Ausgabe 
28.1.1868
 
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zu einer landwirthschaftlichen Besprechung arf

1 Woran liegt es, daß die Mähmaschinen in hiesiger Gegend

so wenig verbreitet sind, und welche Sorte ist sonders zu empfehlen d

2) Welche von der englischen Schweinerace verdient zur Kreuzung

mit unserm Landschwein den Vorzug?

3) Ist in der hiesigen Gegend die Fütterung von Oelkuchenmehl im Gebrauch, und bejahenden Falls, welche Vortheile hat diese Fütterungs weise gegenüber dem Füttern der Oelkuchen im aufgelösten Zustande?

4) Wie ist unsere Hauspferdezucht zu betreiben, wenn dieselbe zweckentsprechend und gewinnbringend werden soll?(Eingeleitet durch

Herrn Eduard Bier au aus Eudorf.)

Einladung. le Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf

* Freitag den 31. l. Mts., Nachmittags Uhr,

das Rathhaus zu Friedberg eingeladen.

Gegenstände der Besprechung sind:

fur den Kleinbesitz be⸗ verflossenen Frühjahr

Faselviehes.

5) Sind Versuche mit dem Anbau der Chili- und der C'hardon⸗ Kartoffel gemacht worden, und wie ist der Anbauversuch mit den im

durch unsern landw. Bezirksverein bezogenen

Heiligenstaͤdter Kartoffeln ausgefallen Wahl eines Mitgliedes zu der Commisslon für Besichtigung des

Herr Dr. Henkelmann wird die Fragen 1 und 2 einleiten. Nieder-Wöllstadt den 27. Januar 1868.

Stoll.

Hessen. Darmstadt. Durch das groß- herzogliche Regierungsblatt Nr. 4 werden die Postverträge vom 23. November 1867 zwischen dem Norddeutschen Bunde und Luxemburg, sowie Oesterreich und Bayern, Württemberg und Baden bekannt gemacht. 0

Das Großh. Reg.-Blatt Nr. 5 enthält:

I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Schenkungen an das Dia⸗ konissenhausElisabethenstift in Darmstadt betreffend. Dem DiakonissenhauseEltsabethenstift in Darmstadt sind folgende Gaben zugewendet worden: A. Schenkungen: 1) von Ihrer Kaiserlichen Majestät der Kaiserin von Rußland 300 fl.; 2) von Seiner Königlichen Hoheit dem Großberzog von Mecklenburg⸗Schwerin, Rest für die Stiftung eines Freibettes zum Andenken an die Höchst⸗ selige Großherzogin Anna von Mecklendurg-Schwerin Königliche Hoheit 494 fl. 53 kr.; 3) ronungenannt für die Erbauung eines Pförtnerhauses 2310 fl.; 4) von Ibrer Erlaucht der Gräfin Agnes zu Solms⸗Rödelheim 246 fl.; 5) von Seiner Excellenz dem Oberstjägermeister Freiherrn von Dörnberg 100 fl.; 6) von dem Hof⸗ prediger Bender eine Gräflich Ifenburg⸗Philippeeich'sche Obligation vom 1. Juni 1864 über 1000 fl. B. Ver- mächiniß von Fräulein Johannette Bergmann zu Darm⸗ stadt 200 fl. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben kiese Schenkungen und dieses Vermächtmiß Aller⸗ gnäbigst zu destätigen geruht.

II. Bekanntmachung, die Stellvertretung der Nilitär⸗ dienstpflichtigen der Altersklasse 18671868 betressend.

III. Bekanntmachung der Großherzogl. Commission für Postangelegenheiten, die Correspondenz nach dem König⸗ reiche Italien betreffend.

IV. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commisston für Poß⸗ Angelegenheiten, die Corretpondenz nach den Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika betreffend.

V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Vilbel, die Nich terhebung von katholischen Kirchspielskosten in den Gemeinden Altenstadt, Oderau und Stammheim im Jahre 1867 betreffend.

VI. Namensveränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Dez. 1867 dem Heinrich Roos von Echzell(jüngerem Sohne des Johann Georg Roos VI.) zu gestauen, in Zukunft den Vornamen 0 Heintich und am 3. Januar dem Georg Sillhardt von Offenbach zu gestatten, in Zu⸗ kunft flatt seines bisherigen Familiennamens den Familien⸗ namenReich zu fahren.

VII. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haden allergnädigst geruht: am 3. Januar den Salzmagazinsderwalter der Salzmagazins⸗ verwaltung Langen Neukirch in den Ruhestand zu versetzen.

