Quincy mit je 800;
heim abhalten, für welche 4 Preise 3 25 fl., 12 8 15 fl. und 13 à 10 fl., zusammen 410 fl., ausgesetzt sind. Mit dieser Vieh⸗Preisvertheilung wird zugleich eine Ausstellung von Erzeugnissen des Land⸗ und Gartenbaues verbunden sein, die sich auf alle mehlhaltigen Körnerfrüchte, Wurzel⸗ und Knollengewächse, Industriepflanzen, Obst jeder Art, Gemüse ꝛc. erstrecken soll. Zu Preisen für letztere sind 21 fl. vorgesehen.— Die Aussiellung und Prämürung der Thiere wird auf dem Graben in Heppenheim, die Pro⸗ duktenausstellung in dem Rathhaussaale daselbst stattfinden. Auch eine Verloosung landwirthschaftlicher Gegenstände ist im Zusammenhang dabei in Aussicht genommen.
Nackenheim. Am 8. d. M. Nachmittags ertrank im Rhein dahier ein 24jähriger Bursche, der von der Niersteiner Kirchweihe ganz betrunken heimkebrie und da⸗ durch aus dem Nachen, womit er auf die Mühle fahren
„herausfiel. 5 1
wal ank Algesheim. Am 9. d. wurde ein Schüler des hiesigen kathol. Instituts von Heßloch, der von hier nach Gaulsheim, wo er wohnt, sich begeben wollte, von zwei Strolchen angefallen und seiner Baarschaft(zwei Thaler und etliche Kreuzer) beraubt.
Allerlei.
Wiesbaden. Die erste Versammlung der Natur⸗ forscher am 18. September war von 900 Theilnehmern besucht. Dr. Fresenius eröffnete die Sitzung, indem er die Versammlung begrüßte. Regierungsprästdent v. Wurmbd begrüßte dieselbe Namens dec Regierung, Oberbürgermeister Lanz Namens der Bürgerschaft. Nach Vorträgen von Dr. Pagenstecher, Schulenburg, Neubaur und Schmidt wurde die erste Versammlung geschlossen. 5
Stuttgart. Der berühmte Gelehrte Dr. David Strauß, der Verfasser von„Das Leben Jesu“, liegt dem Vernehmen nach an einem schweren Unterleibsleiden be⸗ denklich darnieder, so daß Der alte und neue Glaube“ wohl das letzte Opus des Philosophen sein dürste.
Stuttgart. Da das Volksfest in Canssatt in diesem Jahre nicht abgehalten wird, weil man jede größere Menschen⸗Ansammlung, die zur Verbreitung der Cholera führen könnte, vermeiden will, so hat der württembergische Renn⸗Verein beschlossen, seine Rennen Ende dieses Monats in Ludwigsburg abzuhalten.— In Berg wird eine internationale Hunde- Ausstel lung statffinden, die am 29. September ihren Anfang nehmen wird.
Berlin. Die Generaldirection der Telegraphenver⸗ waltung hat kürzlich die sehr anerkennenswerthe Einrich⸗ tung getroffen, daß Depeschen den Adressaten oder deten Bevollmächtigten auf Wunsch der Aufgeber in unver⸗ schlossenem Couvert übergeben werden können, weil in vielen Fällen durch die versiegelte Abgabe der Depeschen in Abwesenheit des Adressaten der Zweck derselben verloren geht. In vorkommenden Fällen hat also der Absender den bezüglichen, übrigens taxpflichtigen Vermerk, etwa in der Form„offen abzugeben“ unmittelbar hinter der Adresse niederzuschreiben.
NewYork. Die Anzabl der Mönche in den Ver⸗ einigten Staaten beträgt an 3000. Am zablreichsten sind die Jesuiten mit 1100 Mitgliedern und 20 Collegien; dann die Benediktiner in Latrobe und die Franciscaner in die Dominikaner mit 200; die Trappisten mit 75 Mitgliedern. Außer diesen gibt es noch Augustiner, Paulaner und Lazaristen. Die Zahl der Nonnen ist viel größer und beträgt 7000, davon 3000 barmberzige Schwestern.
Chicago. Am 17. September brach hierselbst im zstlichen Stadttheil eine Feuersbrunst aus, welche sich eine englische Meile weit ausdehnte. 60 Häuser brannten ab.
Verloos ungen.
