Dienstag den 11. Februar.
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Sberhessisher Anzeiger
ln l 2 Wah 2 een Malie 113 e Cen ö f 8 Nr Die Petitzeile j 5 1 i Erscheint jeden * ns ate 3 1e, hg. 1 Sgr., berechnet Kreisblatt sür den Artis Friedberg. Diersag, Dermerseg und Senke n l 5 nung“. f tetauf 1 1* 7 — Amtlicher Theil. wachen 1 Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: 105 2 Nr. 2. Nr. 902. Verordnung, betreffend die Beschaffung der Kautionen derjenigen Militärbeamten, welche bei den Feldverwaltungen angestellt werben. Vom 1 aun 10. Sanuar 1873.— Nr. 903. Bekanntmachung, betreffend die künstige Veröffentlichung der Verzeichnisse der höheren Lehranstalten, welche zur Ausstellung gültiger Zeugnssse — riet Ußtt die wissenschaftliche Qualification zum einjährigen freiwilligen Militärdienst berechtigt sind. Vom 22. Januar 1873.— Nr. 904. Bekanntmachung, betreffend die dn gun Srhrmung eines Bevollmächtigen zum Bundesrathe. Vom 25. Januar 1873.— Nr. 3. Nr. 905. Bekanntmachung, betreffend die Erweiterung von Festungsanlagen. mu ten Ae 1. Februar 1873. f
Lan dwirthschaftliches.
Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und Wintersaaten in der hiesigen Gegend zur Sprache bringen und
sigtige Freunde der Landwirthschaft werden auf Samstag, 15. Februar, namentlich zu ermitteln suchen, wie zu dünn und ärmlich stehen⸗ mate chmittags 3 Uhr, zu einer Besprechung auf das hiesige Rathhaus den Saaten aufzuhelfen und überhaupt der Landwirth in dieser * 0 2 1— 51 Beziehung vor wesentlichem Schaden zu schützen sein möchte.
4 fd n egenstände der erhandlung werden sein: 3) Zum Schluß wird Herr Dr. Nücker, Lehrer an der Ackerbau⸗ in u n 0) Futterbau, bezüglich dessen Herr Oeconom Schäfer von schule zu. Vortrag über 8 des Saatgutes lens Münzenberg Erfahrungen und Beobachtungen mittheilen wird; und über Saamenwechsel halten
bi der Kleebau und besonders der Anbau der Luzerne werden dabei 5
1 vorzugsweise Berücksichtigung finden. Butzbach den 7. Februar 1873.
en, e Herr Oeconom Kammer von Gambach wird den Stand der Hech ler.
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A. Deutsches Reich. ihnen auch noch größere Widerwärtigkeiten als Vorlage durch eine, namentlich in Frankreich auf⸗ % U Darmstadt. Den Ständen wurde durch den Märtyrern der ersten Jahrhunderte drohen getretene Erkrankung der Rebstöcke, welche ihrer
dies Ministerium des Innern ein Gesetzentwurf be die innere Verwaltung und Vertretung der
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ern e 8 zese und Provinzen, eine Städte-Ordnung und u dhe. ein. Landgemeinde Ordnung vorgelegt.
42000— Im Dekanate Zwingenberg wurden 1 ee z Landes Synode gewählt als Abgeordnete len Dornseiff zu Bickenbach und Hofge⸗ beet d ischsadvokat Eigenbrodt zu Darmstadt, zu Stell- .— Lertetern Pfarrer Stromberger zu Zwingenberg en 2 n Dr. Rieger zu Darmstadt.
5— Dem„Fr. J.“ wird von hier gemeldet,
1 dun es ei ein Vertrag wegen Abtretung des seither 1 be hessischen, jedoch in preußischem Betrieb ge⸗ * Amen Theils der Main- Weser Bahn an den g heult je N mußischen Staat, vorbehaltlich der Genehmigung . bee, itt veiderseitigen Landes vertretungen, zum Abschluß 00 7010 sunmmen. Eine hierauf bezügliche Vorlage dürfte rn l. J behauptet das Blatt) der hessischen Kammer 4, eh Sälde zugehen. Aus sicherer Quelle kann mit 60287% gcgleilt werden, daß diese Nachricht unbegründet 5 7800. b Es haben wohl früher Verhandlungen über „ im Punkt stattgesunden, die jedoch zu keinem „tat führten. Sollte neuerdings die Frage 60%%% cher angeregt sein, so könnte es sich nur um 100 ce list vertrauliche Besprechungen handeln, die noch
1 n entfernt von einem Vertragsabschluß sind. ae,— Nach dem Reichsanzeiger wurde Freiherr ' er von Diersburg, Pr.⸗Lt. vom 2. Großh.
100 eg. ⸗Regt,(Leib Drag. Regt.) Nr. 24, in 1 4 160 um Commando als Adjutant von der 25.(Großh. 2 chen) zur 21. Cavalerie Brigade versetzl. i eee, v. Langermann und Erlenkamp, Sec. Et. en ace, In Thüring. Ulanen⸗ Regt. Nr. 6, unter Ver⸗ 11. ung in das 2. Großh. Drag.⸗Regt.(Leib 1b ig.⸗Regt.) Nr. 24 als Adjutant zur 25.(Großh. „ bfaschen] Cavalerie⸗Brigade commandirt.
cui gen 26 e L
1 e— Der Postsecretär Spenke ist von Bingen ee Alzey, der Postsecretär Hoffmann von Fried-
e i nach Bingen, der Postsecretär Übrich von
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e Ofenbach nach Friedberg versetzt worden. f Aue bessen. Die sämmilichen preußischen 8 Ispöfe haben, wie das„Fr. J.“ hört, eine 12 kiesse an den Papst gerichtet und in derselben
golichst gelobt, in dem gegenwärtig wieder hef⸗
würden. In der Adresse soll ferner gesagt sein, ungemein raschen Verbreitung wegen den deutschen
daß der gesammte Klerus von den gleichen Ge⸗ sinnungen beseelt sei und seine Bischöfe muthig unterstützen würde.
