1
11823
Donnerstag den 23. October.
M 124.
8
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Areisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Für die Monate November und Dezember rann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.
zffneten. hof
, und schlen mlich fester g. „ nach 300,
ach gefragt lete der ande zu verzeichr chlimmen N Bankverhält muftommen!
ce unverzüglich zu bewerkstelligen.
etreffend: Die öffentliche Versteigerung verfallener und Leihanstalt.
8 0%, Aug bank 0% hoh ankverein, Ban
Wa an das Interesse des Pfandhauses erfordert,
Amtlicher Theil.
etreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 26. November 1872, die Gehalte der Volksschullehrer betr. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzo, lichen Bürgermeistereien. Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung der Auflage vom 28. v. M. in Nr. 114
und nicht renovirter Pfänder der hiesigen Pfand⸗
Trapp.
4.
Friedberg am 21. October 1873.
des Kreisblattes noch im Rückstande sind, haben Tur a p ü p.
Friedberg am 21. October 1873.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien. Sie, insbesondere diejenigen von Ihnen, deren Angehörige ein Interesse esche von deren Verwaltung auf Donnerstag den 30. October l. J. nach dem Oberhessischen A dern faß aten Versteigerungstermin in den Gemeinden veröffentlichen zu lassen.
an der Pfänderversteigerung des hiesigen Pfandhauses haben,
nzeiger anberaumt worden ist, werden beauftragt,
Da dies seither öfter zum Schaden von Betheiligten nicht geschehen ist, dies so erwarten wir pünktliche Befolgung auch bei späteren Versteigerungsterminen.
„ Antwerpe ttinental 2 gegenüber!
Deutsches Reich. 1 Darmstadt. Am 18. l. Mts. wurde der e ee Muisterialrath im Ministerium der Finanzen, Ge— n, e üheineralh August Schleiermacher, unter Enthebung nd Handen der Stelle eines landesherrlichen und ersten ache gesuchehiglieds der Direction der Staats schulden-Tit- gungskasse, zum Director des Ministeriums der Finanzen ernannt. — Die Regierung hat der zweiten Kammer e auf unngue Etats vorgelegt, Gehaltserhöhungen der ole)( Stantsdiener um ¼, Aufhebung der Obersludien⸗ . dnetion, sowie einzelner Forstämter, endlich das 00& Il Fillnlassen von sechs Kreisen vorgeschlagen, weitere eren(90 esormen vorbehalten. N k.— Am 21. d. M. wird der Gesetzgebungs
Salzen eftansschuß über die von der ersten Kammer erledigten
„Ken reh. mit Amendirungen an die zweite Kammer A zuürgesandte Gesetzes vorlage, definitive Entscheid— „% treffen. Mittwoch tritt der Finanzausschuß 0 L. leite Reise nach Oberhessen an, um eine Inspection 3 Erhsspet oberhessischen Bahnen vorzunehmen. 11— Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten „ Kaänmer hat sich über die abweichenden Beschlüsse dan ersten Kammer bezüglich der Verioaltungsgesetze zaschlüsfig gemacht. Mehreren Beanstandungen von Aanitean Interesse hat der Ausschuß, dem Wunsch der Regierung entsprechend, nachgegeben. Dagegen 9 Loeb wit er die Beschlüsse der ersten Kammer, den — Sundesherren als solchen Sitz im Kreistage zu gehen und den Zwang, die Hälfte der Gemeinde— % Rather Ehe aus dem höchstbesteuerten Viertel der Orts—
n, elfwohner zu nehmen, zurück. Ebeusowenig hat 13 den Ausschuß in den Verhandlungen der ersten züller, Kenner oder in der allgemeinen Lage einen Grund
Mr.! fi gde können, der zweiten Kammer vorzuschlagen, den Beschluß der ersten Kammer für Wahl der Bülgermeister in den Landgemeinden durch den Gimtinderath beizulreten. Der Ausschuß sieht sich dae veranlaßt, zu beantragen, die zweite Kammer wulle bei ihrem Beschluß beharren, daß die Land- Bingermeister direct von allen stimmfähigen Orts-
bürgen gewählt werden.
Berlin. Fürst Bismarck hat auf der Durch
Vell nach Wien mit dem Minister des Innern, Ghasen Eulenburg, eine längere Besprechung ge— ha. Der König von Sachsen hat dem Reichs— kaßger für die Reise nach Wien einen Salonwagen zun Verfügung gestellt, da der dem Reichskanzler vo ben deutschen Eisenbahn⸗Gesellschaften zum
0g
nel dhe, wusch en.
