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auf fl. 160 44, wovon fl.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Wenn auch etwas verspätet, da eine von anderer Seite zugesagte Recension ausblieb, kommen wie auf das am Geburtstage des deulschen Kaisers in der Stadtkirche abgehaltene Kirchen ⸗Concert des Gesang⸗ vereins„Liederkranz“ zu sprechen. Der Besuch war ein sehr zahlreicher und wurde den Zubörern in allseitig be⸗ friedigender Weise eine Reihe von ausgezeichneten Kunst⸗ genüssen geboten. Die von dem Dirigenten des Vereins, Herrn Taubstummenlebrer Schneider, zum Vortrage gebrachten Solopiecen für Orgel zeigten durch ihre Präcision in der Ausführung und die wohl zur Geltung gebrachte Klangfülle, daß der Vortragende es in musterhafter Weise versteht, das überaus schwierige Instrument! vollkommen zu bemeistern. Nicht minder bedeutend zeigte sich die Fertigkeit des Dirigenten bei der Begleiiung, der präcis eingeübien Chöre und Quartette, die bei sorgfältiger Aus— wahl, ansprechend und ergreifend zur Ausführung gelangten. Ganz besonders müssen die Leistungen von Frl. P. Bech told bervorgeboben werden. Zum erstenmale begegneten wir dieser jungen Sängerin auf dem Gebiete der Kirchen⸗ musik und waren wir überrascht, mit welch durchgreifender Wirkung ihre Stimme den großen Raum erfüllte; die gesangliche Fertigkeit zeigte sich namentlich beim Vortrage der ebenso schwierigen wie durch die Länge der Piece anstrengenden Arie von Stradella, bei welcher wir noch die Cellobegleitung lobend hervorzubeben haben. Das Solo des Herrn Bieler und das Terzeit aus„Elias“ stellien sich in würdiger Weise den übrigen Vorträgen an die Seite und können wir dem Gesangverein„Liederkranz“ und insbesondere dem Dirigenten, sowie Frl. Bechtold Glück wünschen zu der woblgelungenen Aussübrung des Concertes.
H-v. Friedberg. Bis jetzt belaufen sich die Bei— träge für die Verschönerungs Kasse des Handelsvereins 134 14 regelmäßige, fl. 26 30 ein malige Beiträge sind. Hoffentlich kommt es noch besser. Der an dem Vier Eichen-Platze gemachte Anfang kostet schon einige Hundert Gulden. Deficit und Verschönerung sind unversöhnliche Gegen“ sätze; jeder, der Verschönerung ohne Deficit will, unterstütze daher den Handelsverein.
Friedberg. Sicherem Vernehmen nach ist die Frage über Richtung und Ausmündung der Friedberg Hanauer Eisenbahn jetzt defininv dabin entschieden, daß dieselbe direct von Friedberg über Assenheim, Windecken nach Hanau führt. Unsere Regierung ist bemüht, auf die Lage des für Windecken bestimmten Bahnhofes einzuwirken, damit die Jateressen der bessischen Gemeinden, insbesondere
Heldenbergens, möglichst gewahrt werden.
Gießen, 20. März. Gebäude beschädigt und die in der Bahnbofsstraße stehen— den Wegweiser zertrümmert worden. Die eingeleitete polizeiliche Untersuchung hat ergeben, daß diese Helden— thalen von einigen jungen Kaufleuten verübt worden sind.
Offenbach. Unserer Polizei ist es kürzlich endlich gelungen, eine zahlreiche jugendliche Diebesbande abzu⸗ sassen, die das lucrative Geschäft des Steinkohlen-Dieb⸗ stabls auf den biesigen Bahnhöfen schon seit geraumer Zeit in schwungbaftester Weise betrieb, neuerdings aber auch mit Hülse von Schlüsseln, die sie sich zu verschaffen wußte, dem Keller⸗Diebstahl oblag. Da nach dem deulschen Strafgesetzvuch so jugendliche Verbrecher nicht strafbar sind, so wird die Frage nach Besserungs-Anstalten für solche gegenüber derartigen tiefbetrübenden Erscheinungen eine um so dringendere und brennendere.
