Ausgabe 
3.6.1871
 
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1415 Naͤchsten Sonntag den 4. d. M. w Waldpartie stattfinden. Gäste sind höflich Parkstraße aus.

VereinConcordia zu Bad⸗Nauheim.

ird bei guͤnstiger Witterung unsere alljährliche st eingeladen. Abmarsch Uhr von der oberen

Müdchen-Justitut und

1305 Mit dem 8. Juni beginnt ein neuer Mädchen schon vom 6. Jahre an meldungen für Schule, Pensionat und musikal entgegengenommen.

und für Consirmirte besteht eine Fortbildungsklasse.

Pensionat in Friedberg.

Cursus in unserer Anstalt. Aufnahme finden An⸗ ischen Unterricht werden von den Unterzeichneten

A., M.& L. Werner.

In die Mathildenstiftskasse zu Friedberg

e werden Einlagen angenommen, und vom

folgenden Monat an, Zinsen bezahlt.

bis zu 1000 fl. 1 pCt.

Tapeten⸗Lager in Butzbach.

1393 Der Unterzeichnete empfiehlt sein neu errichtetes Lager in Tapeten und Borduren aus einer der besten Fabriken Deutschlands zu

wahl ist so getroffen, daß Tapezier- und Polsterarbeiten Aufträge schnell und billigst in

ich allen Ansprüchen genügen kann. Auch bringe ich meine in gefällige Erinnerung und werde alle an mich gelangende Aus führung bringen.

sehr billigen und festen Preisen. Die Aus,

Ludwig Ferber, Ecke der Wetzlarerstraße am Marktplatz.

Bad Nauheim.

1414 Sonntag den 4. Juni 1871 unwiderruflich die 2 letzten großen Vorstellungen des rühmlichst bekannten Athleten und Jongleur

Julius Stark, genannt der starke Baper,

in dem dazu erbauten Circus an der alten Brücke. Anfang der ersten Vorssellung präeis 4 Uhr. Anfang der zweiten Vorstellung Abends 8 Uhr. Zum Beschluß der zweiten Vorstellung großes

Brillant⸗ Feuerwerk

Der Sieges-Saum,

bei dem Einzug der deutschen Truppen in Paris. Zu diesen beiden Vorstellungen ladet ergebenst ein Julius Stark.

Die Vorstellungen finden unter Mitwirkung der neu organkfirten, aus 8 Mann bestehenden Mufik⸗Capelle von Ober-Mörlen statt.

Lehrerconferenz.

Seetion Friedberg. 1392 Mittwoch den 7. Juni, Nachmittags 2 Uhr.

Verloren 5

1402 wurde am 31. Mai in dem Park von Nauheim eln Portemonnate mit 8 bis 9 fl. Silbergeld, sowie ein Coupon der Hanauer Eisenbahn von 16. fl. Der redliche Finder wolle dasselbe gegen eine gute Belohnung bei der Expedition d. Bl. abgeben.

Die Grasnutzung

1411 vom biefigen israel. Friedhofe soll Dienstag den 6. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf dem Gemeinde⸗ zimmer an den Meistbietenden vergeben werder.

Friedberg. B. Grödel. Kartoffel-, Hack- und Häufelpflüge

1408 sind fertig zu haben in der landwirthschaftlichen Maschinen⸗ und Geräthewerksfätte von

Fauerbach b. F. K. Häuser.

Der Wahtheit die Ehre!

Erwiderung zu Inserat Nr. 1349 in der Beilage Nr. 62 des Oberhessischen Anzeigers.