VIII. Concurrenz für: die Distriktseinnehmerei Bü⸗ dingen I., wofür eine Dienstcaution von 2500 fl. erfordert wird; concurrenzfähige Bewerber haben sich innerhalb 14 Tagen anzumelden.

Bezüglich der Stellvertretung im Militär- dienst macht der groß herzogliche Vorsteher der Stellvertretungsanstalt bekannt, daß die für den Militärpflichtigen nunmehr 700 fl. betragende Vertretungssummt erst dann zur Einstandekasse bezahlt werden kann, wenn die Jahrmusterung in allen Bezirken des Landts beendigt und von Gr. Kriegeministerium der Tag, von welchem an die Zahlung geschehen kann, bekannt gemacht worden

ist. Es wird zugleich darauf hingewiesen, daß

nach F. 7 der Verordnung vom 16. Juli 1851, dem Dienfipflichtigen oder Demjenigen, welcher die Zahlung leistet, es überlassen bleibt, die er⸗ forderliche Vidirung der von der Einstandskasse über die bezahlte Vertretungssumme ausgestellten Quittung auf dem Secretariat Gr. Kriegsmini⸗ steriums selbst zu bewirken. Es ist hiernach nicht statthaft, daß Vertretungssummen durch die Post der Einstandskasse übermittelt werden.

Nach Berichten aus Darmstadt sind die Richtungen der beiden dort einmündenden

waldbahn zweigt sich von der Aschaffenburger Bahn ab nach dem Karlshof und Diehlschen Felsenkeller zu, geht zwischen der Rosenhöhe und dem Woog durch nach Treisa und mündet zwischen diesem und Nieder-Ramstadt in das Modauthal ein. Die Riedbahn läuft mit der Mainzer Bahn bis zu deren Kreuzung mit der Main- Neckar Bahn und von da in einer geraden Linie nach Wolfskehlen. Die Station bei Griesheim wird jedoch vermittelst einer kleinen Curve dicht an den Ort gelegt. Die Bahn wird schon bald in Angriff genommen werden, und ist bereits der Großh. Ingenieur der Main⸗Neckar⸗Bahn, Herr Hochgesandt, zur Leitung der Bauarbeiten be stimmt. Die Stadt Darmstadt verpflichtet sich zu einem Zuschuß von 70,000 fl., waͤhrend von den Riedgemeinden folgende Beiträge versprochen sind: von Griesheim 26,000 fl., von Wolfs- kehlen 10,000 fl., von Goddelau 7000 fl., von Stockstadt 12,000 fl., von Biebesheim 12,000 fl., von Gernsheim 50,000 fl. und das Gelaͤnde zur Hafenbahn, von Biblis 20,000 fl. Von Groß- und Klein-Rohrheim und Hofheim find bis jetzt Beiträge noch nicht zugesagt. Die Vollendung der Bahn soll binnen zwei Jahren erfolgen.

Das großherzogliche Kriegsministerium macht bekannt, daß der Eintritt derjenigen jungen Leute zum Dienst, welchen die Berechtigung zum einjährigen Dienst ertheilt worden ist oder noch ertheilt werden wird, auch bei den Jägerbataillonen, zur Zeit der Einstellung der Ergänzungsmannschaft dieses Jahres, welche auf den 11. Februar d. J. festgesetzt worden ist, stattfinden kann. Der fol- gende Termin zum Eintritt einjährig Freiwilliger in der Truppe ist dann der 1. April d. J.

DasFr. J. schreibt: Bestem Vernehmen nach wird spätestens zu Ende dieses Wintercurses unsere Kriegsschule geschlossen werden. Die Zöglinge derselben werden in Zukunft ihre Studien auf preußischen Schulen zu machen haben. Die von Geh. Obersteuerrath Ewald in Berlin geführten Verhandlungen über den Eintritt des Groß herzogthums in die Gemeinsamkeit der in- dirtkten Steuern mit dem norddeutschen Bunde sind nunmehr beendet, und ist der Genannte am 25. d. wieder hier eingetroffen. Wie bereits vor einiger Zeit mitgetheilt, wird Ewald auch an den

neuen Bahnen nunmehr abgesteckt. Die Oden⸗

Verhandlungen des Zollbundesraths Theil nehmen und sich deßhalb in der Kürze wieder nach Berlin begeben.

