1) Markus Haas, Fruchtbändler zu Assenbeim. 2) Abraham Haas Fruch wändler zu Vönstadt. 3) Faist Löwenthal II, Fruchthändler daselbst. 4) Georg Müller, Müller zu Bruchenbrücken. 5) Isaak Stern, Fruchthändler daselbst.
6) Gustav Schwarz. Holzbändler zu Friedberg. 7) Joseph Bender, Holzyändler daselbst.
8) Georg Hartmann Freundlieb, Hauptagent daselbst. 9) Zadig Grödel II, Fruchtbändler daselbst.
10) Mayer Hirsch, Ellenwaarenhändler daselbst.
11) Emanuel Löb, Fruchtbändler daselbst.
12) Aron Lößer, Weinhändler daselbst.
13) David Mayer, Fruch ibändler daselbst.
14) Löb Oppenheimer, Fruchtkändler daselbst.
15) Moses Rolbschild, Fruchtvändler dasselöst.
16) Karl Emil Scriba, Buchbändler daselbst.
17) Moritz Stahl, Fruchthändler daselbst.
18) Baruch Stern, Fruchti ändler daselbst.
19) Jakob Stern, Fruchthändler daselbst.
Die Gewerbsteuer 1. und 2. Classe Bezahlenden.
20) Seligmann Hirschhorn, Ellenwaarenbändler daselbst. 21) Wiltzelm Ulolb, Apotheker zu Bad Naubeim.
22) David Levi, Ellenwaarenhändler daselbft.
23) Abraham Löwenthal, Fruchthändler zu Nieder⸗Wöllstadt. 24) Georg Weisensee, Müller zu Ossenheim.
25) Georg Huber, Müller zu Röogen,
26) Georg Bally, Mineralwasserhändler zu Schwalheim.
27) Georg Steinhäußer II Bierbrauer zu Friedberg.
28) Eltas Meyer, Fruchthändler zu Friedberg.
29) Isaak August Naubeim, Kaufmann zu Friedberg. 30) Christian Meyer, Müller zu Schwalbeim.
31) Amschel Grünbaum, Fruchthändler zu Bad-Nauheim. 32) Ludwig Fürth, Kaufmann zu Friedberg.
33) Wilhelm Sturmfels, Apotheker zu Friedberg.
34) Wilhelm Süffert, Apotheker zu Assenheim.
35) Christian Alfmansberger, Fabrikant zu Reichelsheim. 36) Heimrich Dietz II. Müller zu Gciedel.
37) Moritz Kuhl, Collekior und Buchhändler szu Butzbach. 38) Emanuel Hessenberger I, Fruchthändser zu Staden.
39) Emanuel Hessenderger II, Fruchthändler daselbst. 40) Georg Hölzer, Ellenwaarenbändler zu Butzbach. 41) Gottlieb Oelschlägel, Bauunternebmer daselbst.
42) Joh. Wilb. August Weickhard, Buchbändler daselbs⸗ 43) Louis Wießler, Ellenwaarenbändler daselbst. 1 44) Salomon Fröhlich, Fruchthändler baselbst.
45) Lö Kmfmann, Ellenwaarenhändler daselbst.
46) Wolf Lichtenstein, Fruchtbändler daselbst.
47) Gabriel Rosentbal, Fruchthändler daselbst.
48) Kaufmann Rosentbal, Fruchthändler daselbst. 40) Seligmaun Rothschild, Lumpenbändler im Großen daß 50) Philipp Reimer, Müller zu Gambach. 51) Friedrich Wagner, Mäller daselbst. 52) Jakob Müller, Müller zu Griedel. 53) David Bär II Fruchtbändler daselbst. 54) Abraham Kaufmann II., Fruchth. zu Nieder⸗Weisel 55) Heinrich König XI., Fruchihdl. zu Ober-Mörlen. 56) Moses Süßmann, Holzhändler zu Steinfurth.
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Deutsches Reich.
