Ausgabe 
8.7.1871
 
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117,000, Pressensé 116,200, Corbon 115,200, Dietz Monnin 115,000,

später von Deutschland eine Gesetzesvorlage ge⸗

Gambetta 1 14,800, wünscht, weiche die Frage enkscheiden solle. Die

Denormandie 113,300, Cissey 109,000, Ploeuc in dieser Beziehung in Frankfurt gethanenen Schritte

108,200, Scheurer- Kästner 107,000, Laboul vpe 106,000, Pichat 99,000, Sebert 96,400, Drouin 94,200, Bonvalet 93,000 Stimmen. Die aus den Provinzen eingelaufenen Meldungen über den Ausfall der Wablen ergaben, daß sämmtliche Gewählte der gemäßigt republikanischen oder radicalen Partei angehören. Nur etwa zehn der Gewählten gehören der conservativ-liberalen Richtung an. Die legitimistischen Organe geben zu, daß die Wahlen überwiegend republikanisch ausgefallen sind. Die republikanischen Journale führen aus, daß die Republik jetzt vollständig ge sichert sei. Andere glauben, daß in Folge der Pariser Wahlen die Regierung wie die National- versammlung sich entschließen würden, ihren Sitz nunmehr hierher zu verlegen.

DasJournal officiel schreibt: Eine An zabl verabschiedeter französischer Offiziere und Soldaten suchte bei der österreichischen Botschaft um Aufnahme in den österreichischen Kriegsdienst nach. Fürst Metternich erklärte aus diesem An- lasse dem Minister des Aus wättigen, daß es nicht

in der Absicht der österreichischen Regierung liege, und daß die dem Curse nach Odessa die Dardanellen passire.

in Frankreich Soldaten anzuwerben, hierüber verbreiteten Gerüchte grundlos seien. 5 Vulz.

107,500, Krantz blieben bis jetzt ohne Resultat. Lefebure 104,360, nicht an eine schnelle Lösung,

Berichte über die Wahlresul.

Favre glaubt und tröstet sich

Breslay 95,300, damit, daß das Beispiel Leipzigs in den anderen

Ländern keine Nachahmung gefunden habe. Nichts destoweniger werde er(Favre), ermächtigt durch den in der Versammlung ausgesprochenen Wunsch, neue diplomatische Anstrengungen machen.

In Lyon sind die Candidaten der radicalen Republikaner gewählt worden.

Belgien. Brüssel. Im Senat schlug Malou einen sichtlich gegen die Internationale gerichteten Gesetzentwurf vor, der jede directe, wenn auch erfolglose, Aufreizung gegen bestehende Gesetze, die durch gesprochene oder abgelesene Reden in Versammlungen erfolge, mit Gefängniß oder Gelostrafe belegt.

DieIndépendance schreibt aus Paris: Man spricht in der Nationalversammlung davon,

Thiers durch Acclamation zum zweijährigen Präsi

denten zu ernennen. lage bereit. Rußland. Nach einer mit großer Be stimmtheit auftretenden Meldung hätte die Pforte gestattet, daß ein russisches Kriegsgeschwader auf

Das Project ist zur Vor-

4 Friedberg.Ehle, dem die Ebre gebühret

tale bestätigen, daß die überwiegende Mehrheit unddem Verdienste seine Krone! Das können wir in

ö

derselben im Sinne der Politik Thiers' ausgesallen ist. Es wurden nur etwa 12 Radicale und

10 Conservative gewählt. Man glaubt allgemein,

die Regierung und die Nationalversammlung würden. Wobisein 9 5 1 nach Ablauf der Ferien der Nationalversammlung za unn Wonllein Lek, Frieder tree zu keien.

nach Paris übersiedeln.

