Ausgabe 
16.8.1873
 
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Samstag den 16. August.

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Amtlicher Theil.

Reichsheeres Seite 298. Bekanntmachung, betreffend die

Seite 299.

Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. find im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden:

a Nr. 24. Verordnung, betreffend die anderweite Feststellung des Etats der Verwaltung des vie Beschaffung der Cautionen der Post- und Telegraphenbeamten. betreffend eine Abänderung des Verzeichnisses der concessionspflichtigen Anlagen.

für das Jahr 1873. Seite 297. Verordnung, betreffend Prüfung der Apotheker. Seite 299. Bekanntmachung,

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n Ruf, und da Hahnengasse bir e Kugel erteit

Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- N tungsblatt Nr. 37 enthält: 1 un Mold 6 I. Ucversicht der von Großherzogliche Ministerium des Innern für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbebürfnissen in den Ge⸗ 1 des Kreises Dieburg. u Jun auf B. II. Verzeichniß der Vorlesungen und Uebungen an der 99 17 Großherzoglichen volytechnischen Schule zu Darmstadt für 1* 3 1 ö el. 187374. 4 l b Ermächtigungen zur Annahme und zum Tra sich aud beeilt, tember Orden. augen.) 0 5 Agen gen seo hun IV. Ertheilung eines Erfindungspatents. Se. K. H. Mach dude! er Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Juli den Stelen sem Portefeuille Fabrikanten Friedrich Gutacker in Offen⸗ Kaze elödlel lach auf dessen Nachsuchen ein Etfindungspatent auf den zu senden! surch Zeichnungen, Beschreibung und Muster näher er⸗ FQ uüirterten Verschluß von Portefeuille⸗Waaren unter dem ner. cusdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene ö Vatent Niemand in der Anwendung bereits früher schon enartigkeit diest jekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden genannten 3 oll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang chwadets in de es Großherzogthums zu ertheilen. A l V. Dienstnachrichten. Se. K. H. der Großherzog dem Feuille saben allergnädigst geruht: am 24. Juli den rofessot nem personliche im der polyiechnischen Schule, Baurath Eduard Sonne, sebbalter Wel um Director der polytechnischen Schule für bie Zeit vom nach der Dar. September 1873 bis 31. August 1874 wiederholt zu nennen; am 31. Juli dem Schullehrer an der 2. evang. hiernet, dußer Schule zu Echzell, im Kreise Nidda, Friedrich Bierau, die Mann, Mitgle. evang. Schulstelle daselbst zu übertragen; am 2. Aug. der seit J sen Gehülsen bei dem Kreisamte Darmstadt, Peter Haller, 7 Geträt zum Kanzlisten bei dem Oberconsistorium und am 5. Aug. olischer 5 len Hofstallveiknecht Conrad Stier aus Eberstadt, Kreises auch in Bez, Sießen, zum Hofkutscher zu ernennen.. e die Herstell VI. Charakterertheilungen. Se. K. H. der Großherzog le, von eil laben allergnädigst geruhr: am 9. Juli dem Weißbinder⸗ criple, b. neister und Maler Theodor Klump in Darmstadt den dem Verfasset; 1, daß Wen

eine selssame Ra ae Kaze, die du

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Character alsHosweißbinder, am 16. Juli dem Friseur Farl Gröben in Bad-Nauheim den Character alsHof⸗ stiseur, am 30. Juli dem Obsthändler Jacob Mayer II. it Eberstadi den Character alsHofobstlieferant zu verleihen. N VII. Versetzung in den Ruhestand. Se K. H. der KGroßherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Juli den Oberrechnungsrevisor bei der 2. Abtheilung ber Justificatur ter Overrechnungekammer, Peter Schäfer, auf sein Nach⸗ ichen in den Ruhestand zu versetzen. VIII. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die evange⸗ sche Schulstelle zu Burkhards im Kreise Schotten mit enem jährlichen Gehalt von 400 fl. IX. Sterbesälle. Gestorben sind: am 23. Juli der sniescirte Nolar Ferdinand Albert von Stainmetz zu heppenheim a. d. B.; am 26. Juli der pensionirte Ober⸗ ppellatious⸗ und Cassationsgerichts⸗Protokollist und Kanz⸗ 1 Johann Goltfried Brust zu Darmstadt; am 31. Juli r Oberhoflaquai Johannes Bajus zu Darmstadt; am