Stadt Frankfurter Anlehen von 1844 und 1858. Wiesbaden, 31. Juli. 3½proc.: Nr. 326 416 528 659 73 91 777 843 50 99 1113 21 41 275 351 485 523 28 60 83 a fl. 1000.— Nr. 1620 705 879 83 a fl. 500.— Nr. 2142 97 284 a fl. 300.— Nr. 2658 a fl. 100. Zproc.: 33 39 85 95 160 74 86 207 13 74 80 417 546 83 653 714 824 28 63 77 951 53 64 a fl. 1000— Nr. 1016 134 40 45 54 244 83 89 349 56 63 420 72 507 56 95 609 92 726 72 82 803 984 2000 a fl. 500.— Nr. 2025 255 70 87 325 43 75 437 63 566 69 605 40 49 93 705 11 51 83 826 81 930 66 a fl. 300.— Nr. 3004 26 135 223 51 54 57 375 95 501 20 24 37 80 97 680 97 809 17 31 37 46 974 80 4036 235 534 59 79 607 38 60 701 829 74 962 a fl. 100.
ApCt. Nassauisches Staatsanlehen von 1859. Ziehung vom 19. Augußt 1873. Rückzahlbar am 1. Januar 1874. Lit. A. Nr. 7 122 427 439 603 701 815 à fl. 100. Lit. B. Nr. 7 63 281 389 446 555 760 805 à fl. 200. Lit. C. Nr. 171 216 237 482 498 8. fl. 300. Lit. D. Nr. 72 81 207 251 444 471 529 620 753 1116 1293 1539 1679 1961 2002 2091 à fl. 500. Lit. E. Nr. 164 250 346 à fl. 1000. Rückzablbar am 1. Juli 1874. Lit. A. Nr. 10 63 521 583 669 835 866 945„fl. 100. Lit. B. Nr. 106 107 120 196 576 620 810 à fl. 200. Lit. C. Nr. 39 142 156 à fl. 300. Lit. D. Nr. 10 303 451 506 534 625 700 875 968 1336 1513 1526 1753 1769 1908 1992 à fl. 500. Lit. E. Nr. 99 114 392 438 à. fl. 1000.
Desterr, fl. 100⸗Loose vom Jahre 1864. Serien und Gewinn⸗Ziehung vom 1. Sept. 1873. Heim zahlung am 1. Decbr. 1873. Serien: 200 252 1070 1328 1407 1422 2296 3951. Gewinne: Serie 3951 Nr. 91 fl. 200,000. S. 3951 Nr. 95 fl. 50,000. S. 3951 Nr. 59. fl. 15,000. S. 252 Nr. 15 fl. 10000. S. 252 Nr. 26, S. 3951 Nr. 97 à fl. 5000. S. 1328 Nr. 100, S. 1422 Nr. 35, S. 2296 Nr. 22 à fl. 2000. S. 200
Nr. 29 63, S. 1070 Nr. 35, S. 1328 Nr. 75, S. 1407 Ne. 100, S. 2296 Nr. 9 à fl. 1000. S. 200 Nr. 19 26, S. 252 Nr. 35 61 75, S. 1070 Nr. 28 51. 54, S. 1328 Nr. 88, S. 1407 Nr 55 66 91, S. 1422 Nr. 64, S. 2296 Nr. 62 93 à fl. 500. S. 200 Nr. 7 66 81, S. 252 Nr. 9 10 31 64 83, S. 1070 Nr. 12 18 27 76 98, S. 1328 Nr. 28, S. 1407 Nr. 4 30 50 59 68 88, S. 1422 Nr. 18 58 73, S. 2296 Nr. 5 16 77 83, S. 3951 Nr. 27 41 75 à fl. 400. Auf alle übrigen in obigen Serten enthaltenen und hier nicht aufge⸗ führten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 108.
Frankfurt. Am 26. September findet die General- Versammlung der Deutschen Creditbank statt, die bereits kürzlich angedeutete Bilanz, die zur Vorlage kommen wird, weist auf Activa: Cassa fl. 78,464. Wechsel fl. 64,941. Deutsche Staatspapiere und Anlehensloose zum Course vom 30. Junt fl. 656,156. Oesterreichische und ausländische Staatspapiere und Anlehensloose fl. 246,350.(Diese beiden Posten enthalten keinen Actienbesitz oder Syndikats⸗ betheiligungen) in diversen Effecten fl. 2623. Debitoren fl. 96 1,789. Capitalbestand der Commandite in Berlin fl. 173,385. Die Passiven sind: das eingezahlte Actien⸗
kapital fl. 1,750,000. Creditoren fl. 229,823. Tratten
fl. 127,179. Spezialreserven der Renten⸗ und Raten⸗ Abiheilung fl. 12.000.
