Ausgabe 
27.5.1873
 
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Dienstag den 27. Alai.

essischer Anzeiger.

Die Petitzeile

Artisblatt sür den Artis Stiedbert.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

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Fur den Monat Juni kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags ⸗Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.

Amtlicher Theil. Bekanntmachung.

Durch die Chaussirung der hohen Straße nach dem Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung bei Melbach kann dieselbe von heute an vorerst

öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 22. Mai 1873.

durch Fuhrwerke nicht mehr befahren werden und muß der Weg zu dem Bergwerk und weiter über Melbach genommen werden, was hiermit zur

Groß herzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Fleischbeschauer Thönges von Steinfurth wurde auf Nachsuchen von dieser Stelle entbunden.

Be kannt machung.

Die Forst⸗ und Feldstrafen von der II. Periode 1873 können an den bestimmten Zahltagen, Dienstag und Donnerstag, Morgens von 812 und Mittags von 25 Uhr, au das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Als besonderen Erhebungstag für den Landgerichtsbezirk Butzbach bestimmen wir Mittwoch den 4. Juni d. J. Morgens von 8 bis 10 Uhr, im GasthausZum Stern in Butzbach. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht dieses im Interesse ihrer Orts ange hörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. Juni die Mahnung erfolgt.

Friedberg den 23. Mai 1873.

Großherzogliches Rentamt Friedberg. Lindeck.

Be kannt machung. Dem Großberzoglichen Domanial⸗Fiscus find in der Neuzeit wfederholt Beiträge zu den Kosten des Maulwurfsfangs Seitens der Gemeinden angesonnen worden. Die unterzeichneten Aemter legen unter Bezugnahme auf das in dieser Angelegenheit erlassene Ministertalausschreiden vom 15. April 1868 Verwahrung ein gegen legliche Zuziehung des Fiscus, sowohl bezüglich des Fangens der Maulwürfe auf den ihm eigenthümlich zuftehenden Wlesen, als auch zu etwaigen durch das Fangen

veranlaßten Ausschlägen. ö Friedberg den 22. Mat 1873.

Großherzogliches Rentamt Friedberg. Lin deck.

Großherzogliches Forstamt Friedberg. Herpel.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Die vielfach in Versammlungen und in der Presse geforderten Aenderungen im Medieinalwesen haben dadurch mehr Aussicht auf Verwirklichung erhalten, daß der Finanzausschuß der zweiten Kammer sich einstimmig gegen jede Erhöhung der jetzigen Gehalte ꝛc. der Kreisärzte und Kreisveterinärärzte ausgesprochen hat, bevor die Frage der Umgestaltung des Medicinalwesens in Hessen entschieden sei. Gleichwohl findet der Ausschuß dagegen nichts zu erinnern, daß die der⸗ malen noch vorhandenen Kreiswundärzte, die bei der neuen Gehaltsregulirung nicht den ange⸗ nommenen Normen gemäß aufgebessert worden sind, in Berücksichtigung der äußerst dürftigen Lage dieser Beamten, das jenen Normen entsprechende Gehalt in erhöhter Abrundung erhalten.

Am 29. März wurde der ordentliche Pro- fessor der Theologie, Dr. Theodor Keim zu Zürich, zum ordentlichen Professor in der evangelisch⸗ theologischen Facultät der Landesuniversität, mit Wirkung vom 1. October l. J. an, ernannt und in der genannten Eigenschaft berufen.

Berlin, 23. Mai. Der Reichstag beschäf⸗ tigte sich in seiner heutigen Sitzung mit Petitionen, die nach den Beschlüssen der Commission erledigt wurden. Schluß der Sitzung 4 Uhr. Nächste Sitzung Sonnabend. Auf der Tagesordnung steht das Gesetz über die Kriegsleistungen und Petitionen.

24. Mai. Der Reichstag erledigte in längerer Debatte die zweite Berathung des Kriegs leistungsgesetzes. Der früher zurückgestellte§. 31b und e wurde in der Fassung der freien Com- mission mit Amendements von Winter, Stauffen⸗

7 berg und Bernuth, durch welche beim Liquidations-

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verfahren der Rechtsweg ausgeschlossen, aber die Frage der Zulässigkeit des Rechtsweges provisorisch geregelt wird, angenommen. Die dann folgende Petilionsberathung war ohne allgemeines Interesse.

