Be
Am 6., 7., 10. und 11. Juli Vormittags 9 Uhr gelangen nach
folgende größtentheils aus dem Ausland remonti der Großherzoglich hessischen(25.) Division zur Am 6. Juli.
Zu Darmstadt: 100 Pferde des 2. Reiter⸗Regiments, der Feldartillerie
und Train- Abtheilung. Zu Wörrstadt: 100 Zugpferde der Feldartille Am 7. Juli.
Zu Babenhausen: 100 Pferde des 1. Reiter Regiments und der
Feldartillerie.
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ma ch u Zu Wöerstadt: 100 Pferde der Feldartillerie.
rte Zug- und Reitpferde
Zu Nieder- Wöllst Versteigerung:
rie.
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adt: 115 Pferde der Feldartillerie. Am 10. Juli.
Zu Heppenheim: 90 Pferde der Feldartillerie. Zu Mainz: 100 Pferde der Feldartillerie. Zu Butzbach: 115 Pferde des 1. Reiter Regiments und der Feldartillerie.
Am 11. Juli.
Zu Mainz: 100 Pferde des 2. Reiter⸗Regts. und der Train-⸗Abtheilung. Darmstadt den 4. Juli 1871. Die Großherzoglich Hessische(25.) Diviston.
Deutsches Reich. Darmstadt, 6. Juli. 2. Kammer.
Motivirt wird dieser Antrag damit, daß sich noch machtigte Frankreichs bei den hiesigen sg. Friedens⸗
Die weit über 100,000 fl. alte Grundrenten Scheine
Regierung legt einen Creditentwurf, Unterstützung in Umlauf befinden, welche zum überwiegend
der Stadt Lich wegen Entschädigung der von ihr für Garnisonszwecke verausgabten Gelder, betreffend, vor. Hallwachs und Fink beantragen mit Rück— sicht auf die ungeheuere Mehreinnahme(auf den hessischen Antbeil nahezu 300,000 fl.) der Main- Neckar Bahn in dem Kriegsjahr 1870/71 Ver⸗ willigung einer entsprechenden Summe für Er— richtung von Dienstwohnungen für die Unterbe— diensteten und ständigen Arbeiter der Main-Neckar⸗ Bahn. Zunächst beschäftigte sich die Kammer mit der Berathung, über den Antrag des Abgeord— neten Wernher wegen Creditbewilligung für die Pferdebesitzer, welche durch Leistung von Kriegs- fuhren Verluste erlitten haben, bei den Verstei— gerungen der Militär- Pferde. Fast allgemein wurde anerkannt, daß es der Billigkeit entspreche, daß der Staat wenigstene vorlagsweise die betr. Entschädigungen auszahle. Das Resultat der Verhandlung ist ein desfallsiger Beschluß, während der Wernher'sche Antrag für erledigt erklärt wurde. — Es folgte hierauf die Berathung der Militér- convention.
— Die 2. Kammer hat heute mit 39 gegen 10 Stimmen die Militärconvention angenommen. In der der Abstimmung vorhergegangenen Debatte erklärte Minister o. Lindelof, aus der Opferwillig⸗ keit und der nationalen Begeisterung aller Stände sei das neue deutsche Reich entstanden und zu einer europäischen Macht geworden; sein wohl— organisirtes Heer sei die beste Bürgschaft für den Frieden. Die Regierung habe die Pflicht gefühlt, auch ihr Theil zur Centralisation desselben beizu— tragen und habe auf einzelne Vorrechte verzichtet. v. Gagern erklärte, er sei Föderalist, allein bei der Stimmung, welche im Augenblicke in Frank- reich herrsche und die über kurz oder lang einen neuen Krieg befürchten lasse, halte er es nicht für passend, an den festen Einrichtungen des Reichs zu rütteln. Nur die Vertreter des adligen Grund- besitzes und die Al geordneten Curtman und Dumont haben gegen die Convention gesptochen.