Als Tolal⸗-Nettoverdienst, nach Abschreibung sämmt⸗ licher Einrichtungskosten, aller Geschäftsspesen und von fl. 12,000 zur Bildung einer Spezialreserve der Ratenab⸗ theilung hat sich die Summe von fl. 68,410. 18 kr. er⸗ geben, was einer Verzinsung des voll eingezahlten Actien⸗ kapitals von 10,20% per annum gleichkommt und auf eine hübsche Rentabilität für die Folge schließen läßt. Die durch die Deutsche Creditbank kultivirte Spezialität des Natengeschäfts hat hieran den bedeutendsten Theil beige⸗ tragen; indeß wurde auch durch ein sich mehr und mehr en wickelt habendes Conio-Corrent-Geschäft, welchem das Institut, wie wir vernehmen, in der Folge eine desondere Sorgfalt zuzuwenden beabsichtigt, ein im Verhältniß des kurzen Vestehens des Instituis nicht unbedeutender Nutzen von fl. 16,000 erzielt.
Zur Aufklärung über das Ratengeschäft, welches durch Fallimente österreichischer Firmen, welche solche in Deutsch⸗ land zuerst eingeführt hatten, eiwas disecreditirt war und über welches in letzter Zeit sehr häufig Anfragen einge— laufen sind, sei hier beiläufig bemerkt, daß die Betheiligung an diesem in sich ganz soliden und von volkswirthschaft⸗ lichem Standpunkte dem Publikum lediglich empfohlen werden muß, nur Ratenbriefe genügend fundirter, gut verwalteter Institute zu erwerben, die hierdurch vollstängige Garantie für die geleisteten Anzahlungen bieten.
Die Einrichtung der Deutschen Creditbank entspricht diesen Anforderungen in mehr als genügender Weise, wo⸗ rauf wir binweisen zu sollen glauben.
D. Frankfurt a. M., 18. Sept. Die Festigkeit der Börse hält an. Bei Eröffnung lagen zwar erhebliche Ver⸗ kaufsordres von Berlin vor, doch vermochten dieselben keine rückgängige Bewegung zu veranlassen. Es herrschte hier bedeutende Kauflust und traten namentlich erste Häuser als Käufer für Creditactien auf. Auch Berlin zeigte heute, wie die eingetroffenen Course constatiren, eine feste Haltung, wahrscheinlich in Folge von Deckungskäufen der dortigen Contremine, wie man wenigstens hier wissen wollte. Von Montaniwerthen, welche, wie bekannt, in den letzten Wochen nicht lebhaft gehandelt wurden, sind Harzer anhaltend ge⸗ fragt und besser. Dortmunder Union fielen auf Grund der Nachricht einer demnächstigen Prioritätsanleihe um 60%.— Auf speculalivem Terrain waren Creditactien sehr belebt und gingen von 246⅝ bis 247½. Staats- babn bewegten sich gegen gestern wieder etwas mehr im Hintergrunde des Verkehrs und schließen 358½. Lom⸗ barden bleiben vernachlässigt und notiren 182.— Oesterr. Bahnen im Ganzen wenig belebt. Donau-Drau auf starkes Angebot gedrückt, doch über Notiz wieder gesucht und höher. Ungar.⸗Galizische gefragt. Alte und neue bayr. Ostbahn anziehend. Von Banken, welche sich bei stillem Geschäft fest bebaupleten, Württ. Vereinsbank 10%, Deutsche Creditbank 3/%⁰, Oesterr. Nationalbank 3 fl. höher. Silberrente eiwas besser. 5% und 4½% Württemberger matter. Oregon besser. South-Eastern ½% niedriger. Von Wechseln Wien schwächer; Paris gesucht.
Geld⸗Cours. Frankfurt am 18. September 1873.
Preußlsche Friedrichsd'or..„fl. 9 58—59 Piel nününü Holländische fl. 10 Stücke„ 9 528 Daengng!ß;.„ 5 34—36 Ducaten al maro„ 5 36—38 20⸗Frankenstüfe„ 9 21—22 Englische Sovereigghgs s.„ 1147-49 Russische Imperiales.„ 9 40-42 Dollats in Golkd% 2 28
Aufruf.
Heute Nacht hat ein entsetzliches Brandunglück unsere Stadt heimgesucht. Ungefähr 50 Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden beträgt mehr als 200,000 Gulden.— Die Be⸗ schädigten stehen sämmtlich im besten Rufe und
Viele sind nicht versichert.— Unterzeichnete er⸗
Unterstützung für die hart Beschädigten zu bitten.
