Ausgabe 
18.10.1873
 
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Samstag den 18. October.

122.

Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.

berhessischer Anzeiger.

Krtisblatt für den Kreis Friedberg.

Erschelnt jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

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Amtlicher Theil.

Betreffeud: Die Ausführung des Gesetzes vom 26. November 1872 über die Gehalte

der Volksschullehrer.

Das Großherzogliche Kreis

Friedberg am 17. Oetober 1873.

amt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 9. d. Mts., Kreisblatt Nr. 120, theilen wir Ihnen den nachstehend abgedruckten Erlaß

Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 14. d. Mts. zu Nr

rap p,

M. d. J. 10931 zur Nachachtung und sesortigen Bedeutung der Lehrer mit.

Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter.

Auf Grund der eben im Gange befindlichen definitiven Feststellung der Gehaltsverhälinisse sammtlicher Schulstellen des Landes kann sich in einzelnen Fällen ergeben, daß bei den in vorläufiger Ausführung des Gesetzes vom 26. November v. J. an die Lehrer für 1872 ersolgten Nach⸗ zahlungen ein Lehrer zu viel erhalten hat und demgemäß strenge genommen das zu viel Erhaltene wieder herauszahlen müßte. f

In Uebereinstimmung mit einem deßfalls von beiden Kammern der Stände geäußerten Wunsche haben wir beschlossen, daß den Fall eints untergelaufenen offenbaren Rechnungsfehlers ausgenommen von derartigen Herauszahlungen ganz abgesehen und beziehungsweise einem Lehrer nicht angesonnen werden soll, von den für 1872 erhaltenen Gehaltsbezügen irgend eine Zurückzahlung zu leisten.

Dabei bemerken wir zur Verhütung von Mißverständnissen, daß durch den Schlußsatz unseres Ausschreibens vom 19. v. Mts. nur hat gesagt werden sollen, daß das für 1872 etwa zu viel Bezablte für 1873 nicht noch einmal solle ausbezahlt werden, keineswegs aber, daß dieses zu

viel Bezahlte an den für 1873 richtig gestellten Beträgen solle in Abzug gebracht werden.

Sie wollen sich hiernach bemessen, sowie dieser Entschließung in Kenntniß setzen lassen.

Betreffend: Die Ackerbauschule zu Friedberg.

das weiter Ersorderliche hiernach verfügen.

tere.

An die Herren Lehrer und Bürgermeister. Unter Bezugnahme auf mein Ausschreiben vom 15. October v. J. in Nr. 122 des Oberhessischen

vor Eröffnung des neuen Lehreursus der biesigen Ackerbauschule, worüber Ihnen bereits

nützliche, das land wirthschaftliche Publikum ganz besonders so nahe berührende Unterrichts- Anstalt zu interessiren

Programme des Curatoriums zugekommen

Auch wollen Sie die Lehrer Ihrer resp. Kreise von

Lotheisen.

Anzeigers ersuche ich Sie auch dies Mal sind, sich für diefe und befähigte und strebsame junge

Landwirthe zu deren Besuch zu veranlassen. Der landw. Bezirks-Verein wird, so weit es seine Mittel erlauben, mittellose Schüler gerne unterstützen.

Friedberg den 16. October 1873.

Der Director des landw.

Bezirks-Vereins des Kreises Friedberg: Ter a pp.

Winterbauschule des Localgewerbvereins zu Darmstadt.

Beginn des Unterrichts am 1. Dezember l. Js, Dauer 3 Monate. Unterrichtsfächer: Bauzeichnen, Freihandzeichnen, darstellende

Geometrie, Anfertigung von Bauvoranschlägen, Materialienkunde, gewerbliche Buchführung und Mechanik. und wird bei Beginn des Cursus vorausbezahlt. Anmeldungen wolle man baldigst an das Bureau des Landesgewerbvereins,

Sonntage und Samstag⸗ Nachmittage.

in Darmstadt, richten.

Unterrichtszeit täglich von 812 und 15 Uhr, mit Ausnahme der

Geometrie, Bauconstruktionstehre, Rechnen, Das Schulgeld beträgt im Ganzen 18 fl. Rheinstraße Nr. 14

Deut sches eich. Darmstadt. DieDarmst. Ztg. berichtet

ö einige irrige Angaben, welche in den jüngsten

Tagen bezüglich der Absichten der Regierung nach

der Abstimmung der ersten Kammer über das

Schulgesetz verbreitet worden sindt. Wir nehmen von folgenden Berichten Notiz: Unrichtig ist, daß das Gesammtministerium in Folge der Abstimmung der ersten Kammer zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten sei. Ein Zusammentritt der vier Ministerial⸗Vorstände hat allerdings am 11. d. stattgefunden, es handelte sich jedoch dabei nur darum, den mündlichen Bericht der hessischen Commissäre über die zur Zeit mit Baden statt⸗ findende Verhandlung in Eisenbahn⸗ Angelegenheiten

intgegenzunehmen und den Commissären Instruc⸗

lionen für die weiteren Verhandlungen zu ertheilen. Auch von einer sofortigen Schließung oder gar Auflösung des Landtags ist keine Rede. Das Schulgesetz, wie es aus den Berathungen der üisten Kammer hervorgegangen, wird zunächst von der zweiten Kammer zu berathen sein und dann nochmals an die erste Kammer zurückgehen.Erst das Resultat dieser weiteren Verhandlungen wird für die Schritte maßgebend sein, welche die Re. gierung zu thun hat, um das Zustandekommen des Gesetzes, wie es ohne Zweifel ihre Absicht ist, sicher zu stellen. Eine Schließung des Landtags aber wird nicht eher stattfinden können, als bis das Budget von 1873/75 definitiv festgestellt ist und die drei Verwaltungs ⸗Gesetze, sowie andere wichtige Vorlagen erledigt sein werden.