DasJournal officiel enthält einen Artikel bezüglich der deutschen Occupation, in welchem es Geduld und Mäßigung als die besten Mittel gegen die aus jener bervorgebenden Leiden empfiehlt und darauf hinweist, daß Graf Moltle den deutschen Befehlshabern anbefohlen habe, keine Strafe aufzuerlegen, die nicht durch ein Kriegsgericht ausgesprochen, und alle Geldstrafen und anderen militärischen Maßregeln streng ver boten habe. Andererseits nimmt dasJournal officiel aus einer Beschwerde des Grafen Waldersee über die gereizten Artikel gewisser Blätter, welche Aufregung verursachen könnten, Veranlaffung, die Schriftsteller zu bitten, daß sie sich jeder Dis cussion enthalten möchten, die geꝛignet wäre, die Gemüther zu erbittern. Das amtliche Organ drückt endlich die Hoffnung aus, die am schwersten auf dem Lande lastenden Leiden bald geendigt zu sehen.

Die erste Sitzung des Kriegsgerichts ist abermals vertagt. Der Mandge- Saal, wo die Sitzungen stattfinden sollen, ist erst in acht Tagen zur Benutzung bereit. Rochefort ist nach der ihm übermittelten Anklageacte beschuldigt: 1) Der Aufteizung zum Hasse der Bürger untereinander. 2) Der Aufreizung zum Bürgerkrieg und zur Plünderung. 3) Der Veröffentlichung ihm als falsch bekannter Nachrichten und Depeschen in einem ihm gehörenden Journale. 4) Der Mit- schuld des Mordes, indem er die Verhaftung und Execution der Geißeln befürwortete.

Versailles. Die Nationalversammlung ge nehmigte das Gesetz, betreffend die Verlängerung der Wechselverfallfristen, nach einer längeren Rede Jules Favre's. Aus dieser Rede ist Folgendes hervorzuheben. Auf eine Interpellation über die Entscheidung des Oberhandelsgerichtshofes in Leipzig sagte der Minister, es sei überraschend, daß man gerade in Deutschland den Fall der force majeure bestreite. Die Entscheidung des Leipziger Gerichts- hofes sei mißbilligt worden. Der größte Theil des Bankiers erachte die Entscheidung als sehr nachtheilig, da Treue und Glauben die Seele des Handels sei. Betreffs der Note über Recla mationen einer Anzahl Brüsseler Bankiers im April bemerkte Jales Favre, daß er die Recla mation den Bevollmächtigten in Brüssel vorlegte, welche sich auf die unbedingte Selbständigkeit des

vollster Wahrbeit auf unsereKaffeeküche im Bahnhof anwenden. Von Anfang des Kriegs bis zur Heimkehr unserer Truppen hat das Verpflegungscomils im Bahn bofe dahier mit rastloser Thätigkeit, großer Hingabe, ja wahrer Aufopferung gearbeitet, Leiden des Kriegs vermin Und zwar haben eine ganze Anzahl Herren und Damen alle ihre Kräfte zu diesem Zwecke geregt bei Tag und Nacht, Keins hat auf die Arbeit des Andern gewartet. Darum allen jenen Edlen Lohn und Dank und Anerkennung, wenngleich sie den schönsten und besten Lohn in sich selber, im Bewußtsein ächt menschenwürdiger Thaten finden werden. Wie schön unsere heimkehrenden Krieger und Helden von unsererKaffecküche empfangen und dewirthet worden, da von haben wir uns am 24. 25. und 27. v. Mis. überzeugen zunen. Die freundliche Darreichung von Speisen und Ge tränken war Veraulassung, daß sich die kleine Rast unserer durchziehenden hessischen Krieger zu einer festlichen Stunde gestaliete trotz ungünstigem Welter. Die Commandeure, Offiziere und Mannschaften zollten dem Verpflegungs comité in freundlichster Weise Anerkennung, Lob und Dank für die erfahrene Liebe und Freundlichkeit.Wir wußten, daß uns Friedberg freundlich sein und nicht verlassen würde! Friedberg bewährte auch diesmal seinen gastfreund lichen Ruf. Es ist uns wohl gewesen bei Euch! Adieu! so splach ein Commandeur der weiterziehenden Truppen. Wir freuen uns der auf solche Weise entstandenen schönen Beziehungen zwischen den Daheimgebliebenen und denen, die fürs Valetland gestritten.

