Ausgabe 
21.9.1872
 
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von Fulda, Rottenburg, Limburg, Mainz, Culm, Hildesheim, Paderborn, Münster Trier, Straß burg, Augsburg, Regensburg, Würzburg, Eich; städt, der apostolische Vicar von Dresden, Generalricar Hope, in Stellvertretung des Bischofs von Ermeland, Domcapitular Siegler, in Stell⸗ vertretung des Bischofs von Passau und Armee⸗ bischof Namezanowski. Der Bischof von Osnabrück ist wegen Kränklichkeit am Erscheinen verhindert. Die Berathungen finden Mittwoch, Donnerslag und Freitag statt. Vor der Abreise versammeln sich die Prälaten noch zu einem gemeinschaftlichen Gebet in der Gruft des h. Bonifacius.

München. Wie versichert wird, unterhandelt Herr v. Gasser wegen Uebernahme des Cultus- Ministeriums mit dem Advokaten Auer(da Herr v. Lerchenfeld abgelehnt hat), und soll derselbe zugesagt haben.

Der Regierungsrath Dr. M. Jungermann bei vet Staatsschuldentilgungs⸗Commission ist mit mebreren Boten dieser Behörde und der Central staatskasse nach Frankfurt a. M. gereist, um von da in einer Postambulanz eine größere Summe Geldes man spricht von mehreren Millionen Gulden in Gold und Werthpapieren hierher zu bringen.

Herr v. Gasser berichtete dem Könige, welche Personen er für das Ministerium in Aus- sicht genommen habe und mit welchen er, im Falle die Genehmigung des Königs bierzu erfolgt, definitive Verhandlungen wegen der Uebernahme von Poltefeuilles einleiten könnte. Die unter- breitete Ministerliste schlägt vor: Gasser für das Aeußere, Lerchenfeld für das Innere, Lobkowitz für die Finanzen, Auer für den Cultus. Für die Portefeuilles des Kriegs und der Justiz hat Herr v. Gasser mehrere Personen in Aussicht ge⸗ Eine Entschließung des Königs ist noch

nommen nicht erfolgt. Speyer. Eine vom landwirthschaftlichen

Kreis⸗Comite auf vorigen Samslag hierher einbe⸗ rufene Versammlung von Abgeordneten des Be zirks⸗Comites hat sich, wie derPf. K. vernimmt, bezüglich der Tabaksteuer dahin ausgesprochen, daß der Tabak allerdings eine vierfach höhere Be⸗ steuerung ertragen köcnte.

Straßburg. Wie dieKarler. Ztg. er- fährt, soll man in Schlettstadt jetzt ganz bestimmte Kunde darüber haben, daß mit dem Schleifen der Festungswerke ohne längeren Verzug begonnen werden soll. Die Arbeit soll in drei Jahren vollendet werden.

Der commandirende General des 15. Armee; corps, v. Fransecky, erläßt in derStraßb. Zig. folgende Bekanntmachung:Während der dies- jährigen jetzt beendigten Herbstübungen, sowie während der denselben vorangegangenen Artillerie- Schießübungen der Truppen des 15. Armeecorps sind Offiziere und Mannschaften sowohl in den Marsch⸗ wie in den Cantonnements-Quartieren fast durchweg in so entgegenkommender Weise auf⸗ genommen worden, daß ich mich verpflichtet fühle, den betreffenden Gemeinden und Localbehörden meinen besonderen Dank öffentlich auszusprechen

Ausland.

Oestertreich. Wien. Der Kaiser hat die beiden Delegationen empfangen. Auf die An- sprache der Präsidenten antwortete derselbe: Die günstige Lage der auswärtigen Verhältnisse, die erfreulichen Beziehungen zu den Nachbarstaaten gestatten der Regierung, ihre Ansprüche auf jenes Maß zu beschränken, welches die Sicherheit der Monarchie, die Erhaltung und Entwicklung der gesetzlich normirten Wehrkraft als nothwendig er⸗ scheinen lassen.

Schweiz. Bern. Die Regierung des Cantons Wallis batte den Jesuitenpater Franz Allet zum Stadtpfarrer in Leuk ernannt. Der Bundesrath verlangt nunmehr Auskunft über diese Angelegenheit und hat die betreffende Wahl sistirt.

Die internationale Friedens- und Freiheits⸗ liga wird am 23. d. M. zu Lugano im Canton Tessin ihren sechsten Congreß halten.