es:
Geschenk gemachte Salonwagen die Durchfahrten der bayerischen Bahnen nicht überall passiren kann. — Das Reichseisepbahnamt befindet sich in vollster Thätigkeit. Die Organisation des Amtes ist so weit beendet, als es das augenblickliche Bedürfniß erbeischt; im Uebrigen sind alle Ein— richtungen getroffen, um nach Ermessen eine Er— weiterung eintreten zu lassen. Als erstes Ergebniß dieser ganzen Einrichtung möchte ein umfassendes allgemeines Eisenbaͤhngesetz zu betrachten sein, mit welchem das Reichseisenbahnamt beschäftigt ist und wozu die Vorarbeiten so weit gefördert sind, daß die Einbringung der bezüglichen Vorlage schon bei den nächsten Reichstage zu erwarten steht. — Der jetzige Handelsminister ist bemüht, in systematischer Weise die Anlage von großen Canälen zu fördern. Die hierzu erforderlichen Mittel sollen nach der„Spen. Ztg.“ zunächst für den Staats- haushaltsetats für 1874 beantragt werden. Von der Zustimmung zu den betreffenden Anträgen Seitens des Finanzministers, sowie von dem Votum des Landtages wird es abhängen, in wie weit die Canalbauten zur Ausführung gelangen— Posen. Das hiesige Kreisgericht hat den
Erzbischof Ledochowski wegen Androhung der Ex⸗
communication gegen den hiesigen Religionslehrer Schröter, welcher die schlesische Adresse der„Staats kathotiken“ unterzeichnet hatte, auf Grund des Gesetzes vom 13. Mat zu 300 Thalern Geldbuße, eventuell zweimonatlichem Gefängniß verurtheilt.
Bonn. Bischof Reinkens hat sich hier in der Coblenzer Straße angekauft. Damit ist die Bestimmung Bonns als Residenz des altkatholischen Bischofs und als Mittelpunkt der altkatholischen Bewegung definitiv gegeben.
Stuttgart. Der„Schw. Merkur“ berichtet aus Heidelberg, daß es nunmehr sicher sei, daß Professor Treitschke schon im Frühjahr k. J. nach Berlin übersiedeln werde.
Ausland.
Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Kaiser Wilhelm kam am 17. d. hier an. Kaiser Franz Joseph war seinem hohen Gaste bis St. Pölten entgegengefahren. Zeugen der nung erzählen, daß sich Fürst Bismarck(der sich in Regensburg dem Kaiser angeschlossen hatte) der größten Aufmerksamkeit von Seiten des öster— reichischen Kaffers erfreuse,
60 N
dortigen Begeg⸗
— Kaiser Wilhelm hat bei seinem Besuche der Weltausstellung am 18. Oct. auch die Kunst⸗ halle und den Palast des Khedive besucht, in welchem er den Kaffee einnahm und sich längere Zeit mit Professor Brugsch unterhielt.— Fürst Bismarck erschien in Begleitung des Grafen Andrassy Nach- mittags gleichfalls in dem Weltausstellungsgebäude. Derselbe wurde von der dort befindlichen Menge erkannt und mit lebhaften Zurufen begrüßt.
— Bei der vom Kaiser commandirten Truppen⸗ parade am 20. Oct. standen 8400 Mann und 88 Geschütze in der Front. Die Parade siel glänzend aus. Sämmtliche hier anwesende Erz— herzöge und sürstliche Personen waren anwesend. Beide Monarchen wurden von einer großen Zu— schauermenge lebhaft begrüßt. Unter den Klängen der deutschen Volkshymne fand das Abtreten der Fronten statt, worauf der Vorbeimarsch und schließ⸗ lich einige Cavaleriemanöver folgten.
— Der deutsche Kaiser besuchte am 20. d.
den Kronprinzen von Dänemark, die Gräfin Gir⸗ genti und den Grafen Andrassy. Fürst Bismarck erhielt den Besuch des Kaisers von Oesterreich und stattete seinerseits den Erzherzogen Besuche ab. Abends trafen Prinz und Prinzesfin Karl von Preußen ein und wurden auf dem Südbahnhof von dem Kaiser empfangen. — Kaiser Wilhelm wird erst am 28. d. M. Abends mit der Nerdwestbahn von hier abreisen. — Der Kronprinz von Dänemark wurde vom Kaiser von Oesterreich und vom Kaiser von Deutschland empfangen.
Schtveiz. Bern. Die Direetionen der Centralbahn, Nordostbahn und der Vereinigten Schweizerbahnen haben beschlossen, vom nächsten
1
Jahre an keine Eisenbahn-Billete mehr an Wall⸗ fahrer zum halben Preis verabfolgen zu lassen. Frankreich. Paris. Die Abendblätter vom 19. d. M. bestätigen, daß der vormalige König von Hannover unter dem strengsten Inkognito gegenwärtig in Paris weilt. — Die Permanenz Commission wird dem Vernehmen nach beschließen, die Nativnal-Ver— sammlung für den 27. October einzuberufen. Trianon, 20. Oct. Prozeß Bazaine. Bei dem heute begonnenen Verhör der Zeugen depo— nirte zunächst Marschall Lebpeuf, daß Bazaine erst g Obercommando über-
am 13. August früh das nommen habe. Bazaine habe vorher keine Ver⸗