1 735 9250 ac ie auff 2 August der 1. evang. Pfarrer Christian Fitting zu

vol hen Azey; am 4. August der evang. Pfarrer Wilhelm Thurn 17 U 15 l 0 Ir Stockstadt. 115 0 Darmstadt. Am 2. August wurden der bat pon hraktische Veterinärarzt Dr. Gottfried Schäfer aus schießt 10 Friedberg zum Kreisveterinärarzte des Kreisveterinär⸗ K 10 onmtes Darmstadt, der Kreisveterinärarzt des Kreis- ume,* beterinärxamtes Oppenheim, Dr. Rudolph Güngerich, t niemal 15 zum Kreieveterinärarzte des Kreisveterinäramtes d wenn 5 Bensheim, der Kreisveterinärarzt des Kreisveterinär⸗

U 544 25 5 cn, amtes Rimbach, Dr. Christian Carl Markowitz, um Kreisvcterinärarzte des Kreisveterinäramtes

106 000 Oppenheim, und der ßpraktische Veterinärarzt anmal br. Johann Erbinch aus Mainz, zum Kreis- decke, 1 teterinärarzte des Kreisveterinäramtes Rimbach tuucht 7 00 nannt. 1 i 90 5 4 Berlin. Der Capitän z. S. Werner wird, funer be gie man derOfifr. Ztg. schreibt, die durch den 1 i Lommandowechsel im deutschen Mittelmeer ⸗Ge 1 4¹⁰

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schwader erledigte Stelle Directors der Werft in Wilhelmshaven einnehmen, an Stelle des Capitän z. S. Prezewisinsky.

Die vielfachen Kundgebungen für Erlaß eines allgemeinen deutschen Patentgesetzes werden, wie dieK. Ztg. hört, nicht ohne Wirkung bleiben. Man ist im Reichskanzleramt seit längerer Zeit mit Vorarbeiten, welche sich auf diese wichtige Frage beziehen, beschäftigt. Die Absicht geht dahin, die Aufstellung internationaler Grundsätze zu vereinbaren. Die Cholera ist, wie der B. B. Z. mitgetheilt wird, am Montag in Potsdam ausgebrochen, es sind mehrfache Er- krankungen und drei Todesfälle constatirt.

Fulda. Gegen den hiesigen Bischof Kött ist wegen versäumter Anzeige der Designation eines Domcaplans und Pfarrers das gerichtliche Ver⸗ fahren und zunächst die verantwortliche Vernehm⸗ ung eingeleitet worden. f

Leipzig. Der 7. deutsche Protestantentag ist am 13. August Vormittags in der Aula der Universttät eröffnet worden. Als Theilnehmer waren u. A. die Prediger Richter und Thomas aus Berlin, Fretwel, der Vertreter der British und Foreign Unitarian Association in London, und Delegirte aus Chicago und NewYork an⸗ wesend. Den Vorsitz führte Professor Raebiger aus Breslau. Auf der Tagesordnung stand die Verhandlung über die Folgen der Einführung der Civilehe. Nach längeren Debatten wurden 5 Thesen angenommen, in denen die Versammlung die Einführung der obligatorischen CEivilehe als nothwendig anerkannte und darauf den geschästs führenden Ausschuß beauftragte, weitere Schritte nach dieser Richtung hin zu thun. Ein zahlreiches Publikum wohnte den Verhandlungen bei.

Straßburg. Eine Ordre, welche der Kaiser dem Vernehmen nach an den General v. Man- teuffel zur Mittheilung an die bisherige Occupa- tions⸗Armee gerichtet hat, erklärt, daß die an die Occupationsarmee gestellten Forderungen, besonders die des militärischen Tactes und der Diseiplin, von den Truppen zur vollsten Befriedigung des Kaisers erfüllt seien, welcher den Generalen, Offi⸗ ciren, Beamten und Mannschaften seine kaiserliche Anerkennung, besonders den Divisions-Comman⸗ deuren seine Befriedigung über die Commando Führung ausspreche.

Ausland.

Frankreich. Paris. Die Herren Rouher, Pinard und andere Notabilitäten der bonapartisti⸗ schen Partei sind zur Feier des 15. August nach Chislehurst abgereist.

