Ausgabe 
29.6.1871
 
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An Magenkrampf, Verdau-

der Internationale, deren Sitz in London ist, sind jetzt von allen größeren Staaten Erhebungen und Untersuchungen angestellt worden, welche be reits zu den überraschendsten Resultaten über die weitverzweigte Ausbreitung, welche diese socialistische Verbindung bereits erreicht hat, geführt haben. Die Ermittelungen werden in Folge dessen jetzt mit noch größerem Eifer und nach gemeinsamem Princip fortgesetzt. Für das deutsche Reich ist die Leitung dieser Untersuchungen und Forschungen einem unserer gewiegtesten Criminalisten übertragen worden.

Stettin. Der Katser und der Kronprinz trafen hier ein und ließen sich die am Sonnabend zrrückgekehrten Truppen vorstellen. Der Kaiser hielt an die 9. Compagnie des 2. Regiments, welche von dem Eisendahnunglück bei Leipzig be⸗ troffen wurde, eine Ansprache und kehrte alsdann mit dem Kronprinzen sogleich nach Berlin zurück.

Ems. Die Kaiserin von Rußland ist mit der Großfürstin Marie und den Großfürsten Ser gius und Paul nach Bad Petersthal abgereist.

Mülhausen. Folgende Bekanntmachung liest man in derNeuen Mülh. Ztg.:An die Herren Maires, Polizei⸗Commissarien, Gendarmen und Polizei-Sergeanten des Kreises. An Bahn höfen und anderen Verkehrsstellen hört man noch vielfach von Kinderschaaren in demonstrativer Weise die Rufe:Vive la France, à bas la Prusse, und dergleichen. Aus Veranlassung mehrerer Nachfragen bemerke ich Ihnen, daß solche harm lose Vorgänge natürlich, so weit nicht eine thatsächliche Belästigung des Publikums damit ver bunden ist polizeilich nicht zu beachten sind. Sollten hier und da einige Erwachsene in den Haufen sein, so lassen Sie dieselben ruhig mit den Kindern schreien, Mülhausen, 17. Juni 1871. Der Kreis Director: Dr. Schulze.

Ausland.

Desterreich Wien. Es wird unterrich⸗ teterseits bestätigt, daß Hohenlohe dem Cardinal Antonelli in Rom in längerer Unterredung die Absichten des Kaisers auseinandersetzte und erklärte, es könne von einer Intervention Oesterreichs keine Rede sein; eben so wenig könne von Gesetzen, die behufs Feststellung der Beziebungen zur Kirche geschaffen seien, abgewichen werden.

Frankreich. Paris, 26. Juni. Die Privattelegraphie ist vollständig wiederhergestellt. Das Haus Rothschild zeigt an, daß es mit

creditanstalt betraut ist. Baron Emil Erlanger wird in der Finanzwelt als der zukünftige deutsche Generalconsul bezeichnet.

Das republikanische Centralcomite der Tur bigostraße hat seine Doe aufgestellt. Gambetta steht an der Spitze derse en; er hat die Candidatur angenommen.

Es heißt jetzt, daß die Kriegsgerichte von Versailles ihre Verhandlungen erst nach den Wahlen eröffnen werden. Rochefort ist mit Rück sicht auf seine angegriffene Gesundheit nach dem Hospital von Versailles gebracht worden.

Versailles. Der Präsident der National versammlung theilt mit, daß die Revue abbestellt sei, weil der Regen den Boden aufgeweicht und unprakticabel gemacht habe.

Spanien. Madrid, 24. Juni, Abends. Da die Minister auf der Absicht, ibre Demission zu geben, bestehen, ist der Marschall Serano um 8 Uhr zum Könige berusen worden. Man glaubt, er werde ein neues Cabinet bilden.

Frankfurt. Mehrere junge Leute, welche sich am Samstag Abend angeblich zu einer Feldbergpartie zusam⸗ menfinden wollten und von welcher der eine mit einem doppelläufigen Lefeaucheux⸗Terzerol bewaffnet war, verließen, nachdem die Partie nicht zu Siande gekommen, um 11 Uhr das Casé Neuf, um sich nach Hause zu begeben. Der Besitzer des Terzerols, ein 19 jähriger Commis, welcher dasselbe am Abende mit 2 scharfen Patronen geladen hatte, war auf dem Gange nach der Straße bemüht, dieselben herauszunehmen, was ihm bei der einen leicht gelang, während sich die andere festgesteckt hatte. Er brachte die Läufe wieder in ihre richtige Lage, glaubte den Hahn des geladenen Laufes in Ruhe gesetzt zu haben und drückte den anderen los. Er hafte aber die Läufe verwechselt, die Waffe entlud sich und traf die Kugel den vor ihm ste gen⸗ den und ihm zusebenden Freund so unglücklich, daß der bedauernswerthe noch nicht 18 Jahre alte junge Mann in wenigen Minuten sein Leben in den Armen Votüberge hender ausgehaucht hatte. Der junge Mann, der auf so unglückliche Weise den Tod gefunden, halte ecst vor wenigen Tagen das Examen als Einjähriger ge macht und ist aus Wiesbaden.

