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1868. Dienstag den 27. October. M127.
Anzeiger für Oberhessen.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag,
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
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Auf den„Anzeiger“ kann man für die
Monate November und December abonniren.
2 2** * Amtlicher Theil. 5 D** 9 5 Winterbauschule in Darmstadt. 8 ü Der Localge werbverein in Darmstadt bead sichtigt die seit einer Reihe von Jahren unter dem Namen„Winterbauschule“ unterhaltene 5 Fortbildungsschule für Handwerker, insbesondere für Bauhandwerker, auch in diesem Winter zu eröffnen und in ihrem Lehrplan zu erweitern, 18 wenn auf eine genügende Anzahl von Schülern gerechnet werden kann. 8 Der Unterricht wird umfassen: Freihand, Linear und technisches Fachzeichnen, Bauconstructionen, darstellende Geometrie, Rechnen, U Geometrie, Elemente der Naturlehre und Mechanif, Materialienkunde und Buchführung. Der Unterricht beginnt den 1. Dezember l. J. und schließt mit dem 28. Februar k. J.; derselbe wird, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich an den Vor- und Nachmittagen ertheilt. Das Schulgeld beträgt für die 3 Monate 15 fl. und wird beim Beginn des Unterrichts vorausbezahlt. Alle Diejenigen, welche sich an dem bemerkten Unterricht betheiligen wollen, werden ersucht, sich längstens bis zum 10 Nov. l. J.
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bei dem Sekretariat des Landesgewerbvereins in Darmstadt schriftlich anzumelden. Der Vorstand des Localgewerbvereins in Darmstadt.
Hessen. Darmstadt. Die„Darmst.] Accessist Hermann Rinck aus Darmstadt zum dieses oder jenes Prinzen. Wenn Girardin be— Ztg.“ bringt folgende Post-Dienstnachrichten:] Landgerichts-Assessor bei dem Landgericht Groß- haupte, daß zur Gründung einer Monarchie vor Dem Postsekretär Schreiner in Friedberg ist die[ Umstadt.— Ferner wurden durch Dekrete von Allem ein König oder eine Königin gehöre, die bel. Verwaltung einer Büreau⸗Beamtenstelle 1. Klasse] demselben Tage ernannt: der Staatsanwalt-Sub- zu erlangen den Spaniern nach der Vertreibung gestzlit bei der Ober- Post⸗ Direktion in Kassel, und dem stitut August Baur bei dem Bezirksstrafgericht der Bourbonen schwer fallen werde, so stelle er 5 Postsekretär Ritsert hier die Verwaltung einer] Michelstadt zum Substituten des Ober- Staats- dem entgegen, daß zur Republik auch Republikaner 8 solchen Stelle bei der Ober-⸗Post⸗Direktion hier- anwalts bei dem Hofgerichte der Provinz Star- gehörten, und die republikanische Partei sei zur 1 nF selbst übertragen worden.— Versetzt wurden: der kenburg, der Gerichts⸗Accessist Ludwig Purgold Zeit in Spanien nicht zahlreich genug, um die Postsekretär Dr. Kneusel von Darmstadt nach aus Darmstadt zum Staatsanwalt Substituten] Führung der Geschäfte in die Hand zu nehmen. eser Gera, der Postsekretär Steinmetz von Friedberg bei dem Bezirksstrafgericht Michelstadt und der Prims Brief ist eine gewichtige Bestätigung * nach Mainz und der Postsekretär Foucar von] Gerichts-Accessist Ludwig Jöckel aus Ortenberg mehr für den Satz, daß die Republik in Spanien 8 Mainz nach Friedberg.— Es sind ernannt] zum Staatsanwalts⸗Substituten bei dem Bezirks- Leine Aussicht habe. Zur Monarchie gehört nun vimyß worden zu Postsekretären: die Postassistenten strafgericht Ortenberg. allerdings ein Fürst; wer wird er sein? Der Schröder in Alzey, unter Anstellung bei dem— Am 23. Okt. waren es 25 Jahre, daß Umstand, daß Prim in seinem Brief nochmals den Posiamte in Mainz, Boßler bei dem Postamte zu unserm Großherzoge von dem Könige von Preußen Ruf betont: Nieder mit den Bourbonen! zeigt, 1 Darmstadt und Herberg in Gießen, unter Ver- die Inhaberschaft des 17. preuß. Infanterie- daß eine Unterstützung der Candidatur des Don c U setzung zu dem Postamte in Köln; zu Postassistenten Regiments verliehen wurde. Aus dieser Veran- Karlos von der im Augenblick viel die Rede ist, . die Post⸗Eleven Böhm und Jastrow hierselbst; lassung hatte sich eine Deputation von Ossizieren von ihm und seinen Freunden nicht zu erwarten rse zu Post⸗Expedienten: die Post⸗Expedienten- An- dieses Regiments dahier eingefunden, um dem steht. Aehnlich verhält es sich mit dem Herzog wärter Scheer in Bensheim und Lanze in Heppen] Großherzoge die Glückwünsche desselben zu über- von Montpensier. Für ihn spricht zwar sein .— heim— Ausgeschieden ist der Post⸗Expeditions[bringen. Auch der König von Preußen war zur ehrenvolles Verhalten der übeln Isabellenwirtb— Gehülfe für den Ort Müller in Altenstadt. persönlichen Gratulation aus Baden eingetroffen schaft gegenüber, gegen ihn aber, daß er eben e— Nach der„D. Ztg.