Schweden. Stockholm. Nachdem am 12. August bereits der König, die Königin und die Prinzen Grstav und Carl von Christiania hierher zurückgekehrt waren, ist am 13. August Vormittags um 11 Uhr mittelst Extrazuges der Kronprinz des deutschen Reichs und von Preußen von dort hier eingetroffen.

Spanien. Madrid. Die Regierungstruppen haben Granada und Murcia ohne Widerstand zu finden, besetzt. Contreras und Pesas erreichten noch rechtzeitig Cartagena, den letzten Zufluchtsort

eines Ober Werft

der Insurgenten. Man versichert, der englische Admiral habe den Befehl erhalten, die Fregatten Almansa undVittoria der spanischen Regie- rung zurückzugeben.

Der Minister des Innern erklärte in den Cortes, daß er die Auslieferung der ins Ausland geflüchteten Insurgenten verlangen werde. Eia spanifcher Kriegsdampfer hat vor Fuentarabia einen mit Waffen für die Carlisten beladenen englischen Dampfer festgenommen und ihn nach St. Sebastian verbracht.

In Andalusien stellt General Pavia mit Energie die Ordnung wieder her. Die Ortschaften Algesuras, Tarifa und San Roque hatten sich für unabhängige Kantone erklärt, der General hat nun die Bewohner dieser Kantone aufgefordert, sofort die Waffen niederzulegen, widrigenfalls er mit Gewalt einschreiten würde.

San Sebastian. Einer Correspondenz derIndep. belg. von hier zufolge, ist der General Sanchez Bregna am 9. mit 12,000 Mann in San Sebastian eingerückt. Don Carlos befindet sich mit seinen Streitkräften an der Grenze von Alava und Guipuztoa, wo er vom Brigadier Loma beobachtet wird.

Italien. Rom. Der am 12. d. Mts. Abends von Rom abgegangene Nachtzug entgleiste unweit einem Orte in dem Distrikte Caserta in Folge eines Zusammenstoßes mit einer Rinder- heerde. Zwei Personen wurden getödtet, 16 ver⸗ wundet.

Brindisi. Der Schah von Persien ist am 13. d. Mts. hier eingetroffen und von den Be⸗ hörden empfangen worden. Der Schah drückte seine Zufriedenheit über den ihm in Italien ge- wordenen Empfang aus und schiffte sich Nachmittags auf der NachtSultanie nach Konstantinopel ein.

Aus Stadt und Land.

Bad⸗Nauheim. Am 9. d. Mts. bielt Herr Hof Theaterregisseur Fallenbach aus Darmstadt im großen Conversationssaale des neuen Kurhauses eine Vorlesung über Macbeth. In fast fündigem Vortrag wußke Herr Fallendach mit großem Geschick und meisterhafker Sprache seine Zuhörer zu fesseln durch Vorführung dieses Einen großartigen Charakters, der zuerst neben dem ritter⸗ lichen Banquo für das Recht des edlen Königs Duncan kämpft, sich durch unersättlichen Ehrgeiz aber beherrschen läßt, und nachdem er allen sittlichen Halt verloren, vor keinem Verbrechen zurückschreckt, welches ihm den geweissagten Thron verschaffen und befeftigen kann. Doch den blutigen Thaten folgt die Vergeltung, Macbeth fällt vor dem Schlosse von Dunsinan, nachdem er sah, wie Birnams Wald anrückt, und Maeduff auch den letzten Schleier von der doppelsinnigen Rede des Orakels wegreißt, und mit den letzten Worten, die der unsterbliche Dichter den König Macbeth ausrufen läßt: 5

Doch wag' ich noch das Letzte: Vor die Brust

Werf ich den mächt'gen Schild; Nun magst dich wahren.

Wer Halt! zuerst ruft, soll zur Hölle fahren! schloß Herr Fallenbach seinen höoͤchst geistvollen Vortrag. Wir nahmen um so lieber Akt von dem uns bereiteten besonderen geistigen Genuß, als Herr Fallenbach es war, welcher im Frühjahr d. J. sich bemühte, mit hervorragen⸗ den Kräften des Darmstädter Hof⸗Theaterpersonals in den Hauptsaison-Monaten eine Reihe von ausgesuchten Tbeater⸗ Vorslellungen dahier zu geben, und wir heute noch der Ansicht sind, daß nur ein solches Theater den verwöhnten groß⸗ städtischen Kurgast dauernd zu fesseln vermag, denn lein schönes Concert der Kurkapelle in frischer Abendluft