Ausgabe 
25.10.1873
 
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Samstag den 25. October.

M125.

nzeiger.

dormen 880 * det deren N ö 1 5 N Die Petitzeile 5 3 E 8 Erscheint jeden Wird ait 1 Nrenzern Peiech ter Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstog, e und Sntag stab. r Arne, d Für die Monate November und Dezember kann auf denObechessischen Anzeiger bei

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der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.

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Amtlicher Theil.

cutlüeneffend Die geschehenen Lieferungen und Leistungen für das Militär, wofür Zahlung nicht

int und ü gel eistet worden ist.

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efaßt, bei 6 l 6 dem attboten erinnern.

Friedberg am 23. Oktober 1873.

Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei⸗Commissär zu Wickstadt.

Es stehen noch viele mit Erledigung unserer Verfügung vom 29. v. M. zurück, weshalb wir hieran binnen 3 Tagen bei Meidung von

Ter a pip.

n Arnette er Arie Deutsches Reich. Generalß Darmstadt. DerDarmstädter Zeitung Aemnantzuiolge stände die demnächstige Pensionirung des Hazundtagsmitgliedes und Territorial-Commissärs 8 52 in Mainz in Aussicht. Das Blatt ver⸗ n im Nühwehrt sich aber gegen die Meinung, als ob dies seltre und den Wünschen der liberalen Blätter entspreche inen Mund wegen der Abstimmung desselben in der ersten pector, bRümmer geschähe, und fügt hinzu, die Regierung Juspettor achte das verfassungsmäßige Recht jedes Mitgliedes Geogreßder Ständeversammlung. 2 Ka Mainz. Das hiesige Gymnasium wird, wie Beschäflig dasMainz. J. erfahren haben will, einen pro; in sͤgategal tischen Director erhalten, nämlich Dr. Genthe Beatbeinaus Berlin, gegenwärtig Professor am Gymnasium 10 ba ihzu Frankfurt a. M. Einige Zeit soll die Wahl fizieren 1 dem Genannten und dem Frankfurter zend datiin Mfofissor Creizenach geschwankt haben. lumen? Das unter den Auspicien des Bischofs b Notwtz Kittler redigirteMainzer Journal hat sich d Aften erbrästet, einen offenen Brief an den Kaiser zu nd Sch rüten, worin besonderer Bezug auf die bekannte; zan, Bil Sielle des Antwortschreibens an den Papst ge⸗ 1d Ant nennen wird, die von den staatsfeindlichen Um- lung, trieben einer katholisch-politischen Partei und von Eisenbeh den Anschluß höherer katbolischer Geistlicher an 1 bal; U düst Bewegung sprach. Die Unehrerbietigkeit der 1edtsposin ullkamontanen Sippschaft versteigt sich bis zu 1, son folgender Herausforderung:Staatsfeind liche Um- 3 fen trübe haben Ew. Majestät im Angesichte Euro- u paß uns vorgeworfen. Entweder bewegt sich unsere Jenbahrr Atlügtion innerhalb der Schranken der Gesetze, chli um ann waren Sie nicht berechtigt, uns diesen %%, z Vorwurf zu machen, oder sie geht über diesen ac 0 Bauen hinaus, und dann begründen staatsfeind⸗ . liche Umtriebe das Verbrechen des Hochverrathes. 50 1 5 Nun denn, Majestät, befehlen Sie Ihrer Regierung * ür auf Gund der Thatsachen, die Ihnen ja Angesichts eatines solchen Vorwurfs zu Gebote stehen müssen, N suclere Führer als Hochverräther vor Gericht zu 5 ste lin. Nachdem Sie einen so furchtbaren Vor- wurf gegen die Ehre, gegen die Integrität des g bal e gegen die Lopalität ihrer Gesinnungen * ge sshludert, gestatten Sie wenigstens diesen Männern, b 6% Ihlac zu beweisen, wie übel Sie berichtet waren 1 e Gegen den Redakteur Ph. Wasserburg ist auf Guß dieses offenen Brieses wegen Beleidigung des deushen Kaisers Untersuchung eingeleitet worden. % Berlin. Aus ofsiciöser Quelle verlautet über 430 dis Autorschast der Antwort des Kaisers an den 11 1050 Papft, daß das Concept dazu von dem Ersteren 4% selhsssändig verfaßt worden sei; natürlich aber 2% habe ses dem Fürsten Bismarck zur Kenntniß vor gelegen. Derselbe soll einige Veränderungen oder 4% Zasete vorgeschlagen haben, welche auch die Bil⸗ 10 nigung des Königs erhielten. 1% Das deutsche Kronprinzenpaar wird dem

ahnen

70 Bemehmen nach Anfangs Januar nach Peters-

Vermählungsfeier des Herzogs von Edinburg mit der Großfürstin Marie beizuwohnen.

Ein Sohn des Fürsten Cusa wird nach denD. N. in die preußische Armee und zu nächst in ein Kadettencorps eintreten.

In dem Reichs Eisenbahn-Amt werden im December wiederum Conferenzen stattfinden, zu welchen Bevollmächtigte aus allen deutschen Bun desstaaten berufen werden sollen und namentlich solche höhere Beamte, welche mit dem Baufache, insbesondere mit dem Eisenbahnbaufach vertraut sind. Die Aufgabe dieser Conferenzen wird sein, das Bahnpolizei-Reglement einer ganz gründlichen Revision zu unterwerfen.

