1873.
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Dienstag den 29. April.
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Deutsches Reich.
Berlin, 25. April. In der heutigen Sitzung des Reichstages erklärte der Abg. Lasker vor Ein⸗ tritt in die Tagesordnung gegenüber der Ver⸗— wahrung der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft, daß ihm durchaus ferngelegen habe, in seiner Rede vom 4. d. von der Berliner Börse zu sprechen und noch weniger von den hochachtbaren Männern, die zufällig an der Börse ihre regelmäßigen Ge⸗ schäfte machen müßten; er habe damals dem all- gemeinen Sprachgebrauch gemäß den Ausdruck Börse gebraucht und müsse in solchen Fällen auf gütige Interpretation gerechnet werden. Der Reichs⸗ tag setzte die Berathung des Münzgesetzes bis §. 17 fort. Alle über die Außercourssetzung, die Einziehung des Staatspapiergeldes und der Privat- banknoten gestellten Einzel⸗Anträge und beantragten
Barth ⸗Bamberger'schen Antrags zurückgezogen, wonach bis zu einem von dem Reichskanzler zu bestimmenden Zeitpunkte, spätestens bis zum 1. Januar 1875, alle nicht auf Reichswährung lautenden Bankgoten einzuziehen sind und nur auf mindestens 100 Mark lautende Noten cirxeuliren dürfen und dasselbe auch für das Staatspapiergeld und die von Corporationen ausgegebenen Scheine gilt. Dieser Antrag wurde mit sehr großer Ma⸗ jorität angenommen.
— 26. April. Der Reichstag setzte heute die Berathung des Münzgesetzes fort. Auf eine be⸗ zügliche Anfrage Bamberger's erklärte Staats- minister Delbrück: Die Beschaffung des zur Aus- prägung bestimmten Goldes bestand meist aus Eingängen der Kriegscontribution und wurde nur theilweise durch den Ankauf Londoner Wechsel und deutscher Goldmünzen gedeckt. Das übrige Gold stand zur Disposition des Reichskanzlers. In den Reichskassen sind jetzt 85 Millionen vor handen. Die beantragte Ereirung von Münz⸗ scheinen soll dem Reiche einen Betriebssonds schaffen.
Anlangend die Ausfüllung der beim Zurückziehen
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des alten Geldes entstandenen Lucke durch Reichs⸗ münzscheine, so hegt der Minister keine Besorgnisse und würde die Abhülfe des ersten Goldmangels burch Silber räthlicher halten als durch Papier. Jedenfalls werde der Etat sowohl die Deckung der Verluste beim Silberverkaufe als die Kosten der Ausprägung vorsehen. Zur Beschleunigung der Ausprägung beabsichtige die Regierung die Wiederherstellung der Straßburger Münzstätte. Nach längerer Debatte wurden die von Bamberger und Gumbrecht zu Artikel 18 gestellten Anträge und Resolutionen zurückgezogen, worauf die zweite Lesung erledigt ist. Der Reichstag erledigte ferner die zweite Berathung des Gesetzentwurfs über die Rechts verhältnisse der zum Dienstgebrauch der
Reichsverwaltung bestimmten Gegenstände bis zum
§. 6, die fast durchweg in der ihnen von der
1 Commission gegebenen Fassung angenommen worden.
— 25. April. Da heute das Herrenhaus die sieben ersten Paragraphen des Entwurfs über die Anstellung und Vorbildung der Geistlichen un- amendirt gelassen hat, so liegt in diesen Beschlüssen die ziemlich sichere Gewähr für das Zustande⸗ kommen der kirchenrechtlichen Gesetzgebung. Der Cultusminister hat 88 Stimmen auf seiner Seite, während die Altconservativen nur über 70 dis roniren.
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— Der Kronprinz und die Kronprinzessin werden mit dem Prinzen Wilhelm am 27. früh über Prag zur Eröffnung der Wiener Weltaus⸗ stellung reisen und einen mehrwöchentlichen Aufent- halt in Schloß Hetzendorf bei Wien nehmen. Die Reise erfolgte am 27. bis Prag, am 28. Aufent- halt daselbst, am 29. die Weiterreise nach Wien.
— Die Anklageschrift gegen den Geh. Rath Wagener ist nunmehr dem Präsidenten des Ober- tribunals als Vorsitzendem des Disciplinargerichts⸗ bofes übertragen worden. In der Schrift ist die Dienst⸗Entlassung Wagener's beantragt.
— Wie aus guter Quelle verlautet, hat der Reichskanzler den Wunsch ausgesprochen, daß die weitere Berathung des Reichspreßgesetz⸗Entwurfes im Reichstage bis zu seiner Rückkehr aus Peters⸗ burg verschoben werden möge.
— Der zrerst im preußischen Abgeordneten⸗ hause eingebrachte Antrag, allen Communen und Kreisen auch über die gesetzliche Verpflichtung hinaus volle Entschädigung für Kriegsleistungen zu gewähren, haben die preußischen Minister dem Reichskanzler dringend empfohlen. Ein dahin zielendes Gesetz, zunächst für die norddeutschen Bundesstaaten im Reichs kanzleramt ausgearbeitet, soll noch in der gegenwärtigen Session vorgelegt werden.
Köln. Wie die„Rh. Zeitung“ berichtet, wurden hier zwei Franzosen aus Nancy einge- bracht, welche dort einen preußischen Offizier thät⸗ lich insultirt hatten, dieserhalb zu mehrmonatlicher Gefängnißstrafe kriegsgerichtlich verurtheilt sind und diese Strafe im hiesigen Gefängniß zu verbüßen haben.
