Ausgabe 
16.12.1873
 
Einzelbild herunterladen

denVir.

mal früher ten die Ber⸗ Als Na⸗ wat der t meht jctuiget auch bie in jeber abschlägigen Berloosung ub also jet! destel teptä⸗ drung einer n Embleme

6 urbt nin Be- Der Platte

cn sebt de

n beffnbel

ͤ DBv

1873.

Dienstag den 16. December.

M147.

Oberhessischer Anzei

1 Die Petitzeile g

wird mit 4 Kreuzern berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Friedberg am 13. December 1873.

r

Gießen am 11. December 1873.

Betrag von Einhundert Gulden für das Jahr 1873 zu verwenden.

Amtlicher Theil. Bekanntmachung.

Betreffend: Die Erbauung einer Eisenbahn von Hanau nach Friedberg.

Da in letzterer Zeit mehrfach an den für die Vermessungsarbeiten obiger Bahn ausgestellten Signalen und anderen Hülfsgegenständen namentlich auch an Stegen, nicht blos Schäden angerichtet, sondern solche selbst ganz entwendet worden sind, so finden wir uns unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 20. Juli l. J., in Nr. 84 des Kreisblattes, veranlaßt, wiederholt vor derartigen Ungehörigkeiten zu warnen und fragliche Gegenstände nochmals dem Schutze des Publikums zu empfehlen und dasselbe zu ersuchen, zur Entdeckung der Thäter, die hierfür nach den Bestimmungen des Feld- und Polizeistrafgesetzes sich scharfer Strafen zu gewärtigen haben, mitzuwirken.

Zugleich werden die einschlägigen Großherzoglichen Bürgermeistereien beauftragt, die Feldschützen, wie Polizeidiener, zur sorgfältigsten Ueber wachung fragl. Gegenstände, Entdeckung der Thäter in gegen Erwarten wieder vorkommenden Fällen und Erhebung von Anzeigen gegen dieselben auf zusordern und Nachlässigkeiten derselben hierin zu unserer Kenntniß zu bringen.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Mathildenstift ung für Oberhessen, insbesondere Verwendung der Mittel für das Jahr 1873. Die Generalversammlung der Mathildenstiftung für Oberhessen hat beschlossen für in der Provinz bestehende Kleinkinderschulen, insbesondere zum Besten der Lehrerinnen, die Summe von Dreihundert Gulden und für Prämien an Lehrer, welche an Fortbildungsschulen thätig sind, den Mit Rücksicht hierauf werden die Vorstände solcher Anstalten, für welche eine Subvention beansprucht wird und die an Fortbildungsscholen thätigen Lehrer, welche auf Verwilligung einer Prämie reflectiren, aufgefordert, ihre Anmeldung, mit welcher zugleich über Ausdehnung, Mittel und Bedürfnisse der betreffenden Anstalt ausführliche Auskunft zu ertheilen ist, bis zum 1. Januar 1874 an den Unterzeichneten gelangen zu lassen.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. app.

Der Vorstand der Matbildenstiftung für die Provinz Oberhessen.

v. Röder.

1 Deutsches Reich.

Friedberg. In einer am 9. d. Mis. im GasthausZu den drei Schwertern dahier ab- gehaltenen Bersammlung stellte die hessische Fort schrittspartei den Landtagsabgeordneten Dr. Schröder zu Worms als Candidaten für den Reichstag auf.

Iyhm gegenüber steht der von den Katholiken vor⸗

geschlagene Oberrechnungsrath Backe von Darmstadt.

-t. Wit diese Blätter seiner Zeit berich- teten, so haben die landwirthschaftlichen Consum⸗ vereine in Hessen auf Anregen des Hrn. Kreisassessor Haas einen Verband geschlessen, um gemeinschaft- liche Interessen zu besprechen und zu vertreten, gleichartige Einrichtungen für die Verbandsge⸗ nossenschaften zu bewirken, die Bildung neuer Consumvereine in allen Theilen des Landes anzu regen und gute Bezugs guellen von Waaren zu ermiitelas. Wenn auch bei der kurzen Zeit des

1 Bestehens von großen Erfolgen noch nicht die

Rede sein kann, so unterliegt es doch keinem Zweifel, daß der Verband, wenn ihm die nöthige Anterstützung von Seiten der einzelnen Vereine entgegengebracht wird, mit der Zeit eine sehr segensreiche Thätigkeit entwickeln kann. Die nach den Statuten im Monat Dezember eines jeden Jahres abzuhaltende Delegirtenversammlung, zu welcher jeder der den Verband bildenden Vereine wei Mitglieder abzuordnen hat, soll für das laufende Jahr am 17. Dezember in Mainz, im Saale des Herrn J. Albrecht, Gräbergasse, statt⸗ finden und sind für die Tagesordnung nachfolgende Gegenstände bestimmt: 1) Rechenschaflsbericht des Präsidenten für 1873; 2) die Wichtigkeit der land wirthschaftlichen Consumvereine und ihre Or- ganisation. Referent: Herr Pfarrer Groh in Kirch- Brombach; Correserent: Oeconom Mattes in Wöll⸗ sein; 3) Welche Maßregeln hat der Verband zu ergreifen, um seinen Vereinen den besten und bil- ö igsten Handelsdünger zu beschaffen? Referent: Deconom A. Dettweiler in Wintersheim; 4) Wahl des Ausschusses. Bei dem großen Interesse, welches besonders die rheinhessischen Vereine dem Verbande bezeigen, dürste die Versammlung, da alle Mit- glieder der Verbandsgenossenschaften das Recht FJaben, derselben beizuwohnen, eine recht zahlreiche

werden und glauben wir, daß cs nur dieser An- regung bedarf, um auch Mitglieder des hiesigen Vereins zu veranlassen, der Versammlung beizu⸗ wohnen.

