reichischerseits votirten) höheren Summe zur An ⸗ schaffung der Werndlgewehre und die Nichtertheilung der Cungarischerseits votirten) Indemnität für die Differenz der Militärgränze. s
— 9. Mai. An der Börse herrschte heute furchtbare Aufregung. Die Bankiers Rothschild und Schey wurden insultirt. Die Börsenbesucher fertigten eine Deputation an den Finanzminister ab. Das Börsencomptoir Petschek hat mit 16,000 Stück flottanten Actien fallirt. Ebenso werden noch eine Masse anderer Fallissements gemeldet.
— 9. Mai. Die beute Abend stattgehabte Versammlung der Bankhäuser und Banquiers be · schloß behufs Beseitigung der Börsen⸗Krisis die Feststellung eines Compensations- Courses für die vorgefallenen Insolvenzen, wonach die Effecten anstatt der executiven Veräußerung vom Kostnehmer in beiderseitigem Einverständnisse zu übernehmen sind. Die anwesenden Banken und Banquiers erklärten, das schonendste Verfahren bei Kündigung und Zuschußforderungen beobachten zu wollen. Eine sofortige Subscription zur Erleichterung der Prolongation ergab 12 Millionen. Morgen werven mit dem Finanzminister und der Nationalbank Verhandlungen wegen den weiteren Maßnahmen erfolgen.
— Das Bankeomite hat die Absicht, einen Garantiefonds von 30 Millionen zu beantragen, den das Finanzministerium vorstrecken soll und für den sich sämmtliche Banken solidarisch haftend er⸗ klären sollen. Der Finanzminister versprach aus ⸗ giebige Hülfe, besonders für den Fall der Bedrohung der Handelskreise.
— Das„Neue Wiener Tageblatt“ meldet als authentisch bestätigt: Die Nationalbank beschloß, dem Executivcomite der Börse 5 Millionen bis zum 31. Juli gegen börsenmäßige Wechsel oder statutenmäßige Effecten zu 7 pCt. vorzustrecken. Der Finanzminister empfing das Executivcomite am 10. d. M. und stellte demselben im An⸗ schluß an den Vorschuß der Nationalbank 3 Mil lionen gegen Effecten bis zum 31. Juli zur Verfügung.
Schweiz. Bern. Die Regierung von Wallis hat gegen die vom Bundesrathe angeordnete Ver⸗ steigerung der Ligne d' Italie Protest erhoben.
Frankreich. Paris. Thiers macht den Radikalen in Bezug auf Wahlreform und Senat keine Concession.— Der Prozeß Bazaine soll niedergeschlagen werden.— Die Börse ist etwas günstiger.
— 9. Mai. Die morgige Sitzung der Per- manenztommission wird ohne ernstere Interpellation verlaufen. Man versichert neuerdings, das Mini⸗ sterium werde durchaus in der bisherigen Zu⸗ sammensetzung vor die Kammer treten und daß alle Gerüchte betreffs einer vorher eintretenden Cabinetsreränderung unbegründet seien.
— 300 Mann deutscher Truppen mit sechs Kanonen haben Beaucourt bei Belfort besetzt, weil dort Dragoner, welche einen deutschen Deser⸗ teur verhaften wallten, insultirt und mit Steinen beworfen wurden.— Das„Bien public“ wieder⸗ holt, betreffs der constitutionellen Gesetze sei noch nichts abgemacht. Es weist zugleich auf die Noth⸗ wendigkeit der Constituirung einer endgültigen Regierung bin, und spricht die Ueberzeugung aus, daß sich in der Kammer eine Majorität dafür bilden werde.—„Bien publie“ bestätigt, daß die Expedition gegen Marokko in Felge der englischen Vermittlung nicht Statt finde.
— Man beabsichtigt, aus Reims eine Festung ersten Ranges zu machen und in der Nähe der Stadt ein großes verschanztes Lager anzulegen. Alle in der Umgegend liegenden Anhöhen, wie der Berg Belrupt, welcher die Landstraßen don Reims nach Mézidres und Givet und die von Reims nach Vouziers, die Route nach Chalons und die Eisenbahnlinien von Rethel, Vouziers und Metz beherrscht, der Berg Brimont, das Ge⸗ birge Saint⸗Thierry und der Reimser Berg, sollen bifestigt werden. Außerdem soll die Stadt von einer größeren Anzahl von Focts und Redouten umgeben und so zu sagen uneinnehmbar gemacht werden.
einen Gesetzentwurf vorgelegt, in welchem die Be⸗ willigung des Kredits von 5½ Millionen für die Expedition gegen die Atchinesen gefordert wird.