Auch am Dienstag wieder, als ein Zug Sachsen wegen des Unfalls auf der Bahn bei Nauheim fast den ganzen Tag hierbleiben mußte, hat unsereKaffkeküche, auf's freundlichste für Essen und Trinken gesorgt. Nur Wer sich näber um die Thäligkeit unseres Verpflegungscomités im Bahnhof bekümmert hat, weiß seine großen Verdienste gauz zu würdigen. Maucher Krieger in der Nähe und Ferne wird den wackeren und braven Mitgliedern desselben ein freundliches dantbares Andenken dewahren, und jeder Menschenfreund wird sich ebenfalls ihrer Thaten freuen und sie anerkennen.

Friedberg. Vom 15. d. ab tritt ein neuer Fahr⸗ plan in Kraft. Derselbe bringt nur unbedeutende Ab änderungen; bemerkenswerth möchte allenfalls sein, daß ein Zug nach Frankfurt Morgens 351. und der Abends 1136 von Frankfurt dahier eintreffende Courierzug wieder eingeschoben worden sind. Mit der nächsten Nummer des Anzeigers wird dir ausführliche Plan ausgegeben werden, zur Benutzung für das heulige Blait traf derselbe zu spät ein.

Nauheim. Seitdem das Wetter sich einigermaßen günstiger gestaltet hat, treffen hier mit jedem Bahnzuge Kurgäste in großer Anzahl ein, so daß die Frequenz unseres Bades diejenige früherer Jahre schon jetzt übersteigt, ob gleich wir auf der Höhe der Saison noch nicht ange kommen sind. Die nächste Kurliste wird einen sehr be deutenden Zuwachs an Fremden constatiren.

Vilbel. In Folge eingetretener Ueberschwemmung des Festplatzes kann die für den 12. Juli dahier in Aus sicht genommene Wiehpreisvertheilung nicht stattfinden. Mit dieser Viehpreisvertheilung sollte zugleich ein landw. Fest mit Verloosung, ein Viehmarkt und eine Ausstellung landw. Maschinen und Geräthe verbunden werden. Das Fest⸗Comite hat beschlossen, das Fest am 2. und 3. August abzuhalten und ist deßhalb die Viehpreisvertheilung auf den 2. August verlegt worden. a 1 Fraukfurt. Der Einzug unserer Truppen wird Samstag den 8. d. durch den Triumphbogen stattfinden. Auf der Strecke zwischen dem Triumphbozen und der

auswärtigen Gerichtshofes beriefen. Er habe

Taunusstraße wird eine via triumphalis hergestellt. Das

Comité wird den Schmuck der Gallusgasse durch An⸗ bringung einer Anzahl Gutrlanden erhöhen, welche von einer Häuserreihe zur andern reichen. Der Roßmarkt wird durch Aufstellung von venetianischen Masten, Pforten und Portalen, mit reichem Schmuck von Flaggen, Wappen und Kränzen zu einem Fesiplatze umgestaltet, woselbst die Garnisonstruppen Revue passiren werden, um sich, nach⸗ dem sie durch mehrere Straßen marschirt, demnächst in ihre Kasernen zu vertheilen. Auch die Bewohner der betr. Straßen betzinnen bereits mit der Decoration der Häuser.

Ems. Die Saison hat ihre Höhezeit erreicht; in voriger Woche betrug der Zugang an Fremden beinahe 1000 Personen; die Gesammifrequenz beziffert sich auf über 7000. Trotzdem sind Befürchtungen wegen Ueber⸗ füllung des Kurortes unbegründet.

(Eingesandt.)

Zur Garnisonsfrage!

Die in der vorigen Samstagsnummer unter der Form von Rechenaufgaben zur Sprache gebrachte materielle Seite der in Frage stebenden Angelegenheit erscheint wohl der Mühe werih, sich die Sache genauer zu betrachten, namentlich auch, um allzu überschwengliche Illusionen auf das rechte Maß zurück zu führen, was nach dem bewährten SatzeZahlen beweisen durch Rechnen allerdings am sichersten geschehen kann. Jeder Schulknabe wird die erste Aufgabe, wie viel Gulden die Kosten für 600 Mann à 225 Thaler jährlich betragen, mit Leichtigkeit zu lösen im Stande sein; die sich ergebende Summe beträgt 236,250 Gulden.