Einem Gerüchte zufolge soll General von Boyen, seither Gouverneur der Festung Mainz, als Commandant nach Berlin versetzt werden, und General von Kummer zu seinem Nachfolger ausersehen sein. General v. Woyna soll Gouver neur der Festung Metz an Stelle v. Glümer's, der seinen Abschied verlangt hat, werden.

Wie derSchles. Ztg. geschrieben wird, ist von Rom die Nachricht eingelangt, daß die klerikalen Kreise daselbst sich, abgesehen von dem Inhalte des kaiserlichen Antwortschreibens an den Papf, durch mancherlei Aeußerlichkeiten verletzt fühlten. Pio Nono hat seinen Brief eigenhändig und zwar in italienischer Sprache geschrieben. Die Antwort des Kaisers ist nicht, wie man im Vatican vermuthet zu haben scheint, in französischer, sondern in deutscher Sprache ertheilt worden. Auch ist der Kaiser von den sonstigen üblichen Gebräuchen nicht abgewichen, sondern hat nur die Ergebenheits-Versicherungen und seine Unter- schrift selbst geschrieben, der Tenor des Briefes ist in der geheimen Kanzlei nach dem Original copirt worden.

Weimar. Am 60. Jahrestag der Leipziger Völkerschlacht sind in Weimar die Delegirten der veutschen Kriegervereine zu einer Generalversamm lung zusammengetreten. Es waren 160 Vereine

repräsentirt. Nur Bayern hatte keinen Vertreter geschickt. Dresden. Das am 23. October Nach-

mittags ausgegebene Bulletin bezeichnet den Zu⸗ stand des Königs als völlig hoffnungslos.

Der Stadtrath und die Stadtverordneten haben einstimmig beschlossen, eine Dank Adresse an den deutschen Kaiser wegen seines Antwort schreibens an den Papst, für die wahrhaft kaiser liche That, welche den Sieg des Rechtsstaates über die Priesterschaft sichere, zu richten.

München. Laut Angabe derAsch. Ztg. sollen die Beamten der Ostbahn⸗Gesellschaft an- läßlich der Reise des deutschen Kaisers durch Bayern durch Circulär verpflichtet worden sein, bei Vermeidung von Dienst⸗Entlassung über die Reise nicht das Geringste verlauten zu lassen.

Ausland. Oesterreich⸗lÜngarn. Wien. Die bei dem Gala- Diner am 21. d. Mts. ausge-

brachten Toaste lauten: Der des Kaisers Franz Joseph:Nachdem mein innigster Wunsch, meinen lieben Freund und Bruder noch während der Weltausstellung in Wien willkommen heißen zu

können, in Erfüllung gegangen ist, so erhebe ich mit freudigem Herzen und bestem Dank das Glas

auf das Wohl unseres lieben Gastes. Se. Maj. der deutsche Kaiser und König von Preußen lebe hoch! Kaiser Wilhelm erwiderte:Erlauben mir Ew. Maj., daß ich auf die eben gehörten erhebenden Worte meinen herzlichsten und freundschaftlichsten Dank ausspreche. An diesen Dank reihe ich den für die gastliche und freundschaftliche Aufnahme, welche die Kaiserin, meine Gemahlin, und meine Kinder hier gefunden haben. Es ist mir eine besondere Genugthuung, daß ich den freundlichen Besuch, den Ew. Maj. in Verbindung mit Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland im vorigen Jahre in Berlin machten, noch während der Weltausstellung habe erwidern können. Die damals unter uns ausge- tauschten freundschaftlichen Gesinnungen, die ich hier jetzt in vollem Maße wiedergefunden habe, sind eine Bürgschaft des europäischen Friedens und der Wohlfahrt unserer Völker. Ich trinke auf das Wohl Sr. Maj. des Kaisers von Oesterreich und Königs von Ungarn, meines erhabenen Freundes und Bruders. l

Die auf den 21. d. M. programmmäßig festgesetzte Hetzjagd im Lainzer Thiergarten war in der letzten Stunde dahin abgeändert worden, daß dieselbe in den Gehegen zwischen Laxenburg und Guntersdorf stattfinden sollte. Beide Kaiser fuhren daher Vormittags im Jagdtostüm mit zahlreicher Begleitung dorthin. Der inzwischen eingetretene heftige Regen veranlaßte jedoch die Majestäten, auf die Jagd, zu welcher große Schaaren von Wild aufgetrieben waren, zu ver⸗ zichen und nach Schönbrunn zurückzukehren. Nachmittags besichtigte Kaiser Wilhelm, vom Gene⸗ ral Graf Neipperg begleitet, das Arsenal.

DieAbendpost schreibt: Hier und da tauchen Angaben auf, daß anläßlich des Welt- Ausstellungs- Besuches des deutschen Kaisers in der französischen Abtheilung einige Aussteller ihre Kästen verdeckt hätten. Auf Ersuchen des fran⸗ zösischen General⸗Commissärs konstatiren wir, daß obige Behauptung vollständig falsch ist, indem der deutsche Kaiser von den französischen Aus- stellern mit aller Courtoiste empfangen wurde. Dies wurde auch seitens des General⸗Commissärs des deutschen Reiches anerkannt. s

DemVaterland wird von verläßlicher Seite aus Paris gemeldet, daß der Monarchie die Mehrzahl der Stimmen der National- Ver- sammlung gesichert, und über alle Fragen zwischen den verschiedenen Fractionen der Rechten dir

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