Coblenz. Die Ninderpest, welche vor einigen Mo- naten in den an beiden Ufern des Rheines gelegenen Ortschaften unseres Regierungsbezirks sehr bedeutende Verluste gebracht und ganz verschwunden war, ist jetzt abermals, durch oberländisches Vieb eingeschleppt in dem benachbarten Niedermendig ausgebrochen. Die Zahl des sofort getödteten Viehes ist sehr groß, und wurde die Sperre für die umliegenden Kreise sofort angeordnet.

Aus der Schweiz. Nach neuesten Mittheilungen ist die Inbetriebsetzung der Mont⸗Cenis-Bahn, die für den Monat August projectirt war, schon aus dem Grunde

zwe erstickten und einer kaum mit dem Leben davon kam. Zudem sieigert sich bie Hitze anf eine für die Passirenden kaum zu ertragende Höhe, da die Eigenwärme des Tun⸗ nels schon 82 Grab C beträgt. Man sucht nun durch Bensilation und Anschaffung von rauchverzehrenben Loeo⸗ motiven nach Möglichkeit, nachzuhelfen.

Der Wetteraner Zweigverein der Gustav-

Adolf- Stiftung beabsichtigt, Sonntag den 9. Juli Nachmittags 2 Uhr in der Gemeinde Reichelsheim sein Jahresfest zu feiern. Herr Decan Strack von Großen-Buseck wird die Fesipredigt halten. Alle Freunde des Vereins werden zur Theilnahme an diesem Feste freundlichst eingeladen.

Der Vorstand.

Anregung.

Der(boffentlich nur momentane) Verlust unserer Garnison stellt an jeden um das Wohl der Stadt befümmerten Bürger die Frage: Auf welche Weise kann das geschästliche Friedberg ge⸗ hoben und das Leben und Treiben gleich anderen blühenden Städten vermehrt werden? Durch Fabriken läßt sich dies herbeiführen und wenn Einzelne solche nicht anlegen, so vereinige man sich und errichte solche auf Actien. So gut wie andere Städte Verkehr und Wohlfahrt durch Fabriken erhielten, ebenso gut kann es auch Fried- berg, und Einsender dieses hatte die Freude schon einiges Angeregte sich verwirklichen zu sehen gibt sich auch jetzt der Hoffnung bin daß die Unternehmenden Friedbergs sich dahin vereinigen, Fabriken vorerst in Verbrauchsartikeln, als Cigarren und Tabak, Korbflechterei, Seifenfabrik ꝛc. zu errichten. S.

Erfrischung der durchpassirenden Truppen. ö 26. Liste

der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend.

An Geld. Kirchenopfer von Münzenberg durch Herrn Pfarrer Kleederger 28 fl. 8 kr., von Herrn Baron A. von Harnier in Echzell 5 fl., Büchsengeld 9 kr., zu⸗ sammen 33 fl. 17 kr., wofür wir den freundlichen Gebern unsern besten Dank sagen. Das Comits.

Kaffeeküche an der Bahn.

Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an die Kaffee-

nicht zu erwarten, als in dem 1% deutsche Meilen langen küche zu machen haben, wollen die Rechnungen an Herrn

Tunnel die Rauqhmassen in solcher Weise sich anhäufen,

der Auszahlung der Rente der preußischen Boden

daß bet dem ersten Durchfuhrversuch von drei Maschinisten

J. Koob innerhalb 3 Tagen abgeben. G. Schwarz, Schriftführer.

ener g 1609 Frettag den 30. Juni l. J., Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in den Freiherrlich von Ritter'schen Waldungen zu Hof passelheck versteigert werden:

4 Stecken Elchen- Scheitholz, 7 Prügelbolz, Wellen Reiserholz, 4 Laß Allerleiholz, Stück geschälte Eichen Stangen zu Baum⸗ ftützen ze. geeignet, 2 Zoll Durchmesser und 20-25 Fuß lang.

Die Zusammenkunfi ist Ufinger Straße.