Darmstadt. Am 19. April wurden der Dirtetor an dem evangelischen Schullehrerseminar zu Friedberg, Carl Christoph Steinberger, zum Director an der Realschule zu Alzey,— der Director an der Realschule zu Alsfeld, Johannes Michael Schäfer, zum Director an dem evange⸗ lischen Schullehrerseminar zu Friedberg ernannt.
— Nach dem„Reichs⸗Anzeiger“ wurden Flach, Stc.⸗Lieut, vom 4. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 118, in das Lauenb. Jägerbat. Nr. 9; Keppler, Sec. Lt. vom 7. Wesiphäl. Inf. Regt. Nr. 56, in das 4. Gr. Inf.⸗ Regt. Nr. 118 versetzt. Graf zu Iseuburg⸗Philippseich, Rittm. von der Cavalerie des 1. Bat. 1. Gr. Landw.⸗Regt. Nr. 115, mit der Uniform des Gr. 2. Drag.⸗Regts. Nr. 24 der Abschied bewilligt.
Berlin, 21. April. Der Reichstag hat in seiner heutigen Sitzung das Posttaxgesetz mit einem Amendement v. Unruh's, welches die Regierungs- fassung wiederherstellt, in dritter Berathung ange- nommen. Ein Schreiben des Reichskanzleramts, betreffend die Genehmigung zur Verfolgung Sigl's wegen Beleidigung des Reichstags wurde der Ge⸗ schäftscommission überwiesen. Die zweite Lesung des Münzgesetzes wurde auf morgen vertagt.
Ems. Der König von Sachsen wird Mitte nächsten Monats zu mehrmöchigem Kuraufenthalt dahier eintreffen und im großen Domanialkurhause Wohnung nehmen.
Breslau, Bei einer bier stattgefundenen Versammlung angesehener Mitalkeder der Fort⸗ schritts⸗, nationalliberalen, altliberalen, freiconser⸗ vativen und nationalconservativen Partei, darunter zahlreiche Abgeordnete, wurde beschlossen, bei den Wahlen in Schlesien gemeinsam Front zu machen gegen ultramontane und verwandte Candidaturen undentsprechende öffentliche Kundgebungen zu erlassen.
Trier. In Folge eines Rescriptes der hie⸗ sigen k. Regierung vom 26. März sind viele Communal⸗ Beamte aufgefordert worden, die Be⸗ scheinigung ihres Austrittes aus dem Mainzer Katholikenverein einzureichen.
Leipzig. Der Strike der Buchdruckergehülfen darf nunmehr für ganz Deutschland als beendigt angesehen werden: der Gehülsenverband hat näm⸗ lich den Strike in Leipzig und anderwärts für aufgeboben erklärt, da der Verein der Principale die allgemeine Kündigung der Verbandsgehülsen zurückgezogen hat. Eine gemeinsame aus zehn Principalen und zehn Gehülfen bestebhende Dele⸗ girtenversammlung wird zur Vereinbarung, über den Tarif am 1. Mai in Leipzig zusammentreten.
München. Wie man hört, geht der bayerische Finanzminister mit dem Gedanken einer abermaligen Erhöhung der Beamtengehalte um, da der große Geld vorrath einerseits und die Einführung des neuen Münzgesetzes andererseits für Süddeutschland eine beträchtliche Preissteigerung in, Aussicht stellt, unter der Jene am meislen leiden, die eine fixe Besoldung haben.
Mannheim. In Folge der jüngsten Excesse, denen Wützlercien der Sotial⸗Demokraten zu Grunde liegen sollen, wurden sämmtliche Volks versamm⸗ lungen auf die Dauer von vier Wochen verboten.
Ausland.
Oesterzeich. Wien. Diejenigen galizischen Abgeolr neten, welche trotz der Auffolderung des
Präsidenten ihre Abwesenheit bisher nicht ent⸗ schuldigten, wurden durch das Abgeordnetenhaus ihres Abgeordneten- und Delegirtenmandates ver⸗ lustig erklärt.
Schweiz. Bern. Die Cantons ⸗Regierung sah sich genöthigt, um der seitens der Ultramon- tanen beabsichtigten Störung der Arlesbeimer Alt- katholiken⸗Versammlung vorzubeugen, 300 Mann Infanterie aufzubieten und nach Arlesheim zu legen.