1404 Das von Kaspar Hock Gesagte ist durch seine vielfachen Unwahrheiten total entßellt und ißt der Sach⸗ verhalt folgender:

1821 theilten mein Vater, bie Mutter des Kaspar Hock, nebst ihrem Bruder Ernst das elterliche Vermögen. Hock läßt dieses dritie Glied gar nicht existiren; warum nicht? Kennt er es nicht, oder will er dadurch seiner Sache nur eiren gerechten Anschein geben? In der Thetlung von 1821 wurde nicht allein der Mutter des K. Hock von dem Acker Flur XI Nr. 684= 93 Klftr., sondern auch meinem Vater die andert gleiche Hälfte urkundlich zugetbellt; der ganze Acker bält somit 186 Klftr. Die Parzelle Flur XII Nr. 49 mit 124 Klftr. und nicht 62 Klftr. wie angegeben, wurde nicht wie Hock sich ein⸗ redet meinem Vater, sondern dessen Bruder Ernst ur⸗ kundlich zugetheilt. Mein Vater und Hock's Mutter nahmen jedoch letzteres Stück ein Jedes zur Hälfte mit 62 Klstr. in Besitz und überließen ihrem Bruder das erstere mit je 93 Klfir.= 186 Kiftr. Beide erfteren waren hlerdurch in ihrem Loos verkürzt.

Der bevortheilte Bruder Erust starb 1824 ledig und theilten alsdann mein Vater und Hock's Mutter dessen Nachlaß unter sich, wobei auch jene 186 Klftr. waren. In Folge dieser Theilung war der Nachtheil, in welchem fich mein Vater und die Mutter des Hock seit 1821 ihrem Bruder gegenüber befanden, auf das Genaueste wieder ausgeglichen. Waren sich hier beide Geschwister irgend eines Feblers bewußt gewesen, so würden sie die Sache gewiß berichtigt haben.

Bel dieser letzten Thetlung erhielt nun mein Vater diese 186 Klftr. in der Meinung für dieses Grundflück auch die richtigen Urkunden erhalten zu haben. Dies war sedoch nicht der Fall, sondern er kam in den Besitz der Urkunden von der Parzelle Flur XII Nr. 49. Bet der Gütervertbeilung meiner Eltern(1849) erhielt mein Bruder Heinrich die erwähnten 186 Klfir., aber aber⸗ mals mit den unrichtigen Urkunden. Nach dessen 1855 erfolgten Tode ging diese Parzelle nebft den unrichtigen Urkunden an mich über.

Daß ich nicht im Besitz der zu meinem rechtmäßig trerbten Grundstück gehörigen Urkunden war, stellte sich nicht, wie Hock angibt bei der Flurvermessung, sondern bei der 16 Jabte später(1863) erfolgten Parzellenver⸗ messung heraus. Bei diefer Gelegenheit suchte nun Hock sofort mein Grundffück zu annexiren, worauf ich natürlich nicht einging.

Bevor nun die Offenlegungefrist des neuen Grund⸗ buches abläuft, mußte ich Bock, der, wie es viele Andere in ähnlichen Fällen unter sich gethan haben, sich nicht mit mir auf gütlichem Wege über den Austausch der

Urkunden verständigen wollte, darüber gerichtlich belangen. Ohne nun meinen oben nachgewiesenen rechtmäßigen Befsitzstand über das betreffende Grundftück weiter in Erwägung zu ziehen, erkannte mich Großberzogliches Landgericht Friedberg in Folge der bereits seit 50 Jahren

12¹

Hock will sich in seiner Veröffentlichung den Anstrich sollte und ich überlasse es nun ganz der Beurtheilung mir gehörtgen Urkunden verlange, oder Hock, der in seinen letzten Prozessen nicht so glücklich war, wie

Jacob Stengel II.

Schnelle

krankheiten, Hämorrhoidal- und echt zu haben bei Jos. Hoffmann in Friedberg. 1403

Johannes Schwalm

stets frisch von der Mühle bei

furt wird ein woblerzogener Junge in die Lehre ge⸗ Frankfurt a. M. Fäßchen, Reste von Spezereiwaaren ꝛc. ꝛc. billig zu 1345 Kurz nach Pfingsten beginnt wieder mein Tanz⸗ Schneidermeister M. Steitz freundlichst entgegen⸗ 1394 welches die einfache Küche besorgen kann, wird

in meiner Familte stattgehabten Erbschaftsübergänge als der größten Unetgennützigkeit geben indem er sagt, daß des Publikums, wer sich in unserer Angelegenheit als ohne weiteres mein Grundstück fordert! seiner Zeit in demfenigen mit seinen Geschwiflern! gegen jeden Husten und Katarrh, 7* Hülfe Unterleibsleiden, Verflopfung durch le Jorten Gemü Alle Forten Gemüsepflanzen, am Fauerbacher Thor.