Franrrei v. Paris. Mehlere Zeitungen melden: Der Präsident erklärte bei seinem Besuch

in Havre das gleichzeitige Erscheinen zweier bri tischen Fregatsen als Zeichen einer größeren Sympaihie Englands und fügt hinzu, die Kaiser von Oesterreich und Rußland hätten gelegentlich der Drei⸗Kaiser- Zusammenkunft Frankreich die befriedigendsten Versicherungen zugehen lassen. Eine Verordnung des Handelsministers vom 14. d. untersagt die Einfuhr und den Tran einer Art Rindvieh von der grauen, sog. Steppen⸗ race, sowie von frischen Häuten und anderen Ab⸗ fällen dieser Thiere. Dasselbe Verbot wird aus⸗ gedehnt auf Rindvieh aller Racen, welches aus Rußland, Nord- Deutschland, Oesterreich- Ungarn und den Donaufürstenthümern kommt. Die Ein⸗ fuhr von aus andern Ländern stammenden Thieren darf erst nach einer strengen Untersuchung und Beurkundung durch die Bureaux bestimmter Zoll ämter erfolgen. N Herr v. Gontäut⸗Biron, der eben erst am Vorabend der Drei ⸗Kaiser ⸗Zusammenkunft von einem längeren Urlaub auf seinen Berliner Pbsten zurückgekehrt war, soll in den nächsten Tägen schon wieder in Paris eintreffen, ohne Zweifel, um dem Präsidenten die Eindrücke, die er von der Entre⸗ vue empfangen, mündlich mitzutheilen. DerAvenir national läßt sich erzählen, daß Thiers dem Marschall Mac- Mahon vertraulich die Vice⸗Präsidentschaft, so weit es in seiner Macht stehe, diesen eventuellen Posten zu besetzen, ange tragen, und daß der Marschall erwiedert habe, er ziehe es vor, seine rein militärische Rolle nicht aufzugeben, und müsse daher die ihm zugedachte Ehre dankend ablehnen. DerAvenir schenkt selbst diesem Gerüchte wenig Glauben. Der durch einen fanatischen Deutschenhaß und eine in diesem Sinne thätige journalistische Wirk. samkeit sich hervorthuende Schriftsteller Edmond About ist von den deutschen Behörden in Zabern verhaftet und nach Straßburg gebracht worden. Offizielle Nachrichten über die Gründe zu dieser Meßregel liegen noch nicht vor, nach Zeitungs- berichten wäre dieselbe jedoch dadurch veranlaßt, daß About in einer Blerwirthschaft eine von den Anwesenden sehr beklatschte Rede, die aber von den Deutschen als aufrührerisch bezeichaet worden sei, gehalten habe. Außerdem habe er die Be⸗ wohner von Zabern aufgefordert, für Frankreich zu optiren. Andere Nachrichten bezeichnen als Grund der Verhaftung verschledene schon früher von About veröffentlichte Zeitungsartikel. Die französische Regierung hat Schritte zu Gunsten About's unt rnommen.

Schweden. Der König von Schweden ist am 18. d. in Malmoe gestorben.

Großbritannien. London. Nach dem hier erscheinenden WochenblattVaniti Fair wären die Privat⸗Ansprüche des Ex⸗Königs von Hannover Gegenstand von Verhandlungen und gingen der Erledigung entgegen. Der König, bemerkt das Blatt, steht in Unterhandlung wegen

eines großen Landsitzes in England, auf welchem

denkt. Er selbst wird auf Lebenszeit den Titel und Rang eines Königs behalten. Der Kronprinz dagegen wird nur den Titel eines Herzogs von Cumberland und Feriotdale beerben. Auch die Timetz erwähnt ein Gerücht, daß die Ansprüche des Ex Königs von Hannover, sowie die nord schleswig'sche Frage in Berlin von den Monarchen erörtert worden sei.

Spanien. Madrid. DerImparcial meldet: Das Fahrpersonal der Eisenbahn Barke⸗ lona⸗Saragossa verweigerte, in Felge wiederholter Angriffe von Carlisten auf die Maschinisten, nament⸗ lich wegen abgefeuert'r Salven, den Zug nach Barcelona zu fahren. Der Dienst wurde daher unterbrochen. Mittlerweile ging jedoch wieder ein Courierzug nach Valencia ah.

Italien. Rom. Die deutschen Bischöfe haben dem Papst kürzlich 300,000 Fr. Peters⸗ pfennige geschickt.

Aus Ferrara tritt ein Dr. Bottoni, welcher den Feldzug in Frankreich als Arzt in der von Garibaldi besehligten Vogesen⸗ Armee

er für die Folge seine Wohnung zu nehmen ge-

daß die deutschen Aerzte während des letzt

Krieges ihre Pflicht ue fan die Genfer Con⸗ 0 f ner 6

vention verletzt und die französischen Verwundeten,

die in ihre Hände gefallen seien, schlecht behandelt

hätten. Bottoni sagt: Als sich die Garibaldianer von Dijon vor den Preußen nach Cbagny zurück⸗ ziehen mußten, ließen sie über 100 schwer ver⸗

fit wundete Kameraden in Feindes Händen zurück.

Am 3. März kam Bottoni nach Dijon zurück und erfuhr von den Verwundeten, daß sie sich von Seiten der preußischen Aerzte der besten Pflege zu erfreuen gehabt hätten, und daß man Denen, welchen ihr Zustand mit der Zeit gestattet hätte, Dijon zu verlassen, um nach Chalon, Macon oder Lyon zu gehen, nach besten Kräften behülflich gewesen sei. Bottoni schließt mit dem Wunsche, daß auch Andere gegen die Verläumdungen der Pariser Gesellschaft auftreten und der Wahrheit die Ehre geben, damit eine um die leidende Menschheit so verdiente Klasst, wie die deutsch Aerzte, nicht unter den unverdienten Vorwürfen bleiben, die ihnen die Partser Collegen wohl nur aus Nationalhaß gemacht haben.