Arlesheim, 20. April. An der heute hier stattgefandenen Versammlung der Altkatholiken nahmen 6000 Personen Theil. Die ÜUltramon⸗ tanen versuchten die Verhandlungen zu stören und traten durch Pfeifen, Brüllen und Gelächter slörend auf, nachdem der Fürsprech Teigenwinter, Präsi⸗ dent der Versammlung, dieselbe eröffnet hatte. Der Regierungspräsident Adame verlangte Ruhe und drohte Militär einschreiten zu lassen, wenn die Störungen fortgesetzt würden. Regierungsrath Ircker von Solothurn und Augustin Keller von Aarau sprachen in begeisternder Weise zur Menge, worauf öfterer Beifall erfolgte. Einige Ultramon⸗ tane, die Jecker zu unterbrechen versuchten, wurden verhaftet. Die angetragenen Resolutionen wurden mit Jubel von den liberalen Katholiken einstimmig angenommen.
Schweden. Stockholm, 19. April. Die scandinavische Münzeonvention ist heute von beiden Kammern mit bedeutender Majorität angenommen worden.
Großbritannien. London. Am Fieitag Abend 8 Uhr traf von Westindien kommend im Plymouther Sunde das deutsche Geschwader, be⸗ stehend aus der Panzerfregatte„Friedrich Carl“ und den Fregatten„Vineta“,„Gazelle“ und „Elisabeth“ ein, Dasselbe hatte Havanna am 3. März verlassen, nachdem es vorher in Fayal Kohlen und Previant eingenommen. Bei der Einfahrt in den Sund tauschte das Geschwader⸗ mit dem Flaggenschiff des Commandeur en- chef in Plymouth, und der Citadelle die üblichen Salut⸗ schüsse aus. Das Geschwader soll in Plymouth für eine Kreuzungstour an der spanischen Küste neu ausgerüstet werden.
Portugal. Lissabon. In amtlichen Kreisen wird versichert, daß, falls Seitens fremder Nationen etwa eine Einmischung in die Ange⸗ legenheiten Spaniens erfolgen sollte, Portugal die vollste Neutralität beobachten würde.
Italien. Rom, 20. April. Der Papst ist heute Morgen halb 8 Uhr aufgestanden. Der⸗ selbe wird eine Messe celebriren und zwei Per⸗ sonen, welche eine Opfergabe von Peterspfennigen überbringen, empfangen.
Rußland. Petersburg. Der„Russische Inpalide“ theilt mit: Den neuesten Nachrichten zufolge war die zu Krasnowodek zusammengezogene Truppenabtheilung Ende März ausgerückt. Am 12. März hatte die Tschikischlarer Abtheilung mit den Turkomanen zwischen dem Atrelfluß und dem Gerganfluß ein Scharmützel. Die Truppen kehrten am 18. März auf dae rechte Atrek- Ufer zurück, nachdem sie den ganzen Rayon von den räube⸗ rischen Turkomanen gesäubert hatten, wobei der Commandant der persischen Festung Achkala den russischen Truppen Ueberschreitung des Gergan⸗ flusses über die Festungebrücke gestattete.