In zweiter Kammer kam am 23. ver An- trag des Finanzausschusses, die Umwandlung der Confessionsschulen in Communalschulen betreffend, zur Berathung. Da jedoch von dem Abg. Soldan der Antrag auf Vorlage eines Schulgesetzes gestellt ist, so beschloß man, über den ersieren Antrag dann erst Beschluß fassen zu wollen, wann der Soldan's zur Berathung komme. Nur den Be⸗ schluß faßte die Kammer, und zwar mit großer Mehrheit,die Regierung zu ersuchen, die Lehrer gegen zwangsweise Theilnahme an geistlichen Exertitien in Schutz zu nehmen.

S. Gießen. Was unsere Nachricht über

die Besetzung der hiesigen Professur für Thier⸗ arzneikunde betrifft, so sehen wir uns, natürlich abgesehen von den bei solchen Berufungen unver- meidlichen Oscillationen, uicht veranlaßt, dieselbe zu dementiren.

S. Gießen. Professor Ihering hat den Titel eines k. k. Hofraths erhalten. Die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht, daß Professor Köllner einen Ruf nach Erlangen erhalten habe, ist vollständig unbegründet, da in Erlangen keine Professur für Theologie erledigt id.

Worms. In derWormser Ztg. wird der fruͤhere Direktor der Hessischen Ludwigseisen⸗ bahn, Herr Kempf, zum Candidaten für das deutsche Zollparlament für den Wahlkreis Alzey vorgeschlagen.

Preußen. Berlin. DieKönigsberger Neue Zeitung erfährt über die Noth und das Elend der Bewohner der nach Gumbinnen zu gelegenen niedrigen Ortschaften haarsträubende Scenen. Was die vor kurzem überstandene Kälte an Gesundheit und schwacher Lebenskraft dem armen Volke noch übrig gelassen hat, wird nun durch den fortwährenden Regen und vollständige Ueberschwemmungen weiter Strecken in gräßlichster Eile aufgerieben. Ganze Ortschaften sind bereits von jeder Communication abgeschnitten, und liegen Tausende in ihren nassen jämmerlichen Wohnun⸗ gen, mit Hunger und Krankheit kämpfend, dem unvermeidlichen Tode entgegensehend. i

DieNordd. Allg. Ztg. sagt: Wenn auch nicht anzunehmen ist, daß auf dem Wester⸗ wald in diesem Jahre größere Noth herrscht, als gewöhnlich in der dortigen armen Gegend zu herrschen pflegt, so hat die Regierung doch nicht versäumt, Anordnungen zur Untersuchung der dortigen Zustände und zur Abhülfe zu treffen, und wird zu diesem Behufe der Regierungs- Präsident v. Diest persönlich den Westerwald bereisen.

Bayern. München. Die Abgeordneten⸗ kammer nahm die das Contingentsgesetz betreffende Modification, welche von dem Kriegsminister vor geschlagen war, sowie die auf das Beförderungs⸗ gesetz bezüglichen Wünsche des Reichsraths, an. Ablehnung fand die vierjährige Dienstzeit der Reiterei. Eine baldige Verständigung steht in Aussicht. Ferner nahm die Kammer die Vor⸗ schläge des Ausschusses bezüglich des Gewerbe⸗ gesetzes an und ist Aussicht auf Verständigung vorhanden. Die Regierung legte in der Sitzung vom 21. Januar Gesetzentwürfe über die Rechts⸗ verhältnisse der Genessenschaften, Actiengesell⸗ schaften, Eheschließungen und Ehetrennungen bei stgatlich nicht anerkannten Religions genossen- schaften vor.

Die Mittheilung, daß dieSüddentsche Presse aus finanziellen Gründen eingehen werde, entbehrt, nach Berichten von dort, der Begründung.

Baden. Karlsruhe. Während die baierische Reichskammer die im Wehrgesetzentwurfe beantragte längere Dienstdauer angenommen, hat dieselbe in der badischen und württembergischen Kammer Widerstand gefunden und giebt dieser Widerstand vielleicht Veranlassung, daß auch im Norddeutschen Bund der Ansicht Rechnung ge⸗ tragen wird, die Dienstdauer auf eine zweijährige herabzusetzen.

Gesterreich. Wien. Ueber die Verhand⸗ lungen wegen des Concordats hört man Folgen⸗ des: Bis jetzt hat Graf Crivelli nur die Aufgabe

gehabt, zu ergründen, ob in Rom überhaupt die Geneigtheit bestehe, sich auf Verhandlungen über

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