Bensheim, 8. September 1873.— Pfarrer Anthes. Louis Auler, Fabrikant. 5. Bendheim J., Kaufmann. Buchinger, Director. Dr. Geyer, Director. v. Gries, Bürgermeister. ˖ rath. Hallwachs, Postdirector. Eduard Heckler, Stadtrath. Herrmann, Rendant. Dr. Krauß. Ph. Frz. Müller, Stadtrath. Gustav Müller, Stadtrath. Dr. Usinger, Kreisrath. a Zur Annahme von Gaben erklärt sich gleich⸗ falls bereit Die Exped. des Anzeigers.
Nothruf!
Ein schreckliches Brandunglück hat die Ge⸗ meinde Seelbach bei Runkel heimgesucht. In der Nacht vom 29, auf den 30. August brach, aus unbekannter Ursache, am westlichen Ende des Ortes in einer Scheune Feuer aus, welches vom starken Westwinde getrieben, von den gefüllten Scheunen und abwechselnden Strohdächern genährt, un⸗ wiederstehlich fortwüthete und in wenigen Stunden gegen 80 Wohnungen nebst 149 Wirthschafts⸗ Gebäuden in Asche verwandelte; auch Kirche, Schule, Pfarr- und Rathhaus sind verbrannt und nur noch 30 Wohnungen geblieben. Die ganze Ernte des Jahres ist dahin. Der rasche Fort⸗ schritt des zerstörenden Elements gestattete den Bewohnern nicht, ihre Habe zu retten; nur Weniges konnte in Sicherheit gebracht werden. Alle Vor⸗ räthe, Betten und Kleidungsstücke sind verbrannt. Der Herbst und Winter vor der Thüre! Die Noth ist unbeschreiblich groß! Mit⸗ bürger helft! Ohne mitleidige Hilfe von Aussen wären die plötzlich Verarmten namenlosem Elende Preis gegeben.
Wir bitten daher mit vollem Vertrauen zu der vielbewährten Opferwilligkeit unserer Mit⸗ bürger, daß sie auch für diese Noth die hilfreiche Hand aufthun werden. Jede Art von Gaben wird dankbar entgegen genommen. Zu⸗ nächst bitten wir benachbarte Gemeinden um Lebensmittel für Menschen und Futter für Vieh; demnächst um Saatfrucht, damit das Winterfeld nicht unbestellt bleibe, und um Gaben an Geld für die ersten Bedürfnisse. 5
Zur Annahme von Hilfsgaben und deren zweckmäßigen Verwendung nach künftiger Rechen ⸗ schaft sind bereit: Fink, Bürgermeister zu Seel⸗ bach. Hahn, Landrath zu Weilburg. Georg Hepp II., Gemeinde Vorsteher zu Seelbach. Peter Nickel, Feldgerichtsschöffe zu Seelbach. Schröder, Deran zu Seelbach. Stahl, Amt⸗ mann zu Runkel. Wirbelauer, Lehrer zu Seelbach.
Zur Empfangnahme von milden Gaben für die Abgebrannten zu Seelbach erklären sich gerne bereit: Wilh. Fertsch. Aug. Trapp. C. C. Weis.
Die Exped. des Anzeigers.
Im Anschluß an die beiden obigen Aufruf und Nothruf erklären sich die unterzeichneten Vorstandsmitglieder des Friedberger Hülfsvereins zur Empfangnahme und Weiterbeförderung von Gaben für die Brandbeschädigten in Bens⸗ heim und Seelbach bereit und werden die eingehenden Gaben, soweit dieselben nicht für den einen oder den anderen Ort besonders bestimmt werden, an beide Orte gleich vertheilen.
Meyer. Nau. Pilger. A. Rausch II. J. Steinhäußer. F. Supp. Trapp II.
Für die Abgebrannten in Bensheim
gingen bei der Expedition weiter ein von: Ungenannt 1 fl., Frau Prosessor Diefenbach 30 kr., T.& M. 3 fl. 30 kr., E. Hanstein 30 kr. g
Für die Abgebrannten in Seelbach gingen bis jetzt ein:
Bei der Expedition: Von Pfarrer Ebel in Stein⸗ furth 1 Frau Professor Dieffenbach 30 kr., E. Han⸗ stein 1 fl.
Bei Herrn Carl Trapp: Von 2 Arbeitern 1 fl., Director Mathias 1 fl. 45 kr., Pfarrer Breidenstein 1 fl.,
Bei Herrn W. Fertsch: Von
lauben sich deßhalb edle Menschenfreunde um
45 kr., T.& M. 3 fl. 30 kr. demselben 5 fl. Pfarrer Müller 1 fl. 45 kr., L. W. 1 fl.
Jede, auch die kleinste Gabe wird angenommen.
Gustav Guntrum, Stadt⸗ f
Baur. Fertsch. Foucar. M. Hirsch.
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Gerbar 4