Die Annahme indeß, als ob diese ganze Summe durch die Mannschaft einer Garnison baar verbraucht und aus- gegeben werde, ist ganz sicher zu hoch gegriffen; der Ge⸗ sammtibetrag in Gagen, Sold und Löhnung bürfte kaum mehr als ein Drittel der Gesammtkosten betragen; wie viel dagegen von der Mannschaft außerdem aus eigenen Miiteln, theils direct, theils durch Angehörige ꝛc. in Um⸗ lauf gesetzt wird, entzieht sich jeder Berechnung, müßte aber mindestens das Doppelte der gesammten Gagen, Löhnung ꝛc. betragen, um die von dem Fragesteller ange⸗ nommene Summe zu erreichen.

Es soll indeß zugegeben werden, daß dem so sei und bei einer Gaermson von 600 Mann jährlich 236,250 fl. in Umlauf kämen, so würde hieraus, in Beantwortung der zweiten Frage bei einem Geschäftsnutzen von 10% den Brauern und Wirthen, Bäckern und Metzgern, Kaufleuten und Lieferanten ꝛc. als Denjenigen, welche zunächst und in erster Hand betheiligt erscheinen, ein reiner Verdienst erwachsen von 23.625 fl. Dieser Verdienst wird, wie ad 3) angenommen, weiter ausgegeben und der Maurer und Zimmermann, Schneider und Schuster ꝛc. verdienen deren

in zweiter Hand 2362 ½ fl. Auf die dritte Hand kommen nur noch 236 Und nach dieser bis zum Verschwinden 26½

wonach der gesammte sich beziffern würde auf 26.250 fl. wovon, wie ersichtlich, die Geschäfte der ersten Hand den weilaus größten Antheil haben. Die hieraus zu ziehende Communalsteuer würde, nach den Annahmen des Frage⸗ stelleis 525 fl. und das Kapital, welches damit verzinst werden könnte, 10.500 fl. betragen. R.

jährliche Verdienst

Verloosungen.

Kassel, 3. Juli. In der, dem Plan gemäß, am 1. d. M. statigehabien 36. Prämien Ziehung des kurhessi⸗ schen Staats⸗Lotterie-Anlehens vom Jahre 1845 sind: 40,000 Tolr. auf die Nr. 138,237, 8000 Thlr. auf die Nr. 97,758, 4000 Thlr. auf die Nr. 156,749, 2000 Thlr. auf die Nr. 61,573, 1500 Thlr. auf die Nrn. 47,583 und 51,376, 1000 Thlr. auf die Nrn. 51.389, 110,163 und 151/755 gefallen.

Gotha, 1. Juli. Bukarester 20⸗Frs.⸗Loose. Bei der heute staltgehabten Ziehung fiel der Hauptpreis von 75 000 Fr. auf Nr. 43 der Serie 6338, der zweite Treffer von 15,000 Fr. auf Nr. 80 der Serie 6531, der dritte Treffer von 5000 Fr. auf Nr. 91 der Serie 4616. Sonstige gezogene Serien: 34 101 171 1302 1590 1680 2022 2136 2944 3164 3173 3412 3423 3541 3719 3757 3857 3966 4106 4595 4616 4830 4953 6033 6338 6531 6703 6815 6941 7154 7207 7270 7296

Sitzung des Lokalgewerbvereins.

Den 8. Juli. Tagesordnung:

1. Rechnungsabhör und Aufstellung der Voranschläge, 2. Wablen. N Friedberg den 6. Juli 1871. Der Vorstand.

% Empfehlung.

Unterzeichnete empfiehlt sich als Kleidermacherin in und außer dem Hause und bittet um geneigten Zuspruch.

Christine Jäckle,

wohnhaft im Hause des Herrn Spenglermeißer Söllner,

Tapetenhandlung. 272 Vollständig assortirtes Lager von Tapeten zu den

dilligsten Preisen empfiehlt 8 Bad-Naubelm C.

Horn.