Der Finanzausschuß der zweiten Kammer

hält eben täglich Sitzungen. Der Gesetzgebungs⸗

Ausschuß der zweiten Kammer wird am 16. d. wieder zusammentreten, um über die abweichenden Beschlüsse der ersten Kammer bezüglich der organi- salorischen Verwaltungsgesetze und des Schulge setzes zu berathen.

Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer ist am 16. d. zusammengetreten, um über die Beschlüsse der ersten Kammer bezüglich der Verwaltungsgesetze zu berathen. Daran wird sich noch die Vorbereitung des Berichtes über die Schulgesetz⸗Beschlüsse der ersten Kammer schließen; die zweite Kammer wird dadurch erheblichen Stoff zu alsbaldiger weiterer Thätigkeit erhalten.

Berlin. Die größte und wichtigste Neuigkeit des Tages ist die Veröffentlichung des Brieswechsels zwischen Papst Pius IX. und Kaiser Wilhelm. Der Wortlaut dieses vom Telegraphen auszüglich gemeldeten Brieswechsels ist folgender. Der Papst

schreibt: Im Vatican den 7. August 1873.

Majestät! Sämmtliche Maßregeln, welche seit einiger Zeit von Eurer Majestät Regierung ergriffen worden sind, zielen mehr und mehr auf die Vernichtung des Katholi cismus ab. Wenn ich mit mir selber darüber zu Rathe gehe, welche Ursachen diese sehr harten Maßregeln veran laßt haben mögen, so bekenne ich, daß ich keine Gründe aufzufinden im Stande bin. Andererseits wird mir mit⸗ getheilt, daß Ew. Majestät das Verfahren Ihrer Regierung nicht billigen und die Härte der Maßregeln wider die katholische Religion nicht gutheißen. Wenn es aber wahr ist, daß Ew. Majestät es nicht billigen und die Schreiben, welche Allerhöchstdieselben früher an mich gerichtet haben, dürften zur Genüge darthun, daß Sie Dasjenige, was gegenwärtig vorgeht, nicht billigen können wenn, sage ich, Ew. Majestät es nicht billigen, daß Ihre Regierung auf den eingeschlagenen Bahnen sortfäbrr, die rigorosen

Maßregeln gegen die Religion Jesu Christi immer weilen

auszudehnen und letztere hiedurch so schwer schädigt, werden dann Ew. Majestät nicht die Ueberzeugung gewinnen, daß diese Maßregeln keine andere Wirkung haben, als diejenige, den eigenen Thron Ew. Majestät zu untergraben? Ich rede mit Freimuth, denn mein Panier ist Wahrheit und ich rede, um eine meiner Pflichten zu ersüllen, welche darin besteht, Allen die Wahrheit zu sagen, auch Denen, die nicht Katholiken sind, denn Jeder, welcher die Taufe em⸗ pfangen har, gehört in irgend einer Beziehung oder auf irgend eine Weise, welche hier näher darzulegen nicht der Ort ist, gehört, sage ich, dem Papste an. Ich gebe mich der Ueberzeugung hin, daß Ew. Majestät meine Betrach⸗ tungen mit der gewohnten Güte aufnehmen und die in dem vorliegenden Falle erforderlichen Maßregeln treffen werden. Indem ich Allerhöchstdenselben den Ausdruck meiner Ergebenheit und Verehrung darbringe, bitte ich Gott, daß er Ew. Majestät und mich mit den Banden der gleichen Barmherzigkeit umsassen moge. Pio.

Die Antwort des Kaisers war folgende: Berlin, 3. September 1873.

Ich bin erfreut, daß Ew. Heiligkeit mir, wie in früheren Zeiten, die Ehre erweisen, mir zu schreiben; ich din. es um so mehr, als mir dadurch die Gelegenheit zu Theil wird, Irrtyümer zu berichtigen, welche nach Inhall des Schreibens Ew. Heiligkeit vom 7. August in den Ihnen über deutsche Verhältnisse zugegangenen Meldungen vorgekommen sein müssen. Wenn die Berichte, welche Ew. Heiligkeit über deulsche Verhältnisse erstattet werden, nur Wahrheit mel · deten, so wäre es nicht möglich, daß Ew. Heiligkeit der Vermuthung Raum geben könnten, daß meine Regierung Bahnen einschlüge, welche ich nicht dilligte. Nach der Versassung meiner Siaalen kann ein solcher Fall nicht eintreten, da die Gesetze und Regierungs⸗ Maßregeln in Preußen meiner landesherrlichen Zustimmung! bedürfen. Zu meinem tiefen Schmerz hat ein Theil meiner katho⸗ lischen Unterthanen seit zwei Jahren eine politische Partei organisirt, welche den in Preußen scir Jahrhunderten de⸗ stehenden confessionellen Frieden durch flaattsseindliche Umtriebe zu siören sucht. Leider haben höhere katholische Geisiliche diese Bewegung nicht nur gebilligt, sondern sich ihr bis zur ossenen Auflehnung gegen die besiehenden

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