Ausgabe 
17.6.1873
 
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1873.

Dienstag den 17. Zuni.

* 60.

Oberhessischer Anzeiger.

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Die Petitzeile

Kreisblatt sür den Artis Hiedberg.

Erscheint jeden

5 on wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Dienstag, Donnerstag und Samstag. estgeate tet. a0 i 9

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2 f Amtlicher Theil.

deen* Aus dem Großherzoglichen Pente late ist zu publieiren:

1 nach Win, Nr. 26 sub 1. Bekanntmachung, Abänderungen der Stakuten der Bank für Handel und Industrie betreffend. Nr. 27. Nichts.

Für pplter Friedberg am 12. Juni 1873. 14. Kreisamt Friedberg. auszeichnen 1 ra p p.

der Besuch be

Au dene en, Nachverzeichnete. ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: 3 Uhr versuch Nr. 14. Gesetz, betreffend die Geldmittel zur Umgestaltung ꝛc. der deutschen Festungen, Seite 123.

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0 50 e der Zeit vom 1. bis 7. Juli l. J. ausfallen. Friedberg am 8. Juni 1873.

An die Großherzoglichen Ortsgerichtsvorsteher des Bezirks.

Sie wollen alsbald durch die Schelle bekannt machen lassen, daß wegen im Landgerichts-Gebäude vorzunehmenden Reparaturen die Amtetage

Großherzogliches Landgericht Friedberg.

3 Reitz Deutsches Reich. die in dem langen Zeitraum von 25 Jahren dem dieser Angelegenheit bereits im Sinne Bam⸗- Darmstadt. Die Stimmung der Resdenz Lande erwiesene Huld und Treue. So wird denn sberger's instruirt worden sei.

5 0 dd. begreiflicher Weise schon jetzt durch die in N no dlee beigen Tagen stattfinvende Feier des 25jährigen Jutek in e Begerungsjubiläums des Landesfürsten beherrscht. an hege& Allthalben trift man die Vorbereitungen zur nb er, c e festlichen Ausstattung des Tags, nach 1 9. i sich die früher nur officiösen Festprogramme duc ganz eint ff fitiell verkündete verwandelt haben, und in den Beilhürngheiter Weise beginnt das geistige Element, Alle ber gamemeldes dem Tage die wahre höhere Weibe e soll, greifbare Gestalt zu gewinnen. Als Umland va Ae der wichtigsten und weittragendsten Hand⸗ vera, vnd 4 1 erscheint die eee u wilcm dan den Städten und einer sehr großen An- n ge wüzahl von Landgemeinden zur Feier bes Tages ge⸗ 1 ie eschsenen Stipendienstiftung, deren Fonds schon jetzt, ai ene wir recht unterrichtet sind, 20,292 fl. 24kr. en l Finurbsttigt, und welche einem schon vielfach hervor- ünflaasg gzertenen Bedürfuisse Abhülfe zu leisten bestimmt endet, dali, Es will uns scheinen, als sei gerade eine eee Gabe, welche das Andenken an das Jubiläum ae Jahrhunderte hinaus zu tragen bestimmt ist, belsügt, das Beste, was vom Lande gespendet werden Stocin, Ger knnte. Hoffen wir, daß der Jubeltag gleich froh 1.9 11 si den 1 5 5 die 8 5 telle uni ie Landstände haben heute dae. d. Finanzgesetz auf 6 Monate prorogirt und be⸗ 0. 1 6755 eine Glückwunschadresse an den Groß⸗ trti g arg aus Anlaß des Regierungs-Jubiläums zu deen% rüchun. 1 2055 Die Abdresse, welche anläßlich des am , d. M. stattfindenden 25 jährigen Regierungs⸗ pit reden lläums des Großherzogs von der zweiten aul, une demselben überreicht wird, lautet:Aller- dyuglauchtigster 1c. Der heutige Tag, an welchem e 1 4 die. Freude 54 0 den 1 ahrestag des denkwürdigen Regierungs- 5 00%Anntts Ew. k. Hoheit zu begrüßen, sieht die Hane in W des Landes versammelt, r Juen ihm Mund die Wünsche des treuen Volkes an n.% ven Stufen des Thrones niederzulegen. dee byneßter Zeit wurden Ew. k. Hoheit zur Regierung data M borisen. Allerhöchstdenselben war es während Ihrer e iglcrung vergönnt, durch alle Wechsel der Geschicke reffen. urch in unveränderter landes väterlicher Hin⸗ 1 vn gung an das Wohl des Volkes das Glüc des 1 dn. 20% Landes zu fördern. Heute sehen Ew. k. Hoheit auch * dos hessenland im Glanze eines, von den Gliedern 1 bog des kurchlauchtigsten Hauses mitersochtenen Waffen⸗ 1 0 76 ahn Theil nehmen an den Errungenschaften der % Ji, die bestimmt war, Deutschland auf eine hohe 1 1 4 nationaler Kraft und Größe zu erheben. 1 0 71 Wos das hessische Volk bei dem Regierungsantritt 1 b(nk, Hobeit erhofft, hat sich nach wechselvollen 1, 8 lun erfüllt. Mit innigem Dank erkennen wir

In tief⸗ ö

ditser Tag, dankbaren und freudvollen Rückblicks auf die verflossene Regierungszeit für die ver sammelten Vertreter des Landes zum Tage der frohen Hoffnung, daß es Ew. k. Hoheit noch lange vergönnt sein möge, der Früchte eines segensreichen Wirkens und der unwandelbaren Liebe und An- hänglichkeit des hessischen Volkes sich in Frieden zu erfreuen. Möge der Himmel diesen unseren Wünschen eine gnädige Gewährung schenken! Berlin, 13. Juni. Der Reichstag verwies