“ wurden durch aller- und setzte nach dem Diner seine Rückreise nach doch auch zur verpönten Bourbonen Familie serlsgen don höchste Decrete ernannt: Am 17. d M. der Berlin fort. gehört und daß seine Erwählung überdies ein macht. Regierungsaccessist Friedrich Rauten busch zum— Der hiesige Gemeinderath hat betreffs Er-[gewaltiges Stirnrunzeln Napoleons zur Folge Ministerialsecretär III. Classe bei Gr. Ministerium höhung der Lehrerbesoldungen beschlossen, daß haben werde, was man in Madrid vermeiden zu . I des Innern. Am 21. d. M. der Landgerichts⸗ Lehrer bis zu dreijähriger Dienstzeit eine Besoldung wollen scheint. Bliebe also nur noch die iberische 1 Assessor bei dem Landgericht Darmstadt, Wilhelm] von 700 fl., bei 4— 7 jähriger Dienstzeit 800 fl., Union oder irgend ein ausländischer Prinz. Ob 0 v. Grolman, zum Bezirksstrafrichter bei dem bei 8—11 jähriger 900 fl. und bei 12 jähriger der König von Portugal und das pottugiesische 1 Bezirksstrafgericht Darmstadt, der Regierungs- und weiterer Dienstzeit 1000 fl. Gehalt vom Bolk schließlich in eine völlige oder Personalunion iumich Accessist Theodor Zimmermann aus Darmstadt 1. Januar 1869 an erhalten sollten, jedoch unter einwilligen werden, steht noch dahin. Namentlich — zum Bezirksstrafgerichts⸗Secretär bei dem Bezirks[dem Vorbehalt, daß dem Stad tvorstande bei jedes[die Portugiesen haben das ernste Bedenken, ihr 72 strafgericht Darmstadt, der Staatsanwaltsubstitut maliger Anstellung eines neuen Lehrers die Be. kleines Staatswesen möchte durch die Vereinigung 10 4 Wilhelm Stammler bei dem Bezirkestrafgericht stimmung der Besoldungsklasse überlassen werde. mit dem größeren Nachbar bald absorbirt sein. 000 Ortenberg zum BezirksstrafgerichtsSecretär bei] Der Stadtkasse wird hiernach ein jährlicher Mehr⸗ Auffallend bleibt es immerhin, daß Prim in dem 169 6 dem Bezirksstrafgericht Bießen, der Landgerichts[aufwand von 3000 fl. verursacht. Der Wunsch genannten Schreiben mit seiner eigenen Meinung K Assessor Karl Köllisch bei dem Landgericht für Erhöhung der Lehrerbesoldungen war aber über die, Person des zu Wählenden ganz und 11 k Seligenstadt zum Landgerichts- Assessor bei dem so allgemein ausgesprochen worden, daß ohnerachtet gar zurückhält. Zeit ist es doch, daran zu denken, 0 Landgericht Darmstadt, der Landgerichts- Assessor der zur Zeit sehr bedeutenden Communalausgaben und die Rolle eines unthätigen Zuschauers wird 8 k. bei dem Landgericht Vilbel, Wilhelm Walther, die Besoldungserhöhung nicht länger zu ver- Prim nicht spielen, mag nun die Entscheidung * zum Landgerichts ⸗Assessor bei dem Landgericht schieben war. den Cortes oder einer Volksabstimmung anheim —— Darmstadt, der Bezirksstrafgerichts · Secretär bei J Friedberg. Der General Prim hat an gegeben werden. Aber Prim erinnert auf Girardins = dem Bezirkestrafgericht Gießen, Karl Langer[Hrn. v. Girardin ein Schreiben gerichtet, dessen Behauptung, das spanische Volk werde weder in 0 9906 mann, zum Landgerichts- Assessor bei dem Land- Inhalt zur Beurtheilung der augenblicklichen Sach— Portugal, noch in Italien, Frankreich oder Eng⸗ 4 2 gericht Vilbel, der Landgerichts ⸗Accessist Heinrich lage in Spanien von Interesse ist. Girardin land einen Prinzen finden, der bereit wäre, den „A0 Raab aus Trais⸗Horloff zum Landgerichts hatte der Actionspartei in Spanien vorgeworfen, spanischen Thron zu besteigen, an Ueberraschungen, 15. dem Landgericht Seligenstadt, der sie habe umgestürzt, ohne sich klar zu sein, was von denen die Geschichte voll sei. Es wäre nicht 11 1 andgerichts- Assessor Otto Jost bei dem Land- sie an die Stelle des Alten setzen wolle, und es unmöglich, daß er an die Möglichkeit dächte, der n gericht Groß- Umstadt zum Stadtgerichts-Assessor[sei klüger gewesen, frischweg die Republik zu Welt durch Gründung einer nagelneuen Dynastie 4 bei dem Stadtgericht Darmstadt, der Bezirksstraf-[proklamiren. Darauf sagt Prim, daß sie wohl eine Ueberraschung zu bereiten. e gerichts.Secretär bei dem Bezirksstrafgericht Darm- gewußt, was sie wollten: eine freisinnige, monarchi— Sachsen. Dresden. Nach den„Dr. =. Bauer, zum Landgerichts. Assessor sche und constitutionelle Regierung. Er sei der N.“ ist die Kleiderordnungsfrage für die Dienst— * gem, ei dem Landgericht Groß- Umstadt, der Gerichts- Vertheidiger eines Prinzips, nicht der Vertreter männer dahin geregelt, daß den Mitgliedern der nodbolf


