Ausgabe 
28.1.1868
 
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e Concordats-Revislon einzulassen. Hierüber eine klare Antwort noch nicht erfolgt. Sollte dhselbe belahend lauten, so wird wahrscheinlich Gidischof Hapnald nach Rom gesendet werden, den Grasen Crivelli bei den Verhandlungen

Lean Wenn dagegen eine ablehnende

Atwort erfolgen oder die Verbandlungen nicht u dem hier gewünschten Resultate führen sollten, d die diesseitige Regierung sich damit be gügen, lediglich auf dem Wege der Gesetzgebung mt der stückweisen Beseitigung des Concordats Urzugeben und den Widerspruch der römischen Krie auf sich beruhen zu lassen.

DieWiener Zeitung bestätigt amtlich Vertagung des Reichsraths auf den 10. Febr. DasNeue Fremdenblatt meldet, die aller-

ste Entschließung betreffs der Auflösung des

mee-Obercommando's sei erfolgt.

DieWiener Zeitung bringt eine kaiser- lide Entschließung, wodurch Erzherzog Albrecht zum Armeecommandanten ernannt wird, dem künstig di Inspicirung und kriegstüchtige Ausbildung der mee sowie die Einbringung von Vorschlägen dam Reichsministerium in Betreff derselben obliegt.

Nicht möglich! soll Napoleon gesagt haben, as er die Ernennung der neuen Minister in Lesterreich las. Es wurde aber noch mebr mög- Ib. Als der französische Gesandte, Herzog von Crammont, vor einigen Tagen seine Gesellschafts⸗ see in Wien öffnete, war von den neuen Ministern Nemand zu sehen. Damit wollten die Giskea, Eerger und Collegen zu verstehen geben, an eine AUianz des neuen Oesterreichs mit Napoleon sei ttz Salzburg nicht zu denken Sie scheinen fest wrchdrungen von der Ansicht, daß jeder Versuch, * Bunde mit Frankreich den Prager Frieden unzustoßen, der Anfang vom Ende Oesterreichs wrden müsse.

Frankreich. Paris. Inden diePatrie tristatirt, daß die dem Frieden günstigen Ten- dagen mit jedem Tage in den Regierungskreisen un Deutschland, England und Frankreich stärker bront werden, sagt sie, Rußland allein fehle im sredlichen Concert und fügt hinzu: das allent⸗ belben sich fühlbar machende Friedens bedürfniß werde der Idee zum Triumph verhelsen, von picher der Kaiser beim Vorschlag eines Congresses ais gegangen sei.

Rußland. DasPetersburger Journal ewiedert mehreren französischen Blättern, welche in Rußland eine gleiche Friedensliebe wie bei zn andern europäischen Staaten vermissen wollten: Kußland sei stark und groß, hege gleich Frank- uch keine Vergrößerungssucht und wünsche keine weiterung seiner Gränzen. Der Friede mit zm Nachbarstaaten, der Wodlstand im Inntren b sein einziger Ehrgeiz. Es erstrebe die Ent⸗ bcktlung des Handels, der Kunst und der In- ustrie Europas. Es wünsche einen vorsichtigen zortschritt. Ohne Haß gegen die Macht des taslandes, würde Rußland jedoch kein ungerechte u bergewicht dulden. Wer den Krieg unvermeid⸗ id mache, trage eine furchtbare Verantwortlich; let und habe den Fluch der späteren Geschichte n gewärtigen. Ein Krieg in der Gegenwart sei nihmlos und könne nur großes Uaglück herbei

Von Frankfurt wird gemeldet, daß ein von Vilbel! gebürtiger militärpflichtiger junger Mann, der zur Zeit in einem größeren Bankhause daselbst condttionirt, wegen Stellvertretung mit einem Dritten in Unterhandlung sieht und die bedeutende Summe von 3000 fl. gevoten bat. Der Betreffende ging hierauf jedoch nicht ein, sondern verlangte 3600 fl.

8. Gießen. Der in unsrem Land durch seine poetischen Produktionen bekannte Arthur von Deich (Ernst Eckstein), befindet sich gegenwärtig zur Fortsetzung seiner neuphilolozischen Studien in Berlin, wo ihm seine poelische und kritische Thätigkeit bereits einen Namen gemacht hat.