Darmstadt. Nach den Mittheilungen der groß herzoglich hessischen Centralstelle für Landes- statistik ist seit dem Jahre 1869 eine erhebliche Verminderung des Viehstandes des Großherzog- thums nach Stückzahl und Capitalwerth einge- treten. Der Capitalwerth des Viehstandes re- präsentirt eine Summe von 30,888,555 fl. Im Vergleich zu 1869 ist derselbe, obgleich die Preise im Allgemeinen gestiegen, um 3,218,274 fl. zu⸗ rückgegangen. Hauptsächlich sind es die Pferde, welche eine bemerkenswerthe Verminderung erlitten. Ende 1869 zählte man im Großherzogthum 43,745 und am 3. December 1870 39,596 Pferde; es ergibt sich daher eine Verminderung um 4149 Stück. Durch die Mobilmachung allein wurden dem Lande 3000 Pferde entzogen. Da der ganze December des Jahres 1870 und die zwei Kriegs- monate des Jahres 1871 hierbei außer Betracht kommen, und da, einem auch auf wirthschaftlichem Gebiete anwendbaren physikalischen Grundsatze zu- folge, das Maximum der Wirkung später als das Maximum der Kraft eintritt, so därfte das Jahr 1871 noch ungünstigere Resultate ergeben.
— Der Abg., Warsack hat den Antrag ge⸗ stellt: Gr. Regierung zu ersuchen, die Verfügung zu erlassen, daß die Gr. Staatskassen die Grund- renten Scheine, in einem Zeitraum von mindestent drei Monaten, nochmals an Zahlungsstatt anzu- nehmen oder gegen Baar auszuwechseln haben.
größten Theile unbemittelten Leuten gehören, und
daß es daher ein Gebot der Billigkeit sei, daß nochmals ein Termin gesetzt werde, worin dieselben in den Staatskassen des Großherzogthums ange- nommen werden müssen.
— Der Kaiser von Rußland kam am 5. d. dahier an und setzte nach einem einstündigen Auf⸗ enthalt seine Reise nach Petersthal fort, wo sich die Kaiserin im Bade befindet.
— Durch Cabinetsordre ist die vielbesprochene „Bartordnung“ aufgehoben.— Oberzollinspecror Müller wurde zum Obersteuerrath ernannt.
Offenbach. Hofgerichtsadvokat L. Strecker hier, der Führer des hiesigen verdienstvollen Turner— Sanitätscorps im französischen Kriege, hat von dem König von Sachsen„für die in diesem Feld- zuge geleisteten ausgezeichneten Dienste“ das Ritter— kreuz des Albrechtsordens mit Kriegsdecoration er halten, welch' letztere Beigabe als eine ganz besondere Auszeichnung angesehen wird.
Berlin. Der„Reichsanz.“ veröffentlicht einen Erlaß, wonach Gesetze und Verordnungen für Elsaß Lothringen verbindliche Kraft erhalten durch Verkündigung in dem„Gesetzblatt für Elsaß Lothringen“, welches vom Reichskanzleramte heraus- gegeben wird.
— Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, betreffend den Diensteid der unmittelbaren Reichsbeamten; ferner eine Be— kanntmachung betreffend die Ergänzung der Vor— schriften zur Ausführung des Prämiengesetzes.
— Der„Provinzial-Correspondenz“ zufolge wird der Kaiser, nachdem das rheumatische Uebel im Wesentlichen gehoben ist, nunmehr in den nächsten Tagen die Badereise antreten können.
— Wie bereits in den Kriegen von 1864 und 1866, waren auch in dem letzten deutsch⸗ französischen Kriege sämmtliche höhere Truppen⸗ Befehlshaber verpflichtet, über die Vorkommnisse resp. Actionen der ihnen unterstellten Truppentheile specielle Tagebücher zu führen. Dieselben sind nunmehr veranlaßt worden, dieses interessante Matierial mit den Original⸗Kriegs-Acten direct an den großen Generalstab der Armee einzusenden. — Die Prüfungen, behufs Einführung einer ein- heitlichen Handfeuerwaffe für die deutsche Armee werden, der„C. S.“ zufolge, eifrig fortgesetzt. Vornehmlich und vor Allem wird die Frage er⸗ wogen, ob die Einführung der Mitrailleuse als Feldgeschütz bei uns wünschenswerth ist? Die Majoxrität unserer militärischen Fachmänner spricht sich gegen diese Einführung als Feldgeschütz aus, erkennt aber die Vortheile der Mitrailleuse als Flankengeschütz und in den Laufgräben vor und in der Festung an.
