Ausgabe 
2.3.1871
 
Einzelbild herunterladen

S 2 N ö ..

eee eee .

r .

1

1 1 5 1 N 1 4 155 3

2

2

reer

480 Dem Aufruf, welcher die Wahl des Herrn

br. Georg von Wedekind

zum Reichstagsabgeordntten empfiehlt, treten ferner bei: f Dr. F. Schwabe, Direktor des Prediger Seminars in Friedberg. Dr. K. Köhler, Prosessor der Theologie in Friedberg. L. Meyer, Diakon in Friedberg. Valentin Hahn, Oekonom zu Kaichen. Joh. Bechstein in Friedberg. Joh. Steinhäuser in Friedberg. Muth, Bürgermeister in Beienheim. N. Huber in Bad- Naubeim.

An die Wähler des 2. oberhess. Reichstags⸗Wahlbezirks.

468 Der Bischof von Mainz hat ein offenes, in öffentliche Blätter übergegangenes und am letzten Sonntage durch die katholischen Geistlichen öffentlich ausgetheiltes Ausschreiben vom 13. d. erlassen, welches unter Hinweis auf die hohe Wichtigkeit der Reichstags⸗

wahl zu deren allgemeinen Theilnahme auffordert. Der betreffende Passus lautet wörtlich:Mögen daher unsere katho⸗

lischen Wahlkreise eifrige Katholiken zu Vertretern auswählen und protestantische Wahl⸗

kreise gläubige Protestanten in den Reichstag wählen.

Wenn nun die vereinigten freisinnigen Wahlcomite's des 2. oberhessischen Wahlbezirks im Oberhessischen Anzeiger Nr. 25 fälschlich inseriren:am verflossenen Sonntage sei von den katholischen Geistlichen unseres Wahlbezirks ein bischöfliches Rundschreiben verlesen worden, welches die katholischen Wähler auffordere, Herrn Hofgerichtsrath Buff zu Gießen zu wählen u. s. w., so sollte damit offenbar nicht eineglaubwürdige Mittheilung, sondern ein stark und kräftig wirkendes Mittel gegeben werden, die Wähler nach dem Commando des sogenannten freisinnigen? Wahlcomite's stimmen zu machen.

Daß dieses, wohl nur durch den Zweck geheiligte Mittel bei dem gesunden Sinne der, die

Böswilligkeit und Lüge verabscheuenden Wähler nicht verfangen werde, ist gewiß nicht anzuzweifeln. Mehrere Katholiken von Friedberg.

An die Mähler des 2. oberhess. Neichstags-Wahlbezirks.

470 Das war keine glaubwürdige Mittheilung, welche den vereinigten freisinnigen Wahlcomite's des 2. oberhessischen Wahlbezirks über das gedruckte Ausschreiben unseres Hochwürdigsten Herrn Bischofs gemacht wurde, sondern eine Mittheilung voller Lüge und Entstellung.

Das Schreiben ist an alle Priester und Gläubigen der ganzen Diöcese gerichtet und wurde deßhalb nicht nur in unserem Wahlbezirk, sondern im ganzen Lande den Katholiken mitgetheilt, um sie auf die hohe Wichtigkeit der Wahlen zum deutschen Reichs- tage aufmerksam zu machen.

In dem Schreiben wird kein Candidat mit Namen genannt oder empfohlen.

Zur vollständigen Beruhigung aller Wähler unseres Wahlbezirks, zur ernsten Erwägung für die Herren der vereinigten freisinnigen Wahlcomite's und zu unserer Rechtfertigung heben wir hier noch folgende Worte aus dem bischöf⸗ lichen Ausschreiben hervor:Wenn Ihr in der Lage seid, nicht katholischen Candidaten eure Stimmen zu geben, so verschaffet Euch wenigstens Gewißheit darüber, daß sie rechtlich und billig denkend genug sind, um auch Eure rcligiösen Rechte gegen ungerechte und gewaltthätige Angriffe zu schützen. Niemals aber gebet Eure Stimme einem Candidaten, von dem Ihr wisset, daß es ein Feind der katholischen Kirche und ein Verächter des positivenschristlichen Glaubens ist.

Uns gegenüber aber hat Herr Buff, ohne seiner protestantischen Ueberzeugung etwas zu vergeben, den Standpunkt der Parität und Gerechtigkeit als den seinen erklärt, so daß wir mit gutem Gewissen allen Wählern ohne Unterschied der Confession zurufen können:Wählet so zahlreich wie nur immer möglich den seitherigen erprobten Abgeordneten

Wilhelm Buff, Hofgerichtsrath in Gießen, denn er will die Selbstständigkeit und Freiheit aller Kirchen, er wird Alles dazu beitragen, einen wahren und bleibenden Frieden unter den christlichen Confessionen zu begründen und zu erhalten und mithelfen, dem neuen großen deutschen Reiche Gesetze zu geben, die dem deutschen Volk seine christliche Gesinnung, Gottesfurcht und Sittlichkeit bewahren und dadurch feste Grundlagen für die wahre Größe Deutschlands und die Zukunft dieses neuen großen und mächtigen Reiches sind. Die katholischen Giistlichen des 2. oberhessischen Wahlbezirks.

5 2 br 7 derin Gemeinderechners 5 2 FCC 3 n 2 de e n ed Geschäfts- Empfehlung. Danksagung.

seine Einwilligung gegeben habe, daß sein Name bei gefügt und er mit dem Inbalt des Artikels nicht ein verflanden sel, erllären wir, daß von Sctten des Derin Ferdinand Diel in Dorn-Assenbelm brieflich der Auftrag einltlef, setne eigene, sowte die Upterschristen der Herren R. Weitz und Gemeinderechners Zung dem Aufruf belzusetzen. Wir muüssen es daber Perrn Diel übcrlassen die Angabe des Herrn Jung zu bersch igen. Das Wahleomité in Frledberg.

2 0 2 Huhrer Steinkohlen 474 sind wieder in besser Qua tät eingetroffen und

werden heute an der Vabn auegeladen.

Ph. Dan. Kümmich.

471 Einem geehrten Publikum brirge biermtt zur Nach⸗ richt, daß ich von jetzt ab das Dachdeckergeschäft für mich betreibe und empfeble mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbetten bestens. Frledberg am 1 März 1871. Wilh. Henneberger, Dachdeckermeilster, wohnhaft bei Wittwe Baumann.

461 Für die bei dem frühen Tode unserer lieben Tochter und Schwester Betta uns bewiesene große Thell⸗ nahme und für die zahlreiche Bethelligung bei deten Beerdigung sagen wir berzlichsten Dank, besonders auch deu Herren Lehrern und Mitschülerinnen der Verstorbenen. Wilhelm Ulrich und Familie.

Strohhüte

392 werden gewaschen, gefärbt und nach neuster Jagon

geandert dei R. Friedrich, neben der Post.

Asraclilischer Gottesdienst in Friedberg. Freitag Abend% Uor. 11 Samstag Morgens 8 ¼½ Ubr.

Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.

Hlerzr eine Beilage.)