Friedberg den 22. Zuni 1871.

In Auftrag der Frelderrlich von Ritter'schen Gutsver waltung zu Rüdesheim. Send

Bekanntmachung. 1662 Montag den 3. Jult l. J., Vormittags 11 Uhr,

Schaͤlholz,

im Lohschlag nächst der

Herstellung der Usa am Mühlgraben auf der Kuhweide zu Fauerbach erforderliche Steinlieferung zu Rollpflaster, 6,5 Klafter, veranschlagt zu 273 fl., Grundarbelt mit An⸗ fertigung des Rollpflasters, veranschlagt zu 107 fl. 48 kr., öffentllch an den Wenignehmenden versteigert. Voran⸗ schlaag und Bedingungungen liegen guf Großherzoglicher Bürgermeisteret Fauerbach b. F. zur Einsicht offen. Fauerbach b. F. den 24. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. F. e ebenen

ungsschwäche etc. etc. Leidenden

585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Pr. med. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedhion d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu bezlehen durch den Apotheker Doeels in Parpstedt b. Bremen(wohin derselbe einen Wohnfitz von Barnstorf verlegt hat),

7 1 Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1668 Künftigen Montag den 3. Zult, Morgens 9 Uhr, auf dem Schlagweg, am Weldenseeeck und Albacher Wald arfangend, sollen nochmals versteigert werden; 151 flarke Eichen⸗Bauholz⸗Stämme von 6065 Cubilkf. 1 5 eee 3118167Stangen von 4102 Cubekfuß. Alsdann wird Dienstag den 4., des Morgens um 9 Uhr hierselbst anfangend, folgendes Brennholz versteigert: 9 Stecken Buchen Scheitholz, wobei auch Hain⸗ buchen Kammholz, 144 Stecken Eichen⸗, Tannen u. Aspen⸗Prügel. holz, wobei auch 10füßiges Eichenholz, 85½ Stecken Eichen- und Tannen⸗Stockholz,

5300 Wellen Elchen⸗Reisholz, 2122⁵ Tannen Forstreiser, meiffens zu Bohnenstangen geeignet und 450 Wellen Weichbolz.

Lich am 27. Juni 1871. zürstliche Oberförsteret Lich. Eigenbrodt.

Arbeits ⸗Versteigerung. 1603 Freitag den 30. Junt, Vormittags 9 Uhr, sollen zu Ober Wöllsftadt zur Herstellung des Stegs Über die Roßbach bei der Hatnmüble folgende Arbeiten ver⸗ steigert werden: fl. kr.

1) Zimmerarbeit, It. Kostenüberschlag 40 30 2) Weißbindetarbeit I 3) Schlossetarbeit 3 36

Friedberg den 24. Juni 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider.

undemist

2673 kauft in der Glacéleder- Gerberei

[Arbeits ⸗Versteigerung.

1664 Montag den 3. Juli, Nachmittags 3 Uhr, werden in Dorn-Assenheim die zur Herfsellung der Pfarr⸗ wohnung erforderlichen Arbeiten bei Gaftwirth Klein an die Wenigffnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Schreinerarbeit, it. Kostenüberschlag 150 fl. 55 kr. 2) Weißbinderardeit F 3). Glaserarbeit 30-7 24 4) Pflofterardelt mit Materiallieferung 30 Friedberg den 24. Juni 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider.

1665 Nach der vorflehenden Versteigerung wird zur Erbauung eines Kanals im Meerried an die Wenigst⸗

nebmenden in Accord gegeben: fl. kr. 1) Maurerarbeit, it Kostenüberschlag 11 44 2) Brechen, Fahren und Aufsetzen von 6 50 Kbm. Mauersteinen 20 48 3) Graben, Fahren und Messen von 1,75 Kbm. Sand 3 51 4) Lieferung von grauem Kalk= 0,75 Kbm. 6

5) Lieferung von dartgebrannten Russensteinen, 350 Stück 5 15 Friedberg den 24. Juni 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider

Lehrlingsgesuch.

1473 Ein mit tüchtigen Schulkennintssen versehener lunger Mensch aus guter Familie kann in eine blesige Handlung als Lehrling eintreten. Näberes bei der Expedision d. Bl.

Berichtigung. In dem Inserate Nr. 1615, Oberhestscher Anzeiger

Nr. 73, von Jacob Stengel II. in Ober⸗Ros dach ist ein Druckfehler unterlaufen, indem es dort erbeden

Fritz Müller, Weißgerber.

statt erhoben heißen sollte.

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