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1. Juni den Kammermusiker Harbordt,— die Hofmusiker geil,— Ackermann— und Frank— und am 2. Sept.
den Secretär bei der vo' hinigen Direktion der Main⸗
Weser⸗Eisenbahn zu Gießen Moyat auf sein Nachsuchen temporär in den Nuhestand zu versetzen.
XIX. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Hartershausen mit einem Gehalte von 1469 fl. 25 kr., wovon jedoch eine temporäre jährliche Abgabe von 125 fl. zu entrichten ist; dem Herrn Grafen von Schlitz genannt von Görtz stebt das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die evangelische Schulstelle zu Ober Lais mit einem Gehalte von 300 fl., nebst einer Hetzungsvergütung von 11 fl. 5 kr.;— die evangelische Schulstelle zu Wallbach mit einem Gehalte von 300 fl. 36 kr.; für die Heizung des Schulsaals wird durch die Gemeinde gesorgt; das Peäsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Hrn. Fürsten zu Löwenstein⸗Wertbeim⸗Rosenberg und dem Hrn. Grafen zu Erbach⸗Schönberg zu. 5
XX. Gestorben sind: am 30. Juli der pensionirte Schullehrer Schneider zu Otterbach;— am 12. August der katholische Schullehrer Stamm zu Worms;— am 28. August der Kreisbaumeister Amelung zu Nidda;— am 6. September der Obermedicinalrath Dr. Winckler;— am 7. Sept. der Kanzleidiener Waigandt zu Dacmstadt.
1 Darmstadt. Die Reichhaltigkeit, das praktische und theilweise recht geschmackvolle Arrange⸗ ment der landwirthschaftlichen Ausstellung macht auf den Besucher den günstigsten Eindruck. Dresch⸗ maschinen und Locomobilen verschiedener Art, Drainageröhren, Säulen-, Saughebe⸗, Jauche“, Druck-, Bier-, Maisch- ꝛc. Pumpen; Gartenspritzen, Handspritzen, Rübenschneider, Fleischbackmaschinen, Feuerspritzen, Kartoffelmühlen, Pflüge neuester Construction, Waschmaschinen, Kochapparate ꝛc. ꝛc; kurz Maschinen und Apparate der mannichfachsten Art für die Landwirthschaft und den Haushalt zeugen von eminenten Fortschritten auf diesem Gebiet. Dieselbe Befriedigung gewährt der An- blick der ausgestellten Modelle, Pläne, land- wirthschaftlichen Unterrichtsmitiel, Proben von Compost⸗ und künstlichem Dünger ꝛc. Eine lange Reihe von Weinflaschen zeigen auf ihren Etiketten die Namen der berühmtesten Produkte unseres Landes; auch der„Astheimer“ ist in verschiedenen Sorten vertreten. Nicht minder interessant sind die Verbandlungen der Generalversammlung der landwirthschaftlichen Vereine. Gegenstände der⸗ selben sind: Vorbildung des landwirthschaftlichen Publekums, die Angelegenheit der Viehversicherung, Zusammenlegung der Grundstücke, Besteuerung des Branntweins, Verbesserung des Feldschutzes, die Gründung von landwirthschaftlichen Creditkassen ꝛc. Das landwirihschaftliche Fest muß in allen seinen Theilen als ein gelungenes bezeichnet werden, das auf die Fortentwickelung der Landwirthschaft den fördernsten Einfluß baben wird.
Mainz. Eine Anzahl preußischer und hessi⸗ scher Offiziere sind hier angekommen, um die Festungswerle einer näheren Besichtigung zu unter⸗ werfen. Besonders richtet man dabei sein Augen- merk auf diejenigen Punkte der Außenwerke, die in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Wichtigkeit geworden find.
Preußen. Berlin Der„H. B.⸗H.“ wird von hier geschrieben:„Vom Grafen Bis⸗ marck erfährt man, daß er immer noch an der Absicht festhält, ein englisches Seebad zu besuchen. Indeß scheint man ärztlicher Seits Bedenken zu tragen, ihn der damit verbundenen Beunruhigung durch politische und gesellschaftliche Zumuthungen auszusetzen, da ihn selbst die Einsamkeit von Varzin kaum dagegen zu schützen vermag. Jeden ⸗ falls wird die Rückkehr des Grafen nach Berlin kaum vor Ende October zu erwarten sein.“(Nach einem andern Blatt soll derselbe erst im Detem⸗ ber wieder eintreten.)
Kassel. Wie dit„Kasseler Tagespost“ ver⸗ nimmt, hat der Kurfürst von Hessen der am 8. v. M. durch Brand hart mitgenommenen Ge⸗ meinde Dodenhausen auf deren besondere Bitte 1000 Thaler zum Geschenk gemacht mit der Weisung, die Hälfte zum Aufbau der Kirche und Schule zu verwenden und die andere Hälfte an die Betroffenen zu vertheilen.