8. Gießen. Der hiesige städtische Turnlehrer, Herr Rübsamen, hat das verdienstvolle Werk unlernommen, diejenigen Studirenden, welche sich spaͤter dem Gymnastal lehreramte widmen wollen, aus freien Stücken alo Turn⸗ lehrer zu untertichten, so daß sie spaͤter im Stande sein werden auch in Frei-, Ordnungs- und Gerätheübungen ihren Schülern Unterricht zu eribellen.

Biedenkopf. Vor einigen Tagen fand man auf der benachbarten Karlshüne den mit Nachfüllen des Hochosens über Nacht beschäftigten sog. Aufgeber todt im Hochofen. Wahrscheinlich hatte der Unglückliche sich der Wärme wegen auf den Rand der Oeffnung gesetzt, war eingeschlasen und von den Gasen betäubt in die Oeffnung gefallen, wo er sofort ersticken mußte. Die Leiche war, als sie am andern Morgen gefunden wurde, bereits förmlich gebraten.

Worms. Nach der Volkzählung vom 3. Dec⸗ 1867 balie der Kreis Worms eine ortsanwesende Be⸗ völkerung von 52323 Köpfen, 480 Köpfe mehr als 1864. Darunter befanden sich 49591 Inländer und 2732 Aus⸗ läner.

4% Einige jüngst veröffentlichte statistische Notizen lassen uns einen Einblick in die Newyorker Vermögens, verhältnisse thun. Während der letzten drei Jahre wurden von dem ersten dortigen Geschäftshause A. T. Stewart and Comp. Verkäufe abgeschlessen im Betrage von nicht weniger als 203,000,000 Dollar. Das zweite Haus, H. B. Clasfin u. Comp., verkaufte während derselben Periode für 196,000,000 Dollar Waaren. Die in Newyork ethobenen Muniapalsteuern belausen sich für 1867 auf 21,889,656 Dollar, dem vergangenen Jahre gegenüber ein Zuwachs von ungefahr 5 Millionen. Diese vertheilen sich auf 150,000 Immobiliarbesitzer, deren gesammtes (liegendes) Eigentum auf 600,000,000 Dollar geschätzt ist. Die Municipal ⸗Steucrrate beträgt 2 Doll. 67 C. auf jede 100 Doll. des taxitten Grundeigenthums. Der Haupt- Steuerzahler, William Astor, zahlt 400,000 Dollar allein für Mun icipalzwecke, ohne die ungeheuren Summen die ven ihm für den Staat und die Natienal-Regierung erhoben werden. Der Gesammtwerth seines Vermögens ist nahezu 16,000,000 Dollar, davon sind 2 Millionen bewegliches Vermögen. Alexander T. Stewart 250.000 Dollar Steuer, 2 Mill Dollar dewegliches Vermögen Cornelius Vanderbilt 1,200,000 Dollar bewegliches Ver⸗ mögen und 200,000 Dollar Steuer. Solche Vecmoͤgens⸗ verbältnisse finden sich in verhältnißmäßig nicht geringer Anzahl.

Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent.

Das Hamburger PostdampfschiffAllemanta, Capt Meier, trat am 22. Januar wiederum eine Reise dia Southamplon vach New- Fork an und hatte außer einer flarken Brief- und Packetpofl 480 Tons Ladung, 29 passagtere in der Cate unt 113 i 3Zwischendeck an Bord.

Das Hamburger PostdarpüschiffGermanla-, Cap! Schwensen, welches am 8. Jaazat von Hamburg via Souibampton abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen 11 Stunden wohlbehalten in New⸗Hoik angekommen.

Dae Bremer Postdampfschiff Union, Capitän Santen, ttat am 18. Jannat wiederum elne Neise via Soutdampton nach New-Hotk an und batte außer einer starken Btlef- und Packelpest 166 Passagiere und 750 Tous Ladung an Bord.

Das Bremer Posidampfschiff ⸗Weser, Capt. Wenke, welchts am 4. Januar von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in

ip ren.

New Fork angekommen.

