
Wasbington, 30. Mai. Der Finanzbericht Für den Monat Mai wird eine Abnahme der öffentlichen Schuld von drei bis vier Millionen gonstatiren.— Das Repräsentantenhaus hat das Besetz betreffs Herabsetzung der Präsenz⸗Zahl der Armee angenommen.
Aus Stadt und Land.
Nidda. Unser Kreisblatt erzählt folgende nette Ge— chichte: In dem Dörschen Gilécourt, Departement des Vosges, eine Meile nordöstlich von der Stadt Epinal zelegen, kantonnirte im Monat Mai 1871 die 5. Comp. des I. Großberzogl. Hessischen In santerie-Regimenie Nr. 116 aud lebten Soldaten und Eiuwohner im besten Einvernehmen. Die Quartierträger kochen und bereiteten die den Mann- chaften gelieferten Victualienportionen zu und behandelten vie letzteren so zu sagen wie Familienangebörige. Die Soldaten auf der andern Seite statteten für das freund— iche Entgegenkommen der Einwohner ihren Dank dadurch ub, daß sie sich ihnen bei Verrichtung ihrer Feld- und Hausarbeiten auf alle mögliche Weise nützlich zu machen uchten. Als ein Veweis dieses gegenseitigen guten und ordialen Verhältnisses und ein Zeichen von großer An— änglichkeit eines französischen Quartierträgers an seinen ungebetenen deutschen Besuch sei nachstehender Vorfall er⸗ Aählt. Der Musketier August Koch der genannten 5. Com- ignie, von Wallernhausen, war zu Girécourt bei dem Schreiner Pierre Michel einquartirt. Nachdem seitens der Zompagnie zum Marsche in die Heimath das Dörschen
Gießen. Seit einigen Tagen wird ein junges Mäb⸗ chen von 14 Jahren vermißt, welches aus Angst vor Strafe seinen Eltern entlaufen ist. Bis jetzt fehlt noch jede Spur über den Verbleib desselben. In Darmstadt versuchte sich ein junges Mädchen zu erhängen und wurde daselbst von der hiesigen Polizei recherchirt, ob dasselbe nicht das hier vermißte sei; bis heute sehlt aber noch die Bestätigung.
Darmstadt, 29. Mai. Gestern Abend wurde im Herrengarten ein Mädchen von einem Infanteristen an⸗ gepackt und schließlich durch einen Säbelstich an der Hand
verwundet. Der Thäler ist ermutelt und befindet sich in sicherem Gewahrsam. Bingen. Ein schweres Gewitter verursachte am
Samstag in den Gemarkungen Bingen und Büdesheim einen bis jetzt unberechenvaren Schaden. Eine gewaltige Wassermasse wälzte sich vom Gipfel des Scharlachbergs herab, Weinstöcke und Mauerwerk zerstört mit sich sort— reißend. Die Chaussee zwischen Bingen und Büdesheim war von der herabstürzenden Erdmasse zwei Fuß boch überschwemmt, so daß eine Anzahl Leute beordert werden mußte, um die Straße wieder gang- und fahrbar zu machen. Auch jenseits der Nahe soll das Unwetter schreck⸗ lich gehaust haben.
Allerlei.
Frankfurt. Zu den hervorragendsten Zierden Frank— furts gehört unstreing der Neue zoologische Garten, welcher in der kurzen Zeit von kaum 12 Monaten errichtet und Ende März dieses Jahres eröffnet worden ist. Inner halb dieser Frist wurde die sogenannte Pfingstweide, ein bisher ganz ebener und öder Platz in der Nähe des Hanauer Bahnhofes in einen reizenden Park umgeschaffen, welcher fan die dreifache Größe des früheren zoologischen Gartens besitzt. Es ist ein großer See angelegt worden, welcher durch einen mächtigen Wasserfall gespeist wird; ein Hügel wurde aufgetragen, dessen Gipfel mit einer zer sallenen Burg geziert ist, in welcher die Eulen wohnen, und Alles dies trägt so sehr den Charakter der wirklichen Natur, das man glauben sollte, der Garten müsse von jeher in dieser Gestalt bier bestanden haben. Die Thier⸗ dehausungen sind gegenüber den bescheidenen Hütten des alten Gariens wahre Paläste geworden, in denen die In— saßen große, luftige Behälter bewohnen und selost bei un- günstiger Winerung bequem von den Besuchern geseten werden können. Besonders schön ist das Raubtbierhaus, welches den Löwen und Tigern außerordentlich geräumige Behälier bietet, in welchen dieselden auf bohen Felsen umherkleitern können. Nicht minder anziehend ist das Bäcenhaus mu seiner statilichen und zahlreichen Bevöl— kerung, von dessen Galerien man überdies einen freund— lichen Rundblick über den ganzen Garten genießt. Auch das Elephanten- Antilopen und Straußenhaus ziehen— abgesehen von dem Interesse, welches ihre Bewohner bieten— durch die geschmackvolle und künstlerische Aus— schmückung der Innenräume, die Aufmerksamkeit aller Besucher auf sich. Die Thiere seldst fühlen sich unter den neuen Verhälimissen offenbar viel wohler als früber, was sie durch größere Munterkeit und vesseres Aussehen darthun.
