an
In diesem Protokolle haben die Wiesenvorstände, was denselben
noch besonders zu eroͤffnen ist, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) Ob die Anordnungen, welche sie bei dem im Monat März l. J. vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind
und welche nicht,
der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden. hierbei Augenmerk auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch,
Wir empfehlen den Wiesenvorständen
Moos, die Entfernung der Herbstzeitlosen,
besonders ihr
des Erdauswurfs aus
den Be oder Entwässerungsgräben, die Verebnung der Maul: wurfshügel und dergl.(Art. 24 der Wiesenpolizeiordnung) und auf die Unterhaltung der Ent⸗ und Bewässerungsgräben(Art. 28 und 29 der Wiesenpolizeiordnung) zu richten und hierbei nach d den bestehenden Bestimmungen zu verfahren.
2 welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung 2) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiesenfluren,
namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom 7. Oktober 1830 Anwendung finden muß.
Man erwartet, daß die Wiesenvorstände hiernach genau verfahren.
Trapp.
Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 50 enthält:
I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern den zwischen Hessen und Preußen wegen des Baus der oberhessischen Eisenbahnen abgeschlossenen Staatsvertrag betr.
II. Bekanntmachung des Großb. Ministeriums des Großh. Hauses und des Aeußern, den zwischen Hessen und Preußen wegen Erbauung einer Eisenbahn von Offenbach nach Hanau abgeschlossenen Staatsvertrag betr.
III. Bekanntmachung des Großb. Ministeriums des Großh. Hauses und des Aeußern und des Großherzogl. Ministeriums der Justiz, den Schutz der Waarenbezeich⸗ nungen betr. a
IV. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Einführung der im Großherzogthum in Bezug auf das Schulwesen bestehenden Bestimmungen in den zufolge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. Sept. 1866 mit dem Großherzogthum vereinigten Ge⸗ bietstheilen betr.
V. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Einziehung der früher Anhalt⸗Bernburgischen Staats⸗ kassen⸗ und Eisenbahnkassenscheine betr.
VI. Bekanntmachung Großh. Kriegsministeriums, dahin lautend: Zufolge Allerhöchster Entschließung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs ist die Großh. Kriegsschule bis auf Weiteres aufgehoben.
VII.— X. Bekanntmachungen Großh. Commission für Post⸗Angelegenheiten.
XI. Uedersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden im Kreise Dieburg.
XII. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die Erhebung der Umlage für die israelitische Religions gemeinde zu Worms für 1868 betr.
XIII. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 25. August dem Kreisrath, Regierungsrath Pfannebecker zu Worms die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Könige von Preußen verliehenen Kronen⸗Ordens 3. Klasse— und am 31. August dem Jacob Abresch zu Worms die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Könige von Württemberg verliehenen Ritterkreuzes des Friedrichs⸗Ordens zu ertheilen.
XIV. Bekanntmachung, die Vertheilung der Preis⸗ medaillen in dem philologischen Seminar zu Gießen betr. Folgenden ordentlichen Mitgliedern des philologischen Seminars auf der Landes⸗Universität zu Gießen sind für ihre Leitungen während des Wintersemesters 1867/68 und des Sommersemesters 1868 Preise zuerkannt und ertheilt worden, nämlich: der erste Preis dem Stud. phil. Georg Windhaus aus Darmstadt; der zweite Preis dem Stud. phil. Friedrich Curschmann aus Gießen; der dritte Preis dem Stud. phil. Engelbert Heußlein aus Greß⸗Steinheim.