Amerika. Newyork. Der September bericht des Ackerbau-Departements besagt, daß die diesjährige Baumwoll Ernte zwar 10 Procent unter dem Durchschnittsertrag bleiben, aber den vorjährigen wesentlich übersteigen werde.

Frankfurt. Hiesige Blätter melden: In dem hiesigen Bankoaus Stern wurde am 12. d. ein Wechsel von über 12. Mill. Tolr. bezahlt, dessen Alonge so lang war, daß die geräumigen Comptoirlocalitäten nicht zu deren Aus: breitung hinreichten; es kam dies daher, doß für den Wechsel ein Stempel von 6000 Thaler verwendet werden mußte und Siempelmarken nur im Betrag von 10 Thlr. xistiren. ö

Hanau. In dem hier zu erbauenden Central⸗ bahnhof werden außer den Bähnsttecken Frankfuri⸗Hanau⸗ Aschaffenburg, Bebra-Hanau und Hanau⸗Offendach⸗Frank⸗ furt a. M. die Strecken Hauau⸗ Friedberg und Hanau⸗ Babenhausen einmünden. Für letztere Bahn wird bei Großkrotzenburg eine weitere Brücke über den Main ge⸗ baut werden, und es ist mit den Vermessungen dazu be⸗ gonnen worden. Die Betriebseröffnung der Hanau⸗Offen⸗

bacher Bahn ist jetzt definitiv auf den 1. Juli 1873 in

Aussicht genommen. l

Darmstadt. Die Versammlung der historischen Ver⸗ eine hat am Schlusse ihrer Sitzungen zum Vorort Darm⸗ stadt gewählt, als Versammlungsort für das nächste Jahr Trier bestimmt. N a

Mainz. Die mit der Generalversammlung der land⸗ wirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums verbundene Aussiellung von landwirihschasilichen Producten ꝛc. in der höchst geschmackvollen Halle

eröffnet. Das große Quadrat mitten zwischen der mit Wimpeln, Wappen und Kränzen verzierten Halle ist mit den Erzeugnissen unserer Gärtner, die übrigen Räume aber sind mit prächtigen Producten des Wein⸗ und Obst⸗ vaues und der Landwirthschaft gefüllt. Großes Interesse bieten die Maschinenräume.

Mainz. Am 17. d. stieß der Marktzug von Woms bei der Station Osthofen auf eine im Geleise stehende Locomolive eines Materialzugs. Durch den Zusammen⸗ stoß erli die Locomotive des Markizugs so erhebliche Be⸗ schädigungen, daß eine andere Locomotive in Dienst gestellt werden mußte. Weiterer Schaden außer der damit ver⸗ bundenen Zögerung würde glücklicher Weise nicht angerichtet. Worms. Der Verwaltungsrath der Hess. Ludwigs, bahn bat in seiner anerkannten Liberalität allensich legitimirenden Besuchern der hier statifindendenUnions⸗ feier am 1. und 2. October d. J. gegen Zahlung ein: facher Billets für die Hinreise nach Worms auf allen Linien der Hess. Ludwigsbahn freie Rückfahrt ver willigt. Indem wir von dieer Concession allen Beiheiligten auf diesem Wege Kenntulß geben und starke Benützung jener Fahrpreis⸗Ermäßigung erhoffen, bemerken wir, baß det

geschäftsführende Ausschuß für dieUnionsfeier auf Er⸗ fordern gerne überallhin die von der Bahnverwaltung

gewünschten Legitimationskarten versenden wird, 1

Rüdesheim. Der geschäftsführende Ausschuß des Central⸗Comiis's für das Natjonal⸗Denkmal war mi einigen Mitgliedern des Preisgerichtes zu einer gemein⸗ samen Besichtigung der verschiedenen als Standort für das Denkmal in Aussicht genommenen Anhöhen dahier an⸗ wesend. 0 dort über die eingegangenen Modelle ein Urtheil zu fällen. Nachdem diese Modelle auch in anderen Städten (worunter Wiesbaden oder Frankfurt) ausgestellt worden sind, wird das Central⸗Comite in einer Gene ralversamm⸗ lung über Modell und Standort entgiltig beschließen.

Ems. Die diesjährige Fremdenzabl hat die höchst bisher überhaupt hier erteichte Ziffer überschritten und beträgt bis jetzt über 17,200.

mitgemacht, der kürzlich von der Gesellschaft der 15

lichem Siechihum seinem in wenigen Tagen erfolgenden Ende entge jen; kaum, daß noch an elnem Tisch mit einigen uldengearbeitet wird. Der Kursaal, welcher seithel

a i N 5 von der Spielgesellschaft gepachtet war, wird nunmehr von Pariser Aerzte veröffentlichten Erklärung entgegen, der Regierung, deten Eigenihum er ill, selbst verwallel

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8 . 158 U 1

auf dem Paradeplatz wurde am verflossenen Montag um 10 Uhr durch den Großherzog

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Die Preisrichter begaben sich von hier nach Berlin,

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Das Spiel geht in kläg

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