Ausgabe 
3.6.1871
 
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klaͤrten den Vorübergehenden offen, die Geschichte sei noch nicht vorüber, und gegen die Truppen würden schreckliche Repressalien ausgeführt werden. Diese Drohungen sind noch nicht in Erfüllung gegangen; aber allgemein herrscht die Befürchtung, daß diejenigen Insurgenten, welche den Händen der Gerechtigkeit bisher entgangen sind, ein ge heimes Mord- und Brandstiftungssystem inaugiren werden. Noch immer werden neue Petroleum- vorräthe entdeckt, und die Gefahr wird durch die Thatsache gesteigert, daß die Weiber, welche ihres Geschlechts wegen eher dem Verdacht entgehen, in Wirklichkeit die verwegensten von Allen sind. Des Nachts werden große Vorsichtsmaßregeln getroffen; die Straßen sind mit Schildwachen angefüllt, und alle Circulation ist auf das strengste untersagt. Wer sich auf die Straße hinaus wagt, ohne im Besitze der Parole zu sein, läuft Gefahr, die Nacht über eingesperrt zu werden. Das übereilte Begräbniß der vielen Todten unter dem Straßen pflaster veranlaßt ernstliche Befürchtungen vor dem Ausbruche einer Epidemie. In ähnlicher Tonart sind auch die übrigen Berichte Londoner Blätter aus Paris gehalten; so meldet der Correspondent desDaily Telegraph unter dem nämlichen Datum:Für die Fremden in Paris ist eine neue Plage erfunden worden. Man wird jetzt von den Truppen auf der Straße angehalten und gezwungen, zur Abtragung der Barrikaden mit Hand anzulegen. Mir geschah heute ein Gleiches, als jedoch der befehligende Offizier hörte, daß ich ein Engländer sei, führte er mich selbst durch den Truppencordon. Die Zahl der auf Seiten der Commune Gefallenen und Hingerichteten wird wahrscheinlich nie bekannt werden. In der Caserne nahe beim Hotel de Ville fanden gestern den ganzen Nachmittag hindurch Hinrichtungen statt. Jedesmal, nachdem eine Gewehrsalve gefeuert worden war, sah man geschlossene Hospitalkarren herauskommen, die mit den Toden angefüllt waren. Seit gestern sind über 20,000 Personen verhaftet worden! Schon verschafft sich eine starke Stimmung Ausdruck, daß die Leiden der Hauptstadt während der letzten beiden Monate in der Schwäche der Regierung begründet seien, welche die Stadt am 18. März im Stiche gelassen. Stündlich kommen neue Einzelheiten über verübte Greuelthaten zu Tage. Bei der Barrikade in der Nähe des Café Delta wurden einige Verwundete lebendigen Leibes in einem Graben verschacrt. Ihr Stöhnen während der Nacht war fürchterlich.

30. Mai. Vincennes war bis zum letzten Augenblick in den Händen einer allerdings nur schwachen Besatzung von Föderirten geblieben, so daß sich gestern eine Brigade des General Vinoy zur Einschließung des Forts anschicken mußte. Als die Garnison diese Vorkehrungen sah, beschloß sie, sich auf Gnade und Ungnade zu 3 Einer der Führer jagte sich eine Kugel durch den Kopf. Die Truppen nahmen sofort von dem Fort Besitz. In Belleville war der Widerstand lange nicht so hartnäckig, als man allgemein geglaubt

hat, und es ist nur der, übrigens wohl gerecht⸗ fertigten, Vorsicht der Truppen ⸗Commandanten zu⸗ zuschreiben, wenn die Pacification dieses Viertels so langsam vor sich ging. Ein eigentlicher Kampf bat dort nur einige Stunden gewährt und die Zahl der Insurgenten, welche sich ergaben, war zehnmal größer, als die der Gefallenen. Viele friedliche Einwohner dieses Stadttheils wurden von den Insurgenten füstlirt, weil sie sich ge weigert hatten, an den Barrikaden zu arbeiten. Mehrere Mitglieder des Centralcomites und der Commune hatten sich in den letzten Stunden des Kampfes an diesen eigentlichen Heerd der Revo lution geflüchtet. Sie sind fast Alle auf den Barrikaden gefallen oder erschossen worden; unter den Letzteren nennt man Avoine Sohn und Barroud.

Versailles. Den Behauptungen der Jour nale entgegen wird von gut unterrichteter Seite versichert, daß über Ministerveränderungen noch nichts bestimmt und namentlich in Bezug auf das

Ministerium des Aeußern von einer Aenderung 5 5 g. g er die Garantien der subalpinischen Regierung

keine Rede ist. Unter den Insurgenten, welche sich nach dem Fort von Vincennes geflüchtet und daselbst auf Gnade und Ungnade ergeben hatten, befanden sich 15 Mitglieder der Commune.

31. Mai. Wie verlautet, wäre der Rück- tritt der Minister Picard und Leflö nahe bevor stehend. Ihre Nachfolger sind noch nicht bekannt. Der freie Verkehr mit Paris wird Freitag, vielleicht schon morgen, wieder hergestellt werden. Paris wird noch einige Zeit unter der militärischen Gerichtsbarkeit bleiben. Bei einigen verhafteten Individuen sind Ordres zur Brandlegung gefunden worden. Die Ordres tragen den Stempel des Centralcomites oder des Wohlfahrtsausschusses und sind von Ulysse Parent unterzeichnet.

1. Juni. Die Ersatzwahlen für die Nationalversammlung sind definitiv auf den 18. oder 25. Juni angesetzt. Es sind noch 120 De putirte zu wählen. DieLiberté erklärt, die Regierung habe betreffs der Prinzen von Orleans die Entscheidung getroffen, sie zur Einnahme ihres Sitzes in der Versammlung einzuladen.