XV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 30. April den bisher provisorisch als Hofmusikdiener verwendeten Carl Burkhard zum Hofmusikdiener,— die bisher provisorisch als Hoftheaterdiener verwendeten Wilhelm Burkhard— und Ludwig Weisse zu Hoftheaterdienern zu ernennen;— am 14. August dem Expedienten auf der Station Gießen der Main⸗Weser⸗Eisenbahn Raab die Stelle eines Expe⸗ ditionsgehülfen bei der Station Darmstadt der Main⸗ Neckar⸗Eisenbahn mit dem Charakter als Expeditor zu ver⸗ leihen;— an 21. dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Heblos May die sechste evangelische Schulstelle zu Lich zu übertragen;— am 26. August den Professor Dr. Leuckart zu Gießen zum Reltor der Landes⸗Unzwersität für die Zei von Michaelis 1868 bis dahin 1869 zu er⸗ nennen;— am 28 August dem Schulamts⸗Aspiranten Schmidt aus Neunkirchen die evang. Schulstelle zu Hütten⸗ seld zu übertragen;— an demselben Tage den Brücken⸗ wäcter bei der Schiffbrücke zu Mainz Philipp Tuch zum Brückenmeister bei der fliegenden Brücke zu Gernsheim zu ernennen;— am 2. Sepi. den ordentlichen Professor an der Universilät Zürich Dr. Regelsberger zum ordentlichen Professor in der juristischen Facultät der Landes⸗Universität zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen, — dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Marien⸗ hagen Rückert die evangelische Schulstelle zu Dirlammen — und dem Schulamts⸗Aspiranien Hahn aus Weckesheim die evangelische Schulstelle zu Effolderbach zu übertragen; — an demselben Tage den Ober⸗Steuer⸗Secretär bei der Ober⸗Steuer- Direktion Weil zum Obereinnehmer der Obereinnehmerei und des Rentamis Oppenheim,— am 3. September den Kanzlisten bei dem Katasteramte Georg Amendt zum Kanzleinspector— und den Oberstabsfourier Sebaslian Blum aus Gernsheim zum Kanzlisten bei der Kanzlei der Over-Steuer-Dircktion zu ernennen;— am 5. September dem Revisor bei dem Controle⸗Bureau der Bain⸗Neckar⸗Eisenbahn Siebert die vertragsmäßig zu be⸗
setzende Stelle eines Bahnkassiers bei der Bahnverwaltung Heidelberg dieser Eisenbahn zu übertragen.(Schluß folgt.)
— Der Ban der Riedbahn ist allenthalben energisch in Angriff genommen und die Strecke Darmstadt- Griesheim so weit vorgeschritten, daß zuverlässigem Vernehmen nach bis zu letzterem Orte in den nächsten Tagen Materialzüge beför⸗ dert werden können, was für den Fortgang des Unternehmens von großem Vortheil sein wird. Ebenso stehen der Fertigstellung der Linie Worms⸗ Bensheim keine wesentlichen Hindernisse mehr im Wege.
— Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 12. l. M. den Ministerialrath in Pension Dr. Hallwachs zum Ober⸗Appellations- und Cassations- gerichtsrath zu ernennen geruht.
— Durch Allerhöchste Decrete vom 19. l. M. wurden ernannt Hofgerichtsrath Bötticher in Gießen zum Hofgerichtsrath in Darmstadt, Landgerichts⸗ Assessor und Bezirksstrafrichter Kornmesser dahier zum Hofgerichtsrath in Gießen, Ober⸗Staatsan⸗ walts⸗Substitut Dr. Franck und Stadtgerichts⸗ Assessor Weber zu Hofgerichts⸗Assessoren dahier.
Aus Oberhessen. Die Frage, ob die projektirte Gießen⸗Fuldatr⸗Eisenbahn von Lauter⸗ bach nach Fulda über Schlitz oder über Groß- lüder geführt werden soll, ist noch immer uner⸗ ledigt. Durch Führung der Bahn über Schlitz würde dieselbe angeblich eine Meile länger und um eine sehr beträchtliche Summe theurer werden. Mehrere Ingenieurs sind fortwährend mit ver⸗ gleichenden Aufnahmen beider Bahnrichtungen be⸗ schäftigt und es ist wahrscheinlich, daß man sich nun für Führung der Bahn über Großenlüder wird entscheiden müssen.
Preußen. Berlin. Der„Staatsanzeiger“ publizirt den zwischen dem norddeutschen Bunde und den Niederlanden abgeschlossenen Postvertrag. Derselbe tritt mit dem 1. October in Kraft.
Kassel. Die hiesige königl. Regierung hat an die hessischen Gemeindebehörden ein strenges Verbot erlassen, den Vermögensstand der Gemein⸗ den durch Einziehung von Activ⸗Capitalien zu beeinträchtigen Geeigneten Falles soll aber dis⸗ pensationsweise aus besonderen Gründen die Ge⸗ nehmigung zur Einziehung von Activ⸗Capitalien ertheilt werden können.
Hamburg. Eine aus diplomatischen Kreisen stammende Berliner Correspondenz der„Hamb. Nachrichten“ sagt: Die Berichte aus Spanien erregten begreiflicher Weise in Berlin große Sen⸗ sation. Ein Sieg der Revolution in Spanien in diesem Augenblicke sei sast gleichbedeutend mit einer Garantie des Friedens für den Winter. Je länger aber ein Kampf zwischen Deutschland und Frankreich hinausgeschoben werde, destomehr wüchsen die Chancen, ihn ganz zu vermeiden.