Darmstadt, 29. März. Wir entnehmen dem„Tägl. Anz.“: Abermals war gestern Abend die Gegend am alten Friedhofe der Schauplatz einer empörenden Rohheit. Die dem Hause des Hosconditor Eichberg gegenüber be findliche eiserne Staletenwand wurde in einer Länge von mindestens 25 Fuß derart demolirt, daß sogar die steinernen Platten, in welche die Essenstäbe eingelassen sind, voll— sländig zerrümmert wurden. Es ist dies, wenn man das nächtliche Einwersen verschiedener Fenster am Poly lechnikum mitzählt, in ganz kurzer Zeit der 4. derar ige Fall der baselbst vorgekommen ist.
Worms, 30. März. Gestern Morgen wurde ein 26 Jabre alter Taglöhner in das hiesige Bürgerhospital verbracht, welcher sieben Stichwunden auf seinem Kopfe und mehrere solcher sonst an seinem Körper halte. Die—
Gestern Nacht sind verschiedene
selben sind ihm in der Nacht vom Samstag auf Sonntag bier vor dem Mainzer Thore von mehreren hiesigen rohen Burschen beigebracht worden. Dem Vernehmen nach sollen dieselben schon in Sicherheit sich befinden. Da diese Roh— heiten und nächtlichen Umtriebe mit jedem Tage zuzu⸗ nebmen scheinen, werden von unserer Polizei die energisch— sten Schritte biergegen eingeleitet werden.
Allerlei.
Frankfurt. Am Sonntag Abend wollte ein Schiffer aus Reistenhausen mit seinem Freunde auf sein Schiff sich begeben. Als er im Begriff war, in dasselbe zu steigen, that er einen Fehltritt, fiel in den Main, gerieth alsbald unter das Schiff und ertrank.
Frankfurt, 28. März. Unter den Klängen der Capelle des 81. Jus.⸗Reg. wurde heute der zoologische Garten eröffnet. Die provisorischen Wirthschaftsräume, in welchen über 500 Personen Platz haben, sind vollendel, und einfach, doch höchst geschmackvoll ausgestattet. Die Terrasse ist ebenfalls serug. Die Thiere sind nun sämmt⸗ lich untergebracht und befinden sich in den neuen größeren luftigeren Räumen sehr munser. Neue Sendungen werden im Laufe des nächsten Monats erwartet.
Frankfurt. Der Palmengarten wurde in dem ver— flossenen Jahre außer von den 4549 Abonnenten mit ibren Familien, von 162,444 Personen, welche an der Casse ihr Enirse nabmen, besuch!l. In der Restauration wurden 75,725 ganze und 49,229 balbe Flaschen Wein consumirt, im Verkaufswerth von 132,457 fl. 51 kr.
Cassel. Die Diensimädchennoth, über die allent⸗ halben jetzt Klage geführt wird, war am 24. März Gegenstand der General-Versammlung des Frauen-Ver⸗ bandes in Cassel. Es ward vom Vorstande nachgewiesen, daß in neuester Zeit das Verhältniß zwischen den Haus⸗
(guter Nachfrage einsetzend, verflauten dieselben bis auf
Babnen besserten sich alte bayr. Ostbahn, während hess.
frauen und Dienstmädchen sich sehr getrübt habe, welche letzeere nicht mehr ihren Willen dem ihrer Herrinnen unter- ordnen wollen.
daß die Vereinsmitglieder sich verpflichten, nur ben und gewissenhafte Zeugnisse den aus dem Dienst tretenden Dienerinnen auszustellen, von den Diensisuchenden aber
als Bedingung ibrer Aufnahme zu verlangen, daß diese effecten blieben behauptet.
Als Haupimitiel zur Beseiligung des 9885 3 ier 5 0. l 7 welche auf die Actien 1. Em. entfällt,— die 0 0 traurigen Verhältnisses ward vom Vorstande vorgeschlagen, 11 3 1 4 1 9 1874 7
bis 11½ fl., Kohlsamen 16 ¼ fl., Erbsen 12—14 ff, Wicken 10 fl., Linsen 12—17 fl., Rüböl 38 fl. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo. f
Frankfurt, 30. März. Der heutige Viehmarkt war in Folge der bevorstehenden hohen Feiertage sehr gut besahren. Angetrieben waren: 460 Ochsen, 230 Kühe, 300 Kälber und 260 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 42 fl., 2. Qual. 40 fl. Kühe 1. Qual. 37 fl., 2. Qual. 35 fl. Kälber 38 fl. Hämmel 38—39 fl.