Norwegen. Christiania. Das Storthing hat nach zweitägigen Debatten die skandinavische Münzconvention mit 58 gegen 51 Stimmen abgelehnt.
Italien. Rom, 9. Mai. In Folge eines neuen Unwohlseins konnte der Papst heute den Führer der französischen Pilger nicht empfangen. Donaufürstenthümer. Buk are st. Boerescu ist zum Minister der auswärtigen An⸗ gelegenheiten, Costa-Foru zum rumänischen Agenten in Wien ernannt worden.
Rußland. Petersburg. Kaiser Wilhelm reistt am 8. d. M. Abends 7 Uhr von Gatschina in bestem Wohlsein ab. Das Eintreffen des Kaisers in Berlin erfolgt Sonntag früh 1 Uhr.
Amerika. Washington. Der Gouver⸗ neur von Louisiana, Killog, meldete dem Präsi⸗ denten Grant telegraphisch, daß Louisiana einer Anarchie und Umwälzung entgegengehe. General Sherman und der Secretär der Marine, Mobeson, sicherten militärische Verstärkungen zu.
New Nork. Die Modots sind den ameri' kanischen Truppen richtig entschlüpft, und diese haben nach drei Tagen vergeblicher Anstrengungen die Verfolgung aufgegeben. Die Indianer haben sich in kleine Abtheilungen aufgelöst, die auf Raub und Mord im Gebiete des weißen Ansiedlers umherstreifen. Der betreffende Theil Californiens ist in Folge dessen ganz unsicher.„Capitän Jack“, der Häuptling der Modocs, läßt durch Boten die anderen Stämme aufreizen. Es ist nämlich unter den Indianern an der Pagisicküste der Glaube verbreitet, daß die Ankunft ihres Messiah(„der kommende Mann“), der sie von der Herrschaft der Weißen befreien soll, bevorstehe. Alte Krieger und ihre Aerzte haben schon lange von einer solchen Ankunft gesprochen, und in den letzten drei Jahren hat sich der Glaube daran ganz allgemein derbreitet. Ein neuer Gott und eine neue Religion sollen ihnen nach diesen Lehren zu Theil werden; alle todten Indianer sollen auferstehen, und zahl⸗ reicher sodann, werden sie alle Weißen besiegen und tödten und das alte Indianerleben wieder führen.
Frankfurt. Hr. Eduard Fay von hier hat ein Pfund Heller erworben, welches bei dem Abbruch eines Bauernhauses in Oberhessen aufgefunden wurde. Herr E. Fay wird dasselbe auf der großen Bockenheimergasse im Erker des Herrn Gold- und Silberarbeiters Lattermann ausstellen. Die fraglichen Heller sind aus Silber und jühren auf der einen Seile ein Kreuz, auf der andern eine Hand. Unter dem Funde sind nur einzelne Stücke, die das Wormser Zeichen: einen Bischof mit dem Schwerte in der Hand, tragen. Ein solches Pfand bestand aus 1000 Stück.
Mannheim. Der„Mh. Anz.“ meldet, daß Friedrich Hecker am 10. d. M. New⸗Mork verlassen hat und somit am 20. und 21. b. in Bremen eintreffen wird. München. In der am 10. Mai stattgehabten Ver⸗ sammlung ber Ganigläubiger der Spitzeder'schen Concurs⸗ masse wurde seitens des Gerichts der Stalus vorgelegt; derselbe beziffert die Activa mit 1,974,000 fl., die Passiva mit 10,098 300 fl., ergibt mithin eine Ueberschuldung von 8,089,300 fl. Pest. Der Schuldtragende an dem entsetzlichen Eisen⸗ bahn⸗ Unglücke, dem so zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen, ist der Verkehrsdeamte Gustav Biedermann auf der Station Steinbruch; derselbe wurde von der Oberstadihauptmannschaft vernommen und auf Grund seines Geständnisses sofort in Haft behalten. Sämmlliche Pester Blätter dringen mit Bezug auf den traurigen Un⸗ glücksfall auf Verpflichtung der Eisenbahn zur ausreichendsten materiellen Entschädigung. Am 6., Morgens 8 Uhr, schon halte Biedermann den Auftrag erhalten, den Maschinen⸗ führer des von Czegled kommenden gemischten Zuges zu avisiren, daß von Steinbruch nach Pest auf dem linken Geleise zu fahren sei, da das rechte Geleise verlegt werde. Vor Eintreffen des Czegleder Zuges ging ein anderer Zug ab, welcher das rechte Geleise passiren konnte und so vergaß Biedermann bei Anlangen des Czegleder Zuges, den Maschinenführer von der Veränderung, daß nur links gefahren werden dürfe, zu verständigen. Ebenso unterließ er auch aus Vergeßlichkeit, diese Veränderung auf der zu diesem Zwecke angebrachten schwarzen Tafel zu notiren.