Darmstadt. Eine Vorlage des Ministeriums des Innern, welche an die Stände gelangt ist, berlangt Bewilligung eines Nachtrags-Ccedits von 250,000 fl. zum Zweck der Subvention an Communal- Verbände für Herstellung chaussirter Wege. Nach Dem, was aus den Ausschuß⸗ Verhandlungen der ersten Kammer aus guter Quelle verlautet, ist das Zustandekommen der drei Ver- waltungsgesetze als gesichert zu betrachten.

Eine am 11. d. M. ausgegebene Tages- ordnung beruft die zweite Kammer auf den 18. d. M. wieder zusammen. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des von dei Abg. Heinzer ling gestellten Antrags wegen Aufhebung der sog. weiblichen Rechts-Wohlthaten und der Gesetzent⸗ wurf über die Penstonsverhältnisse der Notare in Rheinhessen. Am 16. d. tritt auch die erste Kammer wieder zusammen.

Dem Beispiel Badens folgend, ist hier die Anerkennung des altkatholischen Bischofs Reinkens in seiner Eigenschaft als katholischer Bischof be schlossene Sache und dürfen die ausführenden Schritte baldigst erwartet werden.

Berlin. Nach dem Gesetzentwurf über die obligatorische Civilehe erfolgt die Beurkundung der Geburten, Heirathen und Sterbefälle aus schließlich durch von den Rey tungspräsidenten widerruflich zu bestellende Standesbeamte. Als solche sind in erster Linie die Gemeindebeamten in Aussicht genommen und zur Uebernahme der Functionen von Standesbeamten verpflichtet. Neben den ordentlichen Standesbeamten des Hauptbezirks kann innerhalb örtlicher Grenzen auch ein Geist licher als Staate beamter bestellt werden und Standes- Acte bezüglich der Personen, die sich an ihn wenden, mit voller rechtlicher Wirkung voll ziehen. Die Führung der Standes⸗Register er- folgt kosten⸗ und stempelfrei.

13. Dez. Abgeordnetenhaus. Dem Hause ist eine Gesetzvorlage über das Vormundschafts⸗ wesen zugegangen. Der erste Gegenstand der

Tagesordnung, Wahl des Präsidenten und der beiden Vlecpräsidenten für die Dauer der Session, wurde in Folge eines Antrages des Abg. Windt⸗ horst(Meppen) dahin erledigt, daß das bisherige Präfidium durch Acclamation für die Dauer der Session wiedergewählt wird.

DieKiel. Ztg. schreibt: Im Falle es für nöthig erachtet werden sollte, die beiden gegen wärtig in der Ausrüstung begriffenen deutschen Kriegsschiffe wirklich in Dienst zu stellen, wird vermuthlich der Capitän zur Sce, Kinderling das Commando der PanzerfregatteKronprinz und der Corvettencapitän, Freiherr v. d. Goltz, das Commando der CorvetteAugusta erhalten. Sollten beide Schiffe alsdann Veranlassung finden, sich mit dem in den spanischen Gewässern bereits befindlichen Geschwader zu vereinigen, so dürfte Capi⸗ tän Kinderling, als der älteste Offizier, für die Dauer dieser Vereinigung das Obercommando führen.

Fulda. Die Staatoregierung hat, wie ver lautet, an die Bischofs-Candidaten die Anfrage gerichtet, ob sie bereit seien, sich in dem zu leisten. den Eide zum Gehorsam gegen die Landesgesetze zu verpflichten.

Bochum. DieWestph. Volksztg. meldet, der Cultusminister habe wider den Bischof don Paderborn wegen Nichtbesetzung der Pfarrei Olm die Temporalien⸗Sperre verhängt. ü

Oldenburg. Am 14. d. waren es hundert Jahre, seit Oldenburg aus der Abhängigkeit von Dänemark ausschied und ein selbstständiges Herzog⸗ thum unter dem noch jetzt regierenden Fürsten- hause wurde. Der Tag wurde festlich begangen.

Weimar. Für den Landtag bereiten die sämmtlichen Volksschullehrer des Landes eine Denk schrift vor, in welcher auf Grund statistischer Er- mittelungen Nachweise geliefert werden sollen: 1) über die Lohnverhältnisse anderer Berufszweige, 2) über die früheren und gegenwärtigen Preise der wichtigsten Lebensmittel. Auf Grund dieser Ermittelungen wird der Nachweis über das Unzu⸗ reichende der bisherigen Gehalts-Erhöhungen ge führt und dargethan werden, wie hoch die Be soldungon normirt werden wüssen, um dem Nothstande der Lehrer ahzuhelsen,