Sachsen. Dresden. Die„Dresdner Nachrichten melden:„Der in Dresden bestandene Zweigverein desjenigen Allgemeinen Deutschen (Lassalle'schen) Arbeiter⸗Vereins, der bis vor Kurzem in Leipzig unter dem Präsidium des Dr. Schweitzer aus Berlin seinen Sitz hatte, ist nach der aus⸗ gesprochenen Auflösung des Hauptvereins Seitens
des Polizeiamts der Stadt Leipzig, nunmehr von der hiesigen königlichen Polizeidirektion gleichfalls aufgelöst worden.
Bayern. München. Zum bevorstehen⸗ den Empfang der Kaiserin von Rußland werden großartige Vorbereitungen auf Schloß Berg ge⸗ troffen. Im See wird ein Springbrunnen gebaut, der durch Dampsmaschinen getrieben wird. Am Sonntag findet großes Feuerwerk auf dem See statt. Der König überläßt der Kaiserin das ganze Schloß und bezieht ein benachbartes Privathaus.
— Die beiden ägygtischen Prinzen sind von Wien hier angekommen und werden nach einem zweitägigen Aufenthalt dahier ihre Weiterreise nach Paris fortsetzen.
Württemberg. Stuttgart. Der rus⸗ sische Reichskanzler Gortschakoff ist in Friedrichs⸗ hafen eingetroffen und reist mit dem Kaiser nach Berlin zur Zusammenkunft mit dem König Wilhelin
Oesterreich. Wien. In diplomatischen Kreisen geht das Gerücht, daß die in München tagende Militärconferenz auch eine authentische Interpretation der mit Preußen abgeschlossenen Schutz⸗ und Trutzverträge feststellen soll.
— Die„Debatte“ und das„Tagblatt“ mel— den: Die Pforte erklärte den fremden Mächten, daß, wenn die Vorbereitungen zu neuen Frei⸗ schaaren-Expeditionen in Rumänien forldauern würden, der türkischen Regierung die Pflicht ob- liege, jenem Zustande zu steuern und die Reichs- integrität zu wahren.
— Die„deutsche“ Politik des Herrn v. Beust findet auch jenseits der Leitha keinen Anklang. Der„Pester Lloyd“ sagt:„Wer den Wächter über die Integrität Deutschlands spielen will, der darf sich nicht an Frankreich anschließen.“ Die Organe der Deakpartei verlangen jetzt ebenso ent⸗ schieden wie die Linken, daß Oesterreich Ungarn in einem Kampfe zwischen Frankreich und Preußen neutral bleibe.
— Die„Wien. Ztg.“ veröffentlicht ein kaiserl. Handschreiben an den Ministerpräsidenten Fürsten Auersperg, wonach dessen Demission unter Aner⸗ kennung seiner Verdienste angenommen wird. Ein zweites kaiserl. Handschreiben an den Grafen Taaffe beauftragt denselben, das Amt als Stellver⸗ treter des Ministerpräsidenten wie bisher fortzuführen
Schweiz Bern. Der Congreß der Friedensliga erklärte die Constitutionen der Schweiz und der Vereinigten nordamerikanischen Staaten als Vorbilder einer Constitution der künftigen Vereinigten Staaten von Europa.
Dänemark. Kopenhagen. Großfürst Alexis, der 18jährige Soyn des Kaisers von Rußland, befindet sich gegenwärtig auf einer größeren Seereise und wird hauptsächlich Nord⸗ Amerika besuchen. Das Schiff nun, auf welchem sich der Letztere befand, die russische Fregatte „Alexander Newski“, ist laut eingelangter tele⸗ graphischer Nachricht am Morgen des 25. Sep⸗ tember an der Westküste von Jütland gescheitert. Ein in Kopenhagen später eingetroffenes Tele- gramm meldet, der Großfürst sei gerettet und wohlauf, das Rettungswerk der Schiffbrüchigen werde sortgesetzt, die See sei ruhiger.
— Nachrichten vom 26. besagen, daß 5 Mann von der Besatzung des Schiffes, darunter 2 Lieutenants, ertranken und mehrere Matrosen ver⸗ wundet wurden.
Frankreich. Paris. Die„Gazette de France“ läßt sich aus Baponne schreiben:„Hier zweifelt man nicht, daß preußisches Geld in der spanischen Angelegenheit eine große Rolle spielt.(7) Die Verschwörer sind reichlich mit solchem versehen. Man spricht natürlich von der Candidatur des Herzogs von Montpensier, welcher in Andalusien populär, aber in den nördlichen Provinzen un⸗ bekannt oder wenig beliebt ist..... Die Armee ist unentschlossen; die Bevölkerungen des Nordens sind dem Aufstande abgeneigt, die des Südens ihm günstig. Die preußische Action(I) macht
sich bereits fühlbar und der Haß gegen Frankreich ist eines der Momente des Aufstandes.