-e Hungen. Bei der am 6. d. M. in Hungen stattgehabten Wahl zur Landes Synode wurden gewählt: Herr Decan Cellarius in Griedel und Herr Ober-Appellationsgerichtsrath Dr. Kraft in Darmstadt, Stellvertreter: Herr Pfarrer Breiden⸗ stein in Södel und Herr Landrichter Cellarius in Hungen.
Rodheim. In unserem Decanate wurden zur Landes Synode gewählt als Abgeordnete Decan Fertsch in Kaichen und Bürgermeister Jacobi in Rodbeim, als Stellvertreter Pfarrer Kromm in Holzhausen und Müller Strobel in Klein ⸗Karben.
Eberstadt. Bei der Wahl zur Landes⸗Synode wählte man hier zu Abgeordneten Decan Müller in Pfungstadt und Hofgerichtsadvokat Buchner zu Darmstadt, zu Stellvertretern Pfarrer Fischer in Seeheim und Hofgerichtsrath Kleinschmidt zu Darmstadt.
Berlin. Dem Bundesrath ist von dem Reichs⸗ kanzler der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Gründung und Verwaltung des Reichs⸗Invaliden- fonds, vorgelegt worden. Danach soll eine Capital summe von 187 Millionen Thaler aus den für Reichszwecke reservirten anderthalb Milliarden ent- nommen werden, um die den Invaliden und Hinterbliebenen verstorbener Militärpersonen aus dem Kriege von 1870/71 nach dem Reichsgesetz vom 27. Juni 1871 gebübrenden Pensionen zu bestreiten. Jene Summe soll zinsbar angelegt werden, und es sollen zur Bestreitung der Aus. gaben zunächst die Zinseinnahmen, und soweit diese nicht ausreicht, das Capital selbst dienen. Unter der oberen Leitung des Reichskanzlers wird eine eigene Behörde unter dem Namen„Ver- waltung des Reichs ⸗Invalidenfonds“, bestehend aus einem Vorsitzenden und zwei Mitgliedern, eingesetzt werden, welche insbesondere für die zins⸗ bare Anlegung und rechtzeitige Flüssigmachung der Capitalien des Reichs-Invalidenfonds zu sorgen at.— Eine weitere Vorlage des Reichskanzlers betrifft den Erlaß einer Verordnung, welche die
ü*—„als je entbrannten Kampfe gegen die Rechte h 22 katholischen Kirche treu auszuharren und dem 2 schen Stuhle als treue Oberhirten der ihnen
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ö rstelten Gläubigen zur Seite zu stehen, wenn 1 3
Einfuhr junger Rebenpflanzen in das Gebiet des deutschen Reichs verbietet. Veranlaßt ist diese
Weinbau mit ihren verheerenden Wirkungen be⸗ droht. Die Erkrankung der Pflanzen selbst wird durch eine Rebenlaus verursacht, die nur mikrosko⸗ pisch erkennbar ist.
— 7. Febr. Abgeordnetenhaus. Präfident v. Forckenbeck zeigte den Eingang einer Adresse der katholischen Bischöfe an, welche die Ablehnung der Kirchenrechtsgesetze verlangt; dieselbe wird der Commission für die Berathung dieser Ge⸗ setze übergeben. Das Haus ging sodann zur zweiten Berathung des Staatshaushalts- Etats, und zwar des Etats der Eisenbahn-Verwaltung, über. Hierbei kam ein Schreiben des Minister⸗ präsidenten an das Präsidium des Hauses zur Verlesung, welches an die früheren Vorwürfe Lasker's gegen den Geh. Rath Wagener bezüglich der Ertheilung von Eisenbahn-Conkessionen an⸗ knüpft. Dasselbe bestreitet die Richtigkeit dieser Vorwürfe, da die Concession nicht an Wagener, sondern an eine Actiengesellschaft ertheilt worden sei, in welcher zu verbleiben Wagener die nach⸗ gesuchte Erlaubniß von seinen Vorgesetzten im Dienste erhalten habe. Auf eine Entgegnung Lasker's nahm der Ministerpräsident Graf Roon mündlich, unter dem Ausdruck seines Bedauerns, die in der erwähnten Zuschrift enthaltene Erklärung zurück, daß Lasker Syndicus einer größern Handels- firma sei. Hierauf führte Lasker in ausführlicher Rede eine ganze Reihe von Thatsachen für seine Beschuldigung von Wagener an, übte eine scharfe Kritik des Stroußberg'schen Systems und bean- tragte die Einsetzung einer Untersuchungscommisston. Auf die Rede, welche mit großem Beifall aufge⸗ nommen wurde, erklärte Ministerpräsident Graf Roon:„Nie zuvor habe ich einem widerwärtigeren Thema mit größerem Interesse zugehört. Alles Gesagte war mir neu. Hätte ich aus den von Lasker dargestellten Thatsachen dieselben Ueber zeugungen gewonnen, so würde ich den Brief an das Präsidium des Hauses entweder gar nicht oder anders geschrieben haben.(Bravo.) Ich will nicht, daß unser Beamtenthum, unser Stolz, corrumpirt auch nur erscheine, und freue mich, daß Redner solches anerkannte; aber man muß auch den anderen Theil hören. Bezüglich der be⸗ antragten Einsetzung einer Untersuchungs-Commission
muß ich mir weitere Entschließung vorbehalten.“


