Ausgabe 
21.9.1872
 
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1872. Samstag den 21. September. N 111.

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Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblalt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

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le beginnt ein neues Abonnement auf denOberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich Am dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestell⸗ derbi ö geld 47 kr. Bei der Verlags⸗Expedition kostet das Blatt für das kommende Quartal u u mn 1 8 ctober 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten, ihre Bestellungen bei den Poststellen oder N* 1. Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Die Expedition. I

Amtlicher Theil.

en Nach verzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden:

. dete Nr. 29. Nr. 879. Allerböchster Erlaß, betr. die Kaiser⸗Wilhelm⸗ Stiftung für die Angehörigen der deutschen Reichspostverwaltung. Vom 29. August 1872. *. Nr. 880. Bekanntmachung, betr. die Bezeichnung der Hauptzollämter in Lübeck und Bremen.

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rogge 3. Quartal d. J. bis zum 5. k. M. in Erinnerung. Tor a p p.

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mein,., ee rer eee Friedberg an 19. Stbiewbet 1872

15 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. cereteg da Wir ermächtigen Sie, die überwiesenen Strafdritttheile von Anzeigen der angestellten Feldschützen und auf den Feldschutz verpflichteten enaßt, 1g. Ehrenschützen vom Jahr 1871, insoweit es noch nicht geschehen ist, zur Auszahlung an diejenigen Feldschützen und auf den Feldschutz noch 2 besonders verpflichteten Personen, die sich durch ihre Thätigkeit bei Entdeckung oder Verhütung von Feldfreveln und gewissenhafte Dienst⸗ 1 führung einer Anerkennung würdig gemacht haben, anzuweisen und dafür zu sorgen, daß die Zahlung baldigst erfolgt. 4

Betreffend: Die Liquidation der Vergütung für verabreichte Fourage an Truppen auf dem Marsche.

Friedberg am 18. September 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 8 von diesem Jahre bringen wir die Einsendung der zu liquidirenden Beträge vom

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Übrecht Deutsches Reich. Vieles ist zu thun, Vieles muß sich ändern. Es Fürst Bismarck ist nach Varzin abgereist. st n Darmstadt. DieDarmst. Ztg. meldet muß mehr Licht und mehr Luft geschafft werden. DerReichsanzeiger bestätigt den Erlaß 0 il unterm 17. Sept.: Dem Vernehmen nach haben Es freue ihn, von dem Bürgermeister einer so be- des Kaisers vom 4. d. wonach die Aenderungen 1 70 die Vorstände der verschiedenen Ministerien eine deutenden Stadt des Landes die Wahrheit und in der Organisation der Artillerie und die Ver⸗ ertiger Besprechung abgehalten, um sich über die Stellung das unverkennbare Zeichen eines offenen Vertrauens ringerung der Linien Infanterie und der Jäger- ertiger der dermaligen Regierung zu dem den Ständen vernommen zu haben, mit dem der neuen Regie- bataillone um je acht Mann behufs der Einhaltung vorgelegten Entwurf eines Wahlgesetzes schlüssig rung, wie er aus der Zustimmung der aus allen der Friedenspräsenzstérke nunmehr am 1. Nov.

zu machen. Ueber das Ergebniß dieser Besprechung rerlautet noch nichts, doch dürfte die Entschließung

der Regierung nicht lange auf sich warten lassen.

Dem Provinzial Director der Provinzial- Direction Starkenburg und Kreisrath des Kreises Darmstadt, Dr. Theodor Goldmann, wurde der Character als Geheimerath verliehen.

In aller Kürze wird eine Vorlage der

Regierung wegen Erhöhung der Gehalte der Kreisveterinär- Aerzte auf 500 fl., sowie deren Pferdefouragen von 200 fl. auf 350 fl. an die Rammer gelangen.