Parte. Ueber dae Duell Melternich-Montcbello bat die öffentliche Meinung ihr Verdict in Gestalt des folgenden
don mot abgegeben: Ein Bourgeois spricht zum anderen! „Würdest du Genugtbuung geben, wenn deine Frau solche Sachen machie?“—„Ja wohl,“ lautet die Antwort.—
zeräumt werden sollte, binterließ besagter Musketier dem„Wie, du würdest dich schlagen?“—„Mich? keineswegs,
Juartierwirth seine Adresse mit dem Versprechen, daß er In demnächst zu seiner Hochzeit einladen werde. Die Zinladung ist kürzlich erfolgt und traf am Minwoch den 3. Mai l. J. Abends mit dem letzten Bahnzuge Monsieur 8 8. Michel von Girécourt in Nidda ein, um der am 7. desselben Monals sialtfindenden Hochzeit seiner ehe— maligen Einquartierung beizuwohnen. Der Empfang in Wallernhausen war ein überaus herzlicher und es geschah les um dem fremden Gast— der kein Wort deutsch arstand— den Aufenthalt möglicht angenehm zu machen. Vien n 19. reiste derselbe nach herzlichem Abschled wiebet seine Heimath.
aber meine Frau!“
Handel und Verkehr.
Verfallene Noten und Cassenscheine. Am 30. Juni 1874 verfallen: Coburger Kassen-Anwelsungen à 1 fl. vom 22. Januar 1849; am 1. Juli 1874: Bayerische Hyposheken⸗ und Wechselbanknolen à 100 fl. vom 1. Jun 1859; am 20. August 1874: Kaiserslautern städlische Darlebenscheine à 1, 2 und 5 fl. vom 31. Juli 1870; am 1. October 1874: Bayerische Hypotheken- und Wechselbanknoten à 10 fl. vom 1. August 1857.
Grünberg, 30. Mai. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17 fl. 10 ke.; Korn(90 Kilo) 12 fl. 35 kr.; Gersie(80 Kilo) 10 fl. 43 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 13 kr.; Molter 990 Kilo)— fl.— kr.; Ecbsen(110 Kilo) 12 fl. 12 kr.;
insen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen 0 Kilo) 13 fl. 32 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 3 fl. 15 kr.
Frankfurt, 30. Mai. Der beutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostese per Ctir. 1 fl. 45 kr. bie 2 fl. 36 kr. Sirob per Ceniner 1 fl. 45 kr. bis 2 fl.— kr., Butter 1. Qualität 40 kr., 2. Qualität 38 kr., Eier das Hundert 2 fl. 42 kr.
Mainz, 30. Mai. Productenmarkt. Waizen per Mai 16 fl. 27 kr., per Juli 15 fl. 50 kr., per Nov. 14 fl. 35 kr. Korn per Mai— fl.— kr., per Juni 11 fl. 5 kr., per Juli 10 fl. 5 kr., per Nov. 10 fl. 35 kr. Hafer per Mai 11 fl. 35 kr., per Juli 11 fl. 35 kr. Rüböl per Mai 18 fl. 15 kr., per Oct. 19 fl. 42 kr.
Verloosung. Karlsruhe, 30. Mai. Bei der beutigen Serien⸗ ziehung der basischen 35 fl. Loose wurden folgende Serien gezogen: 4946 5134 6315 1363 5011 5157 1579 4310 2684 5557 7191 3906 2567 3864 3177 2180 3377 1960 2343 7173.
Landwirthschaftliches.