Württemberg. Stuttgart. Die Ver⸗ sammlung der Volkspartei hat den Südbund mit Allen gegen die eine Stimme Dumont's(Mainz) angenommen; die bayerische Volkspartei enthielt sich der Abstimmung wegen Mandaisgründen. Teil versprach, für den Südbund lebhaft zu agiren. Redner für den Südbund waren Weiß, Frese, Mayer und Mittermeier; gegen denselben sprach Dumont. Die eingesandte Erklärung der bei der Versammlung nicht erschienenen österreichischen Demokraten lautet für den Südbund.
Baden Karlsruhe. Vor Kurzem war in den Blättern von Anstrengungen der bayerischen Regierung zu lesen, den„Handel“ von England in den Orient über Bayern zu führen, die nun
auch von der preußischen Regierung secundirt!“
würden. Bei dieser etwas unbestimmt gehaltenen Nachricht handelt es sich um die Eisenbahnanschlüsse, um die englisch- ostindische Ueberlandpost auf die Route über den Brenner zu leiten. Es ist dieß eine Angelegenheit, welche schon länger portirt wird, und bei welcher das deutsche Interesse über⸗ haupt allerdings wesentlich ius Spiel kommt. Es concurrirt bei dieser Linie die Richtung über den Mont-Cenis.
— Die Nachricht eines badischen Blattes aus Stuttgart, daß der Abschluß einer Militär ⸗Con⸗ vention zwischen Baden und Preußen eine vollendete Thatsache sei, wird für erfunden erklärt.
Oesterreich. Wien. Im böhmischen Land⸗ tag ist der Antrag, daß an die Stelle des jetzigen polytechnischen Instituts zwei selbständige technische Hochschulen, die eine mit deutscher, die andere mit tschechischer Unterrichtssprache, treten sollen, ange⸗ nommen worden. Die bisherige Mischung des deutschen und tschechischen Elements am Polytech⸗ nikum hat nur zu fortwährenden Streitigkeiten geführt, da die Tschechen immer größere Ansprücht erhoben. Die Wenzelskinder sind jedoch mit der Trennung keineswegs zufrieden; sie erkennen die Gleichberechtigung des deutschen Elements in Böhmen nicht an, und wenn es nach ihrem Sinne ginge, dürfte in Prag kein deutsches Wort laut⸗ bar werden.
— Feldzeugmeister Giulay, Ober⸗Commandant der österreichischen Armee im Kriege 1859, ist gestorben. Er war zu Pesth 1798 geboren und in seinem 16. Jahre bereits Unterlieutenant. Im Jahre 1850 übernahm er(als Feldzeugmeister) nach dem Rücktritt Radetzky's das Commando der zweiten Armee und leitete 1859 den Feldzug mit Frankreich so unglücklich ein. Nach seiner Niederlage von Magenta(5. Juni 1859) legte Giulay das Armee-Commando nieder. Vor einigen Jahren hat der Graf den(damaligen) General- major, jetzigen F.-M.-L. Baron Edelsheim adoptirt.
— Die Gerüchte von einer Zusammenkunft des russischen und österreichischen Kaisers entbehren jeder Begründung.
Frankreich. Paris. In dem„Moniteur de l' Armee“ gibt Oberst Ferri ⸗Pisani ein Urtheil über die preußische Taktik ab, wie sie in der von dem preußischen Generalstab verfaßten Geschich te des Feldzugs von 1866 dargestellt wird. Die Actionen scheinen, die Schlacht von Sadowa ausgenommen, Herrn Ferri⸗Pisani in einer Reihe von feindlichen Begegnungen bestanden zu haben, deren Zusammenhang nicht immer besonders er · sichtlich ist. Als den charakteristischen Grundzug der preußischen Taktik führt Ferri⸗Pisani, nachdem er das Werk des preußischen Generalstabs genau studirt, die Tendenz an, die Schlachtordnung zu zerstückeln, den Zusammenhang der Linien zu brechen so zwar, daß auf dem Schlachtfelde nur wenig ersichtliche Spuren der Hauptdirectionen beibehalten werden. Einen besonderen Unterschied nimmt er in der Verwendung der preußischen und der französischen Avantgarde wahr. Die fran: zösische Avantgarde nimmt Stellung, wenn sie auf den Feind stößt, und tritt dann in das Haupt“ Corps zurück, so wie dieses in die Gefechtslinie eintritt. Die preußische Avantgarde,
Cavallerie und Artillerie versehen ist, behält
—
die mit
während des Gefechts ihre abgesonderte Organisation
bei und operirt als selbständiges Corps weiter
Er bekennt sich zu dem Grundsatz:„Neue Waffen, 6
alte Taktik“.
nicht ganz richtig aufgefaßt zu haben. — Die Journale drücken ihre Zufrieden
Uebrigens gesteht er, vielleicht von Standpunkt der einseitigen Theorie aus, die Sache
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