Hiesigen Blättern wird mitgetheilt:Fürst Bismarck, dessen Gesundheitszustand in letzter Zeit im Allgemeinen befriedigend war, wird seit Kurzem wieder von seinem alten Leiden, dem Rheumatis- mus, namentlich im Hüftgelenk heimgesucht, so daß er bereits wiederum ärztlichen Rath hat nachsuchen müssen. Man glaubt, daß der Fürst in Folge dieser krankhaften Anfälle schon binnen Kurzem Berlin verlassen und sich zunächst auf seine Be⸗ sitzungen begeben wird. Erst gegen den Herbst hin dürfte derselbe eine längere Kur gegen das Uebel gebrauchen.

Nach einer Zusammenstellung über das Unterrichtswesen im deutschen Reiche, welche die N. A. Ztg. auszüglich benützt, wird der obli⸗ gatorische Volksschulunterricht in 60,000 Volks-

schulen 6 Millionen Schülern im Alter von 6 bis

14 Jahren ertheilt. An mittleren Schulen be⸗ standen am 1. Januar 1871 in Deutschland 330 Gymnasien, 14 Real⸗Gymnasien, 214 Pro- gymnasien und Lateinschulen, 485 Real- und höhere Bürgerschulen, von denen 127 mit Gymnasten ꝛc. verbunden waren, im Ganzen mit 177,379 Schülern.

Bremerhafen. Der LloyddampferMosel, auf welchem sich die Mitglieder des Bundesrathes und Reichstages befinden, ist, gefolgt von den LloyddampfernBaltimore undHansa und einer großen Anzahl kleinerer Dampfer am 22. d., Vormittags 10 Uhr, nach Wilhelmshafen abge- gangen. Der Wind war Süd⸗West und mäßzig, der Himmel bedeckt.

Wilhelmshafen. An dem am 22. d. M. zu Ehren der Reichstags und Bundesrathsmit⸗ glieder an Bord desKönig Wilhelm veran- stalteten Festmahl nahmen im Ganzen 600 Per- sonen Theil. Dasselbe verlief höchst glänzend. Nach mehreren Toasten überreichte der Reichstags Abgeordnete Mosle(Bremen) Namens des Reichstages an Minister v. Stosch eine prachtvolle

schwarz⸗weiß rothe Flagge mit der InschriftDer

Reichstag Sr. Maj. Schiff König Wilhelm.

Bremen. Die Reichstags⸗ und Bundes⸗ rathsmitglieber nebst den Gästen sind am 23. d. von Wilhelmshafen per Extrazug wieder hier ein⸗ getroffen.

Breslau. In Neustadt ist der Candidat der Ultramontanen, Graf Stolberg-Brastawe, mit bedeutender Majorität zum Reichstagsabgeordneten gewählt worden.

Dresden. Der König ist auf seiner Reise nach Ems in Leipzig von einem Anfall von Asthma in einer Weise heimgesucht worden, daß die Aerzte lange Zeit Bedenken trugen, ob er die Weiter⸗ reise werde ertragen können. Schließlich einigten sie sich jedoch dahin, die Reise um deßwillen zu gestatten, weil die Emser Quellen als ein vorzüg⸗ liches Speeificum gegen Asthma gelten.

Leipzig. Die Socialdemokraten haben, wie derVolksbote meldet, aus Anlaß der nächsten Wahlen entschieden Stellung gegen die liberale Partei genommen. In einer am Sonnabend in Dresden abgehaltenen Versammlung wurde eine Resolution mit folgendem Inhalt ann il. Die heutige Versammlung erklärt, daß die bis⸗ herigen liberalen oder fortschrittlichen Abgeordneten das Volksrecht in keiner wesentlichen Frage ver⸗ treten haben und daß das Volk an ihrer Wieder⸗ wahl gar kein Interesse hat.

Stuttgart. Dem Vorgange anderer Staaten entsprechend, hat auch das k. württembergische Finanzministerium angeordnet, daß bei sämmtlichen Staatskassen der österreichische und ungarische Gulden als Zahlungsmittel nicht mehr angenommen werden darf.

Ausland.

Oesterreich. Wien. Einem Telegramm derNeuen freien Presse aus Rom zufolge be- reitet der Vatican ein äußerstes Mittel gegen das

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