2 With. Fertsch. sucht. Franco⸗Anfragen sub Chiffre I. 2402 befördert Eine LIdeneinrichtung

verkaufen. Von wem? sagt die Expedition d. Bl. Unterricht, zu welchem ich mich beflens empfohlen halte. genommen. H. Moseler, Tanzlehrer. gegen guten Lohn auf's Land zu sofortigem Antritt

Fuulards,

252 seidene Umknüpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Poßt.

Danksagung.

1398 Allen, welche aus meiner lieben Gemeinde, aus Friedberg und Umgegend geßern unserm geliebten Sohne und Bruder August das Ehrengelett zu seiner letzten Ruhestätte gegeben, oder in sonst irgend einer Weise ibre Theilnahme an unserm großen Schmerz kund gethan haben, spreche ich in meinem und der Melnigen Namen mit tiefgerührtem Herzen den wärmsten und innigflen Dank aus.

Fauerbach b. F. am 1. Juni 1871.

Boragagius, pfarrer.

Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Trinitatisfest. Gottesdienst in der Stadtkirche:

Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Confirmation der Mädchen und Abendmahl. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche.

Vormittags: Fällt aus.

Nachmittags: Herr Candidat Seriba. Der Vormittagsgottesdienst beginnt um 9 Uhr, der Nachmittagsgottesdienst um 2 Uhr. Freitag, 9. Juni, am Geburtsofeste Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, Vormittags Uhr liturgischer Gottesbienst in der Stadtkirche.

Aatholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 1. Sonntag nach Pfingsten.

Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Firmungsunterricht und Andacht.

Frohnleichnamsfest, Donnerstag den 8. Juni. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt mit Segen und EThortation. Nachmittags: ½2 Uhr Firmungsunterricht und Andacht. Zur Feier des Geburtstags Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs am 9. Juni ist Vormittags 9 Uhr Hochamt und Te Deum.

Beginn des Gottesdienstes an den anderen Wochen⸗ tagen Morgens 7 Uhr.

Die Walldürner Prozession geht Samstag den 10. Juni, Morgens gleich nach 3 Uhr, von Rockenberg aus über Oppershofen(½4 Uhr), Nieder⸗ Mörlen(5 Uhr), Friedberg(½7 Uhr), Ilbenstadt(9 Uhr) und Heldenbergen(12 Uhr).

Verantw. Red.: Hermann Schimpff.

rechtmäßigen Eigenthümer an.

ibm Verjährung richtiger Ersitzung keinen Vortheil bringen

der Eigengützige kennzeichnet, ob ich, der ich nur die Hock scheint es nicht verschmerzen zu können, daß er Ober⸗Ros bach den 29. Mai 1871.

Heiserkeit, Verschleimung, Kinder⸗ den L. W. Egers'schen Feuchel⸗Houig⸗Extract, allein 1409 Lauch⸗ und schöne Rangenpflanzen bat zu verkaufen

Nepskuchen! 1391 In einer frequenten Conditorei in Frank⸗ dte Annoncen Expedition von Rudolf Mosse in 1416 für Spezereikram, mehrere Waagen, Branntwein⸗ 7 Tanz⸗ Unterricht . 2 Anmeldungen werden in meiner Wohnung bei Herrn Ein Mädch in a en, gesucht. Näheres bei der Expedition d. Bl.

Druck und Verlog von Bindernagel& Schimpff.

(Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 22 und eine Beilage.)