Amerika. Newyork. Auf dem Wege
nach Movidence ist ein Eisenbahnzug in den Paw⸗
tucket gestürzt, dessen Brücke durch Ueberschwen mungen zerstört war. In dem Zuge befanden sit 150 Personen. Die Zahl der Todten ist not nicht bekannt. Bis jetzt hat man 15 Verwunde
und 6 Leichen aufgefunden.— General Emo Dar hat der Regierung die Anzeige gemacht, da gte zwischen den politischen Parteien in Louisiania ei 5 1 Conflict bevorstehe, g 9 en belt
Ostindien. Penang. Alle holländisches II. Be
Truppen haben sich nach der Küste zurückgezogesf tunen und hinter Pallisaden verschanzt, die Position en i scheint aber unhaltbar, weil die gegenüberstehendes Anlagen
Truppen der Atchinesen sehr bedeutend sind uns Mig
die Regenzeit begonnen hat. Die Verluste dis Holländer an Todten und Verwundeten werdess n 41 auf 500 Mann geschätzt, die Verluste der Atchl adden nesen sind unbekannt, aber sehr bedeutend. V. Di
Geoßberze
Frankfurt. Der Besuch des Palmengarten Ergtande ist für Blummenfreunde eben ein großer Genuß. Nach. brad z. dem die Camel en und Azaleen bas Auge entzückt, stehen a, ar nun die Rhododendren in vellster Blüthe. An sie schließt] ger z sich in den nächsten Tagen eine große Gruppe prächtige darmfaad Rosen. Ferner ziehen die sarbenreichen Einerarien, di n der ausländischen, in ihrer Form auffälligen Veilchen, die Doms, Cyclamen Arten und die in einigen Tagen in voller i Kr, Blütbe stehenden Dattelpalmen die Blicke Aller auf sich. Nie
Mün hen. Der verstorbene Professor Dr. 5 al Ed
v. Liebig ward am 12. Mai 1893 zu Darmstadzf ihn zu geboren, studirte 1819— 22 in Bonn und Erlangen Miley alsdann bis 1824 in Paris, wurde namentiich dur che A. v. Humboldt's Einfluß bald dem Lehramt zuge führ st zu und schon 1824 außerord. und 1826 ordentl. Prosessa if. O der Chemie in Gießen. Hier bildeie er das erste Mustet⸗ am 9 aboralorium in Deutschland und entfaltete eine außer iim, in ordentliche Wirkjamkeit für die wissenschaflliche und paktisch“ JI. Bedeutung der Chemie. Zur äußeren Anerkennung wutel oßher er 1845 vom Großherzog Ludwig II. von Hessen(ohn dhamet darum nachgesucht zu baben) in den erblichen Freiherrn Can stand erhoben. Im Jahre 1852 siedelte Liebig nach München e ven über, wo er eine Professur mit dem Amte eines Conse) III. vators am dortigen chemischen Laboratorium übernahm e Gloß Gemäß einem Wunsche des Verstorbenen soll die Beerdiß ung] In We des Prof. Liebig in seiner Vaterstadt Darmstadt statiftden Lana Näheres über den Tag der Beisetzung ist nicht bak imnt. chen
Schwiebus. Die auch von uns mitgetheilte Cor i„of respondenz des.Schwiebuser Kr.: Bl.“, nach welcher de VII Leiche“ der vermißten Anna Böckler auf dem Heubodel het d des elterlichen Hauses gefunden sein sollte, erweißt sich all U urthümlich. Die„D. Fr. Z.“ hat sich in einem Schreiben diiect an den Valet des Kindes gewandt und von diesen Aa, am die Antwort erhalten, daß die Leiche nicht aufgefunden, Halle z auch überbaupt noch keine Spur des vermißlen Kindel Felser,
ermittelt worden ist. Aer a La burg Der Bier- Krawall zu Frankfurt, ale!
welcher schon acht Tage vorher in aller Mund wan ist am 21. April Nachmittags an mehreren Punkten han der Stadt, wie es scheint gleichzeitig, ausgebrochen Un Der Nickelchestag bot zu diesem Treiben um she 0 leichter einen willkommenen Anlaß, als an diesen en
aus der Umgegend in der Stadt waren. Ei Mm Bande von etwa 200 Burschen erschien gegen 5 5 Uhr auf der Gallusgasse in den beiden Reut, kchuls linger'schen Brauertien, in ihtet Mitte eine rothe ben
wie es scheint von einem Vorhange berrührende tat
Fahne, und begannen das Werk der Zerstörung 10 15 Was nicht niet und nagelfest war, ging in kde Trümmer. Fünf bis sechs achtzehrjährige Burschs fal. stellten sich auf die Tische und stampften sie zu, sammen; ein anderer mit einem Prügel zerschl De die Spiegel, während wieder Andere die Stühle 11 zerbrachen, den Herd zusammenrissen und daß welt Küchengeschirr demolirten. Nachdem das Wei
vollbracht, zog die vor Wuth brüllende Menge zi lion