Fütierung von Kälbern. Da, wo man die süße Milch durch ditekten Verkauf sebr boch vetwertgen kann, drängt sich vor Allem die Frage auf, wie kann die Muttermilch bei der Aufzucht von Kälbern am besten ersetzt werden. Die Zahl der Surtogate, die sich bier bieten, ist bekanntlich ziemlich groß. Günstige Versuche wurden in letzter Zeit besonders mit der von Liebig empfohlenen Suppe angestellt. Nach seiner Vorschrift wird sie in folgender Weise bertitet: 280 Gramm Waizen⸗ mehl werden mit 4 Lir. Wasser und 2 Much zu einem gewöhnlichen Mischbrei gekocht, sodann noch 2 Llr. Milch und 36 Gramm Kalilösung(doppelkohlensaurts) und zuletzt 280 Gramm Malzichrot zugesetzt und eine halde Stunde unter Umrübcen an einem warmen Octe sieben gelassen, dann einmal aufgekocht und nach dem Aufkochen durch Gaze filtrirt, damit die Malzspitzen und das unaufgelöste Waizenmehl keine Blähungen oder sonstige Beschwerden verursachen. Das Getränke gebe man lau⸗ warm zu sausen. Da es sich nur 24 Stunden bält, so muß es für jeden Tag frisch bereitet werden. Die ersten 6 Wochen gibt man dem Kalb die ganze Milch, dann
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wird succesive Milch abgebrochen und Suppe zugesetzt, bis daß es pro Tag 8 Lte. Suppe erbält. Nebendei wird Klee- und Wiesenheu gereicht, so viel das Thier
fressen will. Nach 3 Monaten bekommt das Kalb nur die Hälste Suppe und wird dieser Suppe jeden Tag / Pfd. Leinkuchen zugesetzt, im Herbne auch etwas gekochte Kartoffeln. Der Zuwachs der Kaͤlder beträgt dur g⸗ schniulich per Tag 2 Pfd. Ein Kalb, welches beispiels⸗ weise am 22. Februar abgewöhnt wurde, batte durch⸗ schnittlich per Tag um 2,14 Pfd. zugenommen. Vertragen die Kälber die Multeemuch nicht, so wird sofort die Suppe gegeben. Nach dieser Art und Weise der Fütterung soll die Suppe noch nie nachtbeilige Folge gehabt baben und nie Durchfall vorgekommen sein. Ganz vorttefflich bat sich die Suppe auch bei der Aufzucht von jungen Schweinen bewährt, besonders zur Hebung von Ducch⸗ fällen, denen junge Schweine so ost unterliegen.
Accht kölnisches Wasser
von Johann Maria Farina.
Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Datzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.
Johann Maria Farina in Cöln.
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g 5 80 0 — 1 2 8 2 1 Main ⸗Weser-Bahn. 1356 Die bei Erbauung eines Dampspumpenhäuschens aaf der Station Friedberg erforderlichen Arbeiten sellen im Wege öffentlicher Submission vergeben werden und ist hierzu Termin auf: Dienstag den 9. Juni l. J., Vormittags 8 Uhr, dem Bureau der unterzeichneten Betriebs-Inspection anberaumt, woselbst Zeichnung, Kostenanschlag und Ueber— rahme⸗ Bedingungen eingesehen und Submissions-For— nulate in Emfang genommen werden können. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Ausführung eines Dampfpumpenhäus— dens auf Station Friedberg“ versehen vor dem Termin thendaselbst einzureichen. Frankfurt a. M. den W. Mai 1874.
N Köntgliche een. — 5 2 Ein Mädchen
1069 von antenehmem Aeußern, welches gut bürgerlich lcchen kann, die Hausarbeit gründlich versteht, auch im Keldermachen und sonstigen weiblichen Arbelten nicht
erfahren ist, sucht passende Stelle in einem ruhigen
Hus halt in Bab Nauheim und kann sofort eintreten. as Nähere zu erfragen bei der Exped. d. Anz.
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Vergebung von Bau⸗Arbeiten.
1680 Nachverzeichnete Unterhaltungsarbeiten an der
Oberförsterswohnung bei Bingenheim bestehend in: Maurerarbeit veranschlagt zu 83 fl. 42 kr. Zimmerarbeit N Schieserdeckerarbeit 120„— Schreinerarbeit an Schlosserarbeit„ 50% Glaserarbeit 8 809 Weißbinderarbeit 9 8 Spenglerarbeit 833
sollen auf dem Submisstonsweg vergeben werden. Lust—
tragende werden eingeladen, ihre desfallsigen Offerten versiegelt bei unterzeichneter Stelle längstens bis zum 8. Juni l. J., Nachmittags 5 Uhr, einzureichen, woselbst auch Kostenanschlag und Bedingnißheft zur Einsicht der Interessenten offen gelegt sind.
Nidda am 27. Mat 1874.
Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Wetter
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auf der Weltausstellung in Wien prämiirt 1677 empfiehlt in allen Farben die Lackfabrsk von
Wilh. Sturmfels in Friedberg.
SE 0 G 8 — 28 2 2 8 2* — 8 ö* 8 8 2 22 28 2 SE *. 2 8 8 Die soeben erschienene Nr. 38 enthält:
Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert.(Fort- setzung.)— Waldmaͤrchen. Nach dem Gemälde von Rudolf Henneberg.— Jugenderinnerungen. Von einem süddeutschen Freunde des Daheim. In Buch. Die
Knabenzeit(Fortsetzung.)— Im Asyl für Oodachlose zu Berlin. Von Th. Coßmann.— ODeutsche Bischöfe VIII. Eberhard von Trier. Mit Portrait.— Am
Familtentische: Bücherschau XI. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Biundernagel in Friedberg.
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