Das Bremer PostdampsscheffDeutschland, Capt. Wessels, welches am 9. Januar New Jork verließ, in nach elner sehr schnellen glücklich n Reise von 9 Tagen 18 Stunden woblbebalten in Cowes angelangt, und bat, nachdem es daselbst die für England und Frank- reich bestimmten Passaglere und Posten gelandet, un⸗ verzüglich die Reise nach Bremen sortgesetzt.

Dasselbe bringt 84 Passaglere und volle Ladung.

Schiffs nachrichten. Mitgetbellt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Angekommen in New Jork:

Am 26. Dec. Scegelschiff Peltahl von Antwerpen, am 29. Dec. Segelschiff Atalanta von Bremen, am 30. Dee. Segelschiff Lina von Antwerpen, am 31. Dee. Dampfer Cup of London von Liverpool.

Abgehend nach New⸗ Jork:

Am 28. Jan. Dampfer Wm. Penn von Havre, am 29. Jan. Dampfer Ciip of Parties von Llverpool, am 1. Febr. Dampfer Pansa von Bremen.

Wegen Frachten und Passagen bellebe man sich an obige Spettalagentur zu wenden.

Für die Nothleidenden in Ostpreußen

sind weiter eingegangen: Sieben te Liste:

1) Bei Herrn Hosapoiheler Wahl: Von Herrn Friedrich Alles I. in Münzenberg 3 fl. 2) Bei Herrn Actuar Nau: Von Herrn Bürgermeister Gröninger in Ock⸗ stadt 1 fl., Brigeore neter Dienst 48, Kasdar Gröninger III. 36, Joseph Schaaf 30, zusammen 2 fl. 54. 3) Bei Herrn Hosrafsh Pilger: Von Frau B. 1 fl. 4) Bei Herrn Rentier Steinhäuser: Aus der ersten Schule zu Ober⸗ Rosbach, gesammelt durch Herrn Pfarrer Weber 3 fl. 5) Bei Herrn Mayer Hirsch: Von B. S. 1 fl. 30, ron Herrn Lehrer Bamberger in Echzell von seinen Schülern gesammelt und von ihm selbst 4 fl., zusammen 5 fl. 30 6) Bei Director Steinder ger: Von Herrn Lehrer Nagel in Ossenheim 20, durch Herrn Ober⸗ sörster Sommer in Münster von dem dortigen Gesang⸗ verein 10 fl., zusammen 10 fl. 30. In Summa 25 fl. 54. Hierzu von der Expedinion deeAnzeigers für Oberhessen 125 fl., zusammen 150 fl. 54 kr. Im Ganzen bis jetzt eingegangen:

754 fl. 9 kr.

Indem wir für diese Gaben bestens danken, können wir den Wunsch nicht unterdrücken, daß sich unsre de⸗ mittelten Mitbürger auf dem Land noch allseitiger an der Sammlung betheiligen möchten, als bisher geschehen ist.

zriedderg, den 27 Januar 1868.

Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes Steinberger.

Bel der Unterztichneten gingen zu den in voriger Nummet bescheinigten Gaben weiter tin: Durch Pfarrvikar Blecher in Niedec⸗Wöllstadt daseldst gesammelt 49 fl. 45, Büchsen⸗ micher Engel 30, Ledrer Jäger in Staden 30, Schul⸗ assistent Sleeg in Staden 48, durch Letzteren von Schul⸗ kindern daselbst gesammelt 4 fl. 53, durch Pfarrer Buch⸗ hold von Ludwig Kopp in Ossenbeim 2 fl., von cinem hiesigen Lesekränzchen 5 fl., Frau Müller Dietz in Fauer⸗ dach 1 fl., durch Pfarrer Münch in Nauheim gesammelt 11 fl. 36 und zwar von Frl. Wilhelmi 1 fl., Frau Iuspektot Wilhelmi 1 fl., rl. M. Meinvard 1 fl., Bahnwärter Fehl 30, Christian Salzmann 1 fl., Christoph Mörler 1 fl., Lehrer Quehl 30, Christoph Stoll 1 fl., Christian Mörler 48, Samuel Rosenthal 30, O. W. 1 fl. 30, Witwe Hach 12, Lehrer F. Reich 18, J. Diehl 18, Einst Bernbard 30, Winwe Löb 30, Pfarrer Blumbof in Wohndach 1 fl., durch Pfarrer Kleeberger in Münzenberg daselds gesammelt 51 fl. Zusammen 129 fl. 12 kr. In Summa dis jetzt dei uns eingegangen: 377 fl. 6 kr.