b. Frankfurt a. M., 10. Mai.(Börsenwoche vom 3. bis. 9. Mai.) Nach Abwickelung der Operationen, welche durch die Zahlung der letzten Kriegsrale veranlaßt wurden, athmele die Börse, die kaum den Ultimo mit
Holland. Haag, 7. Mai. Die Regierung
hat in der heutigen Sitzung det zweiten Kammer
seinen Geldsorgen hinter sich hatte, wieder etwas auf
reiten. Insolvenzen und Executionsverkäufe folgten bis heute auf 80 gewachsen sein. durch Zusammenschießen einer
gegenzutreten, Situation betrachtet.
sistirt sei. Diese successive anlangenden Hiobsposten
lationseffecten und Bankwerthe, die schließlich gestern eine wahre Panik ausartete.
auch Verluste nicht zu vermeiden sein werden, nicht fährdet.
gängen betroffen wurden, so sind dieselben, mit der in Vergleich zu bringen. Panik in Banken beeinflußt,
verloren. 38— 33 ½.
Bahuen mit Ausnahme von hess. Ludwigsbahn
sehr günstigen Erfolg. hielten sich ziemlich fest. Loospapiere waren leblos.
Ausgeprägtesten trat die flaue Stimmung der Börse heute wieder bedeutende Rückgänge.
ebenfalls 1 3% niedriger.
18½% niedriger.
die geeignet waren, der Reprise ein schnelles Ende zu be⸗
Wien rasch auseinander und soll die Zahl der Ersieren Der gemeldete Zu⸗ sammentritt einer Anzahl Banken, welche beabsichligten größeren Summe der weiteren Entwerthung der besseren Papier⸗Categorien ent? wurde als ein schlimmes Zeichen der
Gestern kam die Nachricht, daß das Börsengeschäft, bis alle Verlegenheiten geordnet, vorläufig
5 Die Position unseres Platzes erscheint indeß durch die Deroute der Wiener Börse, wenn
Man hat sich hier gerade von der Speculation in den speciellen Papiergattungen, deren Zusammensturz 1 (in Berlin Bergwerksactien in Wien Baubankactien) eben statifindet, fern gehalten und damit ganz richtig gehandelt. Wenn auch hier z. B. Bankwerthe von sehr starken Rück⸗ 7
Wien eingetretenen colossalen Reaction nicht im Geringsten Von den Speculationseffecten wurden hauplsächlich Credilactien durch die allgemeine während Staatsbahn und Lombarden sich in Folge der guten Mehreinnahmen ziem⸗ 1
lich feslhielten und nur ca. 2— 3 fl. gegen die Vorwoche zur Creditactien variirten zwischen 343—45½ Staatsbahn schwankten zwischen 357¼—59 1 —55½—57¼—54. Lombarden gingen von 204% bis auf 205 und dann von 204 auf 202 herab. Oesterr. Bahnen Folge verkehrten ebenfalls in weichender Tendenz ebenso deutsche 0 und 3,275 Oberhessen. Die Subscriplion auf das Prioritäls⸗Anlehen Ober der bayr. Osibahn bei dem Hause Roihschild batte einen Prioritäten sowie Staatsfonds 96 Am l
Bankenmarkte hervor und erfuhren Bankwerthe namen ilich Wir erwähnen Bank⸗ verein 5¼½% Continental 4½% matter; andere blieben Brüsseler/ /, Badische /% höher. Baubank und Leipziger Vereinsbank fest. Oesterr. Nationalbank fl. 28., Oesterr. Bank⸗Gesellschast Amerik. Prioritäten geschäftslos. fein
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Mainz, 9. Mai. 16½—167¼ fl., per Mai 168/116 ¼ fl 10/11 fl., per Mai 10¾/ fl., Gerste 1225
Mai 203¼ fl., per Oct. 22 fl. mit Faß; Leinöl 22½ 22½ fl., Mohnöl 36 fl.— Kohlsamen 19— 20 fl.
9098 fl.
N Saamen(90 K.) 16 fl. 37 kt.; Kartoffeln(100 K.) 3 fl. 1 ft. drei Zu notiren ist: Waizen effeclt 2
125 fl., Hafer effectiv 5/2— 2 fl., per Mai 57/1 fl — Jiüböl ruhig, effectiv 20/—20½ fl., ohne Faß, pet
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