Mainz. Ueber das gelegentlich der General Versammlung der landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums stattgehabte Fest essen berichtet dasFr. J.: Nach den von den Vorsitzenden der Generalversammlung Dr. Gold-

mann(Darmstadt) auf den Großherzog, des Hrn.

v. Rabenau auf die Stadt Mainz ausgebrachten Trinksprüchen antwortete Bürgermeister Wallau mit einem Trinkspruch auf die Regierung, in welchem die Erwartungen des Landes angedeutet waren. Hierauf erhob sich der in Begleitung des

Ministertalraths v. Starck kurz vorher eingetroffene

Ministerpräsident Hofmann. Er betonte vor Allem, daß es leider möglich gewesen sei, Mißverständnisse zwischen einem wohlwollenden Fürsten und dessen Land einzuschieben; das Wohl des Letzteren sei

Theilen des Landes versammelten und für dessen Stimmung maßgebenden Persönlichkeiten entnehmen zu dürfen glaube, das Land entgegenkomme. Er wisse, welchen bedeutenden Schwierigkeiten die neue Regierung entgegengehe, aber, getragen von dem Vertrauen des Volkes und im innigen Anschluß des regenerirten Staates an das große Deutsch land, in Einigkeit mit Fürst, Volk und Kaiser,

hoffe er auf eine glückliche Lösung der Schwierig⸗

keiten und auf eine gedeihliche Zukunft. Die Worte des Ministers wurden mit Jubel auf genommen.

Der Prozeß, welchen die hiesige Stadt- gemeinde gegen die geistliche Behörde führte, indem sie die sämmtlichen hiesigen Kirchen für städtisches Eigenthum erklärt wissen wollte, ist dieser Tage vom hiesigen Obergerichte zu Gunsten der geistlichen Behörde entschieden und die Stadt- gemeinde mit ihrem Antrage abgewiesen worden. So wird demRheinischen Volksboten von hier geschrieben.

Berlin. DieProvinzial Correspondenz meldet, daß die Reise des Kaisers nach Baden- Baden behufs Erledigung mannigfacher Regie- rungsgeschäste einige Tage hinausgeschoben worden ist und nicht vor nächster Woche erfolgen dürfte. DieProvinzial Correspondenz bestätigt, daß Fürst Bismarck in den nächslen Tagen wieder

provisorisch zur Ausführung gelangen sollen.

L Vom 1. November d. J. ab werden Post-Freimarken zu ͤ Groschen für die in der Thalerwährung rechnenden Gebietstheile und Post⸗ Freimarken zu 9 Kreuzern für die in der süd⸗ deutschen Guldenwährung rechnenden Gebietstheile eingeführt. Diese Marken werden auf weißem Papier in braunem Druck hergestellt.

Das Reichsmünzgesetz wird wahrscheinlich schon dem nächsten Reichstage vorgelegt werden. Wenigstens theilt dieH. B. Halle mit, es sei diese Wahrscheinlichkeit in einem Schreiben des Reichskanzleramtes bezüglich der Hamburger Bank⸗ valuta ausgesprochen.

Köln. Von hervorragenden Gästen, welche zum Congreß der Altkatholiken bereits hier ein- trafen, sind nach einem Telegramm derA. Z. zu nennen: Der Bischof von Lincoln mit seinem Caplan Lord Ch. Hervey, Oberst Kirejeff, Adju⸗ tant des Großfürsten Constantin und Seecretär der Gesellschaft der Freunde geistlicher Aufklärung, und Janyschess, Rector der Akademie aus Peters burg, Rev. Chauncy Langdon aus Florenz, der Bischof von Maryland(Amerika) nebst seinem Caplan Dr. Hobart und seinem Seeretär Dr. Rose wurden am 17., der Erzbischof von Utrecht und der Bischof von Ely am 18. d. bier erwartet. Die deutschen Führer der Bewegung, Döllinger,

n dets det höchste Wunsch des Großherzogs und nach Varzin geht und vorauesichtlich noch mehrere Huber, Friedrich, Maaßen, Michelis, Reinkens immer ein Gegenstand seiner steten Sorg. Daß Monate abwesend bleibt. und v. Schulte, versammeln sich zunächst in Bonn. dba ich dennoch, wie nicht zu verkennen sei, eine bittere Der Staatssecretär im auswärtigen Amte, Fulda. Sämmtliche Bischöfe haben am 18. d. I Stimmung des Landes bemächtigt habe, sei Ver- v. Thile, hat seine Entlassung nachgesucht. im Dome unter großem Volksandrange die Messe

mmer begraben seien.

zältnessen zuzumessen, welche, wie er hoffe, für meEs hat sich(fuhr der Minister fort) viel Schutt in Hessen aufgethürmt;

DieKreuzzeitung hört, daß der Reichs- tag, wenn es irgend angehe, schon zum Januar einberufen werden wird.

celebrirt. Anwesend sind: die Erzbischöfe von Köln, München und Bamberg, der Weihbischof von Freiburg, der Fürstbischof von Breslau, die Bischöfe