Bei Zusendung der oben erwähnten Gaben von Nieder⸗ Wöllstadt demerkt uns Herr Pfartvikar Blecher, daß eine Sammlung von Naturalien dort im Gange sei, welche ein relches Ergebniß erwarten lasse. Hoffen wir, daß dieses schoͤne Beispiel Nieder⸗Wöllfadt's erfreuliche Nachahmung finden werde.

Ferner theilt uns Herr Pfarrer Kaliset in Nieder Welsel mit, daß in dortiger Gemeinde 52 fl. 48 an Geld und 14 Malter Brodfrucht gesammelt worden sind, was direct an das Comiie in Berlin adgesendet wurde.

Mit berzlichstem Dank bittet um weitete Gaden

Die Expedition des Anzeiger für Oberbessen.

Der Ackermann Christopp Schäfer von Oder⸗ sigbheim hat rahler glaubhaft angezeigt, daß sein Ber⸗ ngen überschuldet sei. Es wird deshalb zur Adwendung e förmlichen Concurses Termin auf den 4. Zebruar d. J., Vormittags 9 Ubr, Esteversuch vor unterzeichnete Gerichtsstelle, Schloß · aße Nr. 26, anberaumt, und haben sich dazu dessen 9 aͤubiger enzufinden und ihre Forderungen anzumelden ind zu begrünten. Ole nicht erscheinenden Gläubiger werden, als den 6 schlüssen der Mebrbelt beltreienr, betrachtet. aua am 6. Januar 1868. Königliches Amto-Gericht Abtbl. II. Co fler. dt. Brandenberg.

Ein vollstͤndiges Logis 12 mit allem Zubebör bat zu vermlethen

Naubelm. C. Schmidt, Café fraugals.

Lieferung von Buchenscheitholz. 147 Mutwoch den 5. Jebruar l. J., Vormittags 10 Ubr, werden dahter zur Lieferung 100 Stecken Buchen Scheltbolz 1. Klasse oͤffentlich verstelgert. Marlenschloß den 17. Januar 1868. Großberzogliche Landeszuchthaus⸗Otrektion Knliepel.

Faselochs- Versteigerung. 206 Donnerstag den 30. l. Mis., Vormittags 10 Ubr, soll dahler ein der plefigen Gemeinde zugeböriger, ab gängig gewordener Zaselechs öffentlich verkauft werden.

Wölfersheim den 25. Januar 1868.

Großberzogliche Bürgermeisterel Woͤlsersbeim Allwob n.

Ein kleiner langhaariger Pinscher 215 mit langem Schwanz und langen Obren ist ad- banden gekommen, und bittet man, denselben gegen eine welohnung an George Bailly am Schwall beimet Brunnen abzugeden.

Edictal ladung. 292 Oer Matt aus Imbescheld II. den Hoch Weisel ist am 18. October 1865 mit Pintetlassang eines unbedeutenden Nachlasses verslorben; seine Erden daben diesen Nachlaß, namestlich im Pindlick auf de⸗ standene Schuld igkeiten des Erblassers insdesondere aus dessen früheren Schuldenwesens nur unter der Rechts- wohlthot des Jndentars angetreten. Alle, welche an gen unte Erdnisse noch Ansprüche bilden, sollen solche del Meidung Ausschlusses im Terme ODlenftag den 11. k. We., Vormittags 9 Ubr, anmelden und degtünden. Butzbach den 21. Januar 1868. Großherzogliches Landgericht Butzdach: Dr. G Umer, gresentus, Landrichter, Landgerichts Assessor.

Nel. unfehlbares Mutel ge- Gichtwalte. gen Gliederreigen aller Art, emfiehlt à

is und z kr. Pb. Dan. Kümm ich 92