Regelung des Reichsetats pro 1872 in erster Be⸗ rathung an die Budgetcommission und genehmigte den Entwurf über Veränderung der Wahlkreise im Regierungsbezirk Oppeln in erster und zweiter Berathung. Der Antrag des Abg. Schulze, betreffend die rechtzeitige Einbringung des Be rathungsmaterials und Abstellung des gleichzeitigen Tagens einzelner Landesvertretungen mit dem Reichstage, wird fast einstimmig angenommen. Bei der darauf folgenden Berathung des Lasker⸗ schen Antrages, betreffend die Zeit der Einberufung des Reichstages, hob der Reichskanzler Fürst Bis⸗ marck hervor, daß die Einberufung des Reichstages dem Kaiser zustehe, welcher dieses Recht gewiß nach den Wünschen des Reichstages handhaben werde. Die Herabsetzung der Beschlußfähigkeitszahl des Reichstags sei nach dem Beispiel Englands gefahr los. Der Reichstag habe sich bis her mit der von den Landtagen übrig gelassenen Zeit begnügt. Die Landtage würden mit weniger Plenarsitzungen bei Abkürzung der langen Reden auskommen können,

tagen und das Reich das Recht haben, sich die geeignetste Zeit zu wählen. Der Lasker'sche Antrag scheine ihm sehr angenehm, namentlich, daß der Beginn der Session im November stattfinden solle. Der Reichstag nihm im weitern Verlauf der heutigen Sitzung der Lasker'schen Antrag fast ein⸗ stimmig an. Nachdem der Reichskanzler gegenüber Hoverbeck noch bemerkt hatte, daß der Mangel der Dichen mit der Beschlußfähigkeit des Hauses nicht zusammenhänge, was eine vergleichende Liste der fehlenden Abgeordneten und der Einkommensteuer⸗ Liste ergebe, schriit das Haus zur dritten Be rathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Errichtung eines Reichs Eisenbahnamtes. Abg. Bamberger erwähnte im Laufe der Debatte die Begünstigung der Mont-⸗Cenie-Linie Seitens der in französischen Händen befindlichen lombardischen Bahnen, zum Nachtheil der dem deutschen Verkehr dienenden Brenner ⸗Linie, welche auch im italienischen Parla mente angeregt worden sei. Der Reichskanzler erwiderte darauf, daß der deutsche Gesandte in

der Reichstag müsse den Vortritt vor den Land-

14. Juni. Reichstagssitzung. Die Ueber⸗ einkunft mit Frankreich betreffend die Hoheitsrechts⸗ Regulirung in einigen Gemeinden passirt die erste und zweite Lesung. Der Gesetzentwurf, betreffend die Veränderung der Wahlkreise im Regierungs- Bezirke Oppeln wird in dritter Berathung ange nommen, die Denkschrift über die durch den Krieg veranlaßten außerordentlichen Ausgaben und Ein- nahmen pro 1872 an die Rechnungscommission verwiesen. Der Gesetzentwurf über das Reichs-

in seiner heutigen Sitzung den Gesetzentwurf über eisenbahnamt wird in dritter Berathung in der

Fassung Lasker's, für welche Staatsminister Del⸗ brück sich ausspricht, mit großer Majorität ge⸗ nehmigt. Der Antrag Mosle's betreffs der Ab- änderung des Consulatsgebührentarifs, wird an eine Commission von 14 Mitgliedern verwiesen, nachdem er von Eggert im Interesse des Bremer Lloyds und der Hamburger Dampfschifffahrt⸗Ge⸗ sellschaft bekämpft worden war.

Der Kaiser war durch noch andauerndes Unwohlsein verhindert, der Beisetzungsfeter im Dom beizuwohnen. Wie hiesige Blätter überein- stimmend melden, wird Se. Majestät am 25. d. sich zum Gebrauche der Saupe nach Ems begeben.

Eine Cabinets⸗Ordre vom 11. März d. J. befahl die Vildung eines Aebungs-Geschwaders, welches nur für die heimischen Gewässer bestimmt wurde. Dasselbe sollte den 10. d. M. in Wilhelms⸗ haven formirt werden, und zwar aus den Schiffen Hertha,Vineta,Arcona,Ariadne und dem Dampf⸗ KanonenbootNautilus. Zum Chef der Escadre ist der Contre-Admiral Henk com⸗ mandirt worden. Das Geschwader wird sich nur an den Küsten von Ost- und Nordsee bewegen und voraussichtlich nicht ganz drei Monate in Vienst gestellt bleiben.

Die Bundesraths-Ausschüsse für Justiz, Verkehr und Handel haben der Gewerbe-Ordnungs- Novelle, betreffend die Errichtung von Gewerbe gerichten und die Bestrafung des Contractbruches zugestimmt. Die Zustimmung des Bundesraths ist zweifellos.

Im Handelsministerium ist man gegen die von mehreren Verwaltungen beantragte Erhöhung der Gütertarife.

Kassel. Wie wir hören werden die hiesigen städtischen Zehrer eine Collectiv- Eingabe an die Stadt⸗Behörde richten und um Gewährung von Wohnungsgeldzuschüssen bitten.

Wiesbaden. Der Schah von Persien ist am 13. Junt von hier abgereist. In Bibrich bestieg er ein Salonschiff, um sich nach Bonn und von da über Spaa nach Brössel zu begeben.

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