— Der Wiederzusammentritt des Reichstages ist Seitens des Reichskanzlers, wie hiesige Blätter melden, nunmehr definitiv für die erste Hälfte des Monats October in Aussicht genommen. Von den Gegenständen, welche dem Reichstage zur Berathung vorgelegt werden sollen und deren Er— ledigung unbedingt erforderlich ist, werden außer dem Budget noch genannt die Gesetze über die Bundes beamten, über das Münzwesen und über die Peesse; ferner noch eine Anzahl kleinerer Ge— setze, welche auf die Vertheilung der Kriegskosten⸗ Entschädigung auf die einzelnen Staaten, sowie auf andere hiermit in Beziehung stehende Gegen- stände sich beziehen.
conferenzen, noch nicht von Paris zurückgekehrt, haben dennoch schon in voriger Woche einige Sitzungen stattgefunden. Die Bevollmächtigten des deutschen Reichs sind durch den Ministerial- rath v. Weber(Bayern) vermehrt worden. Ueber die Dauer der Conferenzen läßt sich kein be⸗ stimmter Termin angeben. 15
— In Folge der mehrfachen Betriebsunfälle,
die in der neuesten Zeit bei dem Truppentrans- porte auf Eisenbahnen vorgekommen sind, hat der Handelsminister die Eisenbahndirectionen darauf hing wiesen, daß die Eisenbahnfahrzüge überall, wo sie sich eine längere Zeit aufhalten, besonders auf den Uebergangestationen, der sorgfältigsten Prüfung zu unterwerfen und alle Wagen, welche irgend ein Bedenken erregen, auszuschließen seien. Die Stationsvorstände werden persönlich verant— wortlich gemacht für die gewissenhafte Ausführung dieser Anordnung. — Die Familie Güterbock hat, wie die„Tri- büne“ vernimmt, 50,000 Thlr. der Verwendung für patriotische Zwecke gewidmet, um sich für die Begnadigung des Mitinhabers der Firma, Herrn Gustao Güterbock, dankbar zu erweisen.
— Wie der„Karlsr. Ztg.“ aus Berlin ge⸗ scheieben wird, sollen in Elsaß⸗Lothringen einß⸗ weilen diejenigen militärischen Gesetze und Ver⸗ ordnungen, die, abgesehen von der Dienstpflicht, überall im Reiche Geltung haben, wie die Gesetze über Quartierleistung, Kriegsleistung und Ver gütung derselben, Flurbeschädigung 1c. in Bälde zur Einführung gelangen. Auch die deutsche Zollgesetzgebung soll, wie verlautet, demnächst eine geführt werden. 5
— Die„Danz. Ztg.“ will wissen, daß schon vor einiger Zeit sich die französische Regierung bei der unsrigen um den Rückkauf ihres in unserem Besitz befindlichen Kriegsmaterials beworben habe, ohne in dieser Beziehung ein Entgegenkommen zu finden. Abschlägig beschieden, sucht sie nun auf Umwegen ihr Ziel zu erreichen: französische Agenten, die hieher geschickt werden, wenden sich an Mittels personen, welche für die Auftraggeber den Kauf, besonders der Chassepot⸗Gewehre, bewirken sollen. Begreiflicherweise erreichen sie ihren Zweck nicht; zur Erleichterung des Geschäftsganges aber sind, da sich solche Anträge zu häufig wiederholen, im Kriegsministerium schon gedruckte Formulare mit der abschlägigen Antwort bereit.
Karlsruhe, 5. Juli. Kaiser Alexander von Rußland wurde heute Nachmittags 4 Uhr in Baden-Baden erwartet, wo für denselben und sein zahlreiches Gefolge der größte Theil des„Eng- lischen Hofes“ auf drei Tage gemiethet ist. Der Kaiser begibt sich von Baden zur Kaiserin nach Bad Petersthal, während das Gefolge zumeist in Baden zurückbleibt.
Ausland.
Oester reich. Dem Vernehmen nach hat Frankreich in Wien bereits sondiren lassen, inwie⸗ fern eine theilweise Aenderung der Zollsätze des österreichisch⸗französischen Handelsvertcages diesseits auf ein Entgegenkommen werde rechnen dürfen. Es soll von hier sofort entgegnet worden sein, daß Oesterreich jede Detail- Aenderung, welche eine Rückkehr zu den Grundsätzen des Schutzzolls in sich schließe, entschieden ablehnen müsse. Frankreich. Paris. Das definitive Re- sultat der Pariser Wahl liegt nun vor, danach erhielten: Wolowski 143,700, André 130,900,
— Obgleich Herr le Clerc, der eine Bevoll—
Pernolet 127,800, Louvet 124,700, Morin
welch! Mitte empffe⸗ den keine Kriegs und boten office über Aufre Schr cussson Gemüt drückt auf de zu sehe