— Auch das„Pays“ beschuldigt Preußen, (bei dem spanischen Aufstand die Hand im Spiele zu haben.
Man bilde sich ein, daß ganz Frank⸗
reich bereit wäre sich zu erheben und dem Geläute der revolutionären Sturmglocke freundliches Gehör zu schenken, sollte dieses Geläute auch diesmal über die Pyrenäen kommen, wie es 1847 über die Alpen und Turin kam. Preußen scheine in Spanien einen Alliirten Frankreichs erblickt und deßhalb der Königin Isabella eine ernstliche Ver- legenheit bereitet zu haben.
— Die Journale vom 26. d. erachten es für ein ungünstiges Anzeichen, daß heute keine offi⸗ ziellen Telegramme aus Madrid vorliegen. Vom „Temps“ wird die Insurrection in Logrono be— stätigt.
Holland. Ein Augenzeuge berichtet, daß die künstlichen Werke der Festung Luxemburg großentheils geschleift sind. Die von der Natur in jener felsigen Gegend geschaffenen Festungs⸗ anlagen sind aber unversehrt, und auf ihrer Unter⸗ lage kann auch der abgetragene Theil der Festung leicht wieder hergestellt werden. Es liegt fetzt holländisches Militär in Luxemburg in Garnison, doch nicht in großer Anzahl.
Großbritannien. London. Die„Times“ verwirft bei Besprechung der Ereignisse in Spanien die Candidatur des Carlistischen Zweiges der Bourbonen, sowie das Projekt einer Republik ohne Weiteres. Gegen die Carlistische Linie führt sie deren katholische Tendenzen als Einwurf an, während der Republik die Grundlage in den Sympathien des Volkes abgesprochen wird. Da⸗ degen ist das leitende Blatt der Wahl des Herzogs von Montpensier nicht abgeneigt, indem Spanien durch dieselbe einmal seinen vor fünfunddreißig Jahren versfochtenen Grundsätzen nicht zuwider⸗ handle und dann auch an den tüchtigen, geschäst⸗ lichen Eigenschaften des Herzogs eine gute Er⸗ werbung mache.
Spanien. Madrid. Der„Gaulois“ entnimmt brieflichen Mittheilungen aus Spanien, daß alle Kriegsschiffe, die sich in San Sebastian als Ehrenescorte befanden, in See gestochen seien und sich der Revolution angeschlossen hätten. Nur ein kleiner Dampfer sei zurückgelassen worden, um der Königin zur allenfallsigen Abreise in's Aus⸗ land zur Verfügung zu stehen. Die Spanier sind galant. Interessant ist übrigens die Art und Weise, wie die Königin von ihrem„geliebten“ Volke denkt. Als man ihr vorschlug, zu Gunsten ihres Sohnes abzudauken, soll sie ausgerufen haben: Nein, ich will nicht, daß, wenn ich besiegt bin, eins meiner Kinder über ein so verächtliches Land regiere. Ich bleibe hier, bis diese Räuber besiegt sind, und wenn ich unterliege, so gehe ich nach Frankreich und schätze mich glücklich, dieses Mörder und Spitzbubenvolk los zu sein.
— Das Revolutions ⸗Comite zählt auf die Theilnahme des Heeres an der Erhebung. Eine Proclamation an die Armee schließt mit den Worten: Offiziere und Soldaten, Spanien segnet Eure friedliche Entschlossenheit. Ohne Kampf, ohne Blutvergießen und ohne Unordnungen wer⸗ den wir unsere Erlösung vollziehen und das Joch abschütteln, welches schon so lange auf uns lastet. Nieder mit der Regierung! Es lebe die Nation! Es lebe die Volkssouveränetät!
— Aus Madrid schreibt man der„Gironde“ unterm 21., daß es zu einer Transaction für die Königin zu spät ist. Die unteren Stadttheile von Madrid sind in vollster Gährung; die Sol⸗ daten fraternistren mit dem Volk und man er⸗ wartet stündlich das Erscheinen der Insurgenten vor den Thoren. In den Straßen vertheilt man beinahe offen die Bülletins des Revolutions⸗ Comite's von Cadix. Nach einem dieser Bülle⸗ tins würde General Prim in der nächsten Zeit vor Barcelona erscheinen. Aus Coruna gehen der„Gironde“ Nachrichten vom 20. und 21. Sept. zu. Die Stadt, sowie der gesammte Kreis von Ferrol hatten dem Aufrufe des Generals Quesada Folge geleistet.
— Die„Gaceta“ meldet: das Erscheinen von Insurgentenbanden in Alicante, Leon und Asturien bestätigt sich. Die Städte Malaga, Bejar, Alcoy haben sich der Insurrection angeschlossen. Die
Insurgenten nahmen wieder Besitz von Cordova und zerstörten die Brücken.
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