Mainz, 31. März. Productenmarkt. Waizen per März 16 fl. 15 kr., per Mai 16 fl. 5 kr., per Juli 15 fl. 36 kr. Roggen per März 12 fl. 15 kr., per Mai 11 fl. 45 kr., per Juli 11 fl. 10 kr. Hafer per März 12 fl., per Mai 11 fl. 5 kr., per Juli 11½ fl. Rüböl per Mai 17 fl. 55 k., per Oct. 19 ½ fl.
D. Frankfurt a. M., 31. März. Die Börse eröff⸗ nete heute auf höhere Berliner Course und Deckungskäufe
ziemlich fest, ermattete jedoch wieder, als letztere beendet schienen und Berlin eine lustlose Haltung annahm. Die Ulimoliquidation ging ohne Schwierigkeiten vorüber. Creditaclien bedangen einen etwas höheren Peport wie Gestern, nämlich ca. 1 fl. Mit 218 fest und unter
215¼. Staatsbahnactien und Lombarden hielten sich relativ besser. Erstere wichen von 326 bis 3258¾, letz⸗ lere von 148½ bis 147¼. Auf den übrigen Verkehrs- gebieten war das Geschäft wenig belebt. Von österr. Bahnen gingen nur Galizier zu höherem Course lebhafter um; andere Bahnen sind meist matter. Von deutschen
Ludwigsbahn matter lagen. Banken waren sehr still, Dresdener höher. Deutsche Vereinsbank, Oesterr. Deulsche, Meininger und Handelsgesellschaft sest. In der gestern stattgefundenen Generalversammlung des letztern Justituts wurde der von uns schon erwähnte, sehr befriedigende Rechnungsabschluß pro 1873 genehmigt. Die Dividende,
dem Gewinn— beträgt 13½% p. a.= fl. 42. per Stück. Von Staatsfonds waren österr. Silberrente etwas mattet. Spanier angeboten und Amerikaner fest. Loose⸗ Kleine Neuchateler offerirt.
wenigstens eine einjährige Dienstzeit einhalten und auf Forder⸗[Montanwerihe schlugen beute eine steigende Richtung ein r schlug 0 9 0
8 zöbern Lobnes wüb jenstdauer verzichten. ise Ti f u. Noe W n e ee ee Cour, Harzer und Louise Tiefbau avancirten um 40%, Oberursel. Auf dem durch Herr: Or Hibernia und König Wilhelm um 1½%. Bon Wechseln
frübeten Klotz schen Elablissement dahier berrscht schon seil Wien matter
Oesterr. Silbergulden wurden zu 94/8
e eit die regste Thäligke die Rä icke 0 5 langer Zeit die regste T ligkeit, um die däumlerkesten umgesetzl. Privaldisconto 30%
zu einer großastigen Papierfabrik einzurichten. Der Be⸗ trieb derselben wird dem reichen industriellen Leben des hiesigen Bezirks noch einen bedeutenden Zuwachs bringen.
Coblenz, 7. März. Wir haben bereits gemeldet, daß bei Gelegenheit des ersten allkatholischen Gottesdienstes 8 bis 10 Personen verhaftet wurden, welche sich durch Unsug bemerkbar machten. Nachdem noch amn selben Abend 3 derselben wieder entlassen wurden, standen die übrigen 7 in einer auf gestein eigens für sie anberaumten Sitzung vor den Schranken des Polizet Gerichts, und wurden sie sämmtlich wegen groben Straßen-Unsugs zu je 14 Tagen Gefängnißstrafe und in die Kosten verurtheilt.
Kaiserslautern, 29. März. Hier bat vorgestern ein schrecklicher Vorfall eine geachtete Beamien-Familie schwer getroffen. Der 16jäbrige Sohn, Schüler des dortigen Gymnafiums, hatte ein schlechtes Schul⸗Zeugniß erhalten und sich das so zu Herzen genommen, daß er Gift— man vermutbet Schwefelsäuce— nahm. Als er von der Schule nach Hause kam, sagte er zu seiner Mutter, sie möge ihn noch einmal küssen, er babe sich ver⸗ giftet. Kaum hatie er die Worte bervorgebracht, so stürzte er auch vor ihr zusammen. Man brachte ihn zu Bette und rief den Arzt, aber es besteht wenig Hoffnung, ihn zu retten. Für die Multer war die Lage um jo schreck⸗ licher, als der Vater gerade verreist war.
Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Apcil. Waizen 16 fl. 40 kr.; Korn 14 C.— kr.; Gerste 12 fl. 40 kr.; Hafer 9 fl. 30 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Frankfuct, 30. März. Waizen effectiv hie. 17½ fl.
Korn 12½—133¼ fl., Gerste 12½—14½ fl., Hafer 11½
von Johann Maria Farina.
Uiensilien, Wech el⸗Z Depositen Bechsel: Agio, Gen
Pechsel Depositen Conte G. Conto-Cor Auswärlie Epn-Ein
Darlehen
Unkosten Kasse⸗Best
Eingan, 1148671. 4009. 5449. 4098.
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1 1622.
Geld ⸗Cours. anden Frankfurt am 31. März 1874. Tingettelen Preußlsche Friedrichsd'oer... fl.—— 8 een ein Holländische fl. 10⸗Stücke„ 9 45—47 Mitglieder Ductenn 5 5 31-33 Ducaten al mareo„ 5 32—34 9038 20 ⸗Frankenstücke„ + Englische Sovereigns ae eee 1 Russische Imperiales.„ 9 4042 Dollars in Gold.], 225—26 1 753 D Für Theis sind noch eingegangen: Bei Georg Stein⸗ 5 bäuser: Ungenannt 30 ke.; bei Gebr. Loeb; von Herrn(ntuester Schlosser Weckerling 33 kr., Herrn Fruchth. Oppenheim St 1 fl., Ungenannt 30 kr., Herrn Seminarist Klein Ueber schuß einer Sammlung der 1. Klasse 2 fl. 45 kr. 1 Um weitere Gaben wird gebeten. fande 112 47 Fran Acht kölnisches Wasser g 4
Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.
Johann Maria Farina in Cöln.
Mannheimer Haupt⸗Pferde⸗ und Rindvieh märkte
im Frübjahr 1874 mit zwei Verloosungen von Pferden, Kühen, Rindern, Reit und Fahrrequisiten, gewerblichen Gegenständen ꝛc. ꝛc. Erste Ziehung am 8. April 1874, Zweite Ziehung am 6. Mai 18 74.
Jedes Loos kostet 1 fl. und berechtigt zur Theil⸗ nahme an beiden Verloosungen.
Wiederverkäufer belieben sich wegen der näheren Be— dingungen an unsern Cassirer Herrn Friedrich Nestler dahier zu wenden
Das Nähere besagen die Progromme.
508 Der landwirthschaftliche Bezirks⸗Verein.
Tuüncher und Anstreicher
968 finden bei hohem Lohn dauernde Beschäftigung bei Louis und Anton Petrie in Gießen.
11 538
Stotternde
behandelt mit Erfolg Spracharzt A. E. Gerdts, Gießen. Von der Großherzoglichen Regierung anerkannt.
1
Ein oder zwei junge Leute, 1005 welche Lust haben Steingraveur zu werden, können sich melden, bei C. Foegen. Bad-Nauheim. ö Kenntnisse im Zeichnen sind erwünscht.
Bad⸗ Nauheim.
994 Eine in der Parkallee stehende Bude ist pro 1874 zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Anz.
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Ladenmädchen,
1043 selbstständige Verkäuferin, für ein Colonial- und Kurzwaaren-Geschäft an der Mosel, zum sofortigen Eintritt gegen gutes Salatr gesucht. Vertrauensstelle, daher erste Referenzen erforderlich. Off. sud II. 6997 sird freo an die Annoncen⸗Expedition von Haasen stein 8 Vogler in Frankfurt a. M. zu richten.
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Ewigen Kleesamen
687 versendet, unter Garantie für Keimfähigkeit, auf Bestellung in jedem Quantum gegen blllgste Berechnung Joh. Henchert
(H. 6699.) in Westhofen(Rheinhessen).
Kleesamen, Erbsen& Wichen
732 billigst bei M. D. Loeb.
el künnen fer Rirchenk; Näheres be
Fee b Ein
18*„welche die Realschule besuchen, Zwei Schüler, Nuten N 1 1
Näheres bel Reallehrer Dr. Ebner, Usagasse 279. 956
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