Ein Erlaß des Commandanten von Paris,

Marschall Mac-Mahon, versüg, daß Theatervor⸗ ordentliche Gewandtheit und Körperkraft sich des allge⸗

stellungen vorläufig nur mit besonderer Erlaubniß stattfinden dürfen. Ein anderer Erlaß verbietet, Journale in den Straßen zum Verkaufe auszu⸗ rufen. Die für die französische Kriegsmarine be stimmten Verproviantirungsgegenstände, welche vom Auslande bezogen werden, sind der Verzollung unterworfen in Gemäßheit des Decrets von 1807.

Boulogne. Bei den Insurgenten wurden große Geldsummen vorgefunden. Sie versuchten die Soldaten zu bestechen, damit diese sie entfliehen ließen.

Lyon. Felix Pyat wurde am 31. Mai an der Station von Perrache gesehen. Es wurde verfehlt, ihn zu verbaften, doch hofft man ihn noch einholen zu können.

Verpflegungstage heißen.

Belgien. Brüssel. Am 28. Mai Abends bis spät Mitternacht drängten sich zahl⸗ reiche Gruppen von Menschen vor dem Hause Victor Hugo's, der, einem drastischen Ausdruck desBien public zufolge, ohne vorherige Er⸗ laubniß der Behörden eine Herberge für die Miserablen eröffnete. Doch Dank der Anwesenheit der Polizei fand keine weitere Ruhestörung mehr statt. Höchstens ertönte hier und da Zischen und Pfeifen.

Am 30. Mai, Morgens ward Victor Hugo das Decret seiner Ausweisung notificirt. Im Senat wurde diese Maßregel gut geheißen. Keine einzige Stimme erhob sich gegen die Aus- weisung.

Italien. Florenz. Laut Instructionen an die Präfecten werden gegen diejenigen fran zösischen Flüchtlinge, welche bei dem Ueberschreiten der italienischen Grenze sich nicht genügend aus⸗ weisen können, ernste Maßregeln ergriffen werden.

Rom. DerOsservatore veröffentlicht eine päpstliche Encyclica, worin der Papst erklärt, daß

zurückweise; letztere bestätige wieder, daß sie schmäb⸗ liche Heuchelei mit unverschämter Verachtung gegen die Würde und Autorität des Papstes verbinde.

Wie diplomatischerseits aus Florenz nach Berlin gemeldet wird, gelten die Rüstungen Italiens Frankreich, gegen welches in Beziehung auf die römische Frage die italienische Regierung alle Ursache zu Mißtrauen haben will. Man will in Florenz erfahren haben, daß die von sämmt- lichen katholischen und nichtkatholischen Souveränen Europas(mit Aus nahme Englands) dem Papste anläßlich seines fünfundzwanzigjährigen Regfe⸗ rungs-⸗Jubiläums zugedachten Huldigungs⸗Mani⸗ festationen von Thiers angeregt und betrieben worden seien. Die italienische Regierung hat alle Vorkehrungen getroffen, den päpftlicherseits für diesen Tag vorbereiteten Unruhen zu steuern und wird sie unabänderlich am 1. Juli nach Rom übersiedeln, wohin ihr die Gesandten sämmtlicher auswärtigen Mächte mit Ausnahme des franzö⸗ sischen folgen werden.

VBad⸗Nauheim. Der Athlet Herr Jultus Stark, welcher hier Vorstellungen gegeben, die durch seine außer⸗

meinen Beifalls erfreuten, hat auch die Ehre gehabt eine, Extravorstelluug vor Seiner Königl. Hoheit dem Fürsten von Hohenzollern zu geben, welcher seine vollste Aner kennung über die vorzüglichen Leistungen aussprach. Sonntag den 4. Juni wird derselbe seine letzten Vor⸗ stellungen geben, wobei eine dem Vernehmen nach groß⸗ artige Feuerwerks-Pisce abgebrannt wird. Wir können nicht umhin auf diese Vorstellungen aufmerksam zu machen, und wünschen Herrn Stark einen recht zahlreichen Besuch. Wie wir hören, will derselbe auch im Laufe der nächsten Woche nach Friedberg kommen. Mehrere Nauheimer Kurfremde.

Berichtigung.

In der Abrechnung des Zweig-Hülfs⸗Vereins zu Bad⸗ Nauheim für verwundete und kranke Soldaten in Nr. 63 d. Bl. muß es anstatt: 2567½ Verpflegungstage 7 9 Die Red.

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1413 Mittwoch den 7. d. M., Vormittags 10 Ubr, läßt Unterzeichneter in Auftrag Großherzoglichen Land- gerichts Friedberg in der Behausung des Heinrich Herrmann zu Ockstapt folgende Mobiliar-Gegen⸗ stände, als: 5. 2 Bänke mit Lehnen, 3 Tische, 1 Wanduhr, 6 hölzerne Stühle, 1 Küchenschrank mit Schüsselbank, 2 Pfeiler⸗ schränkchen, 1 Mehlkasten, 1 Ladeneinrichtung, 2 Waagen mit Gewichtfteinen, 1 großen Kleiderschrank, 1 Kom- mode, 1 Kleiderkiste, 1 vollständiges Bett, 1 Wasch⸗ bütte, 5 verschiedene Fässer, 1 Rangenmühle, 1 Pfuhl⸗ faß, 1 Strohbank, 1 Wagen mit sämmtlichem Zubehör, 1 Vorder⸗ und Hinterpflug und 1 Egge an dle R verffeigern, Ockstadt den 2. Jun 5 l H. Dienst IV.

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1407 in Abtheilungen oder im Ganzen, has zu ver⸗ miethen Friedberg den 2. Juni 1871. Ad. Engel, pHosbäcker.