— Von der„Köln. Ztg.“ werden die von Paris aus mehrfach verbreiteten Nachrichten über Verhandlungen, welche über eine frühere Räumung Verduns stattgefunden hätten, als unbegründet bezeichnet.
Fulda. Zu der Conferenz der preußischen Bischöfe sind, außer dem Bischof der Diöcese Culm, v. d. Marwitz, welcher verhindert ist, sämmt⸗ liche Bischöfe— 13 an der Zahl— angemeldet. Erzbischof Ledochowski wird hier erwartet. Die Sitzungen werden geheime sein. Betreffs des Präsidiums ist es noch unbestimmt, ob der Erz⸗ bischof von Köln, oder Ledochowski dasselbe über— nehmen wird.
Königsberg. Der Kaiser ist am 25. d. hier angekommen. Die Spitzen der Behörden und die Generalität waren auf dem Bahnhofe ver— sammelt. Eine sehr zahlreiche Volksmasse begrüßte den Kaiser bei seiner Fahrt durch die prachtvoll decorirte via triumphalis mit endlosem Jubel. Abends wurde die Stadt illuminirt.
München. Der König wird am 10. Mai nach Schloß Berg überstedeln und wie gewöhnlich den größten Theil des Sommers daselbst zubringen. — Die Leitung der Geschäfte des Präsidiums der k. Akademie der Wissenschaften hat einstweilen der Secretär der philosophisch⸗philologischen Classe, Herr Professor v. Prantl, übernommen.— Die Hanfstängel'sche photographische Kunstanstalt hat das Eigenthumsrecht an dem berühmten Kaul⸗ bach'schen Carton„Nero“ um 30,000 fl. erworben.
Straßburg. Die„Straßb. Zig.“ tritt in
einem ofsiciösen Artikel der Anschauung entgegen, als ob die letzten Maßregeln der Regierung als
Anzeichen eines beschlossenen Systemwechsels zu betrachten wären. Das genannte Blatt erklärt, daß die Regierung in ähnlichen Fällen wie die Lauth'sche Affaire jederzeit mit gleicher Strenge vorgehen werde; die bisherigen Regierungsgrund⸗ sätze würden auch ferner in Geltung bleiben.
Ausland.
Schweiz. Basel. Den„Basler Rachrichten“ zufolge protestirt die Solothurner Regierung gegen die Amtshandlungen, die der sich als Bischof der ganzen Diöcese gerirende Lachat vom Kanton Luzern aus vollzogen, und verlangt das Einschreiten der Luzerner Regierung und nöthigenfalls des Bundesraths.
Frankreich. Paris. Thiers hat sich nach Vincennes begeben, um dort artilleristischen Schieß⸗ versuchen beizuwohnen.
Belgien. Brüssel. Das„Echo du Parle⸗ ment“ erfährt aus guter Quelle, daß die vom Kriegsminister vorgeschlagenen Reformen eine Er⸗ höhung des Kriegsbudgets um 4 Millionen ver⸗ anlassen würden.
Holland. Haag. Die Regierung trifft energische Maßregeln behufs Verstärkung der mili⸗ tärischen und maritimen Streitkräfte, sowie des Kriegsmaterials für Indien. Vlerzehn Dampfer verschiedener Größe sind für die indische Expe⸗ dition bestimmt. Eine große Quantität Munition, Waffen und Artillerie geht demnächst nach Indien ab.
Großbritannien. London. Das Unter⸗ haus genehmigte die Vorschläge des Schatzkanzlers, betreffend die Herabsetzung der Einkommensteuer, die Emission von Schatzbons sowie das Inkraft⸗ treten der Ermäßigung des Zuckerzolles für Roh⸗ zucker mit dem 8. Mai, für Rafsinade mit dem 28. Mai.
— In der Sitzung des Unterhauses antwortete der Colonialsectretär Hugesson auf eine Anfrage Hay's, daß die Ashantees, welche einen Einfall in britisches Gebiet an der Westküste Afrika's be⸗ absichtigen, die Tribus der Eingeborenen etwa 30 Meilen von Coastcastle geschlagen hätten, die Verluste der Eingeborenen indessen nicht so erheb⸗— lich seien, daß sie die Eindringlinge nicht zurück- werfen könnten. Die Regierung habe Maßregeln zum Schutze der Eingeborenen ergriffen.
— Die„Times“ erwähnt in ihrem City- Artikel vom 26. d. M. des Madrider Gerüchts, die spanische Regierung würde die Fälligkeitster⸗ mine der vom Staatsschatze acceptirten Wechsel hinausschieben, und daß sich das Desieit bis zum 30. Juni voraussichtlich auf 2000 Realen er- höhen werde.
Spanien. Madrid. Die amtliche„Gaceta“ veröffentlicht ein Decret, durch welches die Auf- lösung der Permanenz Commission ausgesprochen wird. Die Auflösung wird damit motivirt, daß die Commission ein Element der Unordnung ge— worden sei und durch nicht zu rechtfertigende An- sprüche einen Conflict herbeigeführt habe. Da mehrere Mitglieder der Regierung bei dem Con- fliete betheiligt seien, werde dieselbe sich vor der constituirenden Versammlung wegen des Deeretes verantworten.
— Gegen Contreras hat ein Mordversuch stattgefunden, bei welchem mehrere Personen ver—
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