Ausgabe 
1.2.1872
 
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1872.

Donnerstag den 1. Februar.

M 13.

Oberhessischer Anzeig

cr.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Iutelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstaß und Sam stag

Für die Monate Februar und März kann auf denOberbessischen Anzeiger bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.

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Betreffend: Porto für Dienstbriese.

Amtlicher Theil.

Friedberg am 29. Januar 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, die Kirchenvorstände und Schulvorstände. zog 9

Die Erledigung unserer Auflage vom 3. d. wenn dieselde binnen 8 Tagen nicht erfolgt, wir unterstellen,

verzichtet wird.

M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 2,

ap g.

Betreffend: Das zur Ausfübrung des Reichsgesetzes über den Unterstützungswohnsitz erlassene Gesetz vom

14. Juli 1871.

bringen wir in Erinnerung und fügen bei, daß, daß Porto für Dienstbriefe bei Ihnen nicht erwachsen ist, bezw. auf Ersatz

Friedberg am 23. Januar 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die sämmtlichen Kirchenvorstände des Kreises.

Wir fordern Sie zur berichtlichen Angabe auf, ob und welche Kapitalien Ihre resp. Localkirchenfonds besitzen, deren Erträgniß zu 9 9.

Armenunterstützung bestimmt sind.

Trapp.

Die Mittheilung der Gesammtsumme und des jährlichen Erträgnisses genügt.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Großherzogliche Regie rungsblatt Nr. 4 enthält:

1. Bekanntmachung Großberzoglichen Ministeriums 6s Großherzogl. Hauses und des Acußern, die bisherigen, scwischen dem Großherzogthum Hessen und dem Großher⸗ ogubum Baden bestandenen Vereinbarungen über Ge

Hastne vährung der Rechtobülse belteffend.

II. Uebersicht der im Jahr 1871 in den Irrenanstalten les Großherzogthums verpflegten Kranken. Die Gesammt umme der im Großherzoglichen Landeshospital aufge zommenen Pfleglinge betrug 238 Männer, 200 Frauen, ter Bestand der Pfleglinge am Schlusse des Jahres 03 Männer, 173 Frauen. In der Großherzoglichen Andes ⸗Itrenanstalt wurden verpflegt 144 Männer, 35 Frauen, am Schlusse des Jahres waren vorhanden 6 Mäuner, 117 Frauen.

III. Eriheilung eines Erfindungspatente. Seine König⸗ che Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: m 10. Januar dem Eduard Rau zu Brüssel auf dessen achsuchen ein Erfindungepatent für dle durch Zeichnung imd Beschreibung näher erläuterte Vorrichtung zur Be lauchtung von Manometern, Vacuummetern, Boussolen and ähnlichen Apparaten, unter dem ausdrücklichen Vor⸗ halte jedoch, daß durch das ertbeilte Patent Niemand der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Ibeile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzog ums zu ertheilen.

IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hohelt der Großherzog haben allergnädign geruht: am 10. Jan. dem Schullehrer an der 3. evangelischen Schule zu Odernheim, un Kreise Alzey, Johannes Sommer, die 2. evangelische Schule daselost zu übertragen, an demselben Tage n Steuerausseher Martin Jung zu Birkenau und den znanz⸗Aspiranlen Franz Anton Adelberger aus Lützel Licbelsbach, zu Zollaufsehern, am 13. Jan. den Hosstall⸗ lüknecht Johann Adam Amelung aus Ginsheim, Kreis Hroß⸗Getau, zum Hoskulscher zu ernennen.

V. Charaklerertheilung.

VI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die 3. evan glische Schulstelle zu Nidda, im Kreise Nidda, mit einem hrlichen Gehalte von 300 fl.; die 4. evang. Schulstelle u Nidda, im Kreise Nidda, mit einem jährlichen Gehalte % 300 fl.; die evang. Pfarrstelle zu Harxheim, im

Dikanase Mainz, mit einem Gehalte von 745 fl. 22 kr.

Mainz. Die hier zusammengetretene, von wa 900 Wein-Groß- und Kleinhändlern und Wirthen, aus allen Theilen des Groß herzogthums suchte Landesversammlung zur Berathung der Schritte behufs Abschaffung der Weinsteuer nahm aach lebhafter Debatte folgende Anträge einstimmig

:Die Versammlung erklärt die Aufhebung lier dermalen im Großherzogthum noch bestehenden

Seuer auf Trauben- Obstwein für eine immer

titerträglicher gewordene Last und beschließt gleich-

ig und baldthunlichst an das groß herzogliche

Finanzministerium und die zweite Ständekammer die Bitte zu richten: 1) Diese indirecten Steuern

aufzuheben und als solche vom Einnahme-Budget BattesFrance 2) Zur Erhaltung des Einnabme- sprochen bat, die Verdächtigung, als würde seitens

abzusetzen. postens während der nächsten Finanzperiode eine

Herrn Rampont, welcher sich ergibt, daß der Director des Pariser

geführte Correspondenz, aus seine Bereitwilligkeit ausge-

der deutschen Postverwaltung in Elsaß-Lothringen

directe Steuer in der Art einzuführen, daß jeder geflissentlich das Briefgeheimniß verletzt, zu wider⸗ seither von der Weinsteuer Betroffene entweder rufen.

auf Grund der amtlichen Register oder mittelst

Der bier anwesende russische General-

Selbsteinschätzung mit jenem Betrag zur Abgabe Postmeister verhandelt über den Abschluß eines

herangezogen werde, welcher der Durchschnitts summe seiner in den letzten drei Jahren entrich teten Steuerbeträge gleichkommt. Motive des der Kammer vorliegenden Antrages des Abg. George gleichen Betreffs anzunehmen und auszuführen und während des unter 2) be zeichneten Zeittaumes den gänzlichen Wegfall der Weinbesteuerung durch Einführung einer ratio nellen Einkommensteuer anzubahnen. Den Vor sitz führte Herr Louis Lauteren. Nach einem

neuen Postvertrages zwischen dem deutschen Reiche und Rußland. Es ist außerdem die Revision

3) Inhalt und anderer Postverträge in Aussicht genommen, so daß die internationalen postalischen Verbindungen sich in diesem Jahre noch verbessern werden.

Straßburg. Ueber die fünf Forts, welche einstweilen erbaut werden, erfährt derNiederrh. Kur., daß für die Höben bei Oberbausbergen und Niederhausbergen, sowie für die Ebene west

lich Wolfsisbeim drei große Forts bestimmt sind,

anderen ebenfalls einstimmig angenommenen An- zwei kleinere Forte werden gebaut östlich von trag constituirte sich die Versammlung als Verein Richstett und zwischen dem Eisenbahndamm und

mit Offenhaltung des Beitritts aller Interessenten[der Landstraße bei N festgesetzten Zeit von zwei Jahren

und dem zu dem ersten Antrag bezeichneten Zwecke

und ernennt ein Comite zur schleunigsten Aus⸗ führung ihrer Beschlüsse.

Berlin. DieKreuzzellung meldet: Bei

der Vorstellung der Räthe des Kultus ministeriums hielt der Cultus minister eine kurze Ansprache und äußerte, die Stellung des Cultusministers sei gegenwärtig mit besonderen Schwierigkeiten ver bunden, welche nur durch angelegentliche Beihülse berufener Mitarbeiter überwunden werden könnten. Er erwarte volles Vertrauen und rückhaltlose Unterstützung auch da, wo etwa ihre Grundsätze und Auffassungen mit den seinigen nicht in allen Punkten übereinstimmten.

Im Abgeordnetenhause erklärte bei der Berathung über den Etat u des Cultusministeriums der neue Minister Falk, daß die in der Thronrede angekündigten cultusministeriellen Vorlagen nicht erfolgen würden, innere und äußere Gründe ver binderten ihn daran, sie jetzt zu bringen. Von den bereits eingebrachten Vorlagen hält der Mi nister das Schulausfsichtsgesetz aufrecht. In Be treff der anderen Gesetze könne er sich im Augen- blick noch nicht äußern.

DieN. Allg. Ztg. verössentlicht eine jwischen dem General- Postdirector Stephan und dem General- Director der französischen Posten,

Um in der ertig zu sein, sind je 500 Arbeiter erforderlich. Für jedes Fort

werden etwa 120,000 Quadratmeter Sandstein

und 9,000,000 Ziegelsteine gebraucht. Die Kosten betragen aber Millionen Franken für ein Fort, so daß im Ganzen die erkleckliche Summe von 15 Millienen Franken in Umlavf kommt.

Ausland.

Frankreich. Paris. Die Armee wird

zukünftig in 16 von einander vollständig unab- hängige Armeecorps eingetheilt werden. Die Commando's dieser Corps kommen nach folgenden Städten, Versailles, St. Denis, Amiens, Chalons, Difon, Lyon, Marseille, Narbonne, Bordeaux, Clermont-Ferrand, Nevers, Poitiers, Rennes, Tours, Rouen, Algier. Die Comites zur Verxanstaltung einer Subscription für die Befreiung des französischen Gebiets von der Occupation mehren sich. Das Unternehmen findet auch im Auslande lebhafte Zustimmung. Man verspricht sich große Resul- tate.

DieGazette de France theilt mit, daß der Graf v. Chambord nach einem mehr in der Nähe Frankreichs gelegenen Ort überstedeln wird. Die Blätter